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Dokumentarfilme

Banana Pancakes and the Lonely Planet (2015)
Daan Veldhuizen
Laos, Demokratische Volksrepublik
96′
Reisen ist in Mode, mehr denn je. Und Fernost ist angesagt. Zu den Boom-Ländern gehört Laos. Der niederländische Filmemacher Daan Veldhuizen betrachtet das entlegene Dorf Muang Ngoi in Indochina und lässt Jugendliche, die da leben, auf jene treffen, die als Backpacker oder Individualtouristen hierherreisen. Selten hat ein Film die unterschiedlichen Aspekte des Reisens so unaufgeregt, anregend und umfassend auf den Punkt gebracht. Wie reisen wir, wohin und warum? «Wenn jemand eine Reise tut, So kann er was verzählen; Drum nahm ich meinen Stock und Hut, Und tät das Reisen wählen.» Als Matthias Claudius 1787 sein Gedicht «Urians Reise um die Welt» mit diesen Zeilen begann, war das Reisen noch eine oft mehrmonatige Unternehmung. Heute, 230 Jahre später, ist es bei uns Allgemeingut geworden: Ein paar Stunden Flug nur, und bereits sind wir in einer anderen Region auf dem Planeten. Wir suchen dort das Andere und tragen gleichzeitig das Unsere mit. Erzählen können denn nach unserer Reise nicht nur wir, erzählen können auch Menschen, die von unserem Reisen betroffen waren, die ihre eigenen Träume haben und nach der Moderne streben mögen, der wir mitunter vorübergehend entfliehen wollten. Der niederländische Filmemacher Daan Veldhuizen hat sich in ein entlegenes Dorf in Laos begeben, um mit Einheimischen und Reisenden übers Reisen nachzudenken und übers da und anderswo Sein. Muang Ngoi ist mit seiner Lage am Fluss allein schon landschaftlich einzigartig, aber man kann das, was der Filmemacher beobachtet, übertragen in ungezählte andere Länder, und das ist eine der grossen Stärken des Films. Er setzt an in der Regenzeit, wenn die Jugendlichen vor Ort mit ihren Träumen noch allein sind, und gleitet nahtlos über zu den mit dem Wetterwechsel eintrudelnden Backpackers, die mit dem Lonely Planet im Gepäck hierher zum Geheimtipp gefunden haben und für eine kurze Zeit aussteigen wollen. Sie suchen unter anderem jene Einfachheit, die Menschen in Muang Ngoi für sich überwinden möchten. Shai hat studiert und will schnell Geld verdienen mit den TouristInnen, Khao ist Bauer und will eine Familie aufbauen. Die beiden Locals sind sozusagen unsere Reisebegleiter und stehen für zwei mögliche Verhaltensmuster im Dorf. Daan Veldhuizen, der selber auch die Kamera führte, betrachtet die Anreisenden ein Stück weit mit den Augen der beiden, die da sind, und gibt über sie auch den Widersprüchlichkeiten im Dorf genügend Raum. Dass er das wertfrei versucht, macht seinen Film so wertvoll. Wir reisen mit und erleben die Reise und das Reisen aus unterschiedlichen Perspektiven, können wie Matthias Claudius in seinem Gedicht zum Schluss kommen: Und fand es überall wie hier, Fand überall ’n Sparren, Die Menschen grade so wie wir, Und ebensolche Narren. Mir scheint, dass Banana Pancakes auch deshalb so unterhaltsam und anregend wirkt, weil der Filmemacher es schafft, über die unterschiedlichsten Figuren Aspekte des Reisens anzusprechen. Walter Ruggle
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Beuys (2017)
Andres Veiel
Deutschland
107′
Joseph Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er uns schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen? fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten. Aus einer kongenial montierten Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente stellen Regisseur Andres Veiel und sein Team ein einzigartiges Zeitdokument zusammen: „BEUYS“ ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume. Der Film bringt uns die Relevanz von Joseph Beuys und seiner Kunst im wahrsten Sinne nahe: Keine verstaubten Museumsexponate, sondern ein Angriff auf die Verhältnisse.
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Borges - Los libros y la noche (2000)
Tristan Bauer
Argentinien
79′
Um den hundertsten Geburtstag von Jorge Luis Borges zu feiern, hat Tristán Bauer einen ausgesprochen anregenden Filmessay gestaltet: Gekonnt, respektvoll und poetisch vermischt er Archivdokumente, Gespräche und Fotos zum Leben des Schriftstellers, die Borges' politische Haltung, seine Probleme mit dem Perón Regime und seine internationalen Erfolge widerspiegeln. Tristán Bauer beschränkt sich nicht auf eine Historikerarbeit, er rekonstruiert nüchtern und subtil die Welt des Schriftstellers: unendliche Brunnen der seltsamen Bibliothek von Babel, zahlreiche Gänge, Kreise, Spiegel, Treppen und Sechsecke. Auf der Suche nach Borges' Welt und nach ihrer Fiktion gelingt es ihm, die Atmosphäre der Gedichte und Geschichten, der literarischen und metaphysischen Obsessionen des Schriftstellers wiederzugeben. Der Film handelt in Dokumentar- und Spielfilmsequenzen vom Leben und Werk von einem der bedeutendsten spanischsprachigen Schriftsteller, und stellt Archivdokumente der faszinierenden Welt unendlicher Bibliotheks- und Bücherlabyrinthe gegenüber. Walter Santa Ana spielt die vom argentinischen Schriftsteller geschaffene Figur, die niemand anders als Borges selbst ist. Walter Ruggle
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Bruno Manser - Laki Penan (2007)
Christoph Kühn
Schweiz
94′
Bruno Manser - hier real! Aktuell ist in den Kinos der Spielfilm über Bruno Mansers Leben im Dschungel zu sehen. Da bietet es sich an, Christof Kühns einfühlsamen Dokumentarfilm BRUNO MANSER – LAKI PENAN aus dem Jahr 2007 anzuschauen. Dieser gewährt mit originalen Film- und Tonaufnahmen von Bruno Manser und Interviews mit seinen Weggefährten im Urwald von Borneo einen authentischen Einblick in das abenteuerliche Leben des Schweizer Umweltaktivisten. Der Basler Bruno Manser lebte von 1984 bis 1990 mit den Penan, dem Urvolk des Dschungels von Sarawak (Borneo). Er lernte ihre Sprache und eignete sich ihre Kultur an. Die Penan akzeptierten Manser als einen der Ihren und nannten ihn Laki Penan, den Penan-Mann. Als die ersten Bulldozer auftauchten und mit dem planmässigen Abholzen des Regenwaldes begannen, machte Manser durch spektakuläre Aktionen, die internationales Echo auslösten, auf das ökologische und menschliche Desaster aufmerksam und schuf sich dadurch mächtige Feinde. Im Frühjahr 2000, auf einer geheimen Reise zu den Penan, verschwand er spurlos. Regisseur Christoph Kühn begibt sich auf den Spuren Bruno Mansers in den Dschungel von Sarawak. Es kommen jene Penan zu Wort, die zu Mansers zweiter Familie wurden: Sie erzählen von ihren gemeinsamen Abenteuern und Ängsten, Mansers Kämpfen mit Riesenschlangen, seinen Begegnungen mit Geistern – und von seiner Begabung, die Penan im Widerstand gegen die Holzfäller und Polizei zu vereinen. Dabei entsteht ein überraschendes, ganzheitliches Bild des leidenschaftlichen Naturforschers, Mystikers und Romantikers, der auch zorniger Umweltschützer und Menschenrechtler war.
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Char - the Island (2013)
Sourav Sarangi
Indien
87′
Char ist eine Insel im Grenzfluss zwischen Indien und Bangladesch, auf der ein Junge namens Rubel mit seiner Familie und anderen Vertriebenen lebt. Die Insel entstand wie ein Geschenk, das der Fluss den Menschen als Zuflucht bot, nachdem er ihr angestammtes Dorf mit den steigenden Wasserständen fortgerissen hat. Doch das Geschenk ist auf Sand gebaut, eine flüchtige ökologische Reaktion nach der Inbetriebnahme des Staudamms flussaufwärts. Notgedrungen haben sich die Menschen - ähnlich wie die Vögel - das neue Terrain zu Nutze gemacht und ein Schmugglergeschäft aufgebaut. Vieh, Alkohol, Reis und andere Waren werden mit bewundernswerter Raffinesse an den Grenzposten vorbeigeschleust: ein heroischer Überlebenskampf, der gerade genug hergibt, um Rubel von einer besseren Zukunft träumen zu lassen, obwohl (oder weil) Char nur eine Station in seinem Leben sein wird. Sourav Sarangi hat diesen unglaublich nassen Mikrokosmos über mehrere Jahre beobachtet und mit unterschiedlichen Kameras heterogenes, zuweilen fast apokalyptisches Bildmaterial eingefangen. Seine Erzählung über das Heranwachsen des Jungen hat jedoch ein offenes Ende, in das sich ein seltsam schönes Gefühl von Bewunderung mischt.
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Cirque de Pic (2019)
Thomas Ott
Schweiz
84′
Unterwegs zum Clown: Mit Elefanten im Zug durch die Nacht reisen... Ein Huhn vor dem Würgegriff eines Kochs retten... Seifenblasen in die unsteten Winde eines voll besetzten Zirkuszelts zaubern... In lose verknüpften Szenen erzählt Thomas Ott in seinem liebevollen Poträtfilm «Cirque de Pic» von einem Pantomimen, der aus einer prekären Familiensituation in die Komik floh, in jungen Jahren die Heimat verliess und zu einem der aussergewöhnlichsten und beliebtesten Clowns seiner Generation wurde. «Cirque de Pic» ist das Ergebnis einer sporadischen, zwölfjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Filmemacher und dem Clown Pic. Der Kabarettist Emil Steinberger empfiehlt: «Einen Fauteuil nehmen, sich hinsetzen und den Pic-Film angucken. Eine herrliche Geschichte eines Clowns geniessen, eines Clowns, der eine Ruhe ausstrahlt, der uns mit einmaligen Geschichten verwöhnt, ob es Geschichten aus dem Leben oder Geschichten auf der Bühne sind - man verfolgt alles mit einem glücklichen Gefühl, stellt auch fest, dass Pic ein guter Schauspieler ist, schön sprechen kann und einen einmalig guten Gesichtsausdruck hat, ein Ausdruck der einen immer berührt. Thomas Ott hat gezeigt, dass er ein sehr sensibler Filmemacher ist, und uns wieder mal mit Bildern serviert, die uns beruhigen und zum Geniesser machen.»
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Das Salz der Erde (2014)
Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado
Frankreich
110′
Sebastião Salgados Bilder bewegen die Menschen seit Jahrzehnten. Hinter dem, was sie zeigen, leuchten Geschichten und mitunter ganze Universen auf. Der Fotograf arbeitet auf allen Kontinenten, für seine Reportagen verbringt er jeweils Monate an einem Ort. Im Lauf der Zeit wurde er Zeuge von zahlreichen wichtigen und düsteren Ereignissen der Menschheitsgeschichte. Schliesslich reiste Sebastião Salgado an von der Zivilisation unberührte Orte und realisierte «Genesis»: eine atemberaubend schöne fotografische Liebeserklärung an unseren Planeten. Der vielfach ausgezeichnete Kino-Poet Wim Wenders («Pina») hat «Das Salz der Erde» zusammen mit Juliano Ribeiro Salgado – dem Sohn des Fotografen – realisiert. Die beiden Regisseure finden einen sehr persönlichen Zugang zu Sebastião Salgado. Das Charisma dieses Ausnahmetalents und seine die Seele berührenden, von einem ganz speziellen Leuchten durchdrungenen Bilder beeindrucken nachhaltig. «Das Salz der Erde» ist eine grossartige Hommage – aufwühlend, magisch, unvergesslich.
