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Wochentipp
Longing (2017)
Savi Gabizon
Israel
104′
Ariel wird von seiner früheren Lebensgefährtin 20 Jahre nach der Trennung zum Essen eingeladen. Er erfährt, dass sie damals schwanger war und einen wunderbaren Jungen zur Welt gebracht hat, ohne es ihm zu sagen. Doch, nicht genug: Der Junge ist vor zwei Wochen 19-jährig tödlich verunfallt. Jetzt versucht der Mann, der nie Vater werden wollte und nun Vater eines Jungen ist, den er nie mehr treffen kann, mit seiner unerwarteten Rolle fertig zu werden. Der Film erforscht auf sanfte und leise humorvolle Art das Eltern- und Vatersein. «Longing» ist ein Film, der einen in jeder Beziehung verblüfft und im besten Sinn berührt, den man wärmstens weiterempfehlen möchte, weil er so vieles aus der eigenen Lebenserfahrung zum Schwingen bringt. Die Geschichte ist reich und vielschichtig, ohne kompliziert zu sein. Sie ist humorvoll, auch wenn ihr ernster Ansatz dies gar nicht vermuten liesse, und sie steckt voller Überraschungen. Savi Gabizon versetzt uns mit viel Feingefühl und Geschick in die Lage eines Mannes über 50, alleinstehend und erfolgreich im Beruf. Die grosse Liebe von einst hat er wohl mit Arbeit kompensiert, und jetzt kontaktiert sie ihn wieder mit der Nachricht, er hätte eigentlich einen Sohn. Ohne viel Umschweife nimmt uns Savi Gabizon mit zu einer doch speziellen Vaterwerdung, denn Ariel weiss, dass er einen Sohn hat, aber erfährt auch, dass er ihn überlebt hat, ohne ihm je begegnet zu sein. Also will er wenigstens jetzt wissen, wer Adam war, und es beginnt der Identifikationsprozess eines Elternteils mit seinem Kind, was bald schon nichts Kritisches mehr zulässt. Klar ist, der eigene Sohn kann nur der Beste sein. Mit einem grossartigen SchauspielerInnen-Ensemble inszeniert Gabizon die wunderbare Geschichte dieser Vaterwerdung ohne Kind. Es gibt wenige Filme, die so berührend davon erzählen, was das Elternsein, ja was das Leben am Ende ausmacht, die einen einladen und mitnehmen auf ihrem Weg, die in unterschiedlichen Kontexten und aus verschiedenen Erfahrungsperspektiven heraus die alltäglichsten Dinge betrachten und dabei zu wesentlichen Momenten von Beziehungen überhaupt vordringen. Und das so völlig unbeschwert, locker und heiter - vielleicht eben, weil es vom Ende her gedacht ist. © Walter Ruggle
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Seit 20 Jahren wird am 19. November der Internationale Männertag begangen. Da möchten wir einen Spielfilm mit nachdenklichem Humor empfehlen, in dem ein Mann um die 50 erfährt, dass er eigentlich seit bald 20 Jahren auch Vater wäre. Das Bild seines Sohnes muss er sich allerdings selber erschaffen, dabei erfahren wir locker viel übers Mannsein.
Premiere
Vergiss mein nicht (2012)
David Sieveking
Deutschland
92′
David Sieveking entdeckt durch die Gedächtnisstörung seiner Mutter Gretel den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit, zur Geschichte ihrer Ehe und zu den Wurzeln der gemeinsamen Familie. Liebevoll und mit zärtlicher Distanz dokumentiert er ihren geistigen und körperlichen Abbau und seine Versuche, ihr das Leben zu erleichtern. Mit viel Sinn für kleine Gesten und für den Zauber des Augenblicks, schafft er ein feinfühlig heiteres Familienporträt: die würdevolle, niemals rührselige Reise durch ein Menschenleben, an dessen Ende ein Anfang, in dem die Familie neu zueinander findet.
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Neu verfügbar

Seit 4 Tagen
Compañeros - La noche de 12 años (2018)
Álvaro Brechner
Uruguay
117′
Nach dem Roman «Memorias del calabozo» von Mauricio Rosencof und Eleuterio Fernández Huidobro erzählt Álvaro Brechner die schier unglaubliche Geschichte der ausserordentlichen Freundschaft, die die beiden Autoren mit José "Pepe" Mujica verbindet, dem späteren Präsidenten Uruguays. Ein zutiefst bewegender Film, der in seinem Kern Hoffnung stiftet. «Und wenn dies mein letztes Gedicht wäre, rebellisch und traurig, ausgefranst aber ganzheitlich, ein einziges Wort würde ich notieren: Compañeros - Gefährten.» Das Zitat aus Álvaro Brechners neuem Film bringt es auf den Punkt: Im spanischen Wort «compañeros» ist alles enthalten, was die unglaubliche Geschichte ausmacht, die der Uruguayaner nach dem Roman «Memorias del calbozo» erzählt. Man kennt den einen der Protagonisten, José Pepe Mujica, weil er als Staatspräsident so etwas wie ein vorbildlicher Politiker war, und das heisst: weil er, anders als die meisten Politiker, nicht zuerst an sich und seine Popularität dachte sondern seine Aufgabe in den Vordergrund stellte und über sie populär wurde. Geimeinsam mit seinen Gefährten Mauricio Rosencof und Eleuterio Fernández Huidobro hat Mujica zwölf Jahre in Isolationsgefangenschaft verbracht. Es hat zur Person Pepe Mujica bereits eine ganze Reihe von Porträts gegeben, das letzte drehte Emir Kusturica, aber hier wird in Form eines packenden Spielfilms die Geschichte erzählt, für die es wenig Dokumente gibt, nur starke Erinnerungen. Mujica wurde eingekerkert und isoliert von der Welt, als er 37 Jahre alt war; er war 50, als er freikam. Álvaro Brechner beschreibt mit seinem weltweit ungezählte Male ausgezeichneten Film die Erfahrung von drei Freunden, die gleichzeitig ein elementares Stück Geschichte Lateinamerikas darstellt, wo in verschiedenen Ländern während Jahren die Militärs herrschten. Unter der Junta von 1973 bis 1985 wurden in Uruguay Tausende inhaftiert und gefoltert, viele getötet. Gefangene sind auch die Tupamaros Pepe Mujica, der Schriftsteller Mauricio Rosencof und der spätere Verteidigungsminister Eleuterio Fernández Huidobro. Sie engagieren sich für Gerechtigkeit und Freiheit und landen dafür im Knast und in Verliessen, in die man sich den ärgsten Feind nicht hinwünscht. Wie sie das überlebt haben, ist unglaublich, aber es zeugt auch davon, dass man für Ideale wie die Freiheit kämpfen kann und dass die Hoffnung das Letzte ist, was stirbt. Es ist die Kraft der Fantasie und die Entschlossenheit, die die drei in ihrer Isolation am Leben halten. Es ist der Einfallsreichtum, mit dem sie ihre Situation bewältigen. Sie träumen von einem anderen Land, und der Traum sollte in Erfüllung gehen. Ein bewegender Film über drei Gefährten, die ihren Geist brauchen, um zu leben. Walter Ruggle
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Seit 7 Tagen
La messa è finita (1985)
Nanni Moretti
Italien
96′
Der junge Priester Don Giulio verlässt seine erste Pfarrei auf der kleinen italienischen Insel Ponza. Hier hat er zehn glückliche Jahre verbracht: er hat Freud und Leid der DorfbewohnerInnen geteilt, war ihnen Freund und Ratgeber. Seine neue Kirche liegt in einem Mittelstands-Viertel in Rom, wo auch seine Eltern und Geschwister und seine alten Freunde aus der Studienzeit leben. Auch hier hofft er den Menschen helfen zu können, aber sein Optimismus wird bald zerstört. Oft sind die Lösungen, die er anbietet, zu einfach für die komplizierten Probleme seiner Gemeindemitglieder; öfter noch werden sein Trost und seine Hilfe abgelehnt aus egoistischer Oberflächlichkeit, aus Angst davor, sich Konflikten wirklich zu stellen. Nicht einmal seine engsten Verwandten kann er vor einer Katastrophe bewahren: sein Vater verlässt die Familie wegen einer jüngeren Frau, und seine Mutter begeht Selbstmord. Schliesslich resigniert Don Giulio und lässt sich in ein abgeschiedenes Dorf in den Bergen versetzen, wo er hofft, noch nützlich sein zu können.
