Tierisch

Das Verhältnis von Mensch und Tier ist Gegenstand des philosophischen Diskurses seit der Antike. Die Film­ge­schichte ist beispielsweise voller Erzäh­lun­gen, in denen sich Mensch und Tier einan­der annä­hern. Wir präsentieren euch Filme, die sich mit der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Tier beschäftigen.

Der Bär in mir (2019)
Roman Droux
Schweiz
92′
Am äussersten Ende Alaskas erfüllt sich Filmemacher Roman Droux einen Traum und reist zusammen mit Bärenforscher David Bittner ins Land der Grizzlybären. Dort, wo keine Spur von menschlicher Zivilisation zu finden ist, machen sich die beiden Abenteurer auf ins Reich der Bären. Umgeben von kristallklaren Wildbächen erleben sie die Fürsorglichkeit einer Bärenmutter und eindrückliche Kämpfe riesiger Bärenmännchen. Roman Droux bringt Bilder von atemberaubender Schönheit auf die grosse Leinwand. Ein lebendiger Naturfilm für die ganze Familie.
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Bombón - el perro (2004)
Carlos Sorin
Argentinien
97′
Juan ist 52, arbeitslos und eigentlich ein hoffnungsloser Fall. Auch seine Messer wird er nicht los, und wenn er mal eins verkaufen kann, so wird er mit dem Preis nicht einmal die Entstehungskosten des Materials decken. Aber Juan ist unterwegs, und das kann nie schaden, denn wer sich bewegt, begegnet auch anderen. Zum Beispiel einer jungen Frau, die von einer Panne blockiert hilflos am Strassenrand steht. Er kann ihr helfen und kommt nun auf den Hund. Ein rassenreines Prachtstück von argentinischer Dogge wird ihm überlassen. Man hat bei den Schenkenden eher das Gefühl, dass sie das geerbte Monstrum loswerden möchten, als dass sie Juan wirklich ein Geschenk machen wollen. Und bei ihm ist klar, dass der Hund ihn fürs Erste noch mehr einschüchtert, als es die Situation tut, in der er steckt. Carlos Sorín ist ein Meister der einfachen Geschichten von einfachen Leuten. Wer seinen letzten Spielfilm "Historias mínimas" gesehen hat, konnte sich der Faszination nicht entziehen. Einer Faszination, die nicht von Stars ausgeht, sondern von einfachen Menschen, die als Laien in eine Rolle schlüpfen, die weitgehend ihre eigene ist.
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Der Bienenzüchter - O melissokomos (1986)
Theo Angelopoulos
Griechenland
117′
Die letzte Reise Der alternde Lehrer und Imker Spiros hat nach der Trennung von seiner Frau und der Heirat seiner Tochter genug vom Leben und von seiner Familie. Er tritt eine letzte Reise in den Süden an mit einem Lastwagen voller Bienenkisten. Unterwegs nimmt er eine junge Anhalterin mit, zu der eine seltsame Beziehung entsteht, die ihn jedoch nicht von seiner Todessehnsucht abbringen kann. Der Film besticht durch seine einfühlsame, melancholische Darstellung, die in erster Linie durch die ausdrucksstarken Bilder und einen sehr sensibel spielenden Marcello Mastroianni geschaffen wird. Das Alter, der schmerzliche Verlust politischer Ideale, der gnadenlose Pragmatismus der Jugend, die Sprachlosigkeit in der Ehe: All diese Themen deutet der Film mehr an, als dass er sie explizit aussprechen würde. Und dem grossartigen Marcello Mastroianni gelingt es, sich in dieser filmischen Kunst des Andeutens zurückzunehmen und zum griechischen Imker zu verpuppen. Zur suggestiv melancholischen Stimmung trägt die von Eleni Karaindrou komponierte Filmmusik bei, in der Jan Garbarek mit seinem Saxophon das tragende musikalische Thema des Films spielt. Das von Tonino Guerra beflügelte Drehbuch lehnt sich an Motive des Romans «Der Tod eines Bienenzüchters» von Lars Gustafsson an.