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Demain - Tomorrow (2015)
Mélanie Laurent, Cyril Dion
Frankreich
120′
Das ist der Film zur Zeit - und über sie hinaus. Denn: Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder und jede von uns dazu beitragen könnten? Als die französische Schauspielerin Mélanie Laurent («Inglourious Basterds») und der Aktivist Cyril Dion in der Wissenschafts-Zeitschrift «Nature» eine Studie gelesen haben, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Ökosysteme innerhalb der nächsten 80 Jahre voraussagt, wollten sie sich nicht mit diesem Horror-Szenario abfinden. Sie machten sich zusammen auf den Weg, sprechen mit Experten, besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass eine andere Zukunft möglich ist. «Demain - Tomorrow» zeigt: Sobald Menschen aktiv werden, kann aus einem Traum die Realität von morgen werden. Der inspirierende Film von Mélanie Laurent und Cyril Dion trifft den Nerv der Zeit. Wo auch immer er in den Kinos gelaufen ist, wurde er zum absoluten Publikumsliebling. So war in der Westschweiz seit vielen Jahren kein Dokumentarfilm so erfolgreich wie der mit dem renommierten César prämierte «Tomorrow». Und jetzt ist er weiter zu sehen, zu geniessen, zu entdecken, zu empfehlen, denn: Wir haben nur eine Welt, und für sie sollten wir uns alle engagieren. Mahatma Gandhi hat auf den Punkt gebracht, was das heisst: «Be the change that you wish to see in the world.»
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Der Bär in mir (2019)
Roman Droux
Schweiz
92′
Am äussersten Ende Alaskas erfüllt sich Filmemacher Roman Droux einen Traum und reist zusammen mit Bärenforscher David Bittner ins Land der Grizzlybären. Dort, wo keine Spur von menschlicher Zivilisation zu finden ist, machen sich die beiden Abenteurer auf ins Reich der Bären. Umgeben von kristallklaren Wildbächen erleben sie die Fürsorglichkeit einer Bärenmutter und eindrückliche Kämpfe riesiger Bärenmännchen. Roman Droux bringt Bilder von atemberaubender Schönheit auf die grosse Leinwand. Ein lebendiger Naturfilm für die ganze Familie.
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Ecuador (2012)
Jacques Sarasin
Ecuador
75′
Im Andenland Ecuador tut sich einiges, ohne dass es draussen in der Welt richtig wahrgenommen würde. Präsident Rafael Correa hat mit seinem Land eine der vorbildlichsten Verfassungen erarbeitet und vom Volk absegnen lassen. Jacques Sarasin schaut hin und lässt uns staunen: Ein Land, das zu sich selber steht. 2007 machte die Regierung unter Präsident Rafael Correa den waghalsigen Vorschlag, das gesamte Erdöl in diesem Nationalpark unter der Erde zu belassen (was 20% der Erdölreserven Ecuadors ausmacht) - unter der Bedingung, dass der ecuadorianische Staat die Hälfte der entgangenen Erträge von der internationalen Gemeinschaft zurückbekommt. Dieses Geld würde in einen Fonds zur nachhaltigen Entwicklung des Landes einfliessen und etwa der Verbreitung erneuerbarer Energien zugutekommen. Konkret würde diese Initiative bedeuten, dass der Welt über 400 Millionen Tonnen in die Atmosphäre ausgestossenes Kohlendioxyd erspart bleiben. Damit würde Ecuador zwar auf mehrere Milliarden Dollar verzichten, dafür aber der Zerstörung eines der vielfältigsten Gebiete der Welt entgegenwirken und damit eindeutig Pionierarbeit leisten. Das Erdöl stellt für den kleinen Andenstaat das wichtigste Exportgut dar - weit wichtiger noch als der hierzulande bekannte Kakao oder die Bananen -, hat dem Land aber auch schon viele Umwelt- und Gesundheitsprobleme sowie Konflikte mit der indigenen Bevölkerung des Regenwaldes beschert. Die ecuadorianische Regierung hängt völlig von den Erdöleinnahmen ab, und insofern ist die Yasuni-Initiative für ein so armes Land wie Ecuador ein ziemlich gewagtes, aber auch mutiges Unterfangen. Rafael Correa ist Protagonist dieses Zeitdokumentes, und er tritt nicht zum ersten Mal in einem Film von Jacques Sarasin auf. Correas Politik wird uns aber auch von anderen Seiten dargelegt: Der gegenwärtige Aussenminister und ehemalige Wirtschaftsminister Ricardo Patiño, der ehemalige Energieminister Alberto Acosta sowie ein versierter Soziologe sind gewichtige Interviewpartner Sarasins. Gemeinsam ist den meisten von ihnen die Suche nach einer neuen Entwicklungsform für Länder wie Ecuador, die im Weltmarktgeschehen eine benachteiligte Position einnehmen. Viele von ihnen - ausgenommen der einzigen kritischen Stimme im Film vom Präsidenten der Privatbanken Ecuadors - plädieren für das etwas vage Konzept des «Sozialismus des 21. Jahrhunderts», ein Begriff, der vor allem durch Hugo Chávez in Venezuela bekannt wurde. Damit soll ein neues Gesellschaftsmodell ausgehandelt werden, in dem der Mensch und die Natur dem Kapital übergeordnet sind.
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Eduardo Falú (2009)
Oliver Primus Arno Oehri
Argentinien
81′
Das ist ein poetischer Reisebericht zur einzigartigen Musik des argentinischen Maestro Eduardo Falú (1923 - 2013) und gleichzeitig ein lebensnahes Portrait dieses grossartigen Musikers. Ausgehend von seiner speziellen Beziehung zur Landschaft im Nordwesten Argentiniens, zu seiner Heimatstadt Salta, zu den weiten Ebenen der Pampa, zum hochaufragenden Gebirge der Anden mit seinen dramatischen Schluchten, fruchtbaren Tälern und kargen Hochebenen, verfolgt das Filmportrait die Stationen seines Lebens und seiner Karriere.
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El boton de nacar (2015)
Patricio Guzmán
Chile
82′
Der Chilene Patricio Guzmán (Nostalgia de la luz) ist ein wunderbarer Erzähler. Sanft führt er uns durch seine Geschichten, die er dem Leben entnimmt und der Geschichte. In Nostalgia de la luz lud er uns ein in die Wüste und ins Universum. Dieses Mal sind es Patagonien und der Ozean. Chile hat 4300 Kilometer Küste, hat Vulkane, Berge und Gletscher. Guzmàn lauscht den Stimmen der Natur und jenen der Ureinwohner Patagoniens. Sein Film ist ein Gedicht. Es gibt Filme, die nehmen einen als Zuschauerin oder Zuschauer vom allerersten Augenblick an auf. Sie strahlen einen Zauber aus und haben etwas Wohltuendes. Es geht dabei nicht ums Verführen - eine Aktion, die das Kino im umfassenden Sinn auch beherrscht. Nein: Es geht um ein Hinführen, hinein in das, was uns ihr Autor erzählen, was er uns näher bringen will. Das kann eine erfundene Geschichte sein, dann nennt man es einen Spielfilm, es kann die in Bilder und Töne gefasste Begegnung mit dem Realen sein, dann wird man von einem Dokumentarfilm reden. Einer, der die Kunst des Dokumentarischen beherrscht wie wenige ist der Chilene Patricio Guzmán. Und das Faszinierende, Schillernde, Bewegende, Packende, das Traumwandlerische ist es, dass seine Filme so spielerisch leicht wirken, obschon sie auch von Dingen erzählen, über die die Menschheit nicht stolz sein kann. Nostalgia de la luz war die Erzählung vom unendlich Grossen des Universums und dem unendlich Kleinen des Menschen im Sand der irdischen Wüste. El botón de nacár nun ist ein Tauchen im Ozean, der Chile umbrandet und ein Auftauchen in dem, was Menschen im Lauf der Jahrhunderte da getrieben haben. Patricio Guzmán geleitet uns, führt vom Kleinen ins Grosse und wieder zurück. Er schafft Zusammenhänge, erzählt von den Ureinwohnern, die einst in Patagonien lebten und davon, was ihnen ge-schah, von einem Patagonen, der zur Erzählfigur wurde und von einem Perlmuttknopf, der am Grund des Pazifiks gefunden wurde und von der jüngeren Geschichte Chiles kündet. Man sitzt im Kino, schaut in die einzigartige Natur, erkennt Zusammenhänge, lauscht den Gedanken des Filmemachers und den Klängen von Patagoniens Sprache, des Wassers: Man staunt und ist bewegt. Walter Ruggle
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Fair Traders (2018)
Nino Jacusso
Schweiz
90′
Es muss doch einen anderen Weg geben! Dieser Gedanke war Ausgangspunkt für eine radikale Neuorientierung von zwei Unternehmerinnen und einem Unternehmer: Sina Trinkwalder, früher Besitzerin einer Marketing-Agentur, fertigt heute Zero-Waste-Kleider mit Angestellten, die auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance hätten. Der Textilingenieur und ehemalige Garnhändler Patrick Hohmann hat in Indien und Tansania zwei Grossprojekte für die Herstellung von Biobaumwolle aufgebaut. Und die aus dem pädagogischen Bereich kommende Claudia Zimmermann betreibt jetzt mit ihrem Partner einen Biohof mit angeschlossenem Dorfladen und engagiert sich gegen Food Waste. Faire Arbeitsbedingungen und biologische Herstellung mit dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft zu vereinbaren ist für die drei ein ständiger Balanceakt – doch sie beweisen, dass es wirtschaftlich möglich ist, sozial, ökologisch und gleichzeitig erfolgreich zu produzieren. «Fair Traders» zeigt drei Persönlichkeiten aus drei Generationen, die in der Schweiz, in Deutschland, Tansania und Indien alternative Ideen umsetzen und Nachhaltigkeit als Versprechen für die Zukunft einlösen. Der renommierte Schweizer Regisseur Nino Jacusso macht ihre Philosophie und ihre Arbeit in seinem facettenreichen, inspirierenden Film sinnlich und emotional miterlebbar. «Fair Traders» ist engagiertes Kino mit starken Bildern, das Mut macht, aktiv an der fairen Gestaltung unserer Zukunft teilzunehmen.
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Female Pleasure (2018)
Barbara Miller
Schweiz
97′
Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm #FEMALE PLEASURE. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaischpatriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstossen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht. #FEMALE PLEASURE ist ein Film, der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann.
