Schweizer Klassiker

La Salamandre (1971)
Alain Tanner
Schweiz
114′
Es gab eine Zeit, in der man an vielen Orten sehnsuchtsvoll auf den neuen Tanner wartete. Und «La salamandre» war der erste grosse Erfolg einer langen Reihe. Die Filme des Genfers, der inzwischen 91 Jahre alt ist, prägten mehr als eine Generation, strahlten weltweit aus und liefen in Städten wie Paris während Monaten. Nach mehreren Dokumentarfilmen hatte Alain Tanner mit «Charles mort ou vif» (1968) seinen ersten Spielfilm realisiert, und fortan nahm er der Schweiz den Puls und war ein zuverlässiger Seismograph. Seine Filme betrachteten Befindlichkeiten, bevor sie an der Oberfläche Wellen schlugen. Unvergesslich bleibt die «Salamandre» (1972), und unverwüstlich ist der Film bis heute. Die junge Rosemonde (Bulle Ogier) hält sich mit unqualifizierten Jobs über Wasser, und sie hält es nirgends lange aus. Obendrein wird sie verdächtigt, auf ihren Onkel geschossen zu haben: Absicht oder Unfall? Ein Journalist und ein Schriftsteller, Jean-Luc Bideau als Pierre und Jacques Denis als Paul, machen sich auf ihre Spur und wollen die Wahrheit über Rosemonde herausfinden. Das Trio allein macht den Film schon zum stillen Ereignis, die umwerfende Bulle Ogier, deren Haltung gegenüber der Welt den Drang ins Freisein nach 1968 erfasst, und die beiden jungen Männer, die den jungen Schweizer Film jener Jahre mit Eigenwillen prägten. Schiessen werden übrigens auch die beiden jungen Frauen in «Messidor», der 1979 die 80er Stimmung vorwegnahm.
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Siamo italiani (1964)
Alexander J. Seiler
Schweiz
76′
In ihrem Dokumentarfilm suchen Alexander J. Seiler, Rob Gnant und June Kovach die Begegnung mit Menschen, die in der Schweiz der 1960er und 70er Jahre als Arbeitskräfte aus Italien kamen. Der Film beginnt mit der Gesundheitsuntersuchung an der Grenze. Der Mensch wird zur Ware, deren einziger Sinn darin besteht, im Arbeitsprozess reibungslos zu funktionieren und sich möglichst einfach verwalten zu lassen. Dann zeigt das Trio das Leben der so genannten Fremdarbeiter in der Schweiz in seinen wichtigsten Aspekten: den Arbeitsbedingungen, den Wohnverhältnissen, dem verbotenen Nachzug der Familie, der Öde des Sonntags, der Hartherzigkeit der Einheimischen, der Bürokratie. «Wir kamen nicht als Soziologen oder Fürsorger, sondern als Fragende ohne Einschränkung, und ohne Ausnahme scheinen wir für unsere Gesprächspartner die ersten Schweizer zu sein, die sich nicht bloss für bestimmte Aspekte ihres Lebens, sondern für sie selber und alles interessierten, was sie zu sagen hatten.» Der Film markiert heute so etwas wie den Startpunkt zum Neuen Schweizer Film, indem er von der Realität ausgeht und diese unbeschönigt betrachtet.
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L'invitation (1973)
Claude Goretta
Schweiz
95′
Mit "L’invitation" schuf Claude Goretta ein Gesellschaftssatire, die die Bourgeoise der 1970er Jahre ins Visier nimmt. Ein einfacher Büroangestellter erbt von seiner Mutter eine Villa mit Grundstück und lädt zur Einweihung seine Kollegen zu einem Sommerfest ein. Der Geschmack und die Wertvorstellungen zweier Generationen prallen nach und nach aneinander, der Alkohol reduziert die Contenance, und schließlich sehnen sich alle nach dem erlösenden Ende. Der Film gewann 1973 den Jurypreis beim Festival in Cannes und wurde als bester fremdsprachiger Film für die Oscars nominiert.
