Kollektion filmo

Behinderte Liebe (1978)
Marlies Graf Dätwyler
Schweiz
118′
Am 12. Februar 2020 ist Marlies Graf Dätwyler 76-jährig gestorben. Mit «Behinderte Liebe» hatte die gelernte Goldschmiedin 1979 erstmals als Filmemacherin Aufsehen erregt. Vier junge Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung versuchen ihre Isolation und die Schwierigkeiten des Zusammenlebens zu überwinden. In einer Gruppe sprechen sie gemeinsam mit ihren nichtbehinderten Freunden über ihre Erfahrungen und suchen zusammen nach Lösungen. Eine ungeschönte Schilderung, die nie ins Voyeuristische verfällt und bei der sich die Frage aufdrängt: Wie steht es um meine eigene Liebesfähigkeit? Es war diese der erste Schweizer Film, der sich mit der Sexualität von Menschen mit Behinderung befasste. Der Schriftsteller Peter Bichsel schrieb damals zum Film: «'Behinderte Liebe» hat all das, was wir uns unter Dokumentarfilm vorstellen, hinter sich gelassen. Er dokumentiert nicht, sondern er führt mit einem Hauch von Spielfilm Leben vor. () Was vorerst einmal gedacht war als die Darstellung von Sexualproblemen Invalider, das wird plötzlich zur Darstellung meiner eigenen Liebesunfähigkeit. Was für mich schon längst Sex heisst, heisst für sie - die Invaliden - immer noch Sexualität. Sexualität ist ein menschliches Bedürfnis, Sex ein Klischee. Die Hilflosigkeit gegenüber Invaliden ist meine Invalidität.»
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Das höchste Gut einer Frau ist ihr Schweigen - Il valore della donna è il suo silenzio (1979)
Gertrud Pinkus
Schweiz
94′
«Das höchste Gut des Mädchens ist seine Schönheit, das höchste Gut der Frau ist ihr Schweigen». Diesem süditalienischen Sprichwort hat Gertrud Pinkus den Titel ihres Films über eine Gastarbeiterfrau in Frankfurt entlehnt. «In der Strasse, in der ich wohne,» sagte Gertrud Pinkus damals, «leben viele ausländische Familien. Begegne ich den Frauen beim Einkaufen, beeindruckt mich jedesmal ihre Lebendigkeit und ihre Offenheit». Beim näheren Hinsehen musste die Autorin allerdings bald schon feststellen, dass — ist die grosse Schranke des Schweigens einmal durchbrochen — Dinge zutage treten, die sie kaum fassen konnte. Sie hat deshalb beschlossen, einmal hinter die Gardinen der ausländischen Frauen zu schauen. So einfach, wie sie sich das allerdings vorgestellt hatte, gestaltete sich das nicht. Es erwies sich als äusserst schwierig, an die Frauen heranzukommen, denn auch der Fremde, wo Möglichkeiten bestehen würden, sich der unmittelbaren Kontrolle der Familie zu entziehen, behalten die Frauen die Angst vor dem Ausgestossenwerden, vor der Aechtung. So hat sich Pinkus, die ursprünglich einen rein dokumentarischen Bericht vorgesehen hatte, darauf beschränken müssen, die Aeusserungen einer anonym bleibenden Maria M. auf der Tonspur festzuhalten und dazu Szenen zu inszenieren, die von einer anderen Gastarbeiterfrau und ihren Angehörigen gespielt werden. Lediglich die Aufnahmen in der italienischen Heimat der «Portraitierten» sind dokumentarisches Original. «Das höchste Gut einer Frau ist ihr Schweigen» bleibt ein eindrücklicher Film aus dokumentarischen und inszenierten Elementen, ein Destillat aus Schicksalen süditalienischer Migrantinnen.
