Aktualität

Unsere Auswahl «aktuell» wechselt kontinuierlich und empfiehlt Filme, die zu schauen sich auch aus aktuellen Gründen besonders lohnt.

Gerhard Richter Painting
Corinna Belz
Deutschland
101′
Gerhard Richter, einer der international bedeutendsten Künstler der Gegenwart, öffnete der Filmemacherin Corinna Belz sein Atelier, wo er an einer Serie grosser abstrakter Bilder arbeitete. «Gerhard Richter Painting» gewährt einmalige Einblicke in die Arbeit des Künstlers. In hoch konzentrierten Einstellungen lässt uns der Film an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt. Corinna Belz lässt uns in ihrem klugen, einfühlsamen Film den vielschichtigen Vorgängen künstlerischen Schaffens näher kommen. Der Blick auf die Leinwand erweitert und verändert sich. Die Bilder werden selbst zu Protagonisten. «Gerhard Richter Painting» ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit – und ein faszinierender Film über das Sehen selbst. Der Bayrische Rundfunk hielt fest: «'Gerhard Richter Painting' ist gerade deshalb so aufschlussreich, weil der Film den Prozess des Erschaffens mit all seinen Unsicherheiten und Irrwegen zeigt. Selbst Richter kann nicht erklären, was genau da passiert, weil Worte und Malerei für ihn nicht zusammengehen. Richter hat sich die Skepsis zum Arbeitsprinzip gemacht und scheint in permanenter, kritischer Kommunikation mit der Leinwand zu stehen: aufmerksam, offen – und zweifelnd.» Richters emotionaler letzter Satz bringt die Qualitäten von 'Gerhard Richter Painting' auf den Punkt: 'Mann, macht das Spass!'» - 2021 die ideale Ergänzung zur grossen Richterausstellung in Zürich.
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Am 9. Februar feierte der erfolgreichste Gegenwartskünstler Gerhard Richter seinen 90. Geburtstag. Seine Geburtstadt Dresden widmet ihm mit «Portraits. Glas. Abstraktionen» im Albertinum bis zum 1. Mai eine Ausstellung, und wir laden ein zu einem Ateliersbesuch bei dem erkennbar wird, was die FAZ zum Geburtstag titelte: Sein Denken heisst Malen.
Vor zwanzig Jahren ist Astrid Lindgren 95-jährig gestorben, und bei ihr kann man sagen: Die jedes Kind kennt. Ihre Werke sind in aller Welt präsent und in 106 verschiedenen Sprachen erschienen, womit sie zu den meistübersetzten Autorinnen gehört. Der Film blendet zurück in die Jugend der geistigen Mutter von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Madita, Mio, Kalle Blomquist, Karlsson vom Dach und den Kindern aus Bullerbü.
Angesichts der Enwicklungen entlang der ukrainischen Grenze fühlt man sich an düstere Zeiten erinnert. Es gibt viele Kriegsfilme, aber wenige, die so eindrücklich im Kleinen vor Augen führen, was Krieg heisst. Andrei Tarkowski erzählt von der verlorenen Kindheit eines einst fröhlichen 12-jährigen Knaben. Ein Lieblingsfilm auch des Kubaners Fernando Pérez, der es auf den Punkt bringt: «Der ganze Schrecken eines Krieges gespiegelt in der Seele eines Kindes.»
Jazz on a Summer's Day (1958)
Bert Stern
USA
83′
Newport 1958, ein Sommertag. Zwei Ereignisse treffen aufeinander: Das Newport Jazz Festival und die Segelregatta America Cup. Mittendrin der Fotograf Bert Stern, weltbekannt durch seine Fotosession „Last Sitting“ mit Marilyn Monroe. Wie in seinen Bildern gelingt es Stern auch hier – in impressionistisch anmutenden Momentaufnahmen — die Persönlichkeiten der Porträtierten zu erfassen, seien es die Musikerinnen und Musiker auf der Bühne oder scheinbar willkürlich herausgegriffene Gesichter aus dem Publikum, in denen sich Lebensfreude, Entspannung und Entrückung spiegeln. Stern entfaltet die Bandbreite der grossartigen Musikerinnen und Musiker, ist ganz bei ihnen und dem Publikum. Die Performance von Rock’n’Roller Chuck Berry reisst mit und animiert zum Tanzen, aber Stern illustriert auch die ganz leisen Töne, deren Herbeizaubern eine unglaubliche Konzentration, Kraft und Anstrengung erfordern kann. Zwischendrin tanzt ein fast körperlos wirkender, hellblauer Anzug und niemand kann sich dem Charme eines Louis Armstrong oder einer Mahalia Jackson entziehen, deren inbrünstige Performance den Sommerabend beschliesst.