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Il Bacio di Tosca (1984)
Daniel Schmid
Schweiz
87′
An der Piazza Buonarotti in Mailand liegt die «Casa di riposa», 1896 von Giuseppe Verdi gegründet für Menschen, «die weniger Glück hatten als ich». Menschen, bei denen die grosse Karriere nie stattgefunden hat. Heute leben sie alle vergessen in einem kleinen Zimmer mit einem Koffer voller Erinnerungen. Die «Zeit« schrieb zu Daniel Schmids traumwandlerisch leichter Annäherung an die Casa Verdi und ihre Menschen: «Wie quietschfidel Greise auf der Leinwand leben, bewies Daniel Schmids wunderbar aufmerksamer Film. Er spielt in diesem Mailänder Altersheim, und seine Insassen sind alte Primadonnen, Chorsänger und Orchestermusiker, die einmal am Tag zu Gott und Verdi beten, dessen Tantieme diese Stiftung tragen: Casa Verdi, das klingt wie eine Firma, die Erinnerungen ans Opernleben der zwanziger Jahre auswertet.» Schmid und sein Kameramann Renato Berta suchen nach anderem als einer Hitparade des Belcanto von Verdi bis Puccini. Sie lassen die Alten die kleinen Beiläufigkeiten der Musikgeschichte erzählen, vorsingen und nacherleben.» - «Il bacio di Tocsca» (Der Kuss der Tosca» ist ein bezaubernd menschlicher Film, in dem ganz nebenbei auch die Würde des Alters im Zentrum steht.
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Uli der Knecht (1954)
Franz Schnyder
Schweiz
111′
Ein Evergreen made im Emmental, der unverwüstliche Spielfilm «Ueli der Knecht», den Franz Schnyder inszeniert hat. Die Geschichte frei nach Gotthelf kennen alle, sie handelt vom Knecht Ueli, der beim Bodenbauer Knecht ist und Meisterknecht beim Glunggenbauer wird, wo er auf eine feindselige Umgebung trifft. Die Knechte und Mägde sind besserwisserisch und faul, der Meister hinterlistig und falsch. Einzig die Bäuerin und Vreneli, eine uneheliche Magd, meinen es gut mit ihm. Mit der Zeit bemerken aber alle, dass Ueli ein fähiger Meisterknecht ist, und die Tochter des Glunggenbauers will sich mit ihm vermählen. Robert Blum hat die Musik geschrieben, der Film ist ein Fest des Wiedersehens mit Hannes Schmidhauser, dem Ueli, Liselotte Pulver, dem Vreneli, Heinrich Gretler, dem Bodenbauer Johannes, Emil Hegetschweiler, dem Joggeli und Glunggenbauer, Hedda Koppé, Erwin Kohlund, Stephanie Glaser, Alfred Rasser als Baumwollhändler, Elisabeth Schnell und Max Haufler: Da fehlte fast niemand.
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Uli der Pächter (1955)
Franz Schnyder
Schweiz
110′
Dieser Film gehört zu den unverwüstlichen Beständen des so genannt alten Schweizerfilms, ein Evergreen. Er bietet ein Wiedersehen mit den Populärsten der Schweizer Schauspielkunst jener Jahrzehnte: Hannes Schmidhauser, Lilo Pulver, Emil Hegetschweiler, Hedda Koppé, Leopold Biberti, Alfred Rasser, Erwin Kohlund, Stephanie Glaser, Fredy Scheim, Hans Gaugler. Ueli lebt mit seiner ohne Eltern aufgewachsenen Frau Vreneli und seinem Töchterchen glücklich als Pächter auf dem Glunggehof. Ihr Schutzengel ist die Frau des Besitzers Joggeli, die sich ins Stöckli zurückgezogen haben. Ein schlechtes Erntejahr sowie Sohn und Schwiegersohn von Joggeli, dem greisen Besitzer, die dem Glunggebauer den Pachtzins abnehmen, machen ihm zu schaffen, Ueli muss, um den Pachtzins zahlen zu können, den Weizen weit unter Wert verkaufen. Nun entlässt er, um Geld zu sparen, noch seine guten Knechte und stellt billigere, aber unzuverlässige Arbeitskräfte ein. Jeremias Gotthelf stand literarisch Pate und Franz Schnyder pflegte den sicheren Wert.
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Visages d'enfants - Kindergesichter (1925)
Jacques Feyder
Schweiz
117′
In Saint-Luc, einem kleinen Dorf im Val d'Anniviers im Wallis, stirbt die Mutter des zehnjährigen Jean und der fünfjährigen Pirette. Ihr sagt man, die Mutter sei auf eine Reise gegangen. Weil Vater Pierre denkt, dass die beiden Kinder eine Mutter brauchen - «mein Haus ist leer, und niemand sorgt für die kleine Pierrette» -, heiratet er bald wieder. Er schliesst sich zusammen mit einer jungen Witwe aus dem Dorf, in dem er selber Bürgermeister ist, und sie bringt mit Arlette auch eine Tochter in die neue Familie. Jean hasst seine neue Stiefschwester und treibt sie eines Nachts mit einer Lüge in den verschneiten Wald. Als sie nicht mehr zurückkommt, wendet er sich an seinen Vater. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche. Arlette überlebt, für Jean aber beginnt eine Leidenszeit. Visages d'enfants (Kindergesichter) vom Belgier Jacques Feyder wurde in den Schweizer Alpen gedreht und ist der vielleicht eindrücklichste hiesige Film aus dieser Zeit, ein Meisterwerk des Stummfilms. Mit Feingefühl und visueller Kraft zeichnet Feyder die kindliche Verunsicherung nach. Jean Mitry schrieb: «Von allen französischen Filmen der zwanziger Jahre ist das der dichteste, der homogenste, der ausgewogenste, der einzige, der auch heute noch völlig modern wirkt.»