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Seit 1 Woche
Bruno Manser - Laki Penan (2007)
Christoph Kühn
Schweiz
94′
Bruno Manser - hier real! Aktuell ist in den Kinos der Spielfilm über Bruno Mansers Leben im Dschungel zu sehen. Da bietet es sich an, Christof Kühns einfühlsamen Dokumentarfilm BRUNO MANSER – LAKI PENAN aus dem Jahr 2007 anzuschauen. Dieser gewährt mit originalen Film- und Tonaufnahmen von Bruno Manser und Interviews mit seinen Weggefährten im Urwald von Borneo einen authentischen Einblick in das abenteuerliche Leben des Schweizer Umweltaktivisten. Der Basler Bruno Manser lebte von 1984 bis 1990 mit den Penan, dem Urvolk des Dschungels von Sarawak (Borneo). Er lernte ihre Sprache und eignete sich ihre Kultur an. Die Penan akzeptierten Manser als einen der Ihren und nannten ihn Laki Penan, den Penan-Mann. Als die ersten Bulldozer auftauchten und mit dem planmässigen Abholzen des Regenwaldes begannen, machte Manser durch spektakuläre Aktionen, die internationales Echo auslösten, auf das ökologische und menschliche Desaster aufmerksam und schuf sich dadurch mächtige Feinde. Im Frühjahr 2000, auf einer geheimen Reise zu den Penan, verschwand er spurlos. Regisseur Christoph Kühn begibt sich auf den Spuren Bruno Mansers in den Dschungel von Sarawak. Es kommen jene Penan zu Wort, die zu Mansers zweiter Familie wurden: Sie erzählen von ihren gemeinsamen Abenteuern und Ängsten, Mansers Kämpfen mit Riesenschlangen, seinen Begegnungen mit Geistern – und von seiner Begabung, die Penan im Widerstand gegen die Holzfäller und Polizei zu vereinen. Dabei entsteht ein überraschendes, ganzheitliches Bild des leidenschaftlichen Naturforschers, Mystikers und Romantikers, der auch zorniger Umweltschützer und Menschenrechtler war.
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Seit 1 Woche
Ramen Shop (2018)
Eric Khoo
Singapur
90′
Für den jungen Koch Masato ist Ramen mehr als Nudelsuppe: Die Welt der Düfte und Aromen ist seine Leidenschaft und voller Erinnerungen an die jung verstorbene Mutter. Seine Eltern lernten sich in Singapur kennen und eröffneten Jahre später in Japan ihr eigenes Restaurant. Nach dem überraschenden Tod seines Vaters macht sich Masato auf eine kulinarische Reise nach Singapur, um dort die Puzzleteile seiner Familiengeschichte zusammenzusetzen. Begleitet von der Food-Bloggerin Miki entdeckt er nicht nur chinesische Köstlichkeiten, sondern spürt auch seine Verwandten auf. Gemeinsam versuchen Masato und seine Grossmutter, ihre verletzten Seelen zu heilen und finden ihren Frieden beim Kochen – eine liebevoll gekochte Suppe ist mehr als die Summe ihrer Zutaten. Der singapurische Regisseur Eric Khoo wurde eingeladen, «12 Storeys» als ersten Film aus Singapur am Filmfestival Cannes zu zeigen. Mit «Ramen Shop» bereitet er den Zuschauern ein sinnlich-ästhetisches Vergnügen mit viel Herz und Menschlichkeit. Das Essen, so sagt er, sei nicht nur ein wichtiger Bestandteil kultureller Identität, sondern auch eine verbindende Kraft, die Menschen zusammenbringe. In der Hauptrolle glänzt der bekannte japanische Sänger und Schauspieler Takumi Saito.
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Seit 2 Wochen
Rojo (2018)
Benjamín Naishtat
Argentinien
105′
Der angesehene Rechtsanwalt Claudio Mora sieht aus wie ein Mann, der nichts zu verbergen hat. Er führt mit seiner Frau und seiner Tochter ein beschauliches Leben in der argentinischen Provinz. Man schreibt das Jahr 1975. Während eine Welle politischer Gewalt die Städte überrollt, geht bei Mora alles seinen gewohnten Gang – bis er eines Abends in einem Restaurant mit einem fremden Mann in einen Streit mit dramatischen Folgen gerät. Am nächsten Tag ist der Vorfall für Mora fast schon vergessen. Doch plötzlich taucht ein Privatdetektiv auf und beginnt, unbequeme Fragen zu stellen – und Moras Erfolgs-Rezept, bei allen Machenschaften in seinem Umfeld wegzuschauen, steht auf der Kippe… Regisseur Benjamín Naishtat war mit seinen Filmen zu Gast an den renommierten Festivals von Cannes, Berlin und Locarno. Jetzt festigt er mit dem mehrfach ausgezeichneten «Rojo» seinen Ruf als aufregende neue Stimme des argentinischen Kinos. Seine geglückte Mischung aus bitterböser Satire und spannendem Noir-Thriller orientiert sich an den grossen Arthouse-Klassikern der 70er-Jahre und ist dabei so frisch wie eigenständig. Naishtat erzählt von einem Mann, der ein paar falsche Entscheidungen trifft, und öffnet den Blick auf eine Welt, in der niemand wirklich unschuldig ist.
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Beliebteste

1.
Bruno Manser - Laki Penan (2007)
Christoph Kühn
Schweiz
94′
Bruno Manser - hier real! Aktuell ist in den Kinos der Spielfilm über Bruno Mansers Leben im Dschungel zu sehen. Da bietet es sich an, Christof Kühns einfühlsamen Dokumentarfilm BRUNO MANSER – LAKI PENAN aus dem Jahr 2007 anzuschauen. Dieser gewährt mit originalen Film- und Tonaufnahmen von Bruno Manser und Interviews mit seinen Weggefährten im Urwald von Borneo einen authentischen Einblick in das abenteuerliche Leben des Schweizer Umweltaktivisten. Der Basler Bruno Manser lebte von 1984 bis 1990 mit den Penan, dem Urvolk des Dschungels von Sarawak (Borneo). Er lernte ihre Sprache und eignete sich ihre Kultur an. Die Penan akzeptierten Manser als einen der Ihren und nannten ihn Laki Penan, den Penan-Mann. Als die ersten Bulldozer auftauchten und mit dem planmässigen Abholzen des Regenwaldes begannen, machte Manser durch spektakuläre Aktionen, die internationales Echo auslösten, auf das ökologische und menschliche Desaster aufmerksam und schuf sich dadurch mächtige Feinde. Im Frühjahr 2000, auf einer geheimen Reise zu den Penan, verschwand er spurlos. Regisseur Christoph Kühn begibt sich auf den Spuren Bruno Mansers in den Dschungel von Sarawak. Es kommen jene Penan zu Wort, die zu Mansers zweiter Familie wurden: Sie erzählen von ihren gemeinsamen Abenteuern und Ängsten, Mansers Kämpfen mit Riesenschlangen, seinen Begegnungen mit Geistern – und von seiner Begabung, die Penan im Widerstand gegen die Holzfäller und Polizei zu vereinen. Dabei entsteht ein überraschendes, ganzheitliches Bild des leidenschaftlichen Naturforschers, Mystikers und Romantikers, der auch zorniger Umweltschützer und Menschenrechtler war.
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2.
Ramen Shop (2018)
Eric Khoo
Singapur
90′
Für den jungen Koch Masato ist Ramen mehr als Nudelsuppe: Die Welt der Düfte und Aromen ist seine Leidenschaft und voller Erinnerungen an die jung verstorbene Mutter. Seine Eltern lernten sich in Singapur kennen und eröffneten Jahre später in Japan ihr eigenes Restaurant. Nach dem überraschenden Tod seines Vaters macht sich Masato auf eine kulinarische Reise nach Singapur, um dort die Puzzleteile seiner Familiengeschichte zusammenzusetzen. Begleitet von der Food-Bloggerin Miki entdeckt er nicht nur chinesische Köstlichkeiten, sondern spürt auch seine Verwandten auf. Gemeinsam versuchen Masato und seine Grossmutter, ihre verletzten Seelen zu heilen und finden ihren Frieden beim Kochen – eine liebevoll gekochte Suppe ist mehr als die Summe ihrer Zutaten. Der singapurische Regisseur Eric Khoo wurde eingeladen, «12 Storeys» als ersten Film aus Singapur am Filmfestival Cannes zu zeigen. Mit «Ramen Shop» bereitet er den Zuschauern ein sinnlich-ästhetisches Vergnügen mit viel Herz und Menschlichkeit. Das Essen, so sagt er, sei nicht nur ein wichtiger Bestandteil kultureller Identität, sondern auch eine verbindende Kraft, die Menschen zusammenbringe. In der Hauptrolle glänzt der bekannte japanische Sänger und Schauspieler Takumi Saito.