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The Rider (2017)
Chloé Zhao
USA
103′
Nach einem Rodeo-Unfall verbieten die Ärzte dem jungen Cowboy Brady Blackburn die weitere Teilnahme an Wettkämpfen. Der angehende Star stürzt in eine Identitätskrise, da er sich komplett über seinen Beruf definiert. Mit Gelegenheitsjobs und als Pferdeflüsterer versucht er sich eine neue Existenz aufzubauen. Aber die Liebe zum Reiten ist zu stark: Er unternimmt trotz körperlichen Behinderungen bald wieder lange Ausritte, die ihm das sehnlichst vermisste Gefühl von Freiheit zurückgeben. Und eines Tages entschliesst sich Brady, wieder bei einem Wettkampf anzutreten. In atemberaubenden Bildern der Wildnis South Dakotas erzählt Chloé Zhao von zerbrochenen Träumen und verlorenen Identitäten. Authentisch und einfühlsam hält der mit Laiendarstellern gedrehte Film die Balance zwischen zärtlicher Poesie, archaischen Mythen und der rauen Lebenswirklichkeit in den Heartlands. Inzwischen hat die Filmemacherin mit ihrem neusten Werk Venedig gewonnen, die Golden Globes und die wichtigsten Oscar-Nominationen.
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Wolf And Sheep (2016)
Shahrbanoo Sadat
Afghanistan
87′
In einer entlegenen Region in den Bergen von Afghanistan glauben die Menschen an die Geschichten, die sie selber erfinden, um die Mysterien des Lebens und der Welt zu erklären. Die Mädchen und Buben hüten die Schafe und üben mit ihren selbst gebastelten Steinschleudern. Vor allem wollen sie die Wölfe vertreiben. Die Welt hier gehört ihnen, und die Regisseurin zeigt uns in ihrem berührenden Erstling den Alltag, wie sie ihn kennt. Man weiss gar nicht, was man mehr bewundern soll, die wilde Schönheit der Landschaft oder die zarten Beziehungen der Kinder, die mitten in ihr aufwachsen. Klar ist: Die junge Afghanin Shahrbanoo Sadat will uns nicht einfach in eine idyllische Dorfgemeinschaft entführen. Die Beziehungen im Alltag hier sind von Tratsch und kleinen Konflikten geprägt, das Leben ist hart und einfach, jeder Tag bringt seine Bürde mit sich, und die will getragen sein. Ausgehend von einem Begräbnis folgt die Handlung der Wiederverheiratung der Witwe mit einem alten Mann. Genau dafür wird ihr elfjähriger Sohn Qodrat gehänselt. Es zieht ihn zu Sediqa hin, die ihrerseits von den Mädchen gemieden wird, weil sie das Böse in sich trage. Die Menschen glauben an Legenden und Mythen wie jene des Kaschmir-Wolfs, der auf zwei Pfoten nachts das Dorf heimsucht, während in Wirklichkeit die Wölfe die Schafe reissen. Shahrbanoo Sadat ist in einem Dorf, wie sie es in ihrem ersten Spielfilm beschreibt, aufgewachsen. Das spürt man im besten Sinn, denn sie erzählt ihre Geschichte aus der Erfahrung des Lebens heraus.