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Heidi (1952)
Luigi Comencini
Schweiz
97′
Im Original Heidi-Filmklassiker mit Heinrich Gretler als Alpöhi und Elsbeth Sigmund als Heidi erzählt der Italiener Luigi Comencini die Geschichte des mutigen, einfühlsamen Mädchens, das mit seiner Treue und Natürlichkeit die Menschen umsich herum bezaubert. Das Waisenkind Heidi wird seiner Tante für die eigene Karriere lästig. Deshalb schiebt sie es zu seinem Grossvater, dem kauzigen Alpöhi, ab. Dieser will das Kind von der Bosheit der Welt abschirmen und schickt es mit dem Geissenpeter und den Ziegen auf die Alpweiden statt in die Schule. Die Idylle findet ein jähes Ende, als Tante Dete wieder auftaucht und Heidi nach Frankfurt bringt, wo es der gelähmten Klara Gesellschaft leisten und etwas lernen soll. Heidi lernt dank der Grossmutter von Clara lesen; aber es verkraftet den Kontrast zwischen dem engen Korsett in der grossbürgerlichen Atmosphäre der Grossstadt und der einfachen Alphütte nicht und erkrankt an Heimweh. Dank der Diagnose des verständnisvollen Hausarztes darf Heidi zum Alpöhi in die Alphütte zurückkehren.
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Heidi und Peter (1955)
Franz Schnyder
Schweiz
89′
Nach ihrem Aufenthalt in Frankfurt ist Heidi wieder in den Bergen bei ihrem geliebten Alpöhi. Und dann kommt endlich Klara zu Besuch. Die beiden Mädchen sehen einem unbeschwerten Sommer entgegen. Doch eines Tages lässt der Geissenpeter aus Eifersucht Klaras Rollstuhl in den Abgrund sausen. Dieser Racheakt hat ungeahnte Folgen. Fortsetzung von Comencinis Heidi-Filmklassiker und der erste Schweizer Farbfilm.
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Der Berg (1990)
Markus Imhoof
Schweiz
102′
Der Berggipfel mit seiner Unausweichlichkeit kann mitunter zum Ort eines Dramas werden. Zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, haben sich unter den Gipfel eines Berges zurückgezogen, um dort den Winter zu verbringen. Er, der ehemalige Trämler Manser, hat sich beworben, die Wetterstation hier oben zu betreuen. Die Lena hat er sich zuvor noch rasch zur Frau genommen, damit er nicht ganz allein und abgeschnitten von der Welt Überwintern muss. Jetzeler, der letzte Wetterwart auf dem Berg, ist in der Einsamkeit durchgedreht. Die Ausgangslage zu Markus Imhoofs Spielfilm ist eine wahre Geschichte, die sich 1922 auf dem Säntis zugetragen hatte, die nun auch in dieser Zeit angesiedelt ist. Der Schriftsteller Thomas Hürlimann hat dieses Ereignis aufgegriffen. Der Film entstand auf dem Pilatus mit Mathias Gnädinger, Susanne Lothar und Peter Simonischek. Letztlich ist «Der Berg» wohl auch ein Film über die Unmöglichkeit, sich von der Welt gänzlich abzukapseln und ihr auf dem Berggipfel oben zu entrinnen.
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Derborence (1985)
Francis Reusser
Schweiz
99′
Der frisch verheiratete Antoine steigt mit seinem Schwiegeronkel auf die Alp. Kurz darauf werden die beiden Männer von einem gewaltigen Bergsturz begraben. Plötzlich taucht Antoine wieder im Dorf auf – doch alle halten ihn für einen Geist. Als er auf den Berg zurückkehrt, geht seine schwangere Frau Thérèse ihm nach. Der Spielfilm von Françis Reusser wurde im für die Schweiz ungewöhnlichen Cinémascopeformat gedreht und basiert auf der Erzählung «Bergsturz auf Derborence» des Westschweizer Schriftstellers Charles Ferdinand Ramuz (1878-1947).