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Basierend auf wahren Begebenheiten

Soy Nero (2016)
Rafi Pitts
Mexico
117′
Nichts vermag den jungen Mexikaner Nero von seinem Traum abbringen, US-amerikanischer Staatsbürger zu werden. Er folgt den Spuren des älteren Bruders, die ihn nach LA führen, in eine Villa des American Dreams. Um eine Green Card zu bekommen, meldet er sich freiwillig zum Militärdienst. Und schon findet Nero sich in einer Wüstenlandschaft der Kriegsgebiete im Mittleren Osten wieder. Ein packender Film über Grenzen und einen, der um sein Leben rennt. José Antonio Gutiérrez war der erste Soldat, der im zweiten Krieg der USA gegen den Irak starb. Der Strassenbub aus Guatemala hatte eine beschwerliche Reise auf sich genommen, um in die USA zu gelangen, wo er sich bei der Army meldete, um US-Bürger zu werden. Den Pass hat er posthum erhalten. Er hat sein Leben gegeben, um Bürger eines Landes zu werden, nicht, um es zu verteidigen. Die Geschichte von José Antonio Gutiérrez hat Rafi Pitts beschäftigt. Er hat aus verschiedenen Schicksalen eine fiktive Figur geschaffen, die des 19-jährigen Mexikaners Nero, der Grenzen überwindet, sich bei der US-Army meldet und dann Grenzen verteidigt. Rafi Pitts führt uns in seiner Geschichte von Nero Variationen von Grenzen vor Augen, innerhalb derer sich Menschen befinden, die Menschen überwinden möchten und die sie mitunter gefangenen machen. Der Film «Soy Nero» ist in vier Schau-Plätze gegliedert, die je für eine Phase im Leben von Nero stehen. Auf die Grenze zu den USA folgt die Freiheit in den USA, verkörpert durch einen Autofahrer, der mit seiner Tochter unterwegs ist, bewaffnet, ein Gefangener seiner Ängste. Der dritte Schauplatz ist eine Villa in Bevery Hills, wo die Dekadenz sich schön breit gemacht hat. Schliesslich das Abverdienen der Staatsbürgerschaft beim Bewachen einer unsichtbaren Linie in einer Wüste im Mittleren Osten. Rafi Pitts versteht es, Situationen zu inszenieren, in denen sich Verhaltens-muster zugespitzt zeigen. Hier verdichten sich die Fragen, die ihn beschäftigen, an jenem Grenzzaun in der Wüste. «Ich bin Nero», sagt der Held, aber er weiss weniger denn je, was das bedeutet. Mexikaner ist er nicht mehr. US-Bürger ist er noch nicht, aber er setzt sein Leben für die USA aufs Spiel. Am Ende des Tages ist Nero allein auf weiter Flur, er rennt einmal mehr, ist weiter auf der Flucht. © Walter Ruggle
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Rara (2016)
Pepa San Martin
Chile
86′
Seit der Trennung ihrer Eltern lebt Sara mit ihrer jüngeren Schwester bei der Mutter, die jetzt mit einer Frau zusammen ist. Der Alltag der vier unterscheidet sich kaum von dem anderer Familien. Für Sara ist die Situation ganz in Ordnung. Doch nicht alle sehen es so, insbesondere ihr Vater hat Bedenken. Das einfühlsame Spielfilmdebüt von Pepa San Martín beruht auf wahren Ereignissen und betrachtet alles aus der Perspektive der 13-jährigen Sara. Auf den ersten Blick sieht der Alltag in Saras Familie ganz normal aus: Schule, Aufgaben, Knatsch mit der Schwester, Herzklopfen bei einem der Jungs in der Klasse, Hänseleien, gemeinsames Essen am Familientisch. Sara ist 12, bald kann sie ihren 13. Geburtstag feiern und freut sich schon auf ihr Fest. Eigentlich möchte sie das ganz normal zu Hause feiern, doch in der Schule hört sie ab und an Fragen, die sie verunsichern. Denn Saras Mutter hat den Vater ihrer beiden Töchter verlassen und lebt mit ihnen und einer Frau zusammen. Für Sara und ihre jüngere Schwester Catalina die selbstverständlichste Sache der Welt, fürs Umfeld nicht immer. Und gerade jetzt wieder nicht, wenn es um die Einladungen geht und darum, wer denn alles an die Geburtstagsparty kommen soll und auch kommen darf. Die junge Regisseurin Pepa San Martín hat bei Alicia Schersons Spielfilm Turistas als Darstellerin mitgewirkt und mit der Landsfrau nun dieses federleichte Drehbuch über den ganz gewöhnlichen Alltag einer Zwölfjährigen geschrieben. Inszeniert hat sie es mit ausgeprägtem Sinn für die Bedeutung des Unscheinbaren, die kleinen Gesten, die nebenbei fallengelassenen Sätze, die Blicke, die unseren Alltag prägen und ganz besonders den Alltag eines Kindes beeinflussen können. Sara geht es gut, sie ist aufgeweckt. Die Regisseurin hat ganz bewusst ihren Blick eingenommen, und das trägt, zusammen mit den beiden schlicht grossartigen Mädchen, die die Schwestern spielen, ganz entscheidend zu den Qualitäten ihres Erstlings bei. Einfühlsam im besten Sinn des Wortes erzählt Pepa San Martìn aus dem Alltag eines Mädches an der Schwelle zur Pubertät; mit der Selbstverständlichkeit, mit der die beiden Frauen ihre Beziehung leben, greift sie ein Thema auf, das keine Nationalität kennt - aber Vorurteile. Walter Ruggle
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Refugiado (2014)
Diego Lerman
Argentinien
94′
Der Junge Matias und seine Mutter Laura verlassen in Panik die Wohnung, in der sie leben, nachdem die Frau einmal mehr von ihrem Mann geprügelt wurde. Häusliche Gewalt nennt man das, und man weiss, dass sie verbreiteter ist, als man denkt. Matias ist achtjährig und Laura wieder schwanger. Zusammen suchen Mutter und Kind einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen können und unerreichbar für den Mann und Vater. Diego Lerman erzählt von einem Flüchtlingspaar in der eigenen Stadt. Buenos Aires ist austauschbar, denn das, was die beiden erleben, könnte sich überall abspielen, auch bei uns. Packend ist der Film inszeniert, konsequent beschreibt der Regisseur die Wahrnehmung des Kindes in einer Situation, die für die Mutter unhaltbar geworden ist. Wo ist sie, die Geborgenheit? Es ist zutiefst beeindruckend, wie Diego Lerman es schafft, von der Gewalt an einer Mutter zu erzählen, ohne äusserliche Gewalt zu zeigen. Die Absenz des Mannes macht einen schönen Teil der ungemeinen Kraft dieses Filmes aus, der uns nach innen blicken lässt, indem er aufs Ablenkende an der Oberfläche verzichtet. Der Regisseur von «La mirada invisible» setzt zusammen mit seiner Co-Autorin María Meira dort an, wo die Verzweiflung die Flucht als letzten Ausweg fordert: Laura nimmt ihren Buben und will ganz einfach weg. Wohin, ist ihr eigentlich unklar, sicher nicht zurück. Im Frauenhaus mag sie auch nicht bleiben. Aber wohin? Wir lesen täglich von Menschen, die auf der Flucht sind vor brutalen Regimen oder aus wirtschaftlicher Not. Diego Lerman widmet sich jenen, die mitten unter uns abhauen wollen. Auslöser für seinen Film war eine von ihrem Mann malträtierte Frau, die er eines Tages vor dem Hauseingang vorfand. Er begann zu recherchieren und stiess auf die Gewalt, die mitten in unseren Gesellschaften ausgeübt wird in einem Ausmass, das erschreckend ist. Der Filmemacher wählte den unschuldigen Blick eines aufgeweckten Knaben (mit intensivem Blick verkörpert durch Sebastián Molinaro), der wahrnimmt, aber nicht wirklich einordnen kann. Entstanden ist ein eigentlicher Krimi, der die schiere Ausweglosigkeit fühlbar macht. Lerman schafft es mit seiner in jedem Augenblick dichten Inszenierung, uns in die Situation der beiden zu versetzen, mit ihnen auf der Flucht zu sein und dabei gewahr, dass wir ja eigentlich in der eigenen Stadt sind. Buenos Aires liefert Fassaden, die überall in der Welt stehen könnten, jene Fassaden, die verbergen, was sich hinter ihnen abspielt. Das ist ein Thriller, der uns hineinführt in ein tabuisiertes Thema und über die Wahrnehmung von Matías teilhaben lässt. Unglaublich intensiv. Walter Ruggle
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Buchverfilmung

Innocence of Memories (2015)
Grant Gee
Türkei
93′
Eine filmische Lektüre des Romans «Das Museum der Unschuld» legt Grant Gee vor, in deren Verlauf er eintaucht ins Werk des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk, sein real existierendes Museum und die Nächte am Bosporus. Eine schöne Seherfahrung. In seinem grossartigen Roman «Das Museum der Unschuld» erzählt der türkische Nobelpreisträger Orhan Pamuk von einer leidenschaftlichen und unglücklichen Liebe im Istanbul der 1970er Jahre. Kemal, ein junger Mann aus der Oberschicht, verfällt rettungslos der Liebe zu einer ärmeren Verwandten, der blutjungen, naiven und wunderschönen Füsun. Was als Affäre begonnen hat, wächst sich bald zu einer Obsession aus, doch das hindert Kemal nicht daran, die Beziehung mit seiner Verlobten fortzuführen. Nach dem rauschenden Verlobungsfest lässt sich die Geliebte nicht mehr blicken. Verzweifelt erkennt Kemal, dass er Füsun über alles liebt. Doch es ist zu spät. Orhan Pamuk erzählt in diesem Liebesroman von einer Gesellschaftsschicht der Türkei, die in vielem ganz und gar westlich erscheint und doch traditionelle Züge trägt - ein Kontrast, der subtile Ironie erzeugt. 2012 entwirft der Schriftsteller in einem Haus in Istanbul ein Museum, das Fotos, Erinnerungsgegenstände und Dokumente versammelt, die aus der Welt des Buches stammen. Eine faszinierende, fetischistische und imaginäre Parallelwelt, die in diesem Essayfilm noch weiter getrieben und zu einer kinematografischen Geschichte und Behauptung erweckt wird. Eine Art «Vertigo von Istanbul», ein Film, der uns eintauchen lässt in den Kosmos des engagierten Autors und in die Nächte der schillernden Stadt am Bosporus.