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Lamb (2015)
Yared Zeleke
Äthiopien
94′
Der neunjährige Ephraim hat seine Mutter verloren und wird vom Vater zu Verwandten auf einen entlegenen Hof gebracht. Sein bester Freund Chuni ist ein Lamm, mit dem er herumzieht. Von Heimweh geplagt, versucht der Junge, für sich und sein Schaf eine Fahrkarte zu ersparen. Dabei hilft ihm die rebellische Tsion, die auch weg möchte von hier. Die anrührende Geschichte erzählt vom Weg eines Jungen und eines Lamms in ihre Freiheit. Das Lamm Chuni ist für Ephraim so etwas wie ein Teddybär, einfach lebendiger. Die beiden leben in der vulkanischen Natur Äthiopiens, in einer grünen und traumhaft schönen Berglandschaft. Atemberaubend ist die Aussicht, die der Junge von der Spitze jenes Berges geniesst, der in einer verbotenen Zone liegt und ihn allein schon deshalb anzieht. Der Vater ist abwesend, dem Onkel gefällt es nicht, dass Ephraim lieber kocht, als Ochsen durch den Acker peitscht. Kochen sei Mädchensache, bekommt er zu hören. Der äthiopische Filmemacher Yared Zeleke hat seinen Erstling in starken Aufnahmen gestaltet, die die Verlorenheit genauso zeigen wie die Geborgenheit; sie sind einander nah. In der Natur erleben wir Ephraim glücklich und bei sich selbst. Eines der stärksten Bilder dafür ist jenes, das den Jungen in einem verschlungenen Baumlabyrinth zeigt, verloren und behütet in einem. Es ist ein Ort, an den er wiederkehrt im Verlauf des Films, an dem er auch den Wandel vollzieht, eingeschlafen ist im Schoss der Natur, erwacht im Bewusstsein, dass er nicht allein ist. Ephraim durchlebt die Entwicklung vom Buben zum Mann und begreift dabei, dass er sein Lamm mit der kleinen Herde ziehen lassen muss, damit es glücklich ist. Ganz wichtig auf dem Weg dahin ist Tsion, jenes Mädchen im üppigsten Teenageralter, das den weiblichen Gegenpart zu Ephraim einnimmt. Während er gerne auf den Markt geht und kocht, liest sie Zeitungen und widerspricht. Yared Zeleke betrachtet die gesellschaftlichen Vorstellungen, mit denen Kinder konfrontiert sind, behutsam. Er zeichnet nach, wie Lebewesen nach Freiheit streben. In dem Moment, in dem Ephraim seine eigene Situation akzeptieren kann, schenkt er dem Lamm die Freiheit und gewinnt sie selber mit. Walter Ruggle
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La tortue rouge (2016)
Michael Dudok de Wit
Frankreich
81′
Ein Schiffbrüchiger kämpft sich durch den stürmischen Ozean. Er strandet auf einer einsamen Insel, auf der nur Vögel und einige neugierige kleine Krebse leben. Der Mann baut ein Floss. Doch es gelingt ihm nicht, damit aufs Meer hinauszufahren. Es dauert eine Weile, bis er herausfindet, welche geheimnisvolle Kraft ihn am Verlassen der Insel hindert: Eine majestätische rote Schildkröte – die bald einen überraschenden Wandel durchmacht… Der Oscar-prämierte Regisseur Michael Dudok de Wit erzählt eine zauberhafte Geschichte über den Kreislauf des Lebens und der Liebe. Sein in Cannes ausgezeichneter «La Tortue Rouge» ist der erste europäische Film, der vom berühmten japanischen Ghibli-Studio («Spirited Away – Chihiros Reise ins Zauberland») mitproduziert wurde. Anders als viele aktuelle Animationsfilme wurde er teilweise von Hand gezeichnet, was seinen Bildern eine ganz besondere Magie verleiht. «La Tortue Rouge» ist ein einzigartiges Kino-Juwel, vielschichtig und wunderschön.
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Thuletuvalu (2014)
Matthias Von Gunten
Schweiz
96′
Zwei Orte an den Rändern dieser Erde geraten aufgrund des Klimawandels in die Schlagzeilen: Thule in Grönland, weil dort das Eis immer mehr abschmilzt und Tuvalu, weil dieser Inselstaat im Pazifik als eines der ersten Länder im ansteigenden Meer zu versinken droht. Während für uns die Erwärmung des Planeten fast nur in den Medien stattfindet, verändert sie für die Menschen in Thule und Tuvalu ihre gesamte Existenz. Der Film schildert wie sie sich von ihrer tradierten Lebensweise verabschieden müssen und auf eine unbekannte Zukunft zusteuern.
