Neue Filme

Seit 1 Woche
Kaos (1984)
Paolo & Vittorio Taviani
Italien
180′
Mit Tonino Guerra adaptierten Paolo und Vittorio Taviani Novellen des Nobelpreisträgers Luigi Pirandello, die, jede auf ihre Art, um das Thema Heimat kreisen. In lose verbundenen Episoden entwirft Kaos ein manchmal bizarr poetisches, dann wieder melancholisch angehauchtes Panoramabild des italienischen Südens. Vier sizilianische Episoden nach den Novelle per un anno, in denen Nobelpreisträger Luigi Pirandello erdhafte und aussergewöhnliche Geschichten niedergeschrieben hat, die ihm einst seine Gouvernante erzählte. Das Wiener Filmmuseum schreibt: «Was an diesen tragischen, lyrischen und grotesken Episoden über schmerzirre Mütter, mondsüchtige Bauern, aufsässige Schäfer, Narren und Schalke unentwegt spürbar bleibt, ist die mächtige, ausholende Lust am Erzählen, die Vernarrtheit ins grelle Licht des Tages und das Dunkel der Nacht, die Leidenschaft für sinnliche, pastose Bilder und die Liebe zum Land und seinen Geschöpfen. In der fünften Episode, in der von Pirandello selbst erzählt wird, kommt der Film zu sich. Eine Reise in die Kindheit. Ein Hinuntertollen über die weissen, wunderbaren Sandklippen von Lipari zum Meer, das trunken blau und grün ist: ein Glücksmoment, eine Lust, die nicht enden will.»
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Seit 1 Woche
Female Pleasure (2018)
Barbara Miller
Schweiz
97′
Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm #FEMALE PLEASURE. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaischpatriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstossen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht. #FEMALE PLEASURE ist ein Film, der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann.
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Seit 2 Wochen
An - Von Kirschblüten und roten Bohnen (2015)
Naomi Kawase
Japan
114′
Tokio, Zeit der Kirschblüte. Sentaro steht wie jeden Tag in seiner winzigen Bäckerei, als die betagte Tokue vorbeikommt. Sie möchte als Aushilfe anfangen. Sentaro reagiert ablehnend – bis er Tokues «An», eine traditionelle süsse Bohnenpaste, probiert. Diese ist so unbeschreiblich gut, dass der Bäcker sofort alle Bedenken über Bord wirft und die Frau einstellt. Bald entsteht zwischen Tokue und Sentaro, die beide ein Geheimnis haben, eine Freundschaft. Und das Geschäft erblüht – denn die «An»-Zubereitung ist für Tokue nicht einfach eine Arbeit. Vielmehr zeigt sich darin ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur und ihr Respekt vor dem Leben… Die mehrfach ausgezeichnete japanische Regisseurin Naomi Kawase hat sich mit Filmen wie «Mogari no mori» und «Still the Water» international einen Namen gemacht. Hier erzählt sie eine ergreifende Geschichte über zwei ganz unterschiedliche Menschen, übers Kochen als poetisches Ritual, über Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. «AN – Von Kirschblüten und roten Bohnen» ist bezauberndes Kino voller Sinnlichkeit, Weisheit und Anmut.
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Seit 2 Wochen
Rafiki (2018)
Wanuri Kahiu
Kenia
83′
Kena und Ziki sind zwei Teenager aus dem kenianischen Nairobi und dicke Freundinnen, obwohl ihre Familien politisch entgegengesetzte Ansichten vertreten. Sie halten zusammen, wollen mehr und verlieben sich ineinander, was sie in ihrer konservativen Gesellschaft in Bedrängnis bringt. Der Spielfilm Rafiki war mit seiner Buntheit und Frische ein Hit beim Publikum am Festival von Cannes, wo er im Programm «Un certain regard» lief. Ein frischer Wind aus Kenia Rafiki strahlt das aus, was auch die junge Filmemacherin Wanuri Kahiu auszeichnet: Ein gesundes Selbstbewusstsein afrikanischer Jugendlicher, die hier und jetzt für sich einstehen und für ein selbstbestimmtes und fröhliches Leben. Die Kenianerin mag es nicht, dass ihr Kontinent dauernd nur als Opfer und Zone des Leidens vermittelt wird. Und so reist sie um die Welt und macht Filme, erzählt Geschichten, die vor Lebensglauben und Freude nur so sprühen. «Afro-Bubblegum» nennt sie das Konzept, und sie hebt sich erfrischend ab. Am Festival von Cannes war das Publikum hin und weg, und nicht nur dort. Kena und Ziki sind lebensfroh. Sie geniessen den Alltag, kleiden sich gern kunterbunt, die eine knüpft sich auch die Haare in allen Farben. Sie leben ihr Leben, haben ihre Träume und verlieben sich ineinander, obwohl das in Kenia von Gesetzes wegen nicht geht. Sie kümmern sich einen Deut darum und müssen erfahren, dass der Weg länger sein wird, als sie sich das wünschen könnten. Ihre Liebesgeschichte ist ansteckend frisch erzählt. Walter Ruggle
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Seit 3 Wochen
The Bookshop (2016)
Isabel Coixet
Frankreich
113′
Ende der Fünfzigerjahre im verschlafenen englischen Küstenstädtchen Hardborough: Florence Green träumt davon, einen eigenen Buchladen zu eröffnen. Die Liebe zu Büchern ist das Einzige, was ihr von ihrem verstorbenen Mann geblieben ist. Sie ist bereit, ihr gesamtes Vermögen und all ihre Kraft in die Verwirklichung dieses Traums zu investieren. Die anfängliche Skepsis der Dorfbewohner weicht zunehmendem Interesse, als Florence auch progressive und umstrittene Werke wie Nabokovs «Lolita» und Bradburys «Fahrenheit 451» verkauft. Einen treuen Freund findet die junge Witwe in Mr. Brundish. Der gebildete Gentleman lebt zurückgezogen und teilt ihre Leidenschaft für das Lesen. Aber sie hat auch eine gefährliche Gegnerin – die alteingesessene graue Eminenz des Dorfes, Violet Gamart… «The Bookshop» ist eine feinsinnig verfilmte Adaption des gleichnamigen Romans von Penelope Fitzgerald. Subtil und nuanciert werden die menschlichen Regungen eingefangen, eingebettet in das stimmungsvolle Porträt der englischen Küstenlandschaft. Emily Mortimer, Bill Nighy und Patricia Clarkson bilden dabei ein perfektes Schauspiel-Ensemble. Mit ihrem neuen Werk hat die katalanische Regisseurin Isabel Coixet gleich drei spanische Goyas gewonnen. Ein poetischer Film, der die Liebe zur Literatur zelebriert.