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Anna Karenina (2017)
Karen Schachnasarow - Shakhnazarov
Russland
138′
Leo Tolstois grandioser Roman um Anna Karenina und deren schleichenden Ausschluss aus der vermeintlich noblen Gesellschaft wurde schon oft verfilmt, aber wir bekamen in der Regel die westlichen Versionen zu sehen. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, Tolstois Figuren für einmal in Russisch reden zu hören. Darüber hinaus hat der Filmemacher den Blickwinkel von Annas Liebhaber Wronski gewählt, der mitten im russisch-japanischen Krieg 1904 Annas erwachsenem Sohn von seiner unsterblichen Liebe erzählt. Die unsterbliche Liebe Die Liebesgeschichte «Anna Karenina» gehört mit ihrer scharfsinnigen Studie der so genannt noblen Gesellschaft zu den besten Romanen, die je geschrieben wurden. Mehr als 60 Mal wurde Tolstois 1878 veröffentlichtes Buch über Ehe und Moral bereits verfilmt. Russlands Altmeister Karen Schachnasarow weiss das und wählte denn auch einen speziellen Blickwinkel für seine Erzählung. Er setzt dreissig Jahre nach dem Tod von Anna an und lässt ihren Liebhaber Wronski mitten in den Kriegswirren von 1904 auf den erwachsenen Sohn Sergei treffen. Der war damals ein Kind und hat die Spannungen zwischen Vater und Mutter nur schwerlich verstehen können. Während die Haupthandlung Tolstois Meisterwerk folgt, stützt sich Schachnasarow in der Rahmenhandlung auf die Aufzeichnungen des Schriftstellers und Arztes Wikenti Weressajew und dessen persönlichen Erfahrungsbericht. Sergei behandelt als Arzt im Lazarett in der Mandschurai den verletzten Wronski und taucht im Gespräch mit ihm in die Erinnerungen ein. Und wir mit den beiden. Anna Karenina lebt das eheliche Leben mit ihrem Mann und verliebt sich hoffnungslos in den attraktiven Offizier Wronski. Als der Ehemann die Situation begreift, verweigert er seiner Frau die Scheidung, um den Schein zu wahren. Für Schachnasarow hat nie ein Autor besser die Beziehung zwischen Frau und Mann beschrieben, und so bleibt er der Vorlage treu, inszeniert das Buch schnörkellos, damit wir in die Zeit Annas eintauchen können. Schönes Erzählkino in bester Tradition. Walter Ruggle
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Toshiro Mifune - Lieblingsschauspieler

Engel der Verlorenen (1948)
Akira Kurosawa
Japan
98′
Fünf Jahre nach dem Debüt mitten im Krieg war Engel der Verlorenen bereits Akira Kurosawas siebter Film und ein mehrfacher Durchbruch zur Grösse: Nach eigenem Bekunden fand Kurosawa hier erstmals zu genuiner Autorenschaft (und auch zur Anerkennung durch die Filmkritik). Gleichzeitig war es sein erster Film mit Toshiro Mifune, mit dem er 16 seiner nachfolgenden 17 Filme drehen sollte. Der 28-jährige Mifune spielt einen cholerischen jungen Gangster, der mit einer Schussverletzung zum Titelhelden des Films kommt, einem dauerbetrunkenen Slumdoktor, der von Kurosawas anderem Lieblingsschauspieler, Takashi Shimura, gespielt wird. Der junge Gangster und sein kratzbürstiger Vaterersatz liefern sich ein Dauerduell der Wutausbrüche, nachdem der Arzt seinem widerwilligen Patienten nicht bloss TB, sondern auch Unsicherheit und Feigheit hinter der harten Fassade diagnostiziert hat. Das anfänglich noch eindimensionale Ringen um die psychische und physische Existenz des Angeschlagenen weitet sich zu einem kraftvoll düsteren Porträt der japanischen Nachkriegsgesellschaft, als der kriminelle Mentor des jungen Gangsters auf der Bildfläche erscheint und sich die Szenerie, die um einen typhusverseuchten Bombenkrater mitten in Tokyo angelegt ist, um Strassenszenen und einen bordellartigen Nachtclub voller windiger Figuren weitet. (afu)
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Stray Dog (1949)
Akira Kurosawa
Japan
122′
Er ist noch jung, jener Schauspieler, der rund um die Welt bekannt werden sollte mit Meisterwerken wie «Rashomon» oder «Die sieben Samurai», der Akira Kurosawas Darsteller bleiben sollte bis hin zum Spielfilm «Doktor Rotbart». Hier hat er einen Krimi gestaltet auf dem Hintergrund der jüngsten und überhaupt nicht verarbeiteten japanischen Kriegsvergangenheit, von der viele der Figuren erzählen, egal ob Frau oder Mann. «Stray Dog» (Ein streunender Hund) spielt während des schwül-heissen Sommers in Tokyo des Jahres 49. Dem blutjungen und völlig unerfahrenen Inspektor Murakami (Toshiro Mifune) wird in einem überfüllten Bus die geladene Dienstwaffe aus der Jackentasche gestohlen. Murakami ist ausser sich. Er befürchtet schlimmste Konsequenzen für seine noch junge Karriere. Gemeinsam mit dem älteren Kollegen Sato aus dem Diebstahldezernat macht er sich auf die Suche nach Spuren des Diebes. Dabei durchstreifen wir mit ihm den japanischen Nachkriegsalltag, sammelt er Erfahrungen und lehrt ihn nicht nur der alte Hase Sato, Ruhe zu bewahren. Auch Frauen, die ins Geschehen involviert sind, fauchen ihn als Grünschnabel an. Eine eindrückliche Milieustudie von Akira Kurosawa, in der der Meister sich im Genrefilm beweist und uns vor Augen führt, was er erzählerisch, atmosphärisch und visuell drauf hat. Walter Ruggle
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Scandal (1950)
Akira Kurosawa
Japan
105′
Kurosawas Lieblingsschauspieler der frühen Jahre war Toshiro Mifune. Hier spielt er den berühmten Maler Ichiro Aoye, der seine Ferien in den Bergen verbringt und auf die junge Sängerin Miyako Saijo trifft. Die beiden wohnen im selben Hotel und verbringen ein wenig Zeit miteinander. Zwei Reporter fotografieren sie zusammen und veröffentlichen die Bilder in einem Boulevardmagazin - aus Rache dafür, dass Saijo ihnen ein Interview verweigert hatte. Der Skandal liegt im Raum, und der Anwalt, den der Maler engagiert, lässt sich vom Chefredaktor des Magazins bestechen, um Geld für seine schwer kranke Tochter zu erhalten. Kurosawa bringt Figuren in Situationen, in denen sie sich schwer entscheiden können. Akira Kurosawa: «Nach dem Krieg erlebte Japan etwas Neues: die Pressefreiheit. Natürlich wurde sie rasch auch missbraucht. Eine einschlägige Massenpresse meinte, mit schamlos vulgären Artikeln die Neugier der Leser reizen und Skandale auslösen zu müssen. Dieser Tendenz musste Einhalt geboten werden, das gab den Anstoss zu meinem Film.»