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Die Herbstzeitlosen (2006)
Bettina Oberli
Schweiz
86′
Seit ihr Mann gestorben ist, hat Martha (Stephanie Glaser) die Lebensfreude verloren. Im Emmentaler Dorf Trub macht man sich Sorgen. Ihre Freundinnen Lisi (Heidi Maria Glössner), Hanni (Monica Gubser) und Frieda (Annemarie Düringer) wollen Martha aufmuntern und schlagen ihr vor, sich einen alten Traum zu erfüllen. Dass die Idee bei Martha solchen Anklang findet, hätten sie nie gedacht. Die 80-jährige Schneiderin eröffnet kurzerhand eine eigene Lingerieboutique. Als das Dorf davon erfährt, ist es vorbei mit der Ordnung. Der Pfarrer von Trub, Marthas Sohn Walter (Hanspeter Müller-Drossaart), hält ihr eine Strafpredigt. In ihrem Alter soll sie etwas Sinnvolles machen, keine Reizwäsche! Aber die neue Lebenslust ist bereits auf Marthas Freundinnen übergesprungen. Hanni lässt sich von ihrem Sohn Fritz, dem Sektionspräsidenten der konservativen Land- und Leutepartei, nicht länger rumschubsen, Frieda entwickelt neue Aktivitäten im Altersheim und auch Lisi blüht auf. Als das kantonale Chorfest mit vielen Besuchern im Dorf näher rückt, ist eines klar: Die sündige Lingerieboutique muss weg!
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Eine andere Geschichte (1993)
Tula Roy
Schweiz
176′
Der Film erzählt die Schweizer Geschichte aus weiblicher Sicht: Vom ersten internationalen Frauentag am 8. März 1910 bis zum ersten nationale Frauenstreik in der Schweiz am 14. Juni 1991. Interviews mit politisch aktiven Frauen und Zeitzeuginnen beleuchten den Kampf der Frauen für ihre Rechte. Ein Dokumentarfilm von einer Frau, die in ihrem Land lange nicht abstimmen durfte.
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Giochi d'estate - Sommerspiele (2011)
Rolando Colla
Schweiz
106′
Hochsommer auf einem Campingplatz am Meer. Für die beiden Teenager Nic und Marie wird das Leben nach den Ferien nie mehr so sein wie vorher. Im sommerlichen Licht der Toskana skizziert der Film Familien am Rande des Kollapses – und ihre Kinder, die im Spannungsfeld von Abhängigkeit und Ablösung erste Schmetterlinge im Bauch verspüren: ungeschminkt, intensiv sowie voller Leben und visueller Sinnlichkeit. Während die Eltern von Nic trotz mehreren Anläufen in einer prekären Abhängigkeit gefangen bleiben, verarbeitet ihr 12-jähriger Sohn in Spielen mit anderen Kindern die traumatisierenden Gewaltausbrüche seines Vaters. Er versucht dabei, der gleichaltrigen Marie, die ihrerseits unter einer Vaterbeziehung leidet, beizubringen nichts zu spüren. In Wirklichkeit lernen die beiden die Schmerzen und Freuden der ersten Liebe kennen und verändern sich dabei. Ein Film über die ersten Schritte ins eigene Leben. Renato Colla sagt: «Die Handlung des Films entstand bevor der Handlungsort bestimmt war, denn die Geschichte ist universell, und könnte sich irgendwo abspielen.»
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Heute Nacht oder nie (1972)
Daniel Schmid
Schweiz
82′
Eine reiche Dame veranstaltet alljährlich eine Soirée für ihre Dienerschaft, an der die Rollen getauscht werden: Die Bediensteten lassen sich von den Herrschaften bedienen. Im Verlauf des Abends werden die Dienerinnen und Diener zur Rebellion aufgerufen – doch sie halten dies bloss für eine komödiantische Einlage. Satire und opernhaft-exaltiert gestaltetes Lehrstück über die Klassenstände.