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Das Menschlein Matthias (1941)
Edmund Heuberger
Schweiz
82′
Matthias, der uneheliche Sohn einer Fabrikarbeiterin, wächst bei seiner Tante in einem abgelegenen Gasthof auf. Alles, was er dort kennenlernt, sind Arbeit und Schläge. Doch dann macht sich der Junge auf den Weg zu seiner Mutter – und trifft auf einen Mann, der sich als sein Vater erweist.
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Le retour d'Afrique (1973)
Alain Tanner
Schweiz
107′
Der dritte Film von Alain Tanner ist eine Ode an die freie Rede und an die Worte, "die wir anderen sagen, die wir im Stillen sagen". Er ist geprägt von der Sprache eines Dichters und von einem Text, der die Jugend des Filmemachers tief geprägt hat: das 1939 von Aimé Césaire geschriebene "Cahier d'un retour au pays natal" (Buch einer Rückkehr ins Heimatland). Der Text des Dichters von den Antillen ist die lebendige Quelle, aus der die Gesten und Worte der Hauptfigur Vincent sprudeln, einem Mittdreissiger aus Genf, den die Langeweile seines eintönigen Daseins als wohlhabender Westler übermannt und beschliesst, nachdem er seinen Besitz verkauft hat, mit seiner Verlobten nach Algerien zu gehen. Sie verabschieden sich von allen, aber am Tag vor der Abreise verhindern zufällige Umstände die Abreise des Paares und es beschliesst, seinen Traum von der Flucht trotzdem zu verfolgen, indem es in der leeren Wohnung versteckt lebt. Einmal mehr zeigt Tanner, dass es auf den Weg ankommt und nicht auf das Ziel, auf die gestellte Frage und nicht auf die Antwort.
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Fourbi (1996)
Alain Tanner
Schweiz
117′
In seinem erfrischend lockeren Spielfilm 'Fourbi' variiert Alain Tanner seinen Kultfilm 'La Salamandre' und zaubert aus Molières Alexandriner einen Rap. Ein Viertejahrhundert war es 1996 her, seit Alain Tanner 'La Salamandre' gedreht hatte. Ein Journalist und ein Schriftsteller wollten darin aus einem Fait divers ein TV-Drehbuch schreiben und näherten sich jener Frau an, die Auslöser ihrer Geschichte war. Sie hiess Rosemonde, und Bulle Ogier verlieh ihr ein unvergessliches Gesicht. In Paris stand das Publikum Schlange, um Rosemonde an der Wurstmaschine zu erleben, und auch in der Schweiz wusste es den Blick aufs Naheliegende zu schätzen. Anfangs der 70er Jahre gehörte das eigene Filmschaffen zum kulturellen Pflichtstoff. Und es war Kür. Rosemonde hat in 'Fourbi' ihren Namen behalten, aber das Gesicht gewechselt. Die Französin Karin Viard ist eine ideale Neubesetzung. Vier junge Menschen lernen sich zufällig kennen - und schätzen. In einer Welt voller Individualisten und Wichtigtuer strebt jeder rücksichtslos dem eigenen Wohlstand nach. Was bleiben kann, ist das Glück der kleinen Begegnungen, das Leben neben den Kriegsschauplätzen der Marktwirtschaft. Alain Tanner spielt gegen das Chaos der Gegenwart mit spürbarem Vergnügen die Ordnung von Molières Alexandrinern aus, auf dass die beiden sich am Ende in einem Rap begegnen. Diskursiv ist sein Film und unterhaltsam. Spürbar ist dafür die alte Kraft der Direktheit, die Lust am Fragmentieren, an den langen Einstellungen. Und für unverbesserliche Nostalgiker grüsst da und dort die Tanner´sche Antike: Jean-Luc Bideau als Metzger, Jacques Denis als Wirt.