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Hirokazu Kore-Eda: Unsere Lieblingsfilme

Still Walking (2008)
Hirokazu KORE-EDA
Japan
114′
Die Yokoyamas versammeln sich im Gedenken an den Tod von Junpei, dem älteren Bruder, der vor 15 Jahren ertrank, als er einem Jungen im nahe gelegenen Meer das Leben rettete. Der als Arzt pensionierte Vater Shohei trauert immer noch um Junpei, den wunderbaren Jugendlichen und designierten Erben seiner Klinik, während er seinen lebenden Sohn Ryota, einen arbeitslosen Kunstrestaurator, als zweitklassig betrachtet. Hirokazu Kore-eda lässt diesen Konflikt nicht mit lautstarken Konfrontationen aufbrechen, er betrachtet das Seelenleben einer Familie in seinen allerfeinsten Regungen und begrenzt auf einen Zeitraum von 24 Stunden. Sein Film ist ein in sich ruhendes Kleinod über die familiären Beziehungen. ************************ Unter all seinen wunderbaren Filmen ist STILL WALKING vermutlich der persönlichste von Hirokazu Kore-eda. Der Japaner arbeitet seit vielen Jahren konsequent und still, fernab vom Rummel der Filmbranche, an einem Werk, das einige der zentralen Fragen der menschlichen Existenz stellt. Oder besser vielleicht: Das sich behutsam einigen der wichtigsten Fragen des Daseins annähert. Kore-eda kreist das menschliche Sein ein, betrachtet es von verschiedenen Seiten, immer wieder aus der Perspektive seines Endes. Der Tod ist ein Tabu und doch das, was mit Garantie alle irgendwann ereilt, unausweichlich. Von ihm aus lässt sich das Leben abgeschlossen betrachten, von ihm aus können sich so scheinbar einfache wie schwer zu beantwortende Fragen stellen: Was war es denn, das Entscheidende in deinem Leben? In Still Walking blickt Hirokazu Kore-eda ganz einfach hinein in einen Tag einer Familie. Da ereignet sich nichts Spektakuläres, da ist die Sensation in den Zwischentönen, in der einfachen Tatsache zum Beispiel, dass diese Gruppe von Menschen einmal im Jahr zusammenkommt, um an einen Ihrigen zu denken, der früh aus dem Leben scheiden musste. Die Hauptfigur ist der abwesende Sohn, und über ihn ist es präsent: das Leben. Sein Tod weckt es, auch Jahre danach und immer wieder. Kore-eda ist ein Meister im Sichtbarmachen des Unsichtbaren, im Betrachten der kleinen Sensationen, zu denen hier das Zubereiten des Essens gehört, der Zeit, in der nichts geschieht und doch alles ist. Da entfaltet sich seine grosse Kunst, indem er mit den filmischen Grundelementen Raum und Zeit erzählt, eine friedliche und besinnliche Stimmung schafft, uns Raum gibt, darin aufgehoben und geborgen zu sein. Das ist eine Form des Kinos, die uns als Zuschauende zu uns selber finden lässt - über das Betrachten des Anderen. Walter Ruggle
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Hana (2006)
Hirokazu KORE-EDA
Japan
128′
Es war einmal eine sanft-humorvolle Geschichte aus dem Jahre 1702. Der junge Samurai Aoki Soza hat seinen provinziellen Heimatort verlassen und lebt nun in Japans Hauptstadt Edo, dem heutigen Tokyo, um den Mann zu suchen, der seinen Vater getötet hat. Er wohnt in einem heruntergekom-menen Mietshaus in einem armen Quartier. Seine Nachbarn sind nette Leute, die nicht einmal davon zu träumen wagen, ihrer Situation zu entkommen. Soza freundet sich mit verschiedensten BewohnerInnen an, unter ihnen ein Säufer, ein Möchtegern-Beamter, ein Lumpenhändler, ein Lebemädchen und ein Schreiber. Und er verliebt sich in die schönen Witwe Osae. Seine Aufgabe, den Vater zu rächen, hat er nicht vergessen, aber Osae und ihr Sohn vermitteln ihm ein Gefühl der Wärme und lassen ihn an der Pflicht zum Racheakt zweifeln. Soza mag sich nicht entscheiden, lebt sein Alltagsleben und bringt den Nachbarkindern Mathematik, Lesen und Schreiben bei. ******* Schmunzeln über eine Epoche Wer kann Kinder so intensiv auf die Leinwand bringen wie der Japaner Hirokazu Kore-eda? Wer sonst versteht es, sie so selbstbewusst spielen zu lassen und doch so kindlich unbeschwert? Wer sonst erzählt über den Blick eines Kindes so viel über das Leben der Erwachsenen? Noch haben wir das Meisterwerk Nobody Knows in wacher Erinnerung, in dem vier Kinder in einer Kleinwohnung in Tokyo sich selber überlassen bleiben. Auch im Spielfilm Hana spielen Kinder eine wichtige Rolle, allen voran Shinnosuke, der Sohn jener Witwe, in die sich der junge Samurai Aoki verliebt. Und wenn ich schreibe, dass Kinder eine wichtige Rolle spielen, dann muss auch gleich angefügt werden: Wer meint, ein Samuraifilm sei zwangsläufig ein Kampffilm, irrt. Hirokazu Kore-eda macht sich im Gegenteil lustig über die Epoche, in der der ehrenvolle Tod mehr bedeutet hat als das Leben. Er setzt seine Geschichte in einem Kirschblütenfrühling zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Szene, mitten in einer verhältnismässig friedfertigen Zeit. Das gibt ihm Gelegenheit, hinter die Kulissen der japanischen Gesellschaft im alten Edo zu blicken und schmunzeln und mit einem wunderbaren Sinn für sanfte Komik das Treiben zu beobachten. Gekämpft wird nicht und wenn, dann mal mit Schlagstöcken zum Spiel. Es gibt wenige Filme, in denen wir so viel über die japanische Gesellschaft jener Epoche erfahren können in einer mehrfachen Liebesgeschichte: Das ist diese Liebe zwischen den Samurai, der eigentlich losziehen musste, den Tod seines Vaters zu rächen, und der trauhaft schönen Witwe Osae, da ist die Liebe zwischen ihm und ihrem Sohn, eine Vater-Sohn-Beziehung, von der manches Kind träumen kann, und da ist ganz einfach auch so etwas wie die Liebe zum Leben. Sie kommt in zahlreichen Kleinigkeiten aus dem mittelalterlich anmutenden Alltag Japans zum Ausdruck, sie schwingt in einzelnen Bezihungen mit und in der Leichtigkeit, mit der manch eine ernstahft wirkende Szene sich wieder auflöst. Und eben: In den Kindern. Es gibt eine leise mitschwingende Entwicklung in Hana, die Erwachsenen zu Kindern werden lässt in dem Sinn, als sie sich nicht oder nicht mehr davor scheuen, ganz direkte Gefühle zu haben und zu zeigen, eine Unbekümmertheit auch, die im Kirschblütenfrühling so intensiv sichtbar wird. Und nicht nur dort besticht noch etwa anderes: Die Fotografie dieses Filmes: Sie erinnert mitunter an die grössten Meister der Malerei. Für Hirokazu Kore-eda, der sich bisher immer ganz heutigen Geschichten gewidmet hat, war dies der erste Abstecher in eine andere Epoche: Der Aus-flug hat sich gelohnt, sein Film ist seriös und humorvoll in einem. Walter Ruggle
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Deutsches Kino

Pepe Mujica - Der Präsident (2014)
Heidi Specogna
Deutschland
93′
Ein ehemaliger Widerstandskämpfer, der zum Präsidenten von Uruguay gewählt wird und fast 90 Prozent seines Gehalts für soziale Projekte spendet: Pepe Mujica, eine der charismatischsten Persönlichkeiten Lateinamerikas, ist als «der ärmste Präsident der Welt» bekannt geworden. Stets ist er, der aus politischen Gründen viele Jahre im Gefängnis sass, seinen Idealen treu geblieben. Sein bescheidener Lebensstil – statt im Regierungspalast wohnt er in einer kleinen Finca – und sein unkonventionelles Auftreten untermauern seine Glaubwürdigkeit bei Jung und Alt. Pepe Mujica vertritt seine Anliegen mit Humor, Verstand und Leidenschaft, sein politisches Engagement für eine gerechtere Gesellschaft stösst international auf Aufmerksamkeit und Zuspruch. Die Filmemacherin Heidi Specogna und ihr Kameramann Rainer Hoffmann haben Pepe Mujica und seine Frau Lucía Topolansky oft besucht und mit der Kamera begleitet. So ist das Porträt eines aussergewöhnlichen Menschen entstanden, der sich auch mit fast 80 Jahren seinen Lebensmut, seinen Witz, seine Menschlichkeit und die handfeste Hoffnung auf Veränderung bewahrt hat. «Pepe Mujica – el presidente» ist ein optimistischer und bewegender Film, der Mut macht.