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Fukushima - No Man's Zone (2012)
Toshi Fujiwara
Japan
105′
Fukushima - wer hat den Ort vor dem 11 März 2011 ausserhalb Japans gekannt? Erdbeben und Tsunami haben ihn in die Schlagzeilen befördert, weil die AKWs dort total beschädigt wurden. Inzwischen steht Fukushima als weiteres Mahnmal für den Irrsinn der Atomenergie. Toshi Fujiwara fragt sich, wie man den unsichtbaren Schaden der entmenschlichten Region überhaupt zeigen kann. Ein Mann wandert durch die 20-Kilometer-Zone um die havarierten Atomreaktoren von Fukushima. Kirschbäume blühen, die Natur zeigt sich idyllisch. Radioaktive Strahlung ist unsichtbar, und wo der Tsunami Häuser und Strassen verschluckt hat, tut sich ein Nichts auf. Der Mann trägt alltägliche Kleidung, ebenso wie die Menschen, die hier noch ausharren, vorläufig. Gelegentlich begegnen ihm weisse Geister in Schutzkleidung, die seltsamen Aufgaben nachgehen. Wie in Tarkowskis Stalker so ist auch in diesem Film die Zone nicht nur ein Ort, sondern vor allem ein Geisteszu-stand. Lange vor der Zerstörung, vor der Verwüstung hat ein Prozess der Auflösung eingesetzt, dem alte Menschen trotzen, denen unser Stalker begegnet. Eine Stimme begleitet den Filmemacher auf seiner Wanderung, sie gehört der armenisch-kanadischen Schauspielerin Arsinée Khanjian. Eine Stimme aus dem Exil, fremd und verständnisvoll. No Mans Zone ist eine Reflexion über das Verhältnis von Bildern und Ängsten, über die Sucht nach dem Untergang, über das verheerte Verhältnis von Mensch und Natur: Um die Zone zu dekontaminieren, sie dem Menschen zurückzugeben, wird man die Natur amputieren müssen.
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Gerhard Richter Painting (2011)
Corinna Belz
Deutschland
101′
Gerhard Richter, einer der international bedeutendsten Künstler der Gegenwart, öffnete der Filmemacherin Corinna Belz im Frühjahr und Sommer 2009 sein Atelier, wo er an einer Serie grosser abstrakter Bilder arbeitete. «Gerhard Richter Painting» gewährt einmalige Einblicke in die Arbeit des Künstlers. In hoch konzentrierten Einstellungen lässt uns der Film an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt. Corinna Belz lässt uns in ihrem klugen, einfühlsamen Film den vielschichtigen Vorgängen künstlerischen Schaffens näher kommen. Der Blick auf die Leinwand erweitert und verändert sich. Die Bilder werden selbst zu Protagonisten. «Gerhard Richter Painting» ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit – und ein faszinierender Film über das Sehen selbst. Der Bayrische Rundfunk hielt fest: «'Gerhard Richter Painting' ist gerade deshalb so aufschlussreich, weil der Film den Prozess des Erschaffens mit all seinen Unsicherheiten und Irrwegen zeigt. Selbst Richter kann nicht erklären, was genau da passiert, weil Worte und Malerei für ihn nicht zusammengehen. Richter hat sich die Skepsis zum Arbeitsprinzip gemacht und scheint in permanenter, kritischer Kommunikation mit der Leinwand zu stehen: aufmerksam, offen – und zweifelnd.» Richters emotionaler letzter Satz bringt die Qualitäten von 'Gerhard Richter Painting' auf den Punkt: 'Mann, macht das Spass!'» Deutscher Filmpreis 2012: Bester Dokumentarfilm
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Giovanni Segantini (2015)
Christian Labhart
Schweiz
85′
Eine Hommage an den Bündner Künstler, der unter freiem Himmel monumentale Werke gestaltet hat, in denen oft einfache Menschen, den Blick nach unten gerichtet, in der idealisierten Natur einer Hochgebirgs-Landschaft eingebettet sind. Im Lauf seines Lebens stieg Giovanni Segantini auf der Suche nach mehr Licht immer höher hinauf, war selber ein Teil der Natur, in der er malte und malte. 41 Jahre jung starb der leidenschaftliche Maler 1899 unter dramatischen Umständen auf 2'700 Metern hoch über Pontresina, wo heute die nach ihm benannte Hütte BerggängerInnen in Scharen anzieht, verköstigt und den atemberaubendsten von allen Blicken übers Ober-Engadin bietet. Christian Labhart wirft in seiner filmischen Annäherung an den Ausnahmekünstler einen emotionalen Blick in die anderen Abgründe, jene inneren der zutiefst verletzten Seele, und auf das Werk des Genies, dessen internationale Erfolge erst kurz vor seinem allzu frühen Tod einsetzten. Ein stiller Film, der sich «als Antithese zum Lärm der Welt und zum Mainstream des Konsums» versteht, passend zu den Bildern von Giovanni Segantini. Der Film erinnert heute nicht nur an Segantini, vielmehr auch an zwei anfangs 2019 verstorbene Künstler, die, jeder auf seine Art, ein halbes Jahrhundert Filmgeschichte bezw. Film- und Theatergeschichte mit geprägt haben. Die Kamera führte Pio Corradi, dessen sensibles Auge hier dem Blick Segantinis verpflichtet ist. Den Kommentar der deutschen Version spricht Bruno Ganz. Es sind dies die autobiographischen Texte, Worte aus dem Bestseller „Das Schönste, was ich sah“ von Asta Scheib. Die Originale der Gemälde wurden übrigens mit einer hochauflösenden Spezialkamera aufgenommen, um eine möglichst farbgetreue filmische Wiedergabe zu erreichen. (ln/wal.)
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I am Not Your Negro (2016)
Raoul Peck
Frankreich
93′
Als der US-Schriftsteller James Baldwin im Dezember 1987 starb, hinterliess er ein 30-seitiges Manuskript mit dem Titel „Remember This House“. Das Buch sollte eine persönliche Auseinandersetzung mit den Biografien dreier enger Freunden werden, die alle bei Attentaten ermordet wurden: Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers. Die persönlichen Erinnerungen an die drei grossen Bürgerrechtler verknüpft Baldwin mit einer Reflektion der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer in den USA.
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Innocence of Memories (2015)
Grant Gee
Türkei
93′
Eine filmische Lektüre des Romans «Das Museum der Unschuld» legt Grant Gee vor, in deren Verlauf er eintaucht ins Werk des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk, sein real existierendes Museum und die Nächte am Bosporus. Eine schöne Seherfahrung. In seinem grossartigen Roman «Das Museum der Unschuld» erzählt der türkische Nobelpreisträger Orhan Pamuk von einer leidenschaftlichen und unglücklichen Liebe im Istanbul der 1970er Jahre. Kemal, ein junger Mann aus der Oberschicht, verfällt rettungslos der Liebe zu einer ärmeren Verwandten, der blutjungen, naiven und wunderschönen Füsun. Was als Affäre begonnen hat, wächst sich bald zu einer Obsession aus, doch das hindert Kemal nicht daran, die Beziehung mit seiner Verlobten fortzuführen. Nach dem rauschenden Verlobungsfest lässt sich die Geliebte nicht mehr blicken. Verzweifelt erkennt Kemal, dass er Füsun über alles liebt. Doch es ist zu spät. Orhan Pamuk erzählt in diesem Liebesroman von einer Gesellschaftsschicht der Türkei, die in vielem ganz und gar westlich erscheint und doch traditionelle Züge trägt - ein Kontrast, der subtile Ironie erzeugt. 2012 entwirft der Schriftsteller in einem Haus in Istanbul ein Museum, das Fotos, Erinnerungsgegenstände und Dokumente versammelt, die aus der Welt des Buches stammen. Eine faszinierende, fetischistische und imaginäre Parallelwelt, die in diesem Essayfilm noch weiter getrieben und zu einer kinematografischen Geschichte und Behauptung erweckt wird. Eine Art «Vertigo von Istanbul», ein Film, der uns eintauchen lässt in den Kosmos des engagierten Autors und in die Nächte der schillernden Stadt am Bosporus.
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Jiri Menzel - To Make A Comedy Is No Fun (2016)
Robert Kolinsky
Tschechische Republik
79′
Jiří Menzel gehört zu den talentiertesten Komödienregisseuren des Kinos. In seiner persönlichen Annäherung «To Make a Comedy is no Fun» beschreibt der Schweizer Musiker Robert Kolinsky das Werk Menzels und erzählt erstmals die Geschichte dieses aussergewöhnlichen Filmemachers, Theaterregisseurs und Menschen. 1968, gerade mal 28-jährig, holte sich der Tscheche mit der Komödie Scharf Beobachtete Züge den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film. Es wurde ein Schlüsselwerk des Prager Frühlings. Trotz Oscar und Angeboten widersteht der junge Menzel dem US-amerikanischen Traum und kehrt in die kommunistisch regierte Tschechoslowakei zurück, wo er das Academy Award Diplom an die Wand auf der Toilette hängt. Er fühlt sich den eigenen Landsleuten verpflichtet. Zurück in Prag kämpft er für den Lebensunterhalt und gegen die politische Zensur. Mit gelegentlichen von Kollegen aus dem Ausland (z.B. Costa-Gavras) angebotenen Schauspieljobs, hält er sich über Wasser. Sein erster Film nach der Oscarauszeichnung Lerchen am Faden wird 1969 verboten und in den staatlichen Tresor verbannt. Erst 21 Jahre später kann der Film an der Berlinale 1990 seine internationale Premiere feiern und erhält auch prompt den Goldenen Bären. In den Jahren zwischen der Niederschlagung des Prager Frühlings und der so genannten samtenen Revolution Ende der 1980-er Jahre muss Jiří Menzel lernen, sich mit dem verhassten Regime zu arrangieren. So bleibt er trotz Berufsverbot bei den staatlichen Filmstudios in Prag angestellt, bekommt Bücher zu lesen und muss schriftlich begründen, warum man daraus keinen Film machen kann. Mit einem Arbeiterfilm gelingt ihm seine Rückkehr. Miloš Forman sieht darin eine typisch tschechische Überlebensstrategie: Dem Unglück mit Humor und Bier zu begegnen! Jiří Menzel selbst hat seine Mission jedenfalls in der Heimat erfüllt: "Sie lachen, sagte ich mir, also habe ich was für ihre Gesundheit getan." Und er schafft es seine politischen Botschaften so zu verstecken, dass das Regime sie nicht bemerkt. Im dokumentarischen Essay von Robert Kolinsky kommen unter anderem Milos Forman, Istvan Szabo, Werner Düggelin, Ken Loach, Vera Chytilová, Julia Jentsch und Emir Kusturica zu Wort, die uns die aussergewöhnliche Geschichte Jiří Menzels Leben und seiner Karriere nahebringen.