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Zwischensaison (1992)
Daniel Schmid
Schweiz
89′
Unter den Schweizer Filmemachern nimmt der Bündner Daniel Schmid als Fabulierkünstler und Bildermagier eine besondere Stellung ein. In «Hors Saison» entführt er uns ins Berghotel seiner Kindheit, wo ein Hauch von weiter Welt durch Hallen und Gänge weht. Schmid hat einen schönen Teil seiner Kindheit im Hotel in Flims verbracht. Noch einmal taucht er ein in jene Zeit und entführt uns auf eine Reise, die er Valentin als sein Alter Ego antreten lässt. Schmids Reise in die Vergangenheit ist eine Reise durch ein fellineskes Figurenkabinett zum einen, eine Reise hin zum offenen, weiten Meer zum anderen. «Mich interessiert nur ein Kino», hat Schmid einmal gesagt, «das vom Schauen des Zuschauers lebt: Der Film, den er sich selbst aus dem Ozean der mehr oder weniger bedeutungsvollen Informationen schafft, welche wir ihm vor Augen führen.» «Hors Saison» führt uns seine Kindheitswelt im Hotel der Zwischensaison vor Augen, zeigt uns Figuren, die das Hotel bevölkerten und die kindliche Phantasie anregten. Anders als in seinen früheren Filmen (und anders als es Fellini tut, dem Schmid über seine Schwester Maddalena in der Rolle der Grossmutter eine deutliche Referenz erweist), taucht er nicht einfach ein und schwelgt in Bildern. Er arbeitet vielmehr mit einer Gegenwartsebene, von der aus er zurückblendet, auf die er immer wieder auftaucht, als müsste er Luft holen und könnte sich unter Wasser nicht mindestens so frei bewegen wie darüber. Seine Stärke sind die zurückerträumten Momente wie die Begegnung am Kiosk von Fräulein Gabriel, er frönt seinem Hang zum Surrealen mit dem Himmel im Hotel, wenn er eine Anekdote wie jene vom Kuss der unsterblichen Sarah Bernhardt in Szene setzt, als hätte die Stummfilmzeit ihren Höhepunkt verpasst. Da zaubert der Bündner, da verzaubert er uns. Wenn Ingrid Caven schliesslich, mit ihrem undurchsichtigen Kirschaugen-Blick und dem himbeerroten Herzmund wie ein geweckter Stummfilmstar in einer anderen Zeit zu singen beginnt, so sind die Träume angeregt, taucht man mit in diesem Meer der Erinnerungen, das in den Bündner Bergen von Capri bis an den Titicacasee reicht.
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Der Erfinder (1980)
Kurt Gloor
Schweiz
95′
Eine Zeit im Umbruch: an den Grenzen tobt der Krieg. Der Bauer und Fabrikarbeiter Jakob Nüssli ist auf der Suche nach dem Durchbruch – für seine Familie und die Menschheit. Aber der Krieg holt ihn auf… Bruno Ganz brilliert als «Der Erfinder».
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Der Fall (1972)
Kurt Früh
Schweiz
102′
Ein Privatdetektiv hält sich mit kleinen Aufträgen über Wasser. Verbittert über die Vertuschung eines Vergehens seines ehemaligen Vorgesetzten will der Ex-Polizeibeamte nun selbst für Gerechtigkeit sorgen. Doch als er einen verhängnisvollen Auftrag annimmt und einer jungen Frau verfällt, kommt er selbst zu Fall… Der Film, ist Kurt Frühs letztes Werk – eine Hommage an den «Film Noir», der die Tristesse einer Schweizer Vorstadt der 70er-Jahre zeigt.
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L'inconnu de Shandigor (1967)
Jean-Louis Roy
Schweiz
96′
Von Krantz, ein verrückter Wissenschaftler, hat eine Geheimwaffe erfunden: der Annulator neutralisiert Atomwaffen. Sein Haus – vielmehr ein Bunker, geschützt durch ein furchterregendes System – ist bald von verschiedensten Geheimdienstorganisationen umstellt. Seine Tochter Sylvaine wird entführt und soll nur gegen die Pläne der fantastischen Erfindung wieder freigelassen werden.
