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Cinema's Choice: ORIENT Wettingen

Das Orient auf der Grenzlinie Baden-Wettingen gehört mit Jahrgang 1923 zu den ältesten Kinos der Schweiz. Seine Monatsprogramme präsentieren Arthouse vom Feinsten mit neuen Filmen, Klassikern und Filmgesprächen. Programmmacher Walter Ruggle kuratiert hier sein Kino im digitalen Raum.

«Im Orient gestartet, vom Virus vertrieben: Das darf nicht sein. Der Film von Pablo Larrain gehört zum Aussergewöhnlichsten, was es derzeit zu sehen gibt. Eine visuell und akustisch souverän gestaltete Tour de Force in Chiles Valparaiso.»
«Es gibt wenige Filme, die so eindringlich und still von der Beziehung zwischen Poträtierter und Porträtierender erzählen, sanft im Spiel, malerisch in der Fotografie.»
So Long, My Son (2019)
Xiaoshuai Wang
China
185′
Yaojun und Liyun sind glücklich bis zum Tag, da ihr einziger Sohn beim Spielen ertrinkt. Sie verlassen die Heimat und tauchen in der Anonymität der Stadt unter. Adoptivsohn Liu Xing bringt nicht den erhofften Trost. Immer wieder werden die Eheleute von ihren Erinnerungen eingeholt und kehren schliesslich an den Ort der verlorenen Hoffnungen zurück. Ein grossartiges Fresko, das uns das China der letzten Jahrzehnte vor Augen führt.
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«China lebensnah, grosses episches Erzählkino, ein Film, den wir im Programm hatten und den leider noch nicht alle gesehen haben. Man nehme sich Zeit und tauche in der Zeit.»
«Eben hatten wir CAMILLE im Programm. Dies ist der erste Spielfilm von Boris Lojkine. Die Geschichte einer Migration aus dem tiefen Afrika in Richtung Europa. Der Name der Frau ist Hope und ein Programm.»
«Ein eindrücklicher und äusserst sorgsam gestalteter Film über Handwerk und Kunst, St. Gallen und Shanghai, an der Kamera der unvergessliche Pio Corradi, geleitet von Regisseur Iwan Schumacher.»
Neuland (2013)
Anna Thommen
Schweiz
96′
«Neuland» von Anna Thommen bietet Einblick in den Schulalltag in der Schweiz, in eine etwas spezielle Schule, ein wunderbarer, berührender, unaufgeregt gestalteter, fast nebenbei beobachtender Film: ein Bijou! Afghanistan, Kamerun, Serbien, Venezuela – sie haben weite Wege hinter sich, die neuen SchülerInnen von Herrn Zingg in der Integrationsklasse Basel. Jung und mit Träumen für eine bessere Zukunft reisten sie in die Schweiz und setzen nun grosse Hoffnungen in ihren Lehrer: Er soll ihnen den Weg im neuen Land weisen. Geschützt und abgeschirmt von der Gesellschaft lernen die SchülerInnen innerhalb von zwei Jahren Sprache und Kultur der Schweiz kennen. Lehrer Zingg hat dabei immer nur das eine Ziel vor Augen: den durch harte Schicksalsschläge traumatisierten Jugendlichen einen beruflichen Einstieg in die Gesellschaft zu ermöglichen. Doch je näher das Schulende rückt, desto quälender stellt sich für die jungen MigrantInnen die Frage: Gibt es überhaupt einen Platz für mich in diesem Land? Es geht um Menschen bei uns und darum, dass Menschen nicht Masse sind sondern Individuen. Man muss sie nur wahrnehmen.
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«Die Schulen stehen still. Hier haben wir einen Einblick in den Schulalltag der etwas speziellen Integrationsklasse von Herrn Zingg: berührend, unaufgeregt, fast nebenbei beobachtend: ein Bijou! »
«In jedes gute Kinoprogramm gehören Klassiker. Zum Beispiel Tarkowskis Verfilmung von Lems Kultroman SOLARIS. Die Reise ins Gedankenmeer ist kongenial umgesetzt, nimmt uns aus der Zeit heraus und geleitet uns in eine andere Dimension des Seins. »
«Elena Ferrantes jüngere Bücher kennen alle. Hier ist ihr Erstling, zeitlos gut verfilmt, mit Luca Bigazzi an der Kamera und seinem unverfälschten Blick auf Neapel. Die Frau in Rot auf Italienisch.»
La Vie de Bohème (1992)
Aki Kaurismäki
Finnland
103′
In «Pierrot le Fou», lang ist's her, sagt Sam Fuller zu Jean-Paul Belmondo: «Mein Name ist Sam Fuller, ich bin ein amerikanischer Filmregisseur.» Und dieser fragt ihn, was denn das sei, ein Film. «Film wie ein Schlachtfeld: Liebe, Hass, Action, Gewalt und Tod. Mit einem Wort: Emotion.» Fullers Name steht für eine Art Kino, die ohne viel Aufsehens und ohne viel Aufwand Filme von packender Einfachheit produziert, aus Liebe, Spiel und Spass, kurz: Aus Emotion. Wenn genau dieser Onkel Sam auch in Aki Kaurismäkis Film wieder einmal so eine kleine Rolle bei einem Europäer innehat - er mimt sich selbst in der Gestalt des stumpenqualmenden Verlegers Gasset -, so ist das fast schon ein Glaubensbekenntnis. «Kino», sagte Fuller einmal, «das muss man entweder mit Leib und Seele machen und leben oder sein lassen.» Aki Kaurismäki würde den Satz unterschreiben. Für den Film mit Alltagsszenen aus dem Leben dreier Pariser Bohèmiens führt er