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Padre Padrone (1977)
Paolo & Vittorio Taviani
Italien
113′
Er gehört zu den Schlüsselfilmen des italienischen Kinos und des europäischen Kinos, er packte in den 1970er Jahren, in denen er in Cannes die Goldene Palme gewonnen hat, das Publikum und regte zu Diskussionen an: Padre padrone, jener Film, der den Gebrüdern Paolo und Vittorio Taviani zum internationalen Durchbruch verhalf und sie zum Vorzeigepaar Italiens machte (zu einer Zeit, in der Berlusconi noch nicht alles ruiniert hatte, was man Filmbranche nennen konnte und Filmkunst). Ein Bildungsstück im engsten Sinn des Wortes, ansetzend in der Schule eines sardischen Dorfes, aus der ein Bauer und Vater (Omero Antonutti) auftritt und von der real existierenden Figur des früheren Hirtenjungen Gavino Ledda mit einem Stecken ausgestattet wird, bevor seine Geschichte erzählt wird. Der Hirtenjunge Gavino wächst in einer archiaschen, von jahrhunderte alt wirkender Unterdrückung und Demütigung geprägten Welt auf. Mit sechs Jahren wird er von seinem Vater aus der Schule geholt, um die Schafe zu hüten und zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Schliesslich hat man ihn auf die Welt gestellt, damit er arbeiten kann und nicht zum Lernen. Gavino lernt vom Vater die Natur kennen, lernt Sehen und Lauschen, aber was ihm vorenthalten wird ist die Kultur, ist das Wissen. Auf dieses stösst er erst im Alter von 18 Jahren in der Armee, wo er endlich lesen und schreiben lernt und seine Freude am Wissen entwickelt. Freundschaftlich zur Seite steht ihm dabei ein junger Mann, mit dem er im Panzer Vokabeln durchgeht und Vergil rezitiert: Nanni Moretti, der eben erst seinen Film Io sono un autarchico gedreht hat und hier noch als Schauspieler wirkt. In Padre padrone beschreiben Paolo und Vittorio Taviani, frei der Biografie des realen Gavino Ledda folgend, einen Emanzipationsprozess, die Geschichte einer exemplarischen Möglichkeit, gegen alle Chancen zu gewinnen. Gleichzeitig ist er ein Dokument des Elends und der Hoffnungslosigkeit in den sardischen Bergen, aus dem der gebildete Hirtensohn ausbricht, um rückkehrend an der Verbesserung der Situation zu arbeiten.
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Centaur (2017)
Aktan Abdykalykow - Arym Kubat
Kirgisistan
89′
Der Kirgise Aktan Arym Kubat hat uns bereits mit Filmen wie Beshkempir oder The Light Thief verzückt. Hier erzählt er die Geschichte eines Mannes, der ein friedliches Leben in der Bergwelt Kirgisistans lebt und dennoch spürt, wie die Zeiten sich ändern. Pferde verleihen ihm Flügel, und weil die stolzen Tiere heute immer mehr Handelsobjekte sind, klaut er ab und zu eines - nicht um Geld zu machen, nein: um gemeinsam die Freiheit zu träumen. Ein Pferdedieb geht um am Rande von Bischkek, hoch oben in den Bergregionen der Hauptstadt Kirgisistans. Sonst passiert nicht viel in der kleinen Gemeinde, die doch so gross ist, dass sie einmal ein Kino besass. Dort öffneten Geschichten vom Krieg in Afghanistan, indische Bollywood-Märchen oder die Filme von Tolomush Okeyev aus der ehemaligen Sowjetunion Fenster zur Welt. Der frühere Filmvorführer Centaur lebt nach wie vor hier mit seiner gehörlosen Frau und dem kleinen Sohn. Doch sein friedliches Leben scheint zunehmend von Missgunst und Intrigen anderer bestimmt. Centaur, gespielt vom Regisseur Aktan Arym Kubat selber, glaubt, dass das Volk der Kirgisen von den Zentauren abstammt, jenen mythologischen Mischwesen aus Pferd und Mensch, und dass die Pferde «die Flügel des Menschen» seien. In ruhigen Bildern und verschmitztem Spiel erzählt der kirgisische Regisseur seine allegorische Geschichte über das Zusammenleben von Mensch, Tier und Natur zwischen Glauben und Aberglauben, Moderne und Tradition. Das hat etwas Befreiendes, wohltuend Leichtes.