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Les hommes du port (1994)
Alain Tanner
Schweiz
67′
Es ist, als würden sie ein Orchester dirigieren, die Hände der Docker von Genua. Dabei dirigieren sie den Kranführer, der die schweren Container aus- und einlädt. Im Alter von 17 Jahren war der Genfer Filmemacher Alain Tanner auf der Flucht vor der Sesshaftigkeit nach Genua gereist und hatte für eine Reederei gearbeitet. In seinem traumhaft sanften Essay kehrte er vierzig Jahre später zurück und dachte über beobachtete Veränderungen im Arbeitsleben und beim Filmen nach. Entstanden ist eine Bilder-Ode an den Hafen von Genua, seine Menschen, ihre Arbeit, ihr Verhältnis zur Arbeit, ihre Solidarität - untermalt von Arvo Pärts «Fratres» und «Tabula Rasa». Ursprünglich hoffte Tanner, den Hafen als Sprungbrett für Fahrten in die weite Welt benutzen zu können. Doch er blieb sesshaft, den Blick auf jenes Meer gerichtet, das später in mehreren seiner Filme wieder auftauchen sollte. «Les hommes du port» wirkt federleicht, trotz der gewichtigen Lasten, die da verschoben werden. Nicht nur Container und Frachtriesen, auch Gedanken zur Arbeitswelt, zum Klima unter den Dockern, die ihre Arbeit vom Vater zum Sohn übertragen und als Freiheit empfinden. Es ist die Würde, die diese Männer ausstrahlen. Es ist ihre Schönheit, die geradezu betörend wirkt, es sind ihre Sätze, wie sie ohne grosse Worte vom Wesentlichen reden. Und wenn dies alles nicht zum nostalgischen Kitsch gerät, so ist es das Verdienst des Filmemachers, der die Erfahrung der Docker mit seiner eigenen Arbeit zu verknüpfen versteht. Auch Tanner redet in der ersten Person, spricht seinen Kommentar selber.
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Dans la ville blanche (1982)
Alain Tanner
Schweiz
109′
Ein Ausflug nach Lissabon mit Bruno Ganz. Der verkörpert Paul, einen Seemann, der als Bordmechaniker im lärmenden Maschinenraum eines Meerschiffs arbeitet. In Lissabon legt sein Schiff an, er geht an Land und entscheidet sich, nicht zurückzukehren aufs Schiff. Paul durchstreift die Stadt und zeichnet mit seiner Super-8-Kamera Impressionen auf, die er seiner Frau Elisa in die Schweiz schickt. Gleichzeitig beginnt er eine leidenschaftliche Affäre mit der Pensionsangestellten Rosa (Teresa Madruga). Er schreibt seiner Frau weiter und verheimlicht ihr auch Rosa nicht, versichert ihr weiterhin seine Liebe. «Dans la ville blanche» ist Bruno Ganz auf den Körper geschrieben. Sein Paul steigt nicht nur aus dem Schiff aus, es ist, als würde er aus der Zeit aussteigen, in Lissabon Distanz schaffen zum Gewesenen. Alain Tanners Film handelt von jener Ruhe, von der ein Lexikonzitat zu einem Übernamen des Matrosen kündet: Ein Kapitän nannte ihn mal einen «Axeloten», das ist die Larve eines Salamanders in mexikanischen Sümpfen. Paul zieht sich in seine Larve zurück, und Tanner schafft den Bogen zu seinen Anfängen, zu «La Salamandre» aber stark auch zu «Le retour d'Afrique». Wer Lissabon liebt, wird auch fasziniert sein von den körnigen Filmaufnahmen Pauls, die nahtlos in die Erzählung integriert sind und wirken, als würde Bruno Ganz als Paul mit seiner kleinen Kamera die Stadt am Tejo aufschlitzen und in sie eindringen. (Walter Ruggle)
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Messidor (1979)
Alain Tanner
Schweiz
123′
Jeanne und Marie treffen einander zufällig und entschliessen sich, auf eine Reise durch die Schweiz zu gehen mit unbestimmtem Ziel. Es wird eine Winterreise (Schuberts Lied steht am Anfang des Films) im Sommer, ein versuchter Ausbruch aus der Erstarrung. Jeanne studiert in Genf Geschichte und Literatur, lebt zusammen mit ihrem Freund und ist unterwegs «à la campagne», da sie alles ein wenig anödet. Anders Marie, die Verkäuferin aus Moudon, einem kleinen Nest bei Lausanne; sie ist die Landmaus, für die das Uebernachten im Wald nicht blosse Zielvorstellung ist — sie handelt. Aus den harmlosen, bedrohten Ausgeflippten werden in den Begegnungen mit engstirniger, vorwiegend männlicher, bürgerlicher Normalität Aussenseiterinnen, die schliesslich selbst zur Gewalt greifen. Alain Tanner wollte mit diesem Film bewusst etwas ganz Neues machen und hat den Ausbruch förmlich in die Landschaft hineinkomponiert. «Wir wussten, dass wir dieses Stück Strasse zeigen wollten, oder diese Ecke vom Berg oder dieses Dorf». Ein Jahr vor der 80er-Jugendbewegung hat er ein Frauen-Roadmovie inszeniert, das «Thelma & Louise» in der Schweiz vorwegnahm und das bevorstehende Beben bereits registrierte: Leise, radikal, politisch. Auf den Strassen lässt sich ein Land «erfahren». Messidor bezeichnete im Französischen Revolutionskalender übrigens den Erntemonat Juli.
