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Mr. Kaplan (2014)

Álvaro Brechner, Uruguay

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Jacobo Kaplan führt ein ganz normales Leben. Nichts unterscheidet ihn von seinen Freunden, die einst aus Nazideutschland nach Südamerika geflohen waren und hier nun auch ihren Lebensabend verbringen. Es ärgert Jacobo, dass er alt geworden ist und eigentlich nichts Aussergewöhnliches geleistet hat. Um dies zu ändern und einen Coup zu landen, heckt er einen wagemutigen Plan aus. Eine Komödie vom Strand des Lebens.



Jacobo ist ein Mann, wie es sie viele gibt. Hoffnungsfroh als Junge ins Leben geschickt und unversehens ins Alter gekommen. Was, fragt sich Jacobo Kaplan irgendwann nach seinem 70. Lebensjahr immerhin, was habe ich eigentlich getan, woran die Nachwelt sich erinnern könnte? Besonders an seiner Biografie ist ja doch, dass er als Kind jüdischer Eltern aus Nazideutschland fliehen musste, um überhaupt eine Lebenschance zu haben. So ist er als Señor Kaplan in Montevideo gestrandet, am südlichen Zipfel des lateinamerikanischen Kontinents, hat hier gearbeitet, Familie gegründet und ist alt geworden.

Alvaro Brechner erzählt uns auf amüsante Weise von diesem netten, leicht griesgrämigen Herrn, der sich an einem Fest als Nichtschwimmer auf dem Sprungbrett eines Pools wiederfindet und den anderen etwas beweisen möchte, was er vielleicht besser lassen würde. Von Enkelin Lotti erfährt er von einem Deutschen, den die Jungen Nazi nennen, und nun hat Jacobo Kaplan seine Mission: Er will den vermeintlichen Kriegsverbrecher entführen und einem Gericht zuführen. Assistiert wird er dabei von Wilson, einem entlassenen Polizisten, der selber so etwas wie ein Ziel in seinem Leben verloren hat.

Es ist ein Vergnügen, den beiden in ihrem tollpatschigen Versuch, Geschichte zu schreiben, zuzuschauen. Wir erleben, wie schnell aus vagen Vermutungen Tatsachen geformt werden, wie einer zu wissen glaubt und alles so einrichtet, dass seine Vermutungen stimmen. Es ist gleichzeitig eine liebevolle Annäherung ans Altern und an die Frage, was denn eigentlich bleibt von dem, was wir in jenem Leben bieten, das uns da zur Verfügung steht. Überraschungen sind jedenfalls garantiert in dieser Komödie von dem, der loszieht, als hätte es James Bond noch nicht gegeben. Walter Ruggle

Dauer
98 Minuten
Sprache
OV Spanisch
Untertitel
Deutsch, Französisch, Englisch
Video-Qualität
720p
Verfügbarkeit
Schweiz, Liechtenstein
Álvaro Brechner
Compañeros - La noche de 12 años (2018)
Álvaro Brechner
Uruguay
117′
Nach dem Roman «Memorias del calabozo» von Mauricio Rosencof und Eleuterio Fernández Huidobro erzählt Álvaro Brechner die schier unglaubliche Geschichte der ausserordentlichen Freundschaft, die die beiden Autoren mit José "Pepe" Mujica verbindet, dem späteren Präsidenten Uruguays. Ein zutiefst bewegender Film, der in seinem Kern Hoffnung stiftet. «Und wenn dies mein letztes Gedicht wäre, rebellisch und traurig, ausgefranst aber ganzheitlich, ein einziges Wort würde ich notieren: Compañeros - Gefährten.» Das Zitat aus Álvaro Brechners neuem Film bringt es auf den Punkt: Im spanischen Wort «compañeros» ist alles enthalten, was die unglaubliche Geschichte ausmacht, die der Uruguayaner nach dem Roman «Memorias del calbozo» erzählt. Man kennt den einen der Protagonisten, José Pepe Mujica, weil er als Staatspräsident so etwas wie ein vorbildlicher Politiker war, und das heisst: weil er, anders als die meisten Politiker, nicht zuerst an sich und seine Popularität dachte sondern seine Aufgabe in den Vordergrund stellte und über sie populär wurde. Geimeinsam mit seinen Gefährten Mauricio Rosencof und Eleuterio Fernández Huidobro hat Mujica zwölf Jahre in Isolationsgefangenschaft verbracht. Es hat zur Person Pepe Mujica bereits eine ganze Reihe von Porträts gegeben, das letzte drehte Emir Kusturica, aber hier wird in Form eines packenden Spielfilms die Geschichte erzählt, für die es wenig Dokumente gibt, nur starke Erinnerungen. Mujica wurde eingekerkert und isoliert von der Welt, als er 37 Jahre alt war; er war 50, als er freikam. Álvaro Brechner beschreibt mit seinem weltweit ungezählte Male ausgezeichneten Film die Erfahrung von drei Freunden, die gleichzeitig ein elementares Stück Geschichte Lateinamerikas darstellt, wo in verschiedenen Ländern während Jahren die Militärs herrschten. Unter der Junta von 1973 bis 1985 wurden in Uruguay Tausende inhaftiert und gefoltert, viele getötet. Gefangene sind auch die Tupamaros Pepe Mujica, der Schriftsteller Mauricio Rosencof und der spätere Verteidigungsminister Eleuterio Fernández Huidobro. Sie engagieren sich für Gerechtigkeit und Freiheit und landen dafür im Knast und in Verliessen, in die man sich den ärgsten Feind nicht hinwünscht. Wie sie das überlebt haben, ist unglaublich, aber es zeugt auch davon, dass man für Ideale wie die Freiheit kämpfen kann und dass die Hoffnung das Letzte ist, was stirbt. Es ist die Kraft der Fantasie und die Entschlossenheit, die die drei in ihrer Isolation am Leben halten. Es ist der Einfallsreichtum, mit dem sie ihre Situation bewältigen. Sie träumen von einem anderen Land, und der Traum sollte in Erfüllung gehen. Ein bewegender Film über drei Gefährten, die ihren Geist brauchen, um zu leben. Walter Ruggle
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