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Höhenfeuer (1985)
Fredi M. Murer
Schweiz
114′
Unter den Schweizer Bergfilmen ist Fredi Murers «Höhenfeuer» sozusagen das Pièce de résistance: Die Geschichte von der Bauerntochter Belli und ihrem tauben Bruder Bueb, die mit ihren Eltern auf einem Hof über einem jener Bergtäler leben, aus denen es einen in die Höhe drängt, an die Sonne und an einen Ort, an dem es weniger eng wirkt. Die Enge mag sich an den steilen Hängen dann anderswie wieder einstellen, denn sie gehört in dieser Weltgegend offenbar dazu. Ausgerechnet der gehörlose Sohn ist es, der die Familie von Zeit zu Zeit zum Reden bringt, über ihn und seine Eigenheiten und die besonderen Erfahrungsformen. «Höhenfeuer» ist ein Berglerfilm und ein Heimatfilm im besten Sinn des Wortes. Er hat tiefe Wurzeln, die ihn so zum Blühen bringen, dass das, wovon er erzählt, überall verstanden wird. Einsamkeit kennt keine Geografie, aber sie gründet auf engen Voraussetzungen. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Leoparden von Locarno wurde «Höhenfeuer» inzwischen in zwei verschiedenen Umfragen zweifach zum Besten Schweizer Film aller Zeiten erkoren.
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Jonas qui aura 25 ans dans l'an 2000 (1976)
Alain Tanner
Schweiz
116′
Acht junge Menschen, geprägt von den Ereignissen der 68-Bewegung und zugleich enttäuscht von deren Ergebnissen, schliessen sich zusammen. Max, ein unzufriedener Redakteur, Myriam, eine Rothaarige, die auf tantrischen Sex steht, und Marie, eine Supermarktkassierin, die älteren Menschen unerlaubte Rabatte gibt, suchen auf einem Gemeinschaftsbauernhof nach einem neuen Sinn. Und setzen alles auf den kleinen Jonas, der in ein besseres Jahrtausend hineinwachsen soll. Ein Film über Hoffnungen und die Suche nach einer konkreten Utopie – lustig, bewegend und ermutigend. Kaum ein Schweizer Film hat seine Zeit so geprägt und mit geschrieben, wie «Jonas». Es war eine Zeit kollektiver Träume, Mitte der 1970er Jahre, es war eine ausgesprochen cinéphile Zeit. «Ist die Zeit eine Blutwurst?», fragt Jacques Denis als Geschichtslehrer seine Klasse im Film. Denis stand 1975, eine meterlange Blutwurst hochhaltend, vor der Landkarte «Le monde arabe» im Schulzimmer und wollte von den Schülerinnen und Schülern wissen: «Worin bestehen die Windungen der Zeit?» Die Idee des Fortschritts sei es gewesen, «dass die Eroberer nicht nur Sieger, sondern ausgewählte höhere Wesen waren, die "die Flaschen der niedrigen Kulturen" geöffnet hätten, aus ihnen ihren Durst stillten und die Flaschen dann an der nächsten Wand zerschmetterten». Schaut man sich im Heute um, so staunt man einmal mehr über das Visionäre im Kino von damals und darüber, wo das Leben und die Geschichte uns hingebracht haben. Alain Tanner blickt hinein in den Alltag von ein paar Menschen, die Träume haben und sie zum Teil auch umsetzen wollen, und dies vor den Toren von Genf, mitten unter uns.