als Entschuldigung an: Er hätte den Film gedreht, weil er Jacques Prévert aus Gründen höherer Gewalt dafür nicht engagieren konnte - Prévert ist tot, aber sein Blick auf Paris lebt bei Kaurismäki wieder auf. Dann hätte er sich auch an Puccini rächen wollen, der mit seiner Oper «La Bohème» zu Unrecht als Vater einer grossartigen Geschichte gelte. Der Finne wollte aber vor allem dem Romanautor Henri Murger, Paris und dem Bohème-Leben, aber auch dem französischen Kino der 1940er Jahre seine Referenz erweisen. Mit Fuller hat er die Präzision der kurzen Szenen gemein, das Erzählen einer Geschichte in schnörkellosen Linien. In «La vie de bohème» schafft jede noch so simple Situation die Komik allein, aus sich heraus. Kaurismäkis Bohème-Trio muss man gesehen haben: Rodolfo ist albanischer Flüchtling und Maler, illegal in jenem Land, dessen Hauptstadt Malakoff heisst. Er wird ausgeschafft und kehrt heimlich zurück, teilt den letzten Suppenknochen mit Beaudelaire, seinem Hund. Ein wohlhabender Zuckerfabrikant lässt sich von ihm malen. Rodolfos Freund, der Dichter Marcel Marx, schreibt ein dickes Theaterstück und bekommt von Verleger Fuller den Auftrag, eine Zeitschrift mit dem Titel «Ceinture d'Iris» herauszugeben. Bleibt noch der dritte im Bund, der Musiker Schaunard, der gleich zu Beginn seine schwierige Wohnsituation zu meistern hat. Wo materielle Werte hintan stehen, da zählt die Liebe. Als Rodolfos Freundin Mimi schwer erkrankt, geben die drei das Letzte her, um ihr ein anständiges Spitalbett zu finanzieren: Der Maler opfert seine Bilder, der Musiker seinen Dreirad-Wagen und der Literat seine Sammlung von Erstausgaben. Hart und traurig, dieser Moment, aber ungemein wahr. Die Pariser Bohème ist für Kaurismäki mehr als ein Thema: Sie ist mit ihrer Kunst, aus nichts ein Leben zu gestalten, eine Frage des Stils. Zur Kargheit des Lebens der Bohèmien passt seine Kargheit der Gestaltungsmittel. Der Finne ist und bleibt im besten Sinn Minimalist. Hier könnte eine Polizeifigur aus einem Melville herübergelaufen sein, dort lässt in einem déjeuner à la campagne der französische Realismus grüssen. Die Dialoge andererseits könnten von den Marx-Brothers stammen: «Wo geht ihr hin?» - «Zigarren holen in Havanna.» Oder: «Probleme? Nein, ich habe Durst.» © Walter Ruggle 
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«Die Pariser Bohème ist für Kaurismäki mehr als ein Thema: Sie ist mit ihrer Kunst, aus nichts ein Leben zu gestalten, eine Frage des Stils. Zur Kargheit des Lebens der Bohèmien passt seine Kargheit der Gestaltungsmittel. »
«Der verblüffende Erstling aus dem Sudan erzählt davon, wohin Glauben führen kann, wenn man nicht auf seine eigene innere Stimme und die Vernunft hört. Wir zeigen den Film, der in den kommenden Wochen im Programm gewesen wäre, hier in Erstaufführung.»
Demain - Tomorrow (2015)
Mélanie Laurent, Cyril Dion
Frankreich
120′
Das ist der Film zur Zeit - und über sie hinaus. Denn: Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder und jede von uns dazu beitragen könnten? Als die französische Schauspielerin Mélanie Laurent («Inglourious Basterds») und der Aktivist Cyril Dion in der Wissenschafts-Zeitschrift «Nature» eine Studie gelesen haben, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Ökosysteme innerhalb der nächsten 80 Jahre voraussagt, wollten sie sich nicht mit diesem Horror-Szenario abfinden. Sie machten sich zusammen auf den Weg, sprechen mit Experten, besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass eine andere Zukunft möglich ist. «Demain - Tomorrow» zeigt: Sobald Menschen aktiv werden, kann aus einem Traum die Realität von morgen werden. Der inspirierende Film von Mélanie Laurent und Cyril Dion trifft den Nerv der Zeit. Wo auch immer er in den Kinos gelaufen ist, wurde er zum absoluten Publikumsliebling. So war in der Westschweiz seit vielen Jahren kein Dokumentarfilm so erfolgreich wie der mit dem renommierten César prämierte «Tomorrow». Und jetzt ist er weiter zu sehen, zu geniessen, zu entdecken, zu empfehlen, denn: Wir haben nur eine Welt, und für sie sollten wir uns alle engagieren. Mahatma Gandhi hat auf den Punkt gebracht, was das heisst: «Be the change that you wish to see in the world.»
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«Im Moment steht alles still. Chance zu einer Denkpause, aber nicht einer Pause vom Denken, vielmehr eine Pause zum Denken. Bevor alles wieder in Fahrt genommen wird - zum Beispiel darüber, was es genaugenommen wirklich braucht.»

Filmgenuss pur, rund um die Uhr: filmingo bietet eine kuratierte Auswahl an Arthouse-Filmen zum Streamen im Abonnement oder per Einzelmiete. Betrieben durch die Schweizer Stiftung trigon-film.

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