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Ken Bugul (2015)
Silvia Voser
Senegal
64′
Ken Bugul ist eine Schriftstellerin, die dort lebt, wo ihre Seele zu Hause ist: in Afrika. Ihr Leben verläuft aussergewöhnlich. Der Film von Silvia Voser zeigt uns eine Biographie als Spiegel der Situation aller Frauen und als Reflexion der Beziehungen zwischen Afrika und dem Westen. Ken Bugul wird als eine der hervorragendsten senegalesischen SchriftstellerInnen der französischsprachigen Literatur der letzten Jahrzehnte betrachtet. Ihre Romane sind ein wichtiger und radikaler Bezugspunkt, da sie es versteht, in einem eigenwilligen Stil, eine hochliterarische Sprache mit den Rhythmen, den Ausdrucksweisen und den gedanklichen Grundstrukturen des Wolof, ihrer Muttersprache, dicht zu verweben. «Was Ihr auf französisch in meinen Romanen lest, ist die Art, wie man in meinem Dorf in unserer Sprache Wolof denkt und spricht.» Die persönliche Geschichte der Autorin ist durch die historischen Ereignisse Afrikas geprägt. Sie kommt 1947 in einem isolierten Dorf in Senegal, das noch französische Kolonie ist, zur Welt. Ihr Vater ist bei ihrer Geburt 85 Jahre alt. Als Ken Bugul fünfjährig ist, verlässt die Mutter den Haushalt. Diese Erfahrung des Verlassenwerdens ist grundlegend. Sie fühlt sich nicht geliebt, ist aber voller trotziger Entschlossenheit und strebt nach Freiheit. Als erstes Mädchen ihrer Familie geht sie zur Schule und hat ausgezeichnete Noten. 1971 fliegt sie nach Europa, um weiter zu studieren. Wie sie in ihrem ersten Roman «Die Nacht des Baobab» schreibt: «Während zwanzig Jahren habe ich nur ihre Gedanken und ihre Gefühle gelernt. Ich hoffte, mich mit ihnen zu amüsieren, aber ich wurde enttäuscht: ich habe mich mit ihnen identifiziert, sie aber identifizierten sich nicht mit mir.» Silvia Voser führt uns mit Feingefühl in dieses geheimnisvolle und bewegte Leben. Sie lässt eine mutige und verletzliche Ken Bugul selber zu Wort kommen, und evoziert das Leben einer Künstlerin, deren Werk uns zu einem neuen Blick auf eine Welt voller komplexer Beziehungen verhilft.
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La cordillera de los sueños (2019)
Patricio Guzmán
Chile
85′
Nachdem Patricio Guzmán für «Nostalgia de la luz» in die Atacamawüste im Norden Chiles gereist war und für «El botón de nácar» nach Patagonien in den tiefsten Süden, befasst er sich im letzten Teil der Trilogie zur Heimat mit der zentralen Andenkette und dem Gedächtnis der bewegten Bilder. Persönlich sind alle seine Filme, aber in mancherlei Hinsicht ist dieser der intimste, der den Künstler bis zurück in die Ruinen des Hauses seiner Kindheit führt.
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La hora de los hornos (1968)
Fernando Solanas
Argentinien
88′
Alle Macht der Leinwand Die 60er Jahre brachten nicht nur ästhetisch neue Wellen in die Filmgeschichte: Sie brachten auch politische Bewegungen auf die Leinwand. Zum Beispiel in Lateinamerika, wo in Brasilien, Chile, Kuba, Bolivien oder Argentinien Filmemacher sich laut- und bildstark äusserten. Film ist immer politisch - als Erkenntnis ist diese Feststellung jünger als die Filmgeschichte, wenngleich man angesichts des allgemeinen handlungs- und technikorientierten Geschreibes und Geplauders derzeit wieder das Gefühl haben könnte, es hätte die Auseinandersetzung mit der politischen Ebene jeglichen Filmens nie gegeben. Neben dem gewissermassen implizit, in seiner Wirkung politischen Kino gab es früh schon das explizite, Position beziehende, ja agitativ genutzte Filmschaffen, am ausgeprägtesten sicherlich in der frühen Sowjetunion. Dort hatte Lenin den Film zur Kunst der Künste erklärt. Als Teil von Befreiungsbewegungen verstanden sich Filmemacher in verschiedensten Winkeln der Welt, und ob sie Spielfilme machten oder die sie umgebende Wirklichkeit in Bildern festhielten: Das Kino ermöglichte es ihnen, den Aufschrei ihrer Kulturen rund um die Welt zu transportieren. "Das Kino als Fenster zur Welt", lautete eine Definition von André Bazin, "Voraussetzung für das Verständnis sind das Interesse an und die Achtung gegenüber der anderen Kultur", meinte der Bolivianer Jorge Sanjines. Und anschaulicher, direkter als andere künstlerische Ausdrucksformen konnte das Kino die eigenen Bilder, Geschichten und Töne um die Welt bringen. Es ist bald fünfzig Jahre her, seit der Argentinier Fernando Solanas zusammen mit dem Spanier Octavio Getano unter dem Titel "Kino der Dekolonisation" eine Art Manifest zur Unabhängigkeit der verschiedenen Kinematographien verfasst hat. Darin heisst es unter anderem: "Eine Kinematographie wie eine Kultur wird nicht durch ihre Geographie national, sondern nur dadurch, dass sie den besonderen Notwendigkeiten der Befreiung und Entwicklung eines jeden Volkes entspricht. Das Kino, das heute in unseren Ländern dominiert und von Infrastrukturen und Superstrukturen bestimmt wird - den Ursachen jeder Unterentwicklung - kann nur ein abhängiges Kino und damit konsequenterweise ein unmündiges und unterentwickeltes Kino sein." Das legendäre Manifest hat im Zeitalter der globalen Vernetzung nichts an Aussagekraft eingebüsst. Im Gegenteil: Dieselben Konzerne, die heute den Grossteil der Kinoprogramme auf dem Globus diktieren, haben sich auch in die Computernetze eingenistet und werden dort mit derselben Effizienz dafür besorgt sein, dass die Länder des Südens darin bestenfalls als Farbtupfer in Erscheinung treten. Fernando Solanas war neben Leuten wie Glauber Rocha, Miguel Littin, Santiago Alvarez, Fernando Birri oder Jorge Sanjines einer jener Lateinamerikaner, die sich nicht nur in kulturpolitischen, antiimperialistischen Manifesten äusserten; seine Filme, unter ihnen der monumentale Dreiteiler "La hora de los hornos" (Die Stunde der Feuer, 1968), zeigten, was Emanzipation im Kino bedeutet. Solanas ging mit seinem politischen Kino auf dem Kontinent wohl insofern am weitesten, als er sich in erster Linie als "politischer Kämpfer" verstand. Das viereinhalbstündige Pamphlet gegen die neokolonialistische Repression ist geprägt von einem unmissverständlichen Tonfall, einer umfassenden, essayistisch dokumentierenden Methode und der agitativen Montage. Meditativ wird mit der langen Einstellung auf das Bild des zur Zeit der Dreharbeiten ermordeten Che Guevaras eingestimmt. Doch nicht nur der Film, auch die Arbeitsbedingungen sind Beispiel extremer Voraussetzungen. Gedreht wurde vier Jahre im Untergrund, fertiggestellt nach der Flucht ins Exilland Italien. Die politische Aktivität ging noch weiter, wurde der Film schliesslich auch nach Argentinien zurückgeschmuggelt und dort im Untergrund mit ungeheurem Erfolg gezeigt: Über 100 000 Zuschauerinnen und Zuschauer, ungezählte Verhaftungen. "In dieser Zeit", heisst es in "La hora de los hornos", "ist in Lateinamerika kein Platz für Passivität oder Unschuld. Der Kompromiss des Intellektuellen wird an dem gemessen, was er riskiert." Walter Ruggle
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Le challat de Tunis (2014)
Kaouther Ben Hania
Tunesien
89′
Tunesien, vor der Jasminrevolution. 2003 soll in Tunis ein Unhold auf einem Motorrad unter-wegs gewesen sein, der es mit einem Rasiermesser auf die Hintern von Frauen abgesehen hatte. Zehn Jahre später macht sich Regisseurin Kaouther Ben Hania daran, «Die Klinge von Tunis» aufzuspüren. Je länger ihre Recherche dauert, desto zwielichtiger schillert die Wahrheit darin: eine Enquête, ein Metafilm oder alles ein grosser Jux? Man hört bald auf, sich Fragen zu stellen, denn die Interview- und Actionszenen in den Quartieren von Tunis jagen sich förmlich und widerlegen laufend das eben Gehörte oder Gesehene, so dass man bald mehr die meisterliche Jongliernummer der jungen Regisseurin bestaunt, als versucht, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Auch das Interesse herauszufinden, welche Figur nun real oder erfunden ist, lässt nach, denn am Ende spielen sie alle ihre Rolle in diesem Film, sei diese nun von der Gesellschaft auferlegt oder von der Regisseurin zugesprochen. Die Menschen überraschen immer wieder von neuem mit ihrem Schwung, salopper Beredsamkeit und der Fähigkeit zur Selbstironie: Die Männer finden ihren ganz eigenen Dreh, sich über ihren Machismo lustig zu machen. Dokument oder Fiktion? Eine Mischung von beidem und eine vergnügliche Irritation, so viel ist gewiss. Erst im Abspann kann man feine Unterschiede ausmachen. Und eines ist in diesem Mockumentary so oder so wahr: Das Abtauchen in die Realität der tunesischen Gesellschaft nach der Jasmin-Revolution zeigt, dass diese längst nicht alle Probleme gelöst hat.
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Liyana (2018)
Aaron & Amanda Kopp
Swasiland
76′
***Premiere auf filmingo: Wegen der Kinoschliessung zeigen wir diesen Film exklusiv in Premiere im Streaming statt im Kino.*** Liyana ist die Geschichte von fünf Waisenkindern aus Swaziland. Zweli, Sibusiso, Phumlani, Mkhuleko und Nomcebo haben viel durchgemacht in ihrem noch jungen Leben. Jetzt erfinden sie zusammen mit ihrer Betreuerin die Geschichte eines Mädchens namens Liyana, das in animierten Zeichnungen aus dem Realfilm heraus zu Leben erweckt wird und in das sie viel projizieren können. Das Dokument wird über die Animation in die Fantasie erweitert.
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Los herederos (2008)
Eugenio Polgovsky
Mexico
86′
Aus nächster Nähe verfolgt die Kamera zwei Kinderfüsse, die sich einen Weg durchs Dickicht bahnen. Dann sehen wir, dass die Kinder an einem Ast, der über ihren Schultern hängt, Wasserflaschen zu einem Esel tragen, der ausserhalb des Gestrüpps auf sie wartet. Mit solch eindrücklichen Bildern steckt «Los Herederos» (Die Erben) gleich zu Beginn den Rahmen dieses Dokumentaressays ab, in dem es um Kinderarbeit in Mexiko geht. Im Wald, auf dem Hof, in den Hütten und auf dem Feld - überall sind Kinder, anstatt zur Schule zu gehen, als vollwertige Bauern, Weberinnen, Obst- und Gemüsepflücker an der Arbeit. Ohne ihren Einsatz wäre das Einkommen der Eltern zu klein zum Überleben, und so übertragen sich Analphabetismus, Armut und Ausbeutung von einer Generation auf die nächste. Der junge mexikanische Regisseur Eugenio Polgovsky betrachtet den Teufelskreis in seinem mehrfach preisgekrönten Film mit der Handkamera hautnah und schildert den Alltag und das Schicksal dieser «Erben» . **** Dieser Film hatte am Festival von Venedig 2008 seine Premiere und ist seither von Festival zu Festival eingeladen und eines der stillen Highlights. unspektakulär, einfach hinschauend, betrachtet Eugenio Polgovsky aus Mexico Landarbeiterkinder, die von klein auf arbeiten müssen und so etwas wie eine verspielte Kindheit nicht kennen. Sie schuften auf der Farm, hüten Viehherden, ernten Tomaten, Chilis oder Mais, brennen Tonziegel, weben Stoffe, basteln phantasievolle Alebrijes-Figuren, holen Wasser und passen dabei auch noch auf ihre kleinen Geschwister auf. Das geht seit vielen Generationen so. Die Älteren zeigen den Jüngeren, was zu tun ist, verraten ihre Tricks und vererben ihnen die nötigen Arbeitsgeräte. Jeder Tag ist ein neuer Kampf ums Überleben, Freiräume bietet nur die kurze Zeit vor dem Schlafengehen. Die Kinderarbeiter können nicht zur Schule gehen, weil ihre Eltern auf ihre Mithilfe angewiesen sind. Die fehlende Schulausbildung verhindert jede weitere Zukunftschance. Sie leben inmitten eines Kreislaufs aus Verarmung und Verelendung, aus dem es kein Entrinnen gibt. Es geht Eugenio Polgovsky nicht allein ums Los der Kinder, sondern um die Familien, die unter solchen Bedingungen ihr Leben fristen müssen. In seinem stillen Engagement für seine Protagonisten erinnert Polgovskys Film an frühe sozialkritische Filme Jean Rouchs oder Fernando Birris.