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La Salamandre (1971)
Alain Tanner
Schweiz
114′
Es gab eine Zeit, in der man an vielen Orten sehnsuchtsvoll auf den neuen Tanner wartete. Und «La salamandre» war der erste grosse Erfolg einer langen Reihe. Die Filme des Genfers, der inzwischen 91 Jahre alt ist, prägten mehr als eine Generation, strahlten weltweit aus und liefen in Städten wie Paris während Monaten. Nach mehreren Dokumentarfilmen hatte Alain Tanner mit «Charles mort ou vif» (1968) seinen ersten Spielfilm realisiert, und fortan nahm er der Schweiz den Puls und war ein zuverlässiger Seismograph. Seine Filme betrachteten Befindlichkeiten, bevor sie an der Oberfläche Wellen schlugen. Unvergesslich bleibt die «Salamandre» (1972), und unverwüstlich ist der Film bis heute. Die junge Rosemonde (Bulle Ogier) hält sich mit unqualifizierten Jobs über Wasser, und sie hält es nirgends lange aus. Obendrein wird sie verdächtigt, auf ihren Onkel geschossen zu haben: Absicht oder Unfall? Ein Journalist und ein Schriftsteller, Jean-Luc Bideau als Pierre und Jacques Denis als Paul, machen sich auf ihre Spur und wollen die Wahrheit über Rosemonde herausfinden. Das Trio allein macht den Film schon zum stillen Ereignis, die umwerfende Bulle Ogier, deren Haltung gegenüber der Welt den Drang ins Freisein nach 1968 erfasst, und die beiden jungen Männer, die den jungen Schweizer Film jener Jahre mit Eigenwillen prägten. Schiessen werden übrigens auch die beiden jungen Frauen in «Messidor», der 1979 die 80er Stimmung vorwegnahm.
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Pane e tulipani (2000)
Silvio Soldini
Schweiz
112′
Aussteigen, hat sich eine Hausfrau und Mutter aus Pescara gesagt, und sie hat mit ihrem Tun nicht nur Frauen begeistert. Nochmals von vorn anfangen. Alle kennen solche Träume. Selten allerdings packt jemand die Gelegenheit so unverhofft und kurzentschlossen wie Rosalba in Silvio Soldinis Film. Sie wird während eines Familienausflugs von Gatte und Nachwuchs bei einem Zwischenhalt auf einer Autobahnraststätte schlicht vergessen. Ein Auto nimmt sie nach Venedig mit. «Rosalba», meint Licia Maglietta, die Hauptdarstellerin, «haut nicht eigentlich ab. Sie will nur mal kurz Ferien machen - in der Stadt ihrer Träume». Doch in Venedig kommt alles ein wenig anders. Rosalba mietet sich bei Fernando (Bruno Ganz) ein, einem isländischen Kellner, der bei der Lektüre von «Orlando furioso» Italienisch gelernt hat. Mit Leidenschaft und Zuneigung zeichnet Silvio Soldini in «Pane e tulipani» das Abenteuer einer Frau nach, die weder Thelma noch Louise ist und doch Courage und Wesensart beider in sich vereinigt.
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San Gottardo (1977)
Villi Hermann
Schweiz
91′
Ein Film über die Migration, über die «Völkerwanderung», welche der Bau des Eisenbahntunnels (1872-1882) und derjenige des Strassentunnels (1969-1980) verursacht haben. Leute zogen von einem Land ins andere, von einem Kulturbereich in den anderen, und Gesellschaftsformen wurden miteinander konfrontiert. Der Film spielt sich ab zwischen zwei Denkmalenthüllungen: Die Enthüllung des Escher-Denkmals auf dem Zürcher Bahnhofplatz bildet den Schluss. Dazwischen wird gezeigt, was alles unter den Tüchern lag, wie Bürgertum und Arbeiterschaft vom Gotthardtunnelbau geprägt wurden.