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Weit (2017)
Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser
Deutschland
127′
Im Frühjahr 2013 starten Weisser und Allgaier von ihrer Heimatstadt Freiburg im Breisgau aus in die Welt. Der Weg führt sie in östlicher Richtung durch Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika. Dabei reisen sie per Anhalter, Bus, Zug, Schiff oder gehen zu Fuss. Auf das Verkehrsmittel Flugzeug verzichten sie bewusst. Sie lernen Menschen aus vielen unterschiedlichen Kulturkreisen kennen. Meist übernimmt einer der beiden das Filmen. Im Spätsommer 2014 in Sibirien erfährt Gwen Weisser, dass sie schwanger ist. Das Paar entscheidet sich dafür, die Reise fortzusetzen und das Kind in Mexiko zur Welt zu bringen. Auf einem Containerschiff überqueren sie von Tokyo aus den Pazifik. In Mexiko kauft sich das werdende Elternpaar einen Bulli, den sie zu einem mobilen Familienheim umbauen. Im Mai 2015 kommt Sohn Bruno auf die Welt und verbringt sein erstes Lebensjahr teils in einem angemieteten Haus oder unterwegs in Mexiko und in Ländern Mittelamerikas. Im Sommer 2016 kehrt die Familie zurück, die letzte Strecke von Barcelona legen sie zu Fuß zurück. Insgesamt dauert die Weltreise über drei Jahre. Es gibt sie noch, die Filme, die ohne viel Aufhebens daherkommen, bei denen man nie das Gefühl hat, da hätte jemand alles berechnet, um uns für dumm zu verkaufen. Eigentlich ist der Bericht über die eigene Weltreise etwas, was man in Gemeindehäusern vorführt oder in Turnhallen. Aber der Film hier ist das und er ist sehr viel mehr, er hat es in sich, er verzaubert. Das hat mit den beiden zu tun, die unterwegs sind, und mit den Menschen, denen sie begegnen, mit der erfrischend unbekümmerten und doch beherrschten Art, in der sie erzählen. 50 000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko. «Weit» ist ein bunter und besonders authentischer Film über die aussergewöhnliche Reise eines jungen Paares, das in den Osten loszog, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkunden sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet. Ein kleines, unprätentiöses Filmjuwel in Deutschland. Lassen Sie sich auf die Reise mitnehmen. Kinoverleih: Arthouse
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Tarkowski

Offret - Opfer (1986)
Andrei Tarkowski
Russland
149′
In Opfer, dem letzten Film des sowjetischen Regisseurs Andrei Tarkovsky, bricht über die Geburtstagsfeier eines Schauspielers eine apokalyptische Katastrophe herein. Der ehemalige Schauspieler Alexander (Erland Josephson) feiert seinen Geburtstag zusammen mit seiner Familie und einigen Freunden in seinem Haus an der Küste. Es ist ein schöner Tag, bis im Radio die Nachricht von einer Katastrophe kommt, die die ganze Welt bedroht. Um alles wieder so sein zu lassen wie am Vortag, will Alexander ein Opfer bringen, aber ob das helfen wird?
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Der Spiegel (1975)
Andrei Tarkowski
Russland
107′
Der Russe Andrei Tarkowski wollte uns in seinen Filmen nie einfache Geschichten erzählen. Er lädt uns heute noch ein, in seinen Filmflüssen aufzugehen, das wahrzunehmen, was wir selber ahnen mögen, was sich uns aber so einfach nicht zeigt. Er selber notierte: «Das Unendliche ist etwas, das der Bildstruktur immanent ist.» Am weitesten in Richtung traumhaftes Erzählen ging Tarkowski sicher in Der Spiegel, von dem man weiss, dass er sehr stark autobiografisch geprägt ist und wo man sehen kann, wie frei der Filmpoet jegliche Erzähl-Linearität aufhob, um uns zu anderen Zusammenhängen zu begleiten als jenen der zeitlichen Abfolge. Es geht ihm um Wahrnehmungen, die im menschlichen Erinnerungsvermögen weder eine lineare Struktur haben noch eine vollumfänglich teilbare Wahrheit. Ein Mann, Sohn geschiedener Eltern, bewegt sich auf der Suche nach der verlorenen Zeit und in ihr nach dem, was man als Identität bezeichnen könnte. Dabei ist hier, viel offensichtlicher als in den anderen Filmen Tarkowskis, das private Schicksal verbunden mit den gesellschaftlichen Umbrüchen der Sowjetunion zwischen 1930 und den späten 70er Jahren. Der Spiegel gilt als der stärkste, aber auch am schwierigsten zugängliche Film des Regisseurs von Andrej Rubljow und Stalker. Er spielt hier mit Spiegelbildern, die auseinander hervorgehen mögen, sich selber reflektieren und ineinander verschränkt sind – wie das menschliche Denken, wie das Erinnern. Gefühle, Momente des Biografischen, äussere Ereignisse, Wahrnehmungen, Menschen und Räume: Alles fügt sich zu einem Kaleidoskop, durch das man immer wieder blicken möchte. Walter Ruggle
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Director's Choice: Fredi M. Murer

Le Havre (2011)
Aki Kaurismäki
Frankreich
93′
Marcel Marx (André Wilms), früher Autor und wohlbekannter Bohémien, hat sich vor längerer Zeit in sein frei gewähltes Exil, die französische Hafenstadt Le Havre, zurückgezogen. Hier geht er inzwischen der ehrenwerten, aber nicht sonderlich einträglichen Tätigkeit eines Schuhputzers nach. Den Traum vom literarischen Durchbruch hat er längst begraben, und trotzdem führt er ein zufriedenes Leben mit seiner Frau Arletty (Kati Outinen). Doch plötzlich erkrankt Arletty schwer, gleichzeitig kreuzt das Schicksal seinen Weg in Gestalt des minderjährigen Flüchtlings Idrissa (Blondin Miguel) aus Afrika. Und so ist Marcel gezwungen, sich noch einmal gegen die menschliche Gleichgültigkeit zu erheben. Als Waffen stehen ihm einzig sein unerschütterlicher Optimismus und die ungebrochene Solidarität der MitbewohnerInnen seines Quartiers zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe tritt er gegen den blinden Machtapparat des Staates an, der die Schlinge um den Flüchtlingsjungen immer enger zieht. Es wird Zeit für Marcel, seine Schuhe zu polieren und die Zähne zu zeigen. «Le Havre» ist Aki Kaurismäkis poetisch stilles Aufbegehren gegen die Gleichgültigkeiten unserer Zeit. Thomas Allenbach schrieb: «In seinem bislang letzten abendfüllenden Spielfilm erweist Aki Kaurismäki erneut dem französischen Kino die Reverenz. Schauplatz ist Le Havre in der Normandie, das durch Marcel Carnés Le quai des brumes in die Filmgeschichte eingegangen ist. Le Havre, das ist bei Kaurismäki aber nicht bloss eine konkrete Stadt – der Hafen spielt in seinem Werk als Ort der Passage und als Chiffre für die Möglichkeit des Aufbruchs eine zentrale symbolische Rolle.»
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Antonio das mortes (1969)
Glauber Rocha
Brasilien
99′
In einem Dorf im Nordosten erscheint ein «Cangaceiro» und gibt sich als Reinkarnation des berühmten Lampião aus. Antônio das Mortes, der gedungen wurde, das Böse in Gestalt der Cangaceiros und Propheten auszurotten, macht sich auf den Weg, ihn zu treffen und es beginnt ein Duell zwischen dem «Drachen des Bösen» und dem «Heiligen Krieger». Ein Film, so gewalttätig und schön wie das Sertão, der Nordosten Brasiliens, in dem Glauber Rocha sein opernhaftes und vielschichtiges Werk drehte.
