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Cinema's Choice: CITYCLUB Pully

Seit 2011 leitet ein Team von EnthusiastInnen das CityClub Pully, ein historisches Kino mit 200 Plätzen, das 1958 eröffnet wurde und heute eines der letzten unabhängigen Kinos in der Region Lausanne ist. Anne Delseth ist für das Programm verantwortlich und präsentiert hier eine Filmauswahl.

«"You Will Die At 20" macht uns bekannt mit einem sudanesischen Filmemacher, Amjad Abu Alala, der die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der in einer Prophezeiung dazu verurteilt wird, als junger Erwachsener zu sterben. Ein schöner politischer Film und ein Aufruf zur Freiheit. "You Will Die At 20", der achte im Sudan gedrehte Film, Gewinner des Best First Film Awards in Venedig, sollte im April im CityClub gezeigt werden: Das ganze Team lädt ein, sich den Film zuhause anzuschauen!»
«Lazzaro, ein gutherziger junger Landwirt, lebt in einem von der Welt isolierten Weiler. Eines Sommers wird er in die moderne Welt versetzt. Nach "Le Meraviglie" kehrt Alice Rohrwacher mit einer Geschichte zurück, die Neorealismus und Fantasie vermischt und ihren einzigartigen Platz im zeitgenössischen Kino bestätigt. Einer der grossen Erfolge im CityClub, eine zauberhafte Perle von seltener Anmut und Schönheit.»
La Flor (2018)
Mariano Llinás
Argentinien
835′
4 Frauen, 6 Episoden, 6 Genres, 14 Stunden Film: Ein Film, der mit sechs Episoden, die von verschiedenen Genres des Kinos inspiriert sind, der Filmgeschichte seine Referenz erweist. Getragen vom hervorragenden Schauspielerinnenquartett «Piel de Lava», einer Theatergruppe bestehend aus Pilar Gamboa, Elisa Carricajo, Laura Paredes und Valeria Correa. Episode 1: B-Movie (80 Minuten) Mitten im Nirgendwo wird in einem Labor für Archäologie eine wertvolle Mumie angeliefert. Kurz nach derem Auftauchen geschehen merkwürdige Dinge. Episode 2: Das Musical (133 Minuten) Ein weltberühmtes Duo soll ein weiteres gemeinsames Lied aufnehmen. Die beiden sind seit Jahren privat liiert - doch der Schein trügt, die Beziehung liegt in Brüchen. Episode 3: Der Spionagethriller (344 Minuten) Die vier Frauen verkörpern hier vier Spioninnen und Auftragskillerinnen. Sie sollen Professor Dreyfuss an einen verlassenen Flughafen bringen, doch dabei geht so einiges schief. Im Verlaufe des Films erfahren wir mehr über die Geschichten der einzelnen Figuren - jede von ihnen ist zu einem Zeitpunkt in Ungnade gefallen und musste untertauchen. Nun stehen sie in der Obhut des mysteriösen Chefs Casterman, der sie jedoch eigentlich aus dem Weg schaffen möchte... Ungeheuer spannend! Episode 4: Making-Of (239 Minuten) Ein leicht verwirrt und hochgradig cholerischer Regisseur (Mariano Llinás) hat genug von den Frauen und den langen Dreharbeiten und möchte sich für einmal Bäumen zuwenden - woraufhin die Frauen die Geschichte in die eigenen Hände nehmen. Episode 5: Stummfilm (41 Minuten) Die einzige Episode mit anderen DarstellerInnen. Ein Remake zu Jean Renoirs «Partie de campagne» (1946), ein wunderschöner Klassiker des französischen Kinos. Episode 6: Die Gefangenen (22 Minuten) In der letzten Geschichte führt uns Mariano Llinás zurück ins 19. Jahrhundert und mitten hinein in die Flucht von vier Frauen, denen es gelungen ist, nach zehnjähriger Gefangenschaft in der Wüste ihren Peinigern zu entkommen.
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«Eine Hommage an die Geschichte des Kinos in sechs Episoden, inspiriert von verschiedenen filmischen Formen. Jede Episode entspricht einem Genre: eine B-Serie, ein Musical, ein Spionagefilm, ein nicht klassifizierbarer, ein neu aufgelegter Klassiker des französischen Kinos und ein Emanzipationsfilm. Es gibt nur einen gemeinsamen Punkt zwischen diesen sechs Episoden: die vier Schauspielerinnen. Sechs Episoden, die als sechs verschiedene Filme zu sehen sind, die aufeinander reagieren: 14 Stunden grosses Kino. Ein meisterhaftes Werk, perfekt für diese Zeit des Rückzugs. »
I am Not Your Negro (2016)
Raoul Peck
Frankreich
93′
Als der US-Schriftsteller James Baldwin im Dezember 1987 starb, hinterliess er ein 30-seitiges Manuskript mit dem Titel „Remember This House“. Das Buch sollte eine persönliche Auseinandersetzung mit den Biografien dreier enger Freunden werden, die alle bei Attentaten ermordet wurden: Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers. Die persönlichen Erinnerungen an die drei grossen Bürgerrechtler verknüpft Baldwin mit einer Reflektion der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer in den USA.