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Seelische Grausamkeit (1961)
Hannes Schmidhauser
Schweiz
99′
Marlene und Nick warten vor dem Gerichtssaal auf ihre Scheidung und lassen ihre Ehe nochmals Revue passieren: Von der Hochzeitsreise über die ersten Zwistigkeiten bis hin zur «seelischen Grausamkeit». Beenden sie ihre Ehe definitiv oder geben sie ihr eine neue Chance? Der in Zürich im Studio, im Niederdorf und am Zürichberg gedrehte Film entstand in der Regie des beliebten Schauspielers Hannes Schmidhauser, der selber die Hauptrolle verkörpert. Es sei, schreibt Hervé Dumont in seiner Geschichte des Schweizer Films, der erste Versuch, mit Methoden, Schemata und Gewohnheiten der vorangegangenen Jahrzehnte zu brechen. Am Drehbuch haben der erfahrene Kameramann Otto Ritter und der spätere Musikkritiker Mario Gerteis mitgewirkt, der Film verdient, so Dumont zurecht, «trotz seiner Unzulänglichkeiten zu den Pionierwerken gezählt zu werden, die den ‚neuen Schweizer Film‘ ankündigen: das Autorenkino der Jahre 1960–70. (...) Was bleibt, sind bewundernswerte Aufnahmen von Otto Ritter, die durch ihren Schattierungsreichtum und ihre lyrische Atmosphäre bestechen sowie die eindrucksvolle und elegante Jazz-Partitur (Georges Gruntz).»
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Signers Koffer (1995)
Peter Liechti
Schweiz
80′
Peter Liechti (1951-2014) bleibt der Poet des Schweizer Films. In seinem Essay dokumentiert er zum einen Arbeit, Lebensphilosophie und Wesen des Ostschweizer Aktionskünstlers Roman Signer, zum anderen gestaltet er mit dem dokumentierenden Material ein traumhaft leichtfüssiges Gedicht über die Flug- und die Schwerkräfte des Lebens. Eigentlich besteht ja ein fundamentaler Widerspruch zwischen den Aktionen Roman Signers und ihrer Dokumentation, sind sie doch darauf angelegt, im knalligen Moment zu wirken, für Sekunden bloss: Der Rest ist Schweigen. Doch Peter Liechtis Film hält nicht einfach das Spektakuläre fest; der Filmemacher führt Signer gewissermassen in die vierte Dimension, indem er mit den aufgezeichneten Aktionen sehr geschickt umgeht, ihnen ein Vor- und Nachspiel lässt, sie einbettet und auf durchaus eigene Art mit zusätzlichen Flügeln versieht. Damit dokumentiert der Filmer zum einen (und wie nebenbei) Arbeit, Lebensphilosophie und Wesen des Ostschweizer Aktionskünstlers Roman Signer - seinen wohltuenden Appenzeller Dialekt auch –, zum anderen gestaltete er (gleichsam nebenbei) sein traumhaft leichtfüssiges Gedicht: es signert liecht auf seine Art.
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Wir Bergler in den Bergen (1974)
Fredi M. Murer
Schweiz
112′
Der ethnographische Dokumentarfilm in drei Sätzen von Fredi M. Murer spiegelt die drei unterschiedlichen, nebeneinander existierenden Entwicklungsstadien des Bergkantons Uri, aus dem der in Zürich lebende Filmemacher stammt. In Göschenen, am Fusse des an der europäischen Nord-Süd-Achse liegenden Gotthards, hat die Industrialisierung längst Einzug gehalten: aus den ehemaligen Bergbauern sind Angestellte und Arbeiter geworden. Im Schächental hingegen pflegt man noch die traditionelle Familien- Alpwirtschaft. Und das Dorf Bristen im Maderanertal findet sich mitten im Umbruch, man pflegt zwar noch die traditionelle Landwirtschaft, gleichzeitig aber verlassen täglich 250 Einwohner den Ort, um auswärts zur Arbeit oder zur Schule zu gehen. Faszinierend ist dieser Klassiker des neuen Schweizer Films heute noch, weil er mit Liebe und Sorgfalt sich den Menschen und ihrer Arbeit nähert, weil er sie selber zu Wort kommen lässt und damit eine Betrachtung von innen heraus schafft. Schön zu sehen, wie die damals brandneue Gotthardstrasse sich präsentierte und amüsant zu hören, wie man mit dem Teufelstein umging. Eine Zeitreise.
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