Christian Schwochow

2021
Je suis Karl
Christian Schwochow
Deutschland
126′
Irgendwo in Berlin. Ein Paket im Flur. Alex, Ehemann und Vater dreier Kinder, hat den Wein im Auto vergessen und wird von einer Bombe aus der Routine gerissen. Im Taumeln findet er danach seinen Halt nicht wieder. Maxi, eine selbstbewusste junge Frau, will sich loslösen von den Eltern, auf eigenen Beinen stehen. Hat sich ihr Abnabeln ganz anders vorgestellt, wird wütend und stellt Fragen. Und hat zum ersten Mal in ihrem Leben Angst. Karl fängt Maxi auf, hat Antworten. Resolut und verführerisch tanzt er mit ihr auf Messers Schneide, als Teil einer Bewegung: Heute in Berlin, morgen in Prag, bald in Strassburg – und in ganz Europa. Christian Schwochow («Paula», «Deutschstunde») verknüpft die Fiktion eines beängstigenden Szenarios mit dem Geist einer Realität, vor der man nur allzu gern die Augen verschliesst. Er erzählt von der politischen Verführung und von der Gefahr, die Verwerfungen im Denken und Handeln radikaler Menschen zu spät zu erkennen. In der weiblichen Hauptrolle glänzt die junge Schweizerin Luna Wedler. Ein kompromissloser Film.
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2016
Paula
Christian Schwochow
Deutschland
123′
Die quirlige Paula Becker will Malerin werden – eine inakzeptable Idee für eine Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert. Doch Paula geht ihren eigenen Weg. In der Künstlerkolonie Worpswede in Norddeutschland schliesst sie Freundschaft mit der Künstlerin Clara Westhoff und dem Dichter Rainer Maria Rilke. In Otto Modersohn sieht Paula einen kreativen Seelenverwandten: Ihre gemeinsame Leidenschaft für die Malerei wird zur grossen Liebe und sie führen eine Ehe fernab von gängigen Mustern. Nach fünf Jahren Häuslichkeit reist Paula aber allein ins weltoffene Paris, wo sie gegen alle Widerstände die von ihr so lang ersehnte künstlerische und persönliche Selbstverwirklichung ausleben kann. In «Paula» erzählt Christian Schwochow von der hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau Paula Modersohn-Becker, die heute als eine der bedeutendsten Kunstschaffenden des frühen Expressionismus gilt. In der Hauptrolle glänzt die mit «Feuchtgebiete» bekannt gewordene, talentierte Carla Juri, in den herausragend besetzten Nebenrollen überzeugt unter anderen Joel Basman. Voller Sinnlichkeit, mit zartem Humor und spielerischer Leichtigkeit ist «Paula» auch die Geschichte einer grossen, leidenschaftlichen Liebe. Die Konflikte, an denen die Liebenden zu scheitern drohen, haben heute – ein Jahrhundert später – nichts an Aktualität verloren.
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