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Giovanni Segantini (2015)
Christian Labhart
Schweiz
85′
Eine Hommage an den Bündner Künstler, der unter freiem Himmel monumentale Werke gestaltet hat, in denen oft einfache Menschen, den Blick nach unten gerichtet, in der idealisierten Natur einer Hochgebirgs-Landschaft eingebettet sind. Im Lauf seines Lebens stieg Giovanni Segantini auf der Suche nach mehr Licht immer höher hinauf, war selber ein Teil der Natur, in der er malte und malte. 41 Jahre jung starb der leidenschaftliche Maler 1899 unter dramatischen Umständen auf 2'700 Metern hoch über Pontresina, wo heute die nach ihm benannte Hütte BerggängerInnen in Scharen anzieht, verköstigt und den atemberaubendsten von allen Blicken übers Ober-Engadin bietet. Christian Labhart wirft in seiner filmischen Annäherung an den Ausnahmekünstler einen emotionalen Blick in die anderen Abgründe, jene inneren der zutiefst verletzten Seele, und auf das Werk des Genies, dessen internationale Erfolge erst kurz vor seinem allzu frühen Tod einsetzten. Ein stiller Film, der sich «als Antithese zum Lärm der Welt und zum Mainstream des Konsums» versteht, passend zu den Bildern von Giovanni Segantini. Der Film erinnert heute nicht nur an Segantini, vielmehr auch an zwei anfangs 2019 verstorbene Künstler, die, jeder auf seine Art, ein halbes Jahrhundert Filmgeschichte bezw. Film- und Theatergeschichte mit geprägt haben. Die Kamera führte Pio Corradi, dessen sensibles Auge hier dem Blick Segantinis verpflichtet ist. Den Kommentar der deutschen Version spricht Bruno Ganz. Es sind dies die autobiographischen Texte, Worte aus dem Bestseller „Das Schönste, was ich sah“ von Asta Scheib. Die Originale der Gemälde wurden übrigens mit einer hochauflösenden Spezialkamera aufgenommen, um eine möglichst farbgetreue filmische Wiedergabe zu erreichen. (ln/wal.)
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Schweizer Film

Der Sandmann (2010)
Peter Luisi
Schweiz
87′
Der Philatelist Benno (Fabian Krüger) mag Ordnung in seinem Leben, Beethoven und schöne Frauen. Seine Nachbarin Sandra (Frölein Da Capo aus «Giacobbo/Müller»), die von einer grossen Karriere als Einfrauorchester träumt und nachts lautstark in ihrer Bar Songs probt, ist dem gescheiterten Dirigenten ein Dorn im Auge. Da sie weder sein Typ ist, noch Bennos Musikgeschmack teilt, beleidigt und beschimpft er sie regelmässig. Sandra jedoch lässt sich von Bennos Anfeindungen nicht beeindrucken und übt weiterhin für den grossen Durchbruch. Eines Morgens findet Benno Sand in seinem Bett. Als er realisiert, dass er selber den Sand verliert, und der Sand in immer grösseren Mengen aus ihm rieselt, verwandelt sich Bennos wohlgeordnetes Leben in ein einziges Chaos. Er verliert nicht nur seinen Job, sondern auch sein Leben gerät in Gefahr, weil Benno ganz zu Sand zu zerfallen droht. Als er erkennt, dass ausgerechnet Sandra der Schlüssel zu seiner Rettung ist, beginnt ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit… «Der Sandmann» ist eine wunderbare Liebeskomödie über die Kraft der Verwandlung und den Mut, seine eigenen Träume und sich selbst zu verwirklichen. Peter Luisi gelingt eine unkonventionelle und frische Schweizer Komödie, ein modernes Märchen mit einer Prise schwarzem Humor.
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Frauenpower im Film

Woman at War (2018)
Benedikt Erlingsson
Island
100′
Halla ist fünfzig und eine unabhängige Frau. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin. Bekannt unter dem Decknamen «The Woman of the Mountain» führt sie heimlich einen Ein-Frau-Krieg gegen die lokale Aluminiumindustrie. Mit Vandalismus bis hin zur Industriesabotage gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem internationalen Investor zu stoppen. Doch dann erfährt sie, dass ihr Antrag für die Adoption eines Kindes endlich angenommen wurde. Sie plant ihre letzte und kühnste Operation als Retterin der Highlands. Bereits mit seinem grossartig skurrilen Spielfilmdebüt «Of Horses and Men» erregte Benedikt Erlingsson international Aufmerksamkeit. Nun ist der isländische Regisseur zurück mit einer ebenso humorvollen wie politisch scharfzüngigen Komödie. Die Inszenierung der kargen Weiten Islands ist betörend und die Hauptdarstellerin Halldóra Geirharðsdóttir eine Wucht. «Woman at War» begeisterte das Publikum der Semaine de la Critique am Filmfestival Cannes und freut sich nun, auf filmingo gesehen zu werden.
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About Elly (2009)
Asghar Farhadi
Iran
114′
Nach vielen Jahren in Deutschland macht Ahmad Urlaub in seiner Heimat Iran. Ehemalige Studienkollegen organisieren einen gemeinsamen dreitägigen Ferienaufenthalt am Kaspischen Meer. Eine der beteiligten Frauen, die lebenslustige Sepideh, nimmt die Sache in die Hand. Ohne dass diese ihren Freunden vorher bekannt gewesen wäre, hat sie auch Elly eingeladen, die junge Erzieherin aus dem Kindergarten ihrer Tochter. Ahmad hat eine unglückliche Ehe hinter sich, seit kurzem ist er von seiner deutschen Frau geschieden. Gern würde er mit einer iranischen Frau ein neues Leben beginnen. Seine Freunde wissen dies, und langsam dämmert ihnen, warum Sepideh Elly überhaupt eingeladen hat. Alle richten nun ihr Interesse auf sie, und alle zusammen loben sie unisono Ellys Qualitäten. Doch am zweiten Tag des Ferienaufenthalts kommt es zu einem Zwischenfall, in dessen Folge Elly verschwindet. Die unbeschwerte Atmosphäre ist jäh verflogen. Alle Harmonie hat ein Ende, als die Freunde in Erfahrung bringen wollen, wie und warum Elly verschwand. Sie kontaktieren Ellys Familie, aber als sie auch dort nichts Neues erfahren, steigert sich ihre Besorgnis zur Panik. Kritisch gehen sie noch einmal die Gespräche des vorangegangenen Tages und die Telefongespräche mit Ellys Angehörigen auf Verdachtsmomente durch. Schließlich machen sie es Sepideh zum Vorwurf, Elly überhaupt eingeladen und damit die Ferien ruiniert zu haben. Ihre Meinung über Elly hat sich binnen zwei Tagen ins Gegenteil verkehrt. Bis am letzten Ferientag die Wahrheit ans Tageslicht kommt.
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Virgem Margarida (2012)
Licínio Azevedo
Mosambik
87′
Im Jahr 1975 erlebt Mozambique (heute: Mosambik) eine Art Wiedergeburt. Die Revolution hat das Land befreit, in den Strassen von Maputo werden Prostituierte eingesammelt und in ein Erziehungslager draussen im Land gebracht. Die Revolution will aus ihnen die "neuen Frauen" schaffen. Margarida ist ein 16-jähriges Mädchen vom Dorf, das versehentlich mitgenommen wurde. Es ist seine Geschichte, die wir erfahren und die Geschichte einer Gruppe von Frauen, die allmählich begreifen, dass die Revolution tatsächlich ihre Freiheit bedeutet, aber eine andere.