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Midnight Traveler (2019)
Hassan Fazili
Afghanistan
88′
Unterwegs von Afghanistan nach Europa, auf der Flucht vor dem Tod, dokumentierte die Familie des Filmemachers Hassan Fazili drei Jahre mit ihren Handys. Entstanden ist ein Film, der uns aus der Perspektive von Flüchtlingen eine Flucht zusammenfasst. Eine Todesdrohung der Taliban treibt den afghanischen Regisseur Hassan Fazili und seine Frau Fatima Hussaini, ebenfalls Filmemacherin, im Jahr 2015 in die Flucht. Zusammen mit den beiden Töchtern Nargis (11) und Zahra (6) fliehen sie auf der Suche nach Sicherheit aus der Heimat ins ferne Europa. Das Ehepaar und auch die beiden Töchter filmen die mehrjährige Reise mit ihren Mobiltelefonen. Auf der Balkanroute, während langer und ungewisser Aufenthalte in verschiedenen Flüchtlingslagern, gibt es ihnen Kraft, ihre schwierige Situation fortwährend zu dokumentieren. Trotz Widrigkeiten und Rückschlägen verlieren die Eltern nie das Menschsein aus den Augen. Sie nehmen alle Entbehrungen auf sich und hoffen auf eine bessere Zukunft für ihre Töchter, die sich auf der langen Reise allmählich emanzipieren. Der Filmemacher sagt: «Wir hatten Glück. Aber die Umstände waren oft grauenhaft.» Sein Film lässt uns die beschwerliche Reise nachvollziehen.
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Mirr (2017)
Mehdi Sahebi
Kambodscha
91′
Binchey und seine Familie leben in Kambodscha als traditionelle Bauern und werden mit Gewalt von ihrem letzten Feld vertrieben. Damit stellt sich die existentielle Frage, wovon sie künftig leben sollen. Die ungesicherte Zukunft trifft Binchey im Innersten und wird zur Zerreissprobe. Trotz heftigen Krisen gibt er die Hoffnung nicht auf und macht sich auf die Suche nach einem freien Feld.Im Nordosten Kambodschas inszeniert Regisseur Mehdi Sahebi zusammen mit Binchey und anderen Dorfbewohnern die Geschichte der Landenteignung durch die Plantagenbesitzer und deren Folgen.
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My Name is Salt (2013)
Farida Pacha
Indien
92′
Mit jedem Monsun werden die Salzfelder in Indiens Rann von Kutch weggespült und die Wüste verwandelt sich in Meer. Trotzdem kehren die Salzbauern jedes Jahr zurück, voller Stolz, das weisseste Salz der Erde zu produzieren. Fasziniert von dem Thema hat Farida Pacha in der Salzwüste im Laufe eines ganzen Jahres unglaubliches Material sammeln können und daraus einen überwältigenden, geradezu meditativen Film gestaltet. Die Wüste dehnt sich endlos aus - flach, grau, unerbittlich. Kein Baum, kein Grashalm, kein Stein. Eines aber gibt es im Überfluss: Salz. Salz ist überall, es liegt unter der ausgetrockneten, rissigen Erdoberfläche. Dies ist der Kleine Rann of Kutch, 5000 km² Salzwüste. Für acht Monate im Jahr kommen die Salzbauern hierher, um das Salz mühevoll aus dem glühenden Boden zu ziehen. Sie tun dies seit Generationen. Jahr für Jahr verlassen rund 40'000 Familien ihre Dörfer, um in diesem Ödland zu leben - ohne Wasser, ohne Elektrizität und ohne Infrastruktur. Kaum ist der Monsun vorbei, treffen sie ein. Sanabhai und seine Familie werden sich von September bis April hier einrichten. Ihre nächsten Nachbarn leben einen Kilometer von ihnen entfernt. Sie kommunizieren via Spiegel, die sie in der Sonne blitzen lassen. Sanabhais Frau Devuben wandert durch das einförmige Wüstenland, um Brennholz zu suchen. Das Wasser kaufen sie von einem privaten Tankwagen, der einmal die Woche vorbeikommt. Sanabhai hat vom Salzhändler der Stadt einen grossen Vorschuss für seine Salzernte bezogen. Er braucht Geld, um eine Wanne zu graben und an das gut 2 Meter unter der Erde liegende Salzwasser heranzukommen. Er muss Diesel kaufen für die Pumpen, die die Salzlake in die Becken ziehen. Während den nächsten Monaten wird das mechanische Dröhnen der Pumpe das einzige Geräusch sein, das die Stille der Wüste durchbricht. Die Salzlauge benötigt 8 Monate, bis sie zu Salz kristallisiert. Knietief unter der gleissenden Sonne in der Salzlauge stehend, pfaden Sanabhai und seine Familie den Boden, damit das Salz nicht gerinnt. Ist die Salzlake einmal genügend verdampft und das Salz mit den Händen greifbar, bearbeiten sie es so lange und geduldig mit schweren Holzrechen, bis sich grosse Kristalle formen. Ihre Arbeit ist rhythmisch, ein Tanz, der den Tanz der Luftspiegelungen am brennenden Horizont abbildet. Die weissen Kristalle sind scharf wie Glas. Nur zwei der Arbeiter haben Gummistiefel. Mehrmals täglich prüft Sanabhai die Qualität der Kristalle und behält stets ein Auge auf den Wasserspiegel in den Salzbecken. Zwei von Sanabhais Kindern - ein 11-jähriger Junge und ein 8-jähriges Mädchen - gehen in die vor kurzem von einer NGO eröffnete Schule. Jeden Tag nach 11 Uhr, nach ihrer morgendlichen Arbeit in den Salzwannen, radeln sie zur Schule, eine weitere Hütte mitten im weiten Nichts der Wüste, jedoch mit einem Unterschied: Die Kinder haben Papierblumen um sie herum "gepflanzt". Im April schickt der Händler jemanden vorbei, der das Salz prüft. "Nicht gut", sagt dieser: "Die Kristalle sind klein und nicht weiss genug". Er drückt sofort den Anfang Saison mit Sanhabai verhandelten Preis. Sanhabai ist niedergeschlagen, zuckt aber nur mit den Schultern: "Was kann ich tun? Die nächste Salzernte wird bestimmt besser sein." In der Zwischenzeit türmen sich irgendwo am Rande der Wüste Berge von Salz neben Bahnlinien und warten darauf, in die Stadt transportiert zu werden. Die Saison ist vorbei und der Monsun im Anzug. Die starken Regenfälle werden die Salzfelder der Familie wegspülen. Die Wüste wird zu Meer und nur noch per Boot überquerbar sein.
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Neuland (2013)
Anna Thommen
Schweiz
96′
«Neuland» von Anna Thommen bietet Einblick in den Schulalltag in der Schweiz, in eine etwas spezielle Schule, ein wunderbarer, berührender, unaufgeregt gestalteter, fast nebenbei beobachtender Film: ein Bijou! Afghanistan, Kamerun, Serbien, Venezuela – sie haben weite Wege hinter sich, die neuen SchülerInnen von Herrn Zingg in der Integrationsklasse Basel. Jung und mit Träumen für eine bessere Zukunft reisten sie in die Schweiz und setzen nun grosse Hoffnungen in ihren Lehrer: Er soll ihnen den Weg im neuen Land weisen. Geschützt und abgeschirmt von der Gesellschaft lernen die SchülerInnen innerhalb von zwei Jahren Sprache und Kultur der Schweiz kennen. Lehrer Zingg hat dabei immer nur das eine Ziel vor Augen: den durch harte Schicksalsschläge traumatisierten Jugendlichen einen beruflichen Einstieg in die Gesellschaft zu ermöglichen. Doch je näher das Schulende rückt, desto quälender stellt sich für die jungen MigrantInnen die Frage: Gibt es überhaupt einen Platz für mich in diesem Land? Es geht um Menschen bei uns und darum, dass Menschen nicht Masse sind sondern Individuen. Man muss sie nur wahrnehmen.
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Nostalgia de la luz (2010)
Patricio Guzmán
Chile
90′
In seinem dokumentarischen Essayfilm geht der Chilene Patricio Guzmán von einem zweifachen Blick in die Vergangenheit aus: Zum einen sind da die Astronomen, die in der Atacama-Wüste in den Himmel blicken und den Ur-sprung des Universums erkunden, zum anderen die Frauen, die im Wüstensand um die Observatorien herum nach sterblichen Überresten ihrer Liebsten suchen, die Opfer der Militärdiktatur geworden sind. Eine Reise ins Licht. ********* Der Mensch im Universum Patricio Guzmán gehört zu den Schlüsselfiguren des lateinamerikanischen Kinos, und er tut dies, obwohl das Terrorregime Chiles den Filmemacher in den 1970er Jahren zum Gang ins Exil gezwungen hatte. Immer wieder hat er auf das Unrecht aufmerksam gemacht, das in seiner Heimat herrschte. La batalla de Chile, dieses viereinhalbstündige Monument, setzte ein «Denkt mal!» in die Filmgeschichte. «Ein Land ohne ein dokumentarisches Filmschaffen ist wie eine Familie ohne Fotoalbum», hat Guzmán gesagt. Und so hat er sein Leben dem Familienalbum gewidmet, einem Album, das weit über seine Heimat Chile betrachtenswert ist, weil vieles, das der Filmemacher uns vor Augen führt, auch anderswo ausgemacht werden kann. Und weil, wenn er Salvador Allendes Geschichte beschreibt, er auch die grösseren Zusammenhänge transparent macht. In keinem anderen Film hat Patricio Guzmán ein grösseres Mass an Allgemeingültigkeit erreicht, als in Nostalgia de la luz. Hier löst er sich zunächst von der chilenischen Geschichte und erzählt uns von Menschen, die in der Atacama-Wüste im Norden seiner Heimat nach den Sternen gucken, weil diese hier am besten sichtbar sind. Und wer nachts in den Himmel schaut, der schaut in die Vergangenheit. Alles Licht, was uns da erreicht, ist Vergangenheit, hat einen oft Jahrtausende langen Weg zurückgelegt. Guzmán lädt uns ein zum Hineindenken ins Universum, und er stellt uns ein paar Frauen vor, die um die Teleoskope in der Wüste 20 Jahre lang im ebenfalls unendlich scheinenden Sand gegraben haben, auf der Suche nach der Vergangenheit, nach Überresten ihrer Liebsten, die die Diktatur umgebracht hat und verschwinden liess. Was für ein mickriges Geschöpf ist er doch, der Mensch im Universum, und wieviel Schmerz kann er verbreiten. Dieser Essay ist eine Einladung in andere Dimensionen. Walter Ruggle
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Nul homme n'est une île (2017)
Dominique Marchais
Frankreich
96′
«Kein Mann ist eine eigene Insel, sondern ein Teil des Ganzen» schrieb der englische Poet John Donne und inspirierte den Filmemacher Dominique Marchais zu dieser Doku. Darin zeigt er mögliche Zukunftsperspektiven der französischen Landschaft anhand von Beispielen diesseits und jenseits der Alpen.