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«Raoul Pecks Oscar-nominierte, festivalpreisgekrönte und von der Kritik gefeierte Dokumentation untersucht den Platz der Afroamerikaner in der heutigen US-amerikanischen Gesellschaft, basierend auf einem unvollendeten Text von James Baldwin. Eine Einladung, die Grundlagen dessen, wofür Amerika steht, in Frage zu stellen. Mit faszinierenden Archivbildern, deren Kraft durch die Worte des Schriftstellers unterstrichen wird. »
«Zwischen Portugal und Afrika erzählt Gian Luca Ventura von seiner Romanze mit einer alten, eher labilen Dame. Erinnern Sie sich an die Saga der "1001 Nacht"? Erinnern Sie sich an das Spanferkel, das vor dem Kino kochte, als Miguel Gomes zu uns nach Pully kam? "Tabu" ist sein vorheriger Film. Auf der Berlinale 12 präsentiert, ist es ein grossartiger lyrischer Flug zwischen dem heutigen Portugal und seiner kolonialen Vergangenheit. Eine Geschichte von Liebe und Verbrechen, von einer mehr als heiteren Kühnheit. »
Toni Erdmann (2016)
Maren Ade
Deutschland
162′
Winfried (Peter Simonischek) ist ein 65-jähriger, gemütlicher Musiklehrer mit Hang zu Scherzen. Seine Tochter Ines (Sandra Hüller) ist als ehrgeizige Karrierefrau das pure Gegenteil. Als der Vater unangekündigt und in alten Jeans in der Lobby ihrer Firma in Bukarest auftaucht, bemüht sich Ines, gute Miene zu machen. Sie schleppt ihn mit zu Empfängen und lässt ihn bei sich wohnen. Wegen seiner Witze und der unterschwelligen Kritik an ihrem Lebensstil kracht es aber schon bald zwischen den beiden. Statt abzureisen verwandelt sich Winfried in Toni Erdmann, sein mutiges Alter Ego mit Scherzgebiss und Perücke. Er gibt sich als Lebensberater von Ines? Chef aus und bringt sie in einige peinliche Situationen. Doch je mehr sich Vater und Tochter streiten, umso näher kommen sie sich. Mit «Toni Erdmann» ist Regisseurin und Drehbuchautorin Maren Ade («Alle anderen») eine zeitgemässe und sensible Vater-Tochter-Geschichte gelungen. Die für ihre Theater- und Filmrollen vielfach ausgezeichnete Sandra Hüller («Requiem») brilliert als Business-Frau Ines in einer Männer-Domäne. Der renommierte Peter Simonischek kämpft als Hippie-Vater und Toni Erdmann um die Werte, die er der Tochter einst vermittelte. Ein realitätsnaher Film voller absurder Momente und Situationskomik. «Toni Erdmann» hat am Filmfestival in Cannes Begeisterungsstürme ausgelöst und den Preis der internationalen Filmkritik gewonnen.
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«Wenn Sie glauben, Probleme mit Ihrem Vater zu haben, warten Sie, bis Sie Ines kennenlernen! Trotz ihres perfekt organisierten und ungeordneten Lebens ist Ines nicht in der Lage, ihrem Vater zu antworten, wenn er sie fragt, ob sie glücklich ist. Dieser schwerfällige und peinliche Vater wird alles tun, um ihr zu helfen, einen Sinn in ihrem Leben zu finden, indem er einen scherzhaften Charakter erfindet: Toni Erdmann. Eine grossartige bittersüsse Komödie. »
The Florida Project (2017)
Sean Baker
USA
111′
Orlando, Florida: Ein sonniges Paradies, in dem Millionen von Touristen ihr Feriengeld in einem der unzähligen Freizeitparks verprassen. Die sechsjährige Moonee steckt voller Abenteuerlust und Fantasie. Sie lebt unweit von Disney World im Magic Castle Inn – einem heruntergekommenen Motel, in dem viele Familien gestrandet sind. Moonees blutjunge Mutter Halley versucht, sich und ihre Tochter mit teils zwielichtigen Methoden über Wasser zu halten. Der strenge, aber grossherzige Motel-Manager Bobby unterstützt sie, so gut er kann, und versucht Ordnung ins Chaos zu bringen. Derweil streift Moonee mit ihrer fröhlich-frechen Kindertruppe um die Häuser und heckt allerhand Streiche aus… Mit «The Florida Project» gelingt es dem amerikanischen Indie-Regisseur Sean Baker («Tangerine»), eine Subkultur am Rand der amerikanischen Gesellschaft mit Feingefühl und Leichtigkeit zu portraitieren. Dass das Ensemble neben dem vielseitigen Willem Dafoe («Spider-Man», «Antichrist») hauptsächlich aus Laiendarstellern besteht, verleiht der schillernden Sozialstudie zusätzliche Authentizität. Ein zauberhafter Film über die Wunderwelt der Kindheit, wo Erwachsenenprobleme nur eine Randerscheinung sind.