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Seelische Grausamkeit (1961)
Hannes Schmidhauser
Schweiz
99′
Marlene und Nick warten vor dem Gerichtssaal auf ihre Scheidung und lassen ihre Ehe nochmals Revue passieren: Von der Hochzeitsreise über die ersten Zwistigkeiten bis hin zur «seelischen Grausamkeit». Beenden sie ihre Ehe definitiv oder geben sie ihr eine neue Chance? Der in Zürich im Studio, im Niederdorf und am Zürichberg gedrehte Film entstand in der Regie des beliebten Schauspielers Hannes Schmidhauser, der selber die Hauptrolle verkörpert. Es sei, schreibt Hervé Dumont in seiner Geschichte des Schweizer Films, der erste Versuch, mit Methoden, Schemata und Gewohnheiten der vorangegangenen Jahrzehnte zu brechen. Am Drehbuch haben der erfahrene Kameramann Otto Ritter und der spätere Musikkritiker Mario Gerteis mitgewirkt, der Film verdient, so Dumont zurecht, «trotz seiner Unzulänglichkeiten zu den Pionierwerken gezählt zu werden, die den ‚neuen Schweizer Film‘ ankündigen: das Autorenkino der Jahre 1960–70. (...) Was bleibt, sind bewundernswerte Aufnahmen von Otto Ritter, die durch ihren Schattierungsreichtum und ihre lyrische Atmosphäre bestechen sowie die eindrucksvolle und elegante Jazz-Partitur (Georges Gruntz).»
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Das höchste Gut einer Frau ist ihr Schweigen - Il valore della donna è il suo silenzio (1979)
Gertrud Pinkus
Schweiz
94′
«Das höchste Gut des Mädchens ist seine Schönheit, das höchste Gut der Frau ist ihr Schweigen». Diesem süditalienischen Sprichwort hat Gertrud Pinkus den Titel ihres Films über eine Gastarbeiterfrau in Frankfurt entlehnt. «In der Strasse, in der ich wohne,» sagte Gertrud Pinkus damals, «leben viele ausländische Familien. Begegne ich den Frauen beim Einkaufen, beeindruckt mich jedesmal ihre Lebendigkeit und ihre Offenheit». Beim näheren Hinsehen musste die Autorin allerdings bald schon feststellen, dass — ist die grosse Schranke des Schweigens einmal durchbrochen — Dinge zutage treten, die sie kaum fassen konnte. Sie hat deshalb beschlossen, einmal hinter die Gardinen der ausländischen Frauen zu schauen. So einfach, wie sie sich das allerdings vorgestellt hatte, gestaltete sich das nicht. Es erwies sich als äusserst schwierig, an die Frauen heranzukommen, denn auch der Fremde, wo Möglichkeiten bestehen würden, sich der unmittelbaren Kontrolle der Familie zu entziehen, behalten die Frauen die Angst vor dem Ausgestossenwerden, vor der Aechtung. So hat sich Pinkus, die ursprünglich einen rein dokumentarischen Bericht vorgesehen hatte, darauf beschränken müssen, die Aeusserungen einer anonym bleibenden Maria M. auf der Tonspur festzuhalten und dazu Szenen zu inszenieren, die von einer anderen Gastarbeiterfrau und ihren Angehörigen gespielt werden. Lediglich die Aufnahmen in der italienischen Heimat der «Portraitierten» sind dokumentarisches Original. «Das höchste Gut einer Frau ist ihr Schweigen» bleibt ein eindrücklicher Film aus dokumentarischen und inszenierten Elementen, ein Destillat aus Schicksalen süditalienischer Migrantinnen.
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Heute Nacht oder nie (1972)
Daniel Schmid
Schweiz
82′
Eine reiche Dame veranstaltet alljährlich eine Soirée für ihre Dienerschaft, an der die Rollen getauscht werden: Die Bediensteten lassen sich von den Herrschaften bedienen. Im Verlauf des Abends werden die Dienerinnen und Diener zur Rebellion aufgerufen – doch sie halten dies bloss für eine komödiantische Einlage. Satire und opernhaft-exaltiert gestaltetes Lehrstück über die Klassenstände.