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Kommen sie bald wieder, die Zeiten, in denen man locker und unbeschwert an Konzerte gehen konnte? Auch wenn sie nie mehr so unbelastet und frisch sein mögen wie die Zeiten des legendären Jazz-Festivals von Newport 1958, als alles noch neu schien und die grossen Alten aufspielten und sangen. Ein Schau- und Lauschgenuss mit einem Hauch von Nostalgie.
Milos Forman kam am 18. Februar 1932 zur Welt und hat das Kino zunächst in seiner tschechischen Heimat geprägt, bevor er mit Filmen wie «Amadeus» oder «One Flew Over the Cuckoo's Nest» im Westen Erfolge feierte. Wir blenden 60 Jahre zurück und laden ein zur «Liebe einer Blondine» in der damals noch vereint existierenden Tschechoslowakei.
Er ist für die Oscars 2022 nominiert: Der Spielfilm aus Bhutan, der 2021 für Glücksmomente in den wieder eröffneten Kinos sorgte und jetzt exklusiv auf filmingo geschaut werden kann. Wir drücken Pawo Choyning Dorji die Daumen, wohl wissend, dass das kleine Bhutan neben den finanzkräftigen Konkurrenten einen schweren Stand hat. Ab in den Himalaya!
Aktuell ist im Kino der neue Film von Nanni Moretti zu sehen, «Tre piani». Der italienische Filmemacher spielt darin eine der tragenden Rollen. Mit «Bianca» blenden wir vierzig Jahre zurück und erleben Moretti in einem frühen Film und als jungen Gymilehrer. Michele hiessen damals seine Hauptfiguren.
Behind Me - Bruno Ganz (2002)
Norbert Wiedmer
Schweiz
82′
Bruno Ganz, 1941-2019, war während Jahrzehnten der Schauspieler aus der Schweiz. 2002 hat Norbert Wiedmer eine liebevolle filmische Annäherung an den eher scheuen Zürcher fertigstellen können. Drei Jahre war er dazu unterwegs mit Bruno Ganz. Er spielt an verschiedenen Orten in verschiedenen Rollen, in Filmen vorzugsweise inzwischen, aber immer noch und unerreicht auch auf der Bühne. Er spielt für den Filmemacher auch Bruno Ganz, filmt und inszeniert dabei Freunde. Es ist die Zeit, in der er auch an der ultimativen Rolle des Dr. Faust in Peter Steins legendärer Inszenierung arbeitet, jener Theaterfigur die – selbstredend für uns alle – verzweifelt zu ergründen sucht, «was die Welt im Innersten zusammenhält». Tausend Tage auf der Suche nach der eigenen Bestimmung, mit dem Zweifel als einzigem Weggefährten und in der Hoffnung auf die schaffende Kraft der Poesie. Der Schaubühneregisseur Stein sagte über Bruno Ganz: «Ich habe immer den Bruno Ganz in der Art seines Sprechens bewundert. Er ist ja Schweizer. Und er nähert sich dementsprechend der deutschen Sprache ein bisschen, wie man es einer Fremdsprache gegenüber tut. Und das führt zu einer bestimmten Distanziertheit des Sprechens und plastischen Herausarbeitung des Sprechens, was komplizierteren Texten unglaublich gut tut. Dadurch hat man immer das Gefühl, dass er Sprache kräftig in die Hand nimmt.» Norbert Wiedmers Film ist ein wunderbares Erinnerungsstück geworden an einen, der fürs Spiel auf Bühnen und Filmsets gelebt hat und uns immer wieder von Neuem faszinierte und in Bann zog.
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Am 16. Februar vor drei Jahren ist Bruno Ganz gestorben, vor zwanzig Jahren hat Norbert Wiedmer den grossartigen Theater- und Filmschauspieler porträtiert. Eine feinfühlige Annäherung an einen zurückhaltenden Menschen und unvergesslichen Künstler.