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Passagen (1972)
Fredi M. Murer
Schweiz
45′
H.R. Giger wurde weltberühmt als Gestalter der Figuren des Spielfilms ALIEN von Ridley Scott. In dieser lange Jahre davor entstandenen Dokumentation über H.R. Gigers Werk steht der schöpferische Prozess des Künstlers und das Wechselspiel zwischen bewussten und unbewussten Einflüssen im Mittelpunkt. In Statements von Experten und Zeitgenossen wird die Frage nach der Stellung des Künstlers und seiner gesellschaftlichen Verantwortung behandelt.
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Passion - Zwischen Revolte und Resignation (2019)
Christian Labhart
Schweiz
80′
Ein Film über meinen Umgang mit der schmerzlichen Tatsache, dass die Welt heute nicht so ist, wie ich sie mir vor 50 Jahren erträumte. Bilder aus der Welt von heute prallen auf fragmentarische Erinnerungen, auf poetische Texte und auf J. S. Bach's Matthäuspassion. Ein Essayfilm über die Fragilität meiner Existenz im entfesselten Kapitalismus.
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Pepe Mujica - Der Präsident (2014)
Heidi Specogna
Deutschland
93′
Ein ehemaliger Widerstandskämpfer, der zum Präsidenten von Uruguay gewählt wird und fast 90 Prozent seines Gehalts für soziale Projekte spendet: Pepe Mujica, eine der charismatischsten Persönlichkeiten Lateinamerikas, ist als «der ärmste Präsident der Welt» bekannt geworden. Stets ist er, der aus politischen Gründen viele Jahre im Gefängnis sass, seinen Idealen treu geblieben. Sein bescheidener Lebensstil – statt im Regierungspalast wohnt er in einer kleinen Finca – und sein unkonventionelles Auftreten untermauern seine Glaubwürdigkeit bei Jung und Alt. Pepe Mujica vertritt seine Anliegen mit Humor, Verstand und Leidenschaft, sein politisches Engagement für eine gerechtere Gesellschaft stösst international auf Aufmerksamkeit und Zuspruch. Die Filmemacherin Heidi Specogna und ihr Kameramann Rainer Hoffmann haben Pepe Mujica und seine Frau Lucía Topolansky oft besucht und mit der Kamera begleitet. So ist das Porträt eines aussergewöhnlichen Menschen entstanden, der sich auch mit fast 80 Jahren seinen Lebensmut, seinen Witz, seine Menschlichkeit und die handfeste Hoffnung auf Veränderung bewahrt hat. «Pepe Mujica – el presidente» ist ein optimistischer und bewegender Film, der Mut macht.
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mit Bonus
Pizza Bethlehem (2010)
Bruno Moll
Schweiz
84′
Bonus:
Im Zentrum von Bruno Molls Film PIZZA BETHLEHEM, der an den Solothurner Filmtagen 2010 von Publikum und Medien als Highlight gefeiert wurde, stehen neun junge Frauen des FC Bethlehem. Das Team spiegelt die ethnische Zusammensetzung des Berner Quartiers, in dem die Mädchen leben, der Film betrachtet beschwingt, liebe- und humorvoll den Alltag der jungen Frauen in Schule, Liebe, Beruf und Familie - und er lässt natürlich den Frauenfussball leben. Moll fragt nach dem Selbstverständnis seiner Fussballerinnen, nach ihren Träumen und Ängsten, fragt nach Religion, Ausbildung und Liebe. Was heisst es, fremd sein im Land, in dem man aufgewachsen ist, wo man sich zuhause fühlt? Der Filmemacher hat - einmal mehr - eine Vertrautheit erreicht, die alles andere als selbstverständlich ist und die einen hier mitunter vergessen lässt, dass diese 15- bis 16-jährigen Mädchen keine Filmprofis sind und ganz einfach sich selber darstellen. Marie, Agime, Rosa, Elmaze, Tiziana und die anderen sind so überzeugend und frisch, weil sie im besten Sinn sich selber und bei sich selber sind und sein können, in den eigenen vier Wänden, beim Shoppen, mit Freundinnen, auf dem Fussballfeld. So ist ein faszinierendes, lebendiges und vielschichtiges Porträt entstanden vom anderen Jungsein mitten in der Schweiz. Diese ist unübersehbar ein Imigrationsland, auch wenn das Einzelne, deren Vorfahren hier vor gar nicht langer Zeit eingewandert sind, nicht wahrhaben wollen. Moll bringt die Elemente, die er auf immer wieder überraschende ja verblüffende Art aufgenommen hat, in einen Fluss, auf dem dringliche Fragen erkennbar werden. Das geschieht geradezu nebenbei, so dass sein Film sowohl Erwachsene wie Jugendliche ansprechen kann und Einsichten bietet ins Leben gleich nebenan um die Ecke. Walter Ruggle Die Juniorinnen des FC Bethlehem: Marie Bonvin Alessandra Caradonna Natâsa Milankovic Agime Murina Yolanda Oluoma Daria Palandrani Rosa Pedro Tiziana Satraniti Elmaze Sinani
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Reisen ins Landesinnere (1988)
Matthias Von Gunten
Schweiz
99′
Szenen aus dem Alltag von sechs Personen, einfühlsam beobachtet, raffiniert montiert und jetzt endlich in restaurierter Fassung wieder zu entdecken. Der Filmemacher Matthias von Gunten war in den 1980er Jahren nach einem längeren Auslandaufenthalt in seine Schweizer Heimat zurückgekehrt und hatte sich vorgenommen, das Land gewissermassen von aussen nach innen zu erforschen. «Reisen ins Landesinnere» hat er den Film betitelt, der aus dem Wunsch heraus entstanden ist, und der so schön aussagekräftige Titel steht voll und ganz für seinen Film. Die Reise zurück als Triebfeder ist in eine Reise hinein gemündet, in eine stille Betrachtung von dem, was ist, von dem, was einzelne Leute bewegt, und von dem, was sie stillhält. Von Gunten hat sich auf sechs BewohnerInnen beschränkt, damals war das ein Millionstel Schweiz. Die sechs Menschen hat er aber mit solchem Geschick ausgewählt, dass sie für vieles stehen, was die Schweiz da ausgemacht hat und noch immer ausmacht. Durch die ausgetüftelte Montage, die der Filmemacher in zehnmonatiger Arbeit mit Cutter Bernhard Lehner bewältigte, ergibt sich aus den sechs Personenfäden ein Netz. Die Reise ins Innere vollzieht der Film selber in einer konstanten Suche nach Bewegung und Ruhe. Von Gunten und sein Kameramann Pio Corradi betrachten die sechs Personen von allem Anfang an aus betonter Nähe, und weil sie ihnen in Beschäftigungen vertieft zuschauen, wirkt das nie aufdringlich, kommt eine teilhabende Nähe zustande, die besticht. Im Kleinen blüht, was wirken soll ... da ist der Grenzgänger Giovanni Simonetto, der als Italiener in Melide mit Hingabe am Miniatur-Erscheinungsbild der Schweiz bastelt und mauert, ab einem Bild, das Schweizer Fremden später stolz präsentieren. Da ist Hans Stierli, der aus der Stadt abgehauene Couturier, der im Onsernonetal an einem Reservoir für seinen Rückzugsort mauert, um etwas anzufangen mit der vielen Zeit, die sich ihm in der Abgeschiedenheit aufdrängt. Weit entfernt von ihm sitzt Catherine Schenker im Zürcher Fernsehstudio und versucht, aus der Bilderflut, die täglich an der weltweiten Bilderbörse angeboten wird, jene Bilder auszuwählen, die ein bisschen weite Welt in die Schweizer Stuben bringen. Es sind Bilder von Tragödien vor allem, das steigert das eigene Wohlbefinden, die Selbstzufriedenheit. Die Weite möchte wohl auch der Freizeit-Flugzeug-Spotter Hanspeter Sigrist spüren, der den Drang nach Ferne indirekt in Griff zu bekommen versucht indem er die landenden Flugzeuge nach Herkunft zuordnen kann - in Zeiten der Flugscham muss man anmerken, ist das fast schon vorbildlich, denn fliegen muss der Spotter nicht. Er wollte «teilhaben an der Zeit» von seinen Personen, sagte Matthias von Gunten beim Erscheinen seines Films. Die Zeit scheint bei Fräulein Bertha Massmünster aus Münchenstein fast stillzustehen. Die alte Frau hat sich eingerichtet im Leben, bis ins letzte Detail, bis zur letzten Falte der Bettdecke hat alles seinen festen Platz und seine Richtigkeit. In der Montage, die sich von Person zu Person bewegt, hin und her, die verweilen lässt, Akzente setzt, mal etwas beschleunigt, dann wieder ruht, begegnen sich im Fluss des Films sechs Personen, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben, ausser dass sie zur selben Zeit in derselben Geografie leben. Und irgendwie scheinen alle gemeinsam einsam. Das Leben der Vereinzelung, wo jeder und jede eigenen Beflissenheiten nacheifert und wo man sich mit grossem Aufwand aufs Ausleben im Bunker vorbereitet, dem Ort, der zuinnerst drin scheint, im Landesinnern. Ist es möglich, dass der Dran nach Innen inzwischen noch zugenommen hat? © Walter Ruggle
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Sheherazade (2011)
Nacer Khemir
Tunesien
81′
Scheherazade, das war jene Prinzessin, die ihrem Mann jede Nacht eine Geschichte erzählte und ihm versprach, die Fortsetzung in der nächsten Nacht zu bieten, um so den eigenen Kopf zu retten, denn der Sultan war hintergangen worden und hatte beschlossen, seine Bräute künftig nach der Hochzeitsnacht umzubringen. Die Geschichten der Scheherazade kamen aus dem indisch-persischen Raum, waren durch Handelsreisende in Umlauf gebracht worden und eine in die andere verschachtelt. Sie bilden das, was man als die «Geschichten aus 1001 Nacht» bezeichnet. Über die Jahrhunderte hinweg sind sie von Generationen von Erzählern überliefert und gepflegt worden. Sie stellen heute nicht nur ein Stück arabischer Kultur dar, sie gehören zum universellen Erbe. So scheint es nur logisch, dass der Regisseur Nacer Khemir in aller Einfachheit den Erzähler Nacer Khemir filmt. Es ist eine Szenerie im Halbdunkel, erleuchtet fast nur von Kerzen, die die Feuer der Wüste symbolisieren. Der Erzähler sitzt einfach da auf seinem Stuhl. Die Magie des Wortes kann sich im Saal des kleinen Theaters in Tunis entfalten - und im Raum des Kinos. Das wirkt nach nichts, aber der Charme strahlt aus, man lauscht und möchte am liebsten, dass die Erzählung nie aufhöre. Ab und an illustriert eine kleine Szene das Gehörte, sorgsam gefilmt und in Harmonie mit dem Vorgetragenen, stets darauf bedacht, dem Wort den Vorrang zu gewähren, damit unsere Hörfähigkeit nicht gestört werde. Dieses Dispositiv, scheinbar bescheiden, offenbart einen ungemeinen Reichtum und unterstreicht den oralen Charakter der Erzählkunst. Das Wort hält uns am Leben.