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Cinema italiano

Miele (2013)
Valeria Golino
Italien
97′
Irene wohnt nicht weit von Rom in einem Häuschen am Meer. Ihr Liebhaber und auch ihr Vater glauben, dass sie studiert. Tatsächlich aber hilft sie – unter dem Decknamen «Miele» – unheilbar kranken Menschen dabei, zu sterben. Eines Tages trifft Irene auf einen älteren Mann, der kerngesund ist, doch nicht mehr leben möchte. Sie beginnt, ihr Engagement zu hinterfragen…
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Gewinner am Cannes Filmfestival

Paterson (2016)
Jim Jarmusch
USA
118′
Paterson ist Busfahrer in einer Stadt in New Jersey, die genauso heisst wie er. Seine exzentrische Frau Laura liebt es schwarzweiss, sie malt, erfindet Muffin-Rezepte und will Gitarre spielen lernen. Der gelassene und selbstlose Paterson ermuntert sie bei allem. Mit seinem eigenen Talent geht er aber nachlässig um: In den Arbeitspausen schreibt Paterson – quasi für die Schublade – feinfühlige Gedichte ins Notizbuch. Laura drängt ihn, seine poetischen Kleinode wenigstens zu kopieren, doch es kommt alles anders, die Alltags- und Beziehungsroutine der beiden gerät in Bewegung. Mit beteiligt daran wiederum ist der Mitbewohner der beiden, die kleine Bulldogge Marvin. Kult-Regisseur Jim Jarmusch («Down By Law», «Stranger Than Paradies», «Broken Flowers») erweist sich in «Paterson» einmal mehr stilsicher, der dem Leben die Schönheiten der Lakonik abgewinnt und die Poesie des Alltags zu einem eigenen Gedicht gestalten kann. Sein famoses Ensemble um Shootingstar Adam Driver («Star Wars», «Girls») und die bezaubernde Golshifteh Farahani beleben die unaufgeregt erzählte Geschichte, in der Jarmusch von der Sehnsucht nach Glück und der Erfüllung im alltäglich Vertrauten erzählt. «Paterson» ist von ironischer Melancholie beflügelt und von Optimismus beseelt: herznah, universell berührend – ein Gedicht von einem Film, in dem einer ganz unauffällig dichtet.
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A Man of Integrity (2017)
Mohammad Rasoulof
Iran
118′
A Man of Integrity gewann in Cannes den Preis der Sektion «Un Certain Regard». Der engagierte Filmemacher Mohammad Rasoulof erzählt von Reza, der sich aus der Stadt zurückgezogen hat und mit Frau und Kind ein beschauliches Leben als Fischzüchter in einem Dorf im Norden Irans führt. Doch auch auf dem Land herrschen Korruption und Gewalt. Ein Grossfabrikant, der beste Beziehungen zur Regierung unterhält, zwingt die lokalen Bauern und kleinen Unternehmer mit allen Mitteln in ein Netz der Abhängigkeit. Packendes Kino. Rasoulof zögert nicht: Von den ersten Bildern an macht er spürbar, dass in der beschaulichen Region, in der er seinen Film angesiedelt hat, ein Drama schlummert. Reza bekommt von einem Bankangestellten erklärt, wie er die Regeln umgehen kann und seine Schulden nicht zurückzahlen muss. Man kann sich den Mut vorstellen, den es für die gesamte Filmequipe braucht, sich in ein Projekt zu stürzen, das so brennend aktuelle und heisse Themen anspricht wie die Korruption im Land. Auch hier in der iranischen Provinz, die so friedlich ausschaut, während jeder seine Spiele treibt - zum schieren Überleben. Der Direktkeit, in der Mohammad Rasoulof erzählt und Dinge anspricht, die anzusprechen tabu sind, gebührt Respekt; die visuelle Kraft und die packende Erzählung tragen dazu bei, dass der Film auch weltweit wahrgenommen wird. Der Filmemacher begnügt sich nicht mit der Beschreibung eines sozio-politischen Zustands. Seine Figuren wirken real, aus dem Leben gegriffen und im Leben kämpfend. Im Fall von Reza und seiner Frau: um die schiere Würde. Wie können sie reagieren und sich verteidigen angesichts der Angriffe, denen sie ausgesetzt sind? Zu Rasoulofs Kunst gehört es, die privaten Konflikte mit den ökonomischen in Beziehung zu setzen. So wird A Man of Integrity auch zu einem Genrefilm voller Suspense, in dem die Figuren ums Überleben kämpfen. Die Erzählung wird getragen von naturalistischen Bildern und einer ultra-minimalistischen Tonspur, die mit den Geräuschen der Natur arbeitet und uns die Chance gibt, uns auf das Geschehen einzulassen. Es ist ein Film, der tief verwurzelt ist im iranischen Leben, der aber gleichzeitig eine universelle Reflexion entwickelt, indem er fragt: Wie weit kann ein Mensch seine Integrität behalten, wenn er gegen ein korruptes System antreten muss? Martial Knaebel
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Demnächst

20. November
Der Läufer (2018)
Hannes Baumgartner
Schweiz
92′
Jonas Widmer ist einer der besten Langstreckenläufer der Schweiz, sein grosses Ziel ist der Olympia-Marathon. Trotz seiner schwierigen Kindheit scheint er seinen Weg gefunden zu haben: Neben dem Sport arbeitet er als Koch, wird von allen für seine Hilfsbereitschaft geschätzt und bald will er mit seiner Freundin Simone in die erste gemeinsame Wohnung ziehen. Doch dann missglückt Jonas die Titelverteidigung an seinem Heimrennen und er wird immer stärker von den Erinnerungen an seinen verstorbenen Bruder Philipp eingeholt. Unfähig, den inneren Leidensdruck in Worte zu fassen, entwickelt Jonas in seiner wachsenden Verzweiflung ein tragisches Doppelleben. Der Zürcher Regisseur Hannes Baumgartner liess sich für seinen ersten Langspielfilm von einem wahren Schweizer Kriminalfall inspirieren. DER LÄUFER entwirft ein differenziertes Bild einer ambivalenten Figur, die sich im dicht gewobenen Netz von prägenden Erlebnissen, Verdrängungsprozessen und innerer Zerrissenheit verstrickt.
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24. November
Los silencios (2018)
Beatriz Seigner
Brasilien
90′
Nuria, Fabio und ihre Mutter Amparo treffen auf einer kleinen Insel inmitten des Amazonas ein, im Grenzgebiet von Brasilien, Kolumbien und Peru. Sie sind geflüchtet vor dem bewaffneten Konflikt in ihrer kolumbianischen Heimat, nachdem der Vater spurlos verschwunden ist. Eines Tages taucht er in ihrem neuen Zuhause wieder auf. Die Familie entdeckt, dass die ganze Insel von Geistern bevölkert ist. Beatriz Seigner hat eine bewegende Reflexion über das Entwurzeltsein der Flüchtlinge gestaltet. Fantastischer Realismus Mitten in der Nacht kommt Amparo auf dem Amazonas-Eiland mit dem schönen Namen «Isla de la Fantasia» an. Aus der Ferne können wir nur wenige Lichter ausmachen, die genauso gut Sterne sein könnten. Die Augen der Kinder Nuria und Fabio verleihen der Ankunft einen Hauch von Fantasie und Staunen. Die Insel wirkt arm, aber sie nimmt die eintreffenden Flüchtlinge mit Mitgefühl auf. Nuria stellt beim Kennenlernen ihres neuen Zuhauses fest, dass die BewohnerInnen nicht alleine sind. Es ist da noch eine andere Gemeinschaft, die ihrem Alltag nachgeht, ohne dass wir uns ihrer Anwesenheit bewusst wären - wie in einer Parallelwelt. Zu dieser Menschengruppe gehört der verschollene Vater der Kinder. Los silencios ist zunächst eine naturalistische Betrachtung der Flüchtlingssituation in jener Region, in der Peru, Kolumbien und Brasilien aufeinandertreffen. Der Film leuchtet, wirkt sensibel und bewegend. Die junge Regisseurin Beatriz Seigner schafft es mit der Leichtigkeit des Thailänders Apichatpong Weerasethakul in Uncle Boonmee, dem Übernatürlichen etwas selbstverständlich Natürliches einzuhauchen. Sie schafft das im subtilen Spiel von Licht und Farben der Kamerafrau Sofia Oggioni, die es sogar wagt, es fluoreszieren zu lassen und der Emotion des Melodramas etwas Zärtliches zu verleihen. Die Filmemacherin will aber mehr als eine ästhetisch schöne, ausgewogene Arbeit. Sie bleibt nah an den Realitäten der Menschen, die in dieser Grenzregion leben. Es ist diese Mischung zwischen sozialem Realismus und fantastischem Traum, die Fernando Birri «magischen Realismus» genannt hat und der hier unterstützt wird von einem Soundtrack, in dem die Geräusche des Waldes und des Flusses allgegenwärtig sind, zu dem Akkorde von einheimischen Instrumenten hinzugefügt werden, die das Geheimnisvolle bereichern und die Poesie von allem hervorheben.
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3. Dezember
Nuestro Tiempo (2018)
Carlos Reygadas
Mexico
177′
Ester und Juan sind ein Paar, das eine glückliche und offene Beziehung führt. Sie leben auf einer Ranch, auf der Kampfstiere gezüchtet werden, Ester managt die Farm, während sich Juan, ein international renommierter Dichter, um die Zucht kümmert. Doch dann lernt Ester einen anderen Mann kennen. Und Juan weiss nicht, wie er damit umgehen soll.
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