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The Black Hen (2015)
Min Bahadur Bham
Nepal
91′
Ein vorübergehender Waffenstillstand im Jahr 2001 lässt die Bewohnerinnen und Bewohner eines kleinen Dorfes im Bürgerkriegsgebiet Muru im Nordwesten Nepals aufatmen. Prakash und Kiran, zwei Knaben unterschiedlicher Kasten, werden dicke Freunde, als sie sich auf die Suche nach einem vermissten Huhn machen, das Prakash von seiner Schwester erhalten hatte und das plötzlich verschwunden ist. Sie hoffen, Eier verkaufen zu können und so zu etwas Taschengeld zu gelangen. Die Suche nach dem verlorenen Huhn führt sich durch schöne Landschaften Nepals und durch die wirre politische Situation. Die Münchner Abendzeitung schrieb anlässich der Festivalaufführung: «Ist dieser Film ein Kinderfilm? Ja und nein. Denn einerseits wird die Geschichte zweier 10-Jähriger erzählt, die ein Huhn grossziehen, um mit dem Verkauf der Eier etwas Geld zusammenzubringen. Aber der raue Vater des einen verkauft das Huhn, die Jungs wollen es zurückstehlen, was viele Verwicklungen bringt. Doch 'The black Hen' hat noch eine andere Seite: Denn in die Abenteuerge-schichte sind viele Aspekte eingebaut, die man nur als Erwachsener gut versteht, wie den auch militärischen Konflikt zwischen Maoisten und den traditionellen Monarchisten, wobei der Film des Nepalesen Min Bahadur Bham nicht Partei ergreift, sondern die Bildungsarbeit der chinesischen Kommunisten zeigt und die hierarchische Kastenwelt der Nepalesen. (...) Man lässt sich darauf ein und bekommt einen schönen, bewegenden Film.»
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Rams (2015)
Grímur Hákonarson
Island
89′
Gummi and Kiddi leben als Nachbarn in einem einsamen Tal auf Island, wo sie sich um ihre Schafe kümmern. Ihr angestammter Schafbestand gilt als einer der besten des Landes, und die beiden Brüder werden immer wieder für ihre Schafböcke ausgezeichnet, die eine lange Abstammungslinie aufweisen. Obwohl sie Land und Lebensweise teilen, haben Gummi und Kiddi seit vier Jahrzehnten nicht mehr miteinander gesprochen. Als plötzlich Kiddis Schafe von einer tödlichen Seuche befallen werden, ist das ganze Tal gefährdet. Die Behörden beschliessen, alle Tiere aus der Region zu keulen, um den Ausbruch der Seuche einzudämmen. Für die Bauern, deren Haupteinkommensquelle ihre Schafe sind, kommt das einer Todesstrafe gleich. Viele von ihnen verlassen ihr Land. Doch Gummi und Kiddi geben nicht so leicht auf – und jeder der beiden Brüder versucht das Unheil auf seine Weise abzuwenden. Kiddi, indem er sein Gewehr benutzt, und Gummi, indem er seinen Verstand einsetzt. Als die Behörden näher rücken, müssen sich die Brüder zusammentun, um ihre besondere, seit Generationen bestehende Zucht und sich selbst vor dem Untergang zu retten.
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