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Soul Power (2008)
Jeffrey Levy-Hinte
Kongo, Demokratische Republik
88′
James Brown, Miriam Makeba, B.B. King, Celia Cruz, The Crusaders, Sister Sledge, Big Black, Bill Withers - sie alle sind mit von der Partie, als 1974 im damaligen Zaire ein nie da gewesenes Kulturereignis stattfindet: Eine Art Gipfeltreffen zwischen afroamerikanischen Soulgrössen und afrikanischen Top Acts, das legendäre African Woodstock. Vereint in ihrer Leidenschaft für die Musik und beseelt von der Black Power der späten 60er Jahre, feiern sie in Kinshasa ihre gemeinsamen Wurzeln und die pure Lebensfreude. Die drei Konzerte waren ursprünglich als Rahmenprogramm zum Boxkampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman gedacht, der im Film «When We Where Kings» im Zentrum stand. Nun schöpft Cutter Jeffrey Levy-Hinte aus dem umfangreichen Filmmaterial, das damals unbeachtet blieb, und richtet den Fokus auf die Musik. Mit vier Kameras vor Ort ist er immer mitten im Geschehen und auf Augenhöhe mit den Stars. Die ungewöhnlichen Szenen, unterlegt mit den erfrischenden rapähnlichen Statements von Muhammad Ali, vermitteln das Lebensgefühl jener Zeit: «I say it loud, I'm black and I'm proud.» SOUL POWER beglückt mit einer unvergesslichen Zeitreise zurück zu einem Ereignis, das nicht nur einen wichtigen Punkt in der Geschichte markiert, sondern auch eine Brücke schlägt zu den geschichtsträchtigen US-Präsidentschaftswahlen 2009. Ein Dokument der US-Bürgerrechtsbewegung auch, voller Musik, Soul, Power und Klassiker wie Makeba's "The Click Song", King's "The Thrill Is Gone" und natürlich Brown's "Soul Power". Mehr als 30 Jahre später erweckt der Film «Soul Power» das Musikfestival zu neuem Leben und ermöglicht so einen Blick auf jene Zeit, als der musikalische Austausch zwischen den beiden Kontinenten gerade begann. DIE M U S I K *************** SOUL POWER Written by James Brown Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Crited Music, Inc. (BMI) BAKOBOSANA Written by Lita Bembo Performed by Lita Bembo & Les Stukas All rights reserved - Tous droits réservés I'LL NEVER LET YOU BREAK MY HEART AGAIN Written by Fred Wesley, Charles Bobbit, Reggie Bryan Performed by “Sweet" Charles Sherrell and the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) ONE OF A KIND (LOVE AFFAIR) Written by Joseph B. Jefferson Performed by The Spinners Under License from Warner-Tamerlane Publishing Corp. (BMI) SIMBA NKONI Written by François “Franco” Luambo Makiadi Performed by OK Jazz featuring Franco All rights reserved - Tous droits réservés HOPE SHE’LL BE HAPPIER Written by Bill Withers Performed by Bill Withers Under license from Songs of Universal, Inc. on behalf of Interior Music Corp. (BMI) THE CLICK SONG Written by The Manhattan Brothers Performed by Miriam Makeba Under license from Makeba Music Company ON AND ON Written by Curtis Mayfield Performed by Sister Sledge Under License from Warner-Tamerlane Publishing Corp. on behalf of Warner-Tamerlane Publishing Corp. and Todd Mayfield Publishing (BMI) THRILL IS GONE Written by Rick Ravon Darnell and Roy Hawkins Performed by B.B. King Under license from Universal Music-Careers (BMI) PUT IT WHERE YOU WANT IT Written by Joe Sample Performed by the Crusaders Under license from Chrysalis Songs (BMI) QUIMBARA Written by Junior Cepeda Performed by Celia Cruz and the Fania All Stars Under license from Universal –Musica Unica Publishing on behalf of Fania Music (BMI) PONTE DURO Written by Johnny Pacheco Performed by the Fania All Stars Under license from Universal - Musica Unica Publishing on behalf of Fania Music (BMI) BONJOUR L’AFRIQUE Written by Big Black Performed by Big Black Published by Jokot SELI-JA Written by Tabu Ley Rochereau Performed by Tabu Ley Rochereau & L’Afrisa International Under License from EMI Blackwood Music, Inc. PAYBACK Written by James Brown, John H. Starks, and Fred Wesley Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) COLD SWEAT Written by James Brown and Alfred James Ellis Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) I CAN’T STAND MYSELF (WHEN YOU TOUCH ME) Written by James Brown Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) SAY IT LOUD (I’M BLACK AND I’M PROUD) Written by James Brown and Alfred James Ellis Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) . SAME BEAT Written by James Brown Performed by Fred Wesley and the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI)
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Storia probabile di un Angelo - Fernando Birri (2017)
Paolo Taggi Domenico Lucchini
Italien
76′
Eine Reise in die Welt und das Werk des grossen Meisters des südamerikanischen Kinos, Fernando Birri. Wie Birri sagt, ist es «der letzte Wille seines spirituellen Kinos».
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Take Off (2013)
Bruno Moll
Ghana
93′
Ghana gilt als Musterland in Westafrika - demokratisch, offen, ehrgeizig. Ghanas Regierung ist stolz und verweist gern auf gute Regierungsführung: Auf den besten Rechtsstaat in Westafrika und vor allem auf das stabile Wirtschaftswachstum - trotz der weltweiten Finanzkrise. Die Regierung ist fest entschlossen, speziell durch den Ausbau des industriellen Sektors, eine schnellere sozio-ökonomische Entwicklung zu erreichen. Ebenezer Mireku stammt aus einem ghanaischen Dschungeldorf. Über Umwege schaffte er es 1988 an der Hochschule St. Gallen zu doktorieren. Anschliessend kehrt Ebenezer Mireku in sein Heimatland zurück, um als Unternehmer seine erworbenen Kenntnisse anzuwenden. Seit einigen Jahren kämpft er leidenschaftlich für die Verwirklichung seines grossen Projekts: Den Neubau eines Teils der ghanaische Eisenbahn. Die Bahnstrecke soll der ganzen Region einen Entwicklungsschub auslösen. Sein zukunftsweisendes, gigantisches Eisenbahnprojekt stand im Zentrum des Filmprojekts und ist der rote Faden des Films TAKE OFF von Bruno Moll. Die Filmerzählung folgt Ebenezer Mirekus Biografie und Erfahrungen mit dem Eisenbahnprojekt, sie dokumentiert Begegnungen mit Ghanaern und Ghanaerinnen. Spezifisch interessieren dabei Fragen zur Entwicklung, des Wachstums und des Fortschritts. Was stellen sie sich unter Entwicklung vor? Was verstehen sie unter Fortschritt? Welche Werte könnte eine solche Entwicklung beinhalten? Haben sie andere Vorstellungen erfüllten Lebens als die unsere, westliche entwicklungsorientierte? Mirekus Leben ist eine Tellerwäschergeschichte. Diese wird hier erzählt in einer etwas anderen Art, mit Blick auf seinen Traum: Die Eisenbahn in Ghana wieder in Fahrt zu bringen. Der Film TAKE OFF ist auch eine filmische Reflexion zu einem höchst aktuellen Thema. Was schnell kommt, verschwindet auch schnell. Ghanaisches Sprichwort
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The Prince of Nothingwood (2016)
Sonia Kronlund
Frankreich
86′
Die Regisseurin Sonia Kronlund begleitet in ihrem Film Nothingwood den afghanischen Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor Salim Shaheen. In seinem Heimatland ist er eine bekannte Grösse in der Filmszene, im Ausland hingegen kaum bekannt. Etwa hundert Kilometer von Kabul entfernt findet sich Salim Shaheen hier ein, um einige seiner 110 Filme zu zeigen und dabei den 111. zu drehen.
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The Song of Mary Blane (2019)
Bruno Moll
Schweiz
86′
Der Solothurner Kunstmaler Frank Buchser wird im Jahre 1866 in die USA geschickt, um ein grosses Gemälde der «Helden des Bürgerkriegs» für den künftigen Nationalratssaal in Bern zu malen. Anfänglich porträtiert Buchser fleissig die Politiker und Generäle im Sinne seiner Auftraggeber. Mehr und mehr interessiert er sich aber für die in die Reservate vertriebenen Indianer und die Lebensbedingungen der eben befreiten Sklaven. Jahre früher, fasziniert von der maurischen Kultur, reitet Frank Buchser als türkischer Scheich verkleidet in die für Christen bei Todesstrafe verbotene marokkanische Stadt Fez. Der Schweizer Filmemacher Bruno Moll (Pizza Bethlehem, Tunisreise) erzählt die beiden abenteuerlichen Reisen des aufmüpfigen und streitbaren Künstlers. Die Filmerzählung beginnt mit Filmdokumenten der Ausschreitungen im August 2017 in Charlottesville und den von Frank Buchser gemachten Tagebucheintragungen im Jahre 1869, als General Lee ihm für das Porträt Modell stand. In einer grossen Rückblende erzählt der Filmemacher Buchsers Aufenthalt in Andalusien und Marokko im Jahr 1858, kehrt mit ihm in die Heimat zurück und schliesst mit seinem nordamerikanischen Abenteuer.
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The Spirit of 45 (2013)
Ken Loach
Vereinigtes Königreich
98′
Ist die Gründung des britischen Wohlfahrtsstaates eine verlorene, vom Thatcherismus zerstörte Chance oder ein Projekt, das noch auf seine Vollendung wartet? Im Gespräch mit Zeitzeugen versucht Ken Loach, sich einer Antwort zu nähern. Nachdem die Labour Party im Sommer 1945 überraschend die absolute Mehrheit in Grossbritannien erreicht hatte, wurden Schlüsselindustrien und viele Dienstleistungsbetriebe verstaatlicht, darunter Bergwerke, Eisenbahnen, Gas- und Elektrizitätswerke, Stahlwerke und Werften sowie die Bank von England. Schon bald folgte die Einführung der kostenlosen Krankenbehandlung durch den National Health Service. Bedürftigen wurde finanzielle Beihilfe durch das Nationale Unterstützungsgesetz zugesichert. Dieser "neue Sozialismus" wurde getragen von beispiellosem Gemeinsinn und Klassenbewusstsein, deren Einfluss viele Jahre anhielt. Fast alle dieser Errungenschaften fielen den Strukturreformen Margaret Thatchers zum Opfer, Premierministerin von 1979 bis 1990. Ken Loachs hochbetagte Gesprächspartner dozieren nicht, vielmehr erzählen sie sehr persönliche Geschichten, wie sie nicht mehr lange zu hören sein werden.
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Thuletuvalu (2014)
Matthias Von Gunten
Schweiz
96′
Zwei Orte an den Rändern dieser Erde geraten aufgrund des Klimawandels in die Schlagzeilen: Thule in Grönland, weil dort das Eis immer mehr abschmilzt und Tuvalu, weil dieser Inselstaat im Pazifik als eines der ersten Länder im ansteigenden Meer zu versinken droht. Während für uns die Erwärmung des Planeten fast nur in den Medien stattfindet, verändert sie für die Menschen in Thule und Tuvalu ihre gesamte Existenz. Der Film schildert wie sie sich von ihrer tradierten Lebensweise verabschieden müssen und auf eine unbekannte Zukunft zusteuern.