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«Moonee ist sechs Jahre jung und energiegeladen. In einem Motel in einem Vorort von Disney World gefangen, macht sie die 400 Tricks mit ihrer kleinen Bande frecher Kids. Ein Pop-Film mit grossem Herz und verrückter Energie, der 2017 beim Filmfestival in Cannes präsentiert wurde. »
Leningrad Cowboys Go America (1989)
Aki Kaurismäki
Finnland
79′
Die Leningrad Cowboys, selbsterklärte "schlechteste Rockband der Welt", probt irgendwo in der sibirischen Tundra, und nur der Dorfdepp findet sie gut. Aki Kaurismäki erzählt in diesem Film die Geschichte der russischen Band, die in der Heimat keinen Erfolg hat und erfährt, dass die Amerikaner einfach alles kaufen - also reisen die Einhornfrisur-Schnabelschuh-Musiker ab nach Amerika, um dort zu spielen. Auf ihrer langen Reise durch zahlreiche Hotels, Bars und Kneipen landen sie schliesslich auf einer Hochzeit in Mexiko. Das Publikum ist begeistert, und die Band schafft hier nach zahllosen Misserfolgen in den USA endlich den erhofften Durchbruch. Der Film wurde von Aki Kaurismäki gemeinsam mit den befreundeten Musikern unterwegs improvisiert. Das Wiener Filmmuseum schreibt: «Herausgekommen ist eine schräge Nummernrevue, die gleichzeitig (bis in den Gastauftritt von Jim Jarmusch und der ausgiebigen Feier von Kaurismäkis Cadillac-Autofetisch) eine Huldigung an einen cinephilen amerikanischen (Kino-)Traum ist wie in gewissen Arbeiten von Wim Wenders. Nur noch viel lustiger.» Allein schon die Frisen muss man gesehen haben.
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«Eine schlechte russische Rockband verlässt Sibirien in Richtung Amerika, in der Hoffnung, berühmt zu werden. Am Ende sind sie unterwegs in der Pampa Mexikos. Mögen Sie Monthy Python? Dieser Film ist für Sie! Ein burleskes und verrücktes Roadmovie mit tausend Ideen, signiert von dem brillanten finnischen Filmemacher Aki Kaurismäki.»
Monos (2019)
Alejandro Landes
Kolumbien
102′
Patagrande, Rambo, Leidi, Sueca, Pitufo, Lobo, Perro und Bum Bum lauten die Kampfnamen von acht Jugendlichen, die in einer abgelegenen Bergregion einer paramilitärische Einheit angehören und zu Ausschweifungen und Gewalt neigen. Ein Bote übermittelt die Anweisungen der „Organisation“: Die Gruppe soll gut auf die Milchkuh Shakira und die US-amerikanische Geisel Doctora aufpassen, die sich in ihrer Obhut befinden. Der Spass hat ein Ende, als der Tod an die Tür klopft, ihr Standort bekannt wird und die Einheit sich weiter in den Dschungel zurückziehen muss. Alejandro Landes und Co-Autor Alexis Dos Santos haben einen packenden Überlebens-Thriller gestaltet. So spärlich die Erklärungen für das Geschehen, so drastisch die dargestellten Emotionen. Landes’ aufreibender dritter Spielfilm beleuchtet die wechselnden Loyalitäten und Machtkämpfe innerhalb einer Gruppe von Jugendlichen und überzeugt durch Jasper Wolfs bestechende Bildsprache, Mica Levis’ spannungsvolle Filmmusik und die präzise Montage von Yorgos Mavropsaridis, Ted Guard und Santiago Otheguy.
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«Isoliert auf den Höhen der kolumbianischen Berge sind Jugendliche, die alle bewaffnet sind, für die Bewachung einer nordamerikanischen Geisel verantwortlich. Dann kommt die Flucht in den Dschungel. Irgendwo zwischen Coppolas "Apocalypse Now" und Goldings "His Majesty of the Flies" ist "Monos" eine sinnliche Erfahrung, die fesselt und der eine erstaunliche und paradoxe Schönheit innewohnt. »
The Prince of Nothingwood (2016)
Sonia Kronlund
Frankreich
86′
Die Regisseurin Sonia Kronlund begleitet in ihrem Film Nothingwood den afghanischen Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor Salim Shaheen. In seinem Heimatland ist er eine bekannte Grösse in der Filmszene, im Ausland hingegen kaum bekannt. Etwa hundert Kilometer von Kabul entfernt findet sich Salim Shaheen hier ein, um einige seiner 110 Filme zu zeigen und dabei den 111. zu drehen.
