Poetischer Realismus aus Japan: Kenji Mizoguchi

Der japanische Regisseur Kenji Mizoguchi (1898–1956) gehört zu den prägendsten Regisseur:innen der Filmgeschichte. Neben seinen poetischen Landschaftsbildern und seinen raffinierten Plansequenzen sind es die Frauenporträts – Ehefrauen, Kurtisanen und immer wieder Geishas –, die sich leitmotivisch durch Mizoguchis Werke ziehen. Zwischen Anklage und Mitgefühl beschreibt Mizoguchi in seinen Sozialdramen die unbarmherzige Härte des Daseins japanischer Frauen quer durch die Epochen. Wir präsentieren exklusiv sieben seiner Werke frisch restauriert und untertitelt.

Akasen Chitai - Die Strasse der Schande (1956)
Kenji Mizoguchi
Japan
86′
Fünf Frauenschicksale aus dem Bordellviertel Tokyos in den 1950er Jahren stehen im Zentrum des letzten Films von Kenji Mizoguchi, der die Mehrzahl seiner Werke der historischen und sozialen Situation japanischer Frauen widmete. Das Thema ist mit gesellschaftskritischem Engagement, menschlicher Anteilnahme und unspekulativer Offenheit gestaltet.
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Chikamatsu monogatari - A Story from Chikamatsu (1954)
Kenji Mizoguchi
Japan
102′
Japan im Jahr 1684. Der Bildaufzieher Ishun hat sein Geschäft mitten in der kaiserlichen Residenzstadt Kyoto. Da er Aufträge der Kaiserfamilie erfüllt, geniesst er trotz seiner bürgerlichen Herkunft viele Privilegien. Seine zweite Ehefrau Osan erfüllt die Bitten ihres verschwenderischen Bruders, der des öfteren zu ihr kommt, um Geld zu leihen. Da Osan aber selbst nicht genügend Mittel hat, wendet sie sich an den freundlichen Kontoristen Mohei, der ihr zuliebe heimlich den Namensstempel ihres Ehemannes benutzt, um von den Kunden kleine Beträge zu verlangen. Unglücklicherweise wird Mohei bei einem solchen Vorgang erwischt und von seinen Kollegen verraten. Schnell verbreitet sich das Gerücht, dass Mohei und Osan eine Affäre hätten. Da eine unerlaubte Liebesbeziehung das rigide Regelwerk der Feudalgesellschaft unterläuft und auf das Strengste bestraft wird, fliehen die beiden. Basierend auf dem japanischen Theaterstück „Daikyoji mukashi-goyomi“ von Monzaemon Chikamatsu schafft Kenji Mizoguchi ein fesselndes Drama über Moral und Tradition. Sein Interesse für überwiegend weibliche Charaktere, die gegen die Tradition verstossen und dann die Folgen, einer ungerechten Gesellschaft zu tragen haben, sind typisch für Mizoguchis Werken.
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Fünf Frauen um Utamaro (1946)
Kenji Mizoguchi
Japan
95′
In seinem Spielfilmporträt zeigt Kenji Mizoguchi den Holzschnittmeister Utamaro als Künstler, der sich von der traditionellen Auftragsmalerei löste und den Holzdruck revolutionierte, indem er mit seinen Werken menschliche Emotionen einfing. Seine Motive und Modelle suchte er hauptsächlich im Vergnügungsviertel von Tokyo. Regisseur Mizoguchi verbindet Utamaros künstlerischen Werdegang mit den teilweise tragischen Schicksalen einiger Geishas. Der Film ist unter der US-amerikanischen Besatzung entstanden und gilt als Mizoguchis autobiografischstes Werk.