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Trans-Cutucu, Zurück in den Urwald (2009)
Lisa Faessler
Ecuador
92′
Das Bergmassiv Cutucú, im Süden des Amazonasgebietes in Ecuador, war ein Schutzwall gegen die ökologische Zerstörung, für die indianische Bevölkerung aber auch ein Hindernis. Sie hatten keinen Zugang zur modernen Welt. Der Strassenbau durch das Cutucú-Massiv eröffnet nun die Mobilität, welche den Abbau fossiler Ressourcen ermöglichen, aber den Ureinwohnern auch den gewünschten Anschluss an die zivilisierte Welt gewähren wird. Unspektakulär vollzieht sich dieser Prozess, wo der so genannte Fortschritt Einzug hält und nicht mehr zu bremsen ist: es wird gebaggert, geschaufelt, gerodet, verkauft und gekauft, der alltägliche Wahnsinn halt.Ausschnitte aus dem Film Shuar, Volk der heiligen Wasserfälle (1986) rufen uns in Erinnerung, dass in der traditionellen Shuarkultur, die Natur gesamthaft beseelt war und die Mobilität im halluzinogenen Rausch keine Grenzen kannte. Heute transportieren die Ureinwohner mit Pferden Holzbretter in die Zivilisation. Holz ist das schnellste Geschäft, andere Produkte müssen erst erzeugt werden. Doch nun verschwindet der Urwald, im alltäglichen Wahnsinn halt.
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Une ville à Chandigarh (1965)
Alain Tanner
Indien
53′
Nachdem ein Teil der Provinz Pandschab 1947 dem neugeschaffenen Staat Pakistan zugeschlagen worden war, begann Albert Mayer mit der Planung einer neuen Hauptstadt für den bei Indien verbliebenen Teil. Ab 1950 war Le Corbusier für die Gesamtplanung und insbesondere für die repräsentativen Großbauten des Regierungsviertels verantwortlich. Ein Jahr nach dessen Tod drehte Alain Tanner seinen Film. Zu diesem Zeitpunkt war manches noch im Bau oder erst in Planung, doch lebten bereits 120'000 Einwohner in der neuen Metropole. Architektonisch eine der modernsten Städte, wurde Chandigarh in archaischer Weise von Hand gebaut. Die Impressionen aus dieser horizontalen, durchgrünten Stadt - Backstein ließ eine vertikale Entwicklung nicht zu - sind in langen Einstellungen und manchen Travellings eingefangen. Der Kommentar von John Berger stellt die visuelle Schönheit der vorgefundenen Realität in größere Zusammenhänge: das Klima hat die Entscheidungen der Planer stark beeinflusst, während es umgekehrt die neue Stadt, so Berger, nicht geschafft habe, die alten sozialen Regeln über Nacht zu durchbrechen. Diese bestimmen weiterhin Schulbildung sowie Verdienstmöglichkeiten, und den Bauarbeitern ist es nicht möglich, in jenem Chandigarh, das sie aufbauen, selber zu wohnen. Doch der Film teilt den Optimismus von Le Corbusier, etwa in der Einschätzung, die Architektur könne den Menschen helfen, ihre Vorstellungen zu klären, Unterscheidungen zu treffen und (neue) Verknüpfungen herzustellen. Auch wenn dies möglicherweise erst langfristig Auswirkungen haben kann.
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Urs Fischer (2010)
Iwan Schumacher
Schweiz
102′
Urs Fischer ist ein Senkrechtstarter. Der 36-jährige Schweizer Künstler mit Wohnsitz in New York feiert mit seinen Zeichnungen, Objekten und Installationen seit Jahren internationale Erfolge. Fischer erhält hochkarätige internationale Ausstellungsmöglichkeiten und verfügt über beachtliche Produktionsbudgets, die es ihm auch erlauben, haushohe Skulpturen anzufertigen. Der Film zeigt ihn als Künstler, der seine Schaffenskraft aus einem Spannungsfeld intensiver Gegensätze und Widersprüche bezieht. Fischer pendelt zwischen Lebensfreude und Schaffenswut, Kunsttraditionen und Popkultur, Spontaneität und Hightech hin und her. In seinen zwei- und dreidimensionalen Arbeiten findet er immer wieder die Synthese zwischen diesen scheinbaren Gegensätzen. Im Zentrum des Films steht als vorläufiger Höhepunkt seiner Karriere die Vorbereitung bis hin zur Vernissage seiner ersten Einzelausstellung in einem Museum in den USA: im New Museum in New York City im Oktober 2009. Visuell netzartig verflochten zeigt «Urs Fischer» die wichtigsten Produktionen und Ausstellungen der letzten sechs Jahre, mit fesselnden Bildern von Schauplätzen wie Venedig, London, Sydney, Zürich und Shanghai. Die Zuschauer tauchen ein in den komplexen schöpferischen Prozess hinter einer Ausstellung, und sie erleben, unter welchem Druck ein international tätiger Künstler arbeitet. Faszinierend auch zu sehen, was es ganz konkret bedeutet, als Künstler in einer globalisierten Welt seine Werke zu schaffen. Und Teil eines Kunstmarktes zu sein, in dem Millionensummen auf dem Spiel stehen.
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Vergiss mein nicht (2012)
David Sieveking
Deutschland
92′
David Sieveking entdeckt durch die Gedächtnisstörung seiner Mutter Gretel den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit, zur Geschichte ihrer Ehe und zu den Wurzeln der gemeinsamen Familie. Liebevoll und mit zärtlicher Distanz dokumentiert er ihren geistigen und körperlichen Abbau und seine Versuche, ihr das Leben zu erleichtern. Mit viel Sinn für kleine Gesten und für den Zauber des Augenblicks, schafft er ein feinfühlig heiteres Familienporträt: die würdevolle, niemals rührselige Reise durch ein Menschenleben, an dessen Ende ein Anfang, in dem die Familie neu zueinander findet.
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Weit (2017)
Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser
Deutschland
127′
Im Frühjahr 2013 starten Weisser und Allgaier von ihrer Heimatstadt Freiburg im Breisgau aus in die Welt. Der Weg führt sie in östlicher Richtung durch Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika. Dabei reisen sie per Anhalter, Bus, Zug, Schiff oder gehen zu Fuss. Auf das Verkehrsmittel Flugzeug verzichten sie bewusst. Sie lernen Menschen aus vielen unterschiedlichen Kulturkreisen kennen. Meist übernimmt einer der beiden das Filmen. Im Spätsommer 2014 in Sibirien erfährt Gwen Weisser, dass sie schwanger ist. Das Paar entscheidet sich dafür, die Reise fortzusetzen und das Kind in Mexiko zur Welt zu bringen. Auf einem Containerschiff überqueren sie von Tokyo aus den Pazifik. In Mexiko kauft sich das werdende Elternpaar einen Bulli, den sie zu einem mobilen Familienheim umbauen. Im Mai 2015 kommt Sohn Bruno auf die Welt und verbringt sein erstes Lebensjahr teils in einem angemieteten Haus oder unterwegs in Mexiko und in Ländern Mittelamerikas. Im Sommer 2016 kehrt die Familie zurück, die letzte Strecke von Barcelona legen sie zu Fuß zurück. Insgesamt dauert die Weltreise über drei Jahre. Es gibt sie noch, die Filme, die ohne viel Aufhebens daherkommen, bei denen man nie das Gefühl hat, da hätte jemand alles berechnet, um uns für dumm zu verkaufen. Eigentlich ist der Bericht über die eigene Weltreise etwas, was man in Gemeindehäusern vorführt oder in Turnhallen. Aber der Film hier ist das und er ist sehr viel mehr, er hat es in sich, er verzaubert. Das hat mit den beiden zu tun, die unterwegs sind, und mit den Menschen, denen sie begegnen, mit der erfrischend unbekümmerten und doch beherrschten Art, in der sie erzählen. 50 000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko. «Weit» ist ein bunter und besonders authentischer Film über die aussergewöhnliche Reise eines jungen Paares, das in den Osten loszog, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkunden sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet. Ein kleines, unprätentiöses Filmjuwel in Deutschland. Lassen Sie sich auf die Reise mitnehmen. Kinoverleih: Arthouse
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Where We Belong (2019)
Jacqueline Zünd
Schweiz
78′
Jacqueline Zünd betrachtet ein verbreitetes Moment in unserer Gesellschaft. Eltern trennen sich, und aus einer vermeintlich als Einheit konzipierten Gemeinschaft entstehen zwei Welten. Für die Eltern mag das eine gewachsene Entscheidung sein. Aber wie gehen Kinder damit um, dass sie plötzlich mit getrennten Eltern leben sollen? Zünd gibt ihnen Raum für das, was oft unausgesprochen bleibt. Aufrichtig und mit beeindruckender Klarheit schildern die Kinder ihre Gedanken, analysieren nicht nur ihre eigenen Gefühle, sondern auch die ihrer Eltern. «Where We Belong» zeigt, wie zerbrechlich Kinder sind – aber auch wie mutig, intelligent und erfrischend humorvoll sie sich dem Leben stellen. Die Filmemacherin verwebt Interviews mit poetischen Alltags-Bildern: erhellend, ergreifend und sinnlich. Auf die Frage, was sie zur Perspektive der Kinder geführt habe, antwortet Jacqueline Zünd: «Das Gespräch über Trennungen und deren Folgen wird für gewöhnlich von Erwachsenen geführt. Sie treffen die Entscheidungen, sie beraten darüber, analysieren. Mich hat die Perspektive der Kinder interessiert. Mir war wichtig, sie nicht als passive Opfer zu zeigen, sondern ihre eigene Wahrnehmung zu verstehen: Was ist ihnen wichtig, was tut ihnen weh, was gelingt ihnen mühelos, und was scheint unüberwindbar? Ich wollte ihnen die Fragen stellen, die man als Eltern meidet. Viel leicht aus Angst vor der Antwort, vielleicht weil man die Kinder vor der Realität schützen will.»
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Wir Bergler in den Bergen (1974)
Fredi M. Murer
Schweiz
112′
Der ethnographische Dokumentarfilm in drei Sätzen von Fredi M. Murer spiegelt die drei unterschiedlichen, nebeneinander existierenden Entwicklungsstadien des Bergkantons Uri, aus dem der in Zürich lebende Filmemacher stammt. In Göschenen, am Fusse des an der europäischen Nord-Süd-Achse liegenden Gotthards, hat die Industrialisierung längst Einzug gehalten: aus den ehemaligen Bergbauern sind Angestellte und Arbeiter geworden. Im Schächental hingegen pflegt man noch die traditionelle Familien- Alpwirtschaft. Und das Dorf Bristen im Maderanertal findet sich mitten im Umbruch, man pflegt zwar noch die traditionelle Landwirtschaft, gleichzeitig aber verlassen täglich 250 Einwohner den Ort, um auswärts zur Arbeit oder zur Schule zu gehen. Faszinierend ist dieser Klassiker des neuen Schweizer Films heute noch, weil er mit Liebe und Sorgfalt sich den Menschen und ihrer Arbeit nähert, weil er sie selber zu Wort kommen lässt und damit eine Betrachtung von innen heraus schafft. Schön zu sehen, wie die damals brandneue Gotthardstrasse sich präsentierte und amüsant zu hören, wie man mit dem Teufelstein umging. Eine Zeitreise.
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