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«Sonia Kronlund ist die Produzentin der Sendung "Les Pieds sur Terre", die auf France Culture ausgestrahlt wird und die Gesellschaft auf brillante Weise aus allen Blickwinkeln erforscht und seziert. Für ihren ersten Film entschied sie sich für eine Reise nach Afghanistan, wenige Kilometer von Kabul entfernt. Ein Land, das sie gut kennt und dessen Sprache und Kino sie gut kennt. Sie porträtiert eine lebendige, sehr widerstandsfähige Filmindustrie und vor allem ihren Prinzen Salim Shaheen, den beliebtesten und produktivsten Schauspieler-Regisseur-Produzenten des Landes. "Das ist nicht Hollywood, das ist nicht Bollywood, das ist Nothingwood": ein spannender und aufregender Dokumentarfilm.»
Birds of Passage - Pájaros de verano (2018)
Ciro Guerra, Cristina Gallego
Kolumbien
125′
In den 1970er-Jahren verschlägt es eine Wayúu-Familie in Kolumbien in den florierenden Drogenhandel, den die Bedürfnisse nordamerikanischer Jugendlicher in Fahrt bringen. In der Wüste von Guajira übernimmt eine indigene Familie eine führende Rolle im Handel mit Marihuana und kommt auf den Geschmack von Reichtum und Macht. Das ist atemberaubend erzählt, packend inszeniert, exzellent gespielt und grandios gefilmt. Ein Familienclan Schon der ethnografisch anmutende Einstieg in die Filmhandlung ist eine Wucht und zeugt von der präzisen Beobachtungsgabe der Filmschaffenden und von dem, was ihnen elementar wichtig ist: Die Menschen vor Ort. Ciro Guerra und Cristina Gallego, die bereits den berauschenden Spielfilm El abrazo de la serpiente in den Amazonas-Urwald hineingezaubert haben, wollen die Geschichte des beginnenden Drogenhandels aus der Perspektive der betroffenen Bevölkerung erzählen, wollen ihre Gesichter zeigen, ihre Traditionen, ihre Form des Erzählens auch. Die Wayúu leben auf der Karibik-Halbinsel Guajira in Kolumbien und im benachbarten Venezuela. Sie sind die grösste indigene Bevölkerungsgruppe der Region und ihre Sprache Wayuunaiki wird von gut 300’000 Menschen gesprochen. Die Schilderung der Geschichte eines Familienclans, die Cristina Gallego und Ciro Guerra auf der Basis von realen Begebenheiten zu einem lateinamerikanischen Spiel mir das Lied vom Tod choreografiert haben, ist der oralen Erzähltradition der Wayúu verpflichtet und mit Bewusstsein für Genres wie für Ethnografisches fesselnd inszeniert. Einfache Bauern mutieren da ohne Vorbereitung zu Geschäftsleuten in einem von aussen aufgesetzten System, dessen Spielregeln ihre eigenen durcheinanderbringen. Birds of Passage schenkt den Wayúu Gehör, bietet eine andere Perspektive auf eine vermeintlich bekannte Geschichte. Und er geht ans Grundsätzliche, denn ob wegen Marihuana für Nordwestler in Kolumbien getötet wird oder für das Cobalt der globalen Handyproduktion im Kongo: Von den Opfern vor Ort spricht kaum jemand. «Wir haben die Seele verloren - niemand beschützt uns mehr», erkennt die Mutter am Ende des Films, der dem Mechanismus des Kapitalismus in die Fratze blickt. Walter Ruggle
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«Porträt einer Wayuu-Familie im Zentrum des blühenden Marihuanaverkaufs an die nordamerikanische Jugend: Wenn die Familienehre versucht, der Gier der Männer zu widerstehen, wird ein Clankrieg unvermeidlich und gefährdet ihr Leben, ihre Kultur und ihre Traditionen. Es gibt nichts Besseres als einen guten Western, um in der Zeit zurückzufliegen und sich vom Alltag abzulenken. Aber dieser Western, stark und zeitgemäss, hat auch den Ehrgeiz, die Geschichte Kolumbiens zu erzählen. Auf der Piazza Grande in Locarno wurde der beeindruckende Film unter der Co-Regie des Autors des nicht minder grossartigen "El Abrazo de la Serpiente" gezeigt.»

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