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Höhenfeuer (1985)
Fredi M. Murer
Schweiz
114′
Unter den Schweizer Bergfilmen ist Fredi Murers «Höhenfeuer» sozusagen das Pièce de résistance: Die Geschichte von der Bauerntochter Belli und ihrem tauben Bruder Bueb, die mit ihren Eltern auf einem Hof über einem jener Bergtäler leben, aus denen es einen in die Höhe drängt, an die Sonne und an einen Ort, an dem es weniger eng wirkt. Die Enge mag sich an den steilen Hängen dann anderswie wieder einstellen, denn sie gehört in dieser Weltgegend offenbar dazu. Ausgerechnet der gehörlose Sohn ist es, der die Familie von Zeit zu Zeit zum Reden bringt, über ihn und seine Eigenheiten und die besonderen Erfahrungsformen. «Höhenfeuer» ist ein Berglerfilm und ein Heimatfilm im besten Sinn des Wortes. Er hat tiefe Wurzeln, die ihn so zum Blühen bringen, dass das, wovon er erzählt, überall verstanden wird. Einsamkeit kennt keine Geografie, aber sie gründet auf engen Voraussetzungen. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Leoparden von Locarno wurde «Höhenfeuer» inzwischen in zwei verschiedenen Umfragen zweifach zum Besten Schweizer Film aller Zeiten erkoren.
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Wir Bergler in den Bergen (1974)
Fredi M. Murer
Schweiz
112′
Der ethnographische Dokumentarfilm in drei Sätzen von Fredi M. Murer spiegelt die drei unterschiedlichen, nebeneinander existierenden Entwicklungsstadien des Bergkantons Uri, aus dem der in Zürich lebende Filmemacher stammt. In Göschenen, am Fusse des an der europäischen Nord-Süd-Achse liegenden Gotthards, hat die Industrialisierung längst Einzug gehalten: aus den ehemaligen Bergbauern sind Angestellte und Arbeiter geworden. Im Schächental hingegen pflegt man noch die traditionelle Familien- Alpwirtschaft. Und das Dorf Bristen im Maderanertal findet sich mitten im Umbruch, man pflegt zwar noch die traditionelle Landwirtschaft, gleichzeitig aber verlassen täglich 250 Einwohner den Ort, um auswärts zur Arbeit oder zur Schule zu gehen. Faszinierend ist dieser Klassiker des neuen Schweizer Films heute noch, weil er mit Liebe und Sorgfalt sich den Menschen und ihrer Arbeit nähert, weil er sie selber zu Wort kommen lässt und damit eine Betrachtung von innen heraus schafft. Schön zu sehen, wie die damals brandneue Gotthardstrasse sich präsentierte und amüsant zu hören, wie man mit dem Teufelstein umging. Eine Zeitreise.
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Matlosa (1981)
Villi Hermann
Schweiz
94′
Alfredo ist ein ganz alltäglicher Familienvater, der in einem Tessiner Bergtal aufgewachsen ist und in der Stadt das Glück nicht wirklich gefunden hat. Seit zehn Jahren kehrt er wöchentlich mit seiner Frau und den beiden Kindern ins Bergdorf zurück, um den verbliebenen Rest von Freiheit hier noch zu geniessen. Dabei trifft er auf die alten Bekannten, bastelt am Haus seiner Familie, sammelt Schnecken und geht verträumt den Spuren seiner Kindheit nach. Der «Bauernlümmel» von damals hat sich in der Stadt immerhn zum gehobenen Angestellten hochgedient, sich aber gleichzeitig in diesem menschenfeindlichen Labrinth entfremdet. Er ist heimatlos in der eigenen Heimat geworden. Immer wieder taucht in seiner Erinnerung eine Figur aus der Jugendzeit auf: der Matlosa, ein umherziehender Strassenverkäufer, der für Alfredo zu einer Art Vaterfigur geworden war. Ihn hatte man dem Buben damals weggenommen, an die Grenze gestellt, denn für Vagabunden und sonstige Flüchtlinge hatte man wenig übrig in diesem Land. In seinem ersten Spielfilm «Matlosa» erzählt der Tessiner Filmemacher Villi Herrmann (San Gottardo) zusammen mit Kameramann Carlo Varini nahtlos ineinander geflochten die Geschichten von Alfredos Jugend und seiner Gegenwart, mit Poesie und Ausdauer die einen, hektischer und kühl die anderen. Über eine gesellschaftspolitische Parabel hinausgehend, wagt er einen Blick in das Innere seiner Figur und entdeckt eine Welt voller Träume. Ein aussergewöhnlicher Heimatfilm über den Verlust von Heimat, die Suche nach den Wurzeln und die Überbrückung des Grabens zwischen Erinnerung und Wirklichkeit. Alfredo wird verkörpert von Omero Antonutti, der so bravourös den Vater in Tavianis «Padre Padrone» gespielt hat.
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