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Yokihi - Princess Yang Kwei Fei (1955)
Kenji Mizoguchi
Japan
91′
Wir befinden uns im China des 8. Jahrhunderts. Der amtierende Kaiser Hsuan Tsung ist untröstlich über den Tod seiner Frau. Allein die Musik scheint ihm einige Zerstreuung zu bringen. Angesichts dieser Situation kommt der intrigante General An Lushan auf die Idee, sich Aufstiegschancen zu schaffen, indem er dem Kaiser die schönste Tochter der Familie Yang als Konkubine zuführt. Beim Frühjahrsfest unter blühenden Pflaumenbäumen tritt Hsuan Tsung mit seiner neuen Dienerin aus dem Palast. Der Kaiser, der sich schon lange nach Gesellschaft sehnt, ist so beeindruckt von ihrer besonderen Schönheit und ihrem Gemüt, dass er, die aus dem Bürgertum stammende Yang, zu seiner Prinzessin Yang Kwei-fe macht. Ihre Familie und die Verwandten reiben sich die Hände; sie haben nichts anderes im Sinn, als Yangs hohe Stellung und die Liebe des Kaisers zu ihr auszunutzen. Yokihi - Princess Yang Kwei Fei ist Mizoguchis erster Farbfilm. Es handelt sich um eine der ersten japanischen Ko-Produktionen mit den Shaw Brothers aus Hongkong. Der Film besticht durch seine prächtigen Kostüme und Kulissen, die von Kameraveteran Kohei Sugiyama toll in Szene gesetzt werden.
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Ugetsu monogatari - Erzählungen unter dem Regenmond (1953)
Kenji Mizoguchi
Japan
97′
In seinem Meisterwerk Ugetsu monogatari schildert der Japaner Kenji Mizoguchi die Geschichte von Genjuro, einem Töpfer, und seinem Schwager, dem Bauern Tobei. Die beiden leben mit ihren Frauen in einem kleinen Dorf, das inmitten eines von Kriegswirren umtosten Gebietes gelegen ist. Und sie haben Ambitionen, die sich die Kriegswirren zunutze machen. Genjuro möchte mit seinen Töpfen in die Stadt fahren und möglichst rasch viel Geld verdienen. Tobei will als Samurai zu Ruhm und Ehre kommen. Beide setzen alles aufs Spiel: und verlieren. Das Streben nach Geld und Ruhm, macht Mizoguchi hier deutlich, birgt zwangsläufig den Verlust von inneren Werten mit sich. Genjuro und Tobei machen sich auf einen Weg, der sie immer weiter wegführt von sich selber, der Wunschträumen und Phantomen folgt und nicht den Spuren der Wirklichkeit. Unterwegs, auf jener grandiosen Bootspassage, treibt der Tod phantomartig an ihnen vorbei - sie verstehen es nicht, das Zeichen richtig zu deuten. Und so wird der Tod Wirklichkeit. Genjuro rennt später einer Liebe nach, die er für echter und stärker hält als jene zu seiner eigenen, daheim gelassenen Frau. Die Liebe aber, sie entpuppt sich als Phantom als Geist einer längst verblichenen Prinzessin.
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Sansho Dayu - Landvogt Sansho (1954)
Kenji Mizoguchi
Japan
124′
Sansho Dayu handelt von einem Kinderpaar aus reichem Haus Ende des 12. Jahrhunderts, das dem Landvogt des Titels in die Hände fällt, der seinen Ruf als vorbildlicher Lehensherr der gnadenlosen Ausbeutung seines Sklavenheers verdankt. In lange getragenen Einstellungen erzählt Mizoguchi fliessend diese alte Legende von Not und Rache in Bildern so schön, dass man sich jedes einzelne davon ausschneiden und aufhängen möchte.
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Uwasa no Onna - The Woman of Rumour (1954)
Kenji Mizoguchi
Japan
83′
Im Shimabara-Distrikt in Kyoto, dem historischen Vergnügungsviertel der Stadt, führt die Witwe Hatsuko ein äusserst florierendes Geishahaus. Sie selber hat eine Affäre mit dem jungen Doktor Matoba, welcher sich jedoch in ihre Tochter verliebt, die versucht hat, Selbstmord zu begehen, nachdem ihr Liebhaber vom Beruf ihrer Mutter erfuhr. Die junge Frau lehnt den Liebhaber aber ab, wie alles, was mit ihrer Mutter zusammenhängt. Ein feinfühliges Drama, das seine Charaktere genau erfasst und das Milieu dezent und mit ambivalentem Blick behandelt.
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