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Seit 4 Wochen
Sibel (2018)
Guillaume Giovanetti, Çagla Zencirci
Türkei
96′
Sibel ist 25 Jahre jung und lebt mit Vater und Schwester in einem abgelegenen Bergdorf am Schwarzen Meer. Sie ist stumm, kann aber dank einer in der Region verbreiteten Pfeifsprache kommunizieren. Sibel treibt sich in den Wäldern herum und sucht einen Wolf, der Fantasien und Ängste der Frauen im Dorf beflügelt. Bei einem ihrer Streifzüge trifft sie auf einen Fremden, um den sie sich kümmert. Zum ersten Mal nimmt jemand sie ernst. Selbstfindung einer jungen Frau Gepfiffen wird in diesem Film immer wieder. Das ist kein Spleen des Filmpaars Guillaume Giovanetti und Çağla Zencirci, weil es der stummen Hauptfigur so eine Kommunikationsmöglichkeit geben wollte: Nein, sie haben ihre Geschichte in der Region um Kusköy am Schwarzen Meer angesiedelt, wo die Menschen eine althergebrachte Pfeifsprache beherrschen. Die exotisch anmutende Vogelsprache gehört zur Zeichnung der Hauptfigur. Diese heisst Sibel, und ihre Schönheit ist vorerst eine raue, wilde, äussere, denn der Film beschreibt so etwas wie den Weg einer Menschwerdung. Sibel, ein «Enfant sauvage», lernt ihre Schönheit zu begreifen: Es ist die Geschichte einer Selbstwerdung. Die atemlos wirkende Sibel wird verkörpert von Damla Sönmez, die den Film wie ein Stummfilmstar prägt. Ihre Stummheit hat sie im Dorf in die Aussenseiterinnenrolle gezwungen, sie ist gern allein, bricht auf in den Wald, wo sie sich ein kleines Refugium eingerichtet hat. Die Aufnahmen aus den Hängen der atmenden Bäume sind überwältigend, die Landschaft verschlingt die Menschen, der immense Wald ist Rückzugsort, Fluchtpunkt, Märchenwald und Hort der Ängste. Wenn Sibel rastlos zwischen den Bäumen umherrennt, schlägt ihr Puls hoch und unserer mit ihrem. Alles spitzt sich zu, als die wilde junge Frau im Wald auf einen Fremden stösst, der sich versteckt. Endlich erfährt sie, wie ihr jemand auch ohne Vorurteile begegnen kann. Das Filmerpaar beschreibt eine Annäherung, die aus radikaler Abwehr heraus geschieht und letztlich in ihrer Wildheit zärtlicher wirkt als das, was das Kino uns traditionell bietet. Sibel ist eine junge Frau, die sich selber finden und erfahren muss, um in der Gemeinschaft künftig Bestand zu haben.
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Seit 4 Wochen
L'intrusa (2017)
Leonardo di Costanzo
Italien
95′
Eine Oase am Stadtrand von Neapel. Hier erleben Kinder einen Alltag, der ganz anders ist als das, was sie sonst kennen. Mit Engagement und Einfühlungsvermögen leitet Giovanna diesen Hort der Kreativität, in dem Mädchen und Buben ihre schulfreien Stunden verbringen. Dann aber sucht die junge Ehefrau eines skrupellosen Camorra-Mitgliedes mit ihren zwei kleinen Kindern Schutz in der Institution – und Giovanna wird vor eine Entscheidung gestellt, die alles verändern könnte… Der italienische Filmemacher Leonardo Di Costanzo war neben Ursula Meier und Jean-Luc Godard einer der Regisseure von «Les ponts de Sarajevo». Mit «L’Intrusa» legt er seinen zweiten Spielfilm vor. Eindringlich und unaufgeregt erzählt er vom Leben in einer Gesellschaft, in deren Mitte die Mafia angekommen ist. In der Hauptrolle überzeugt die Schauspielerin und Tänzerin Raffaella Giordano, die sich unter anderem mit Pina Bauschs «Tanztheater Wuppertal» international einen Namen gemacht hat. «L’Intrusa» ist starkes Kino mit einer kämpferischen und gleichzeitig sensiblen Frau im Zentrum, die es wagt, Grenzen in Frage zu stellen – und sie zu überschreiten.
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Seit 1 Monat
Woman at War (2018)
Benedikt Erlingsson
Island
100′
Halla ist fünfzig und eine unabhängige Frau. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin. Bekannt unter dem Decknamen «The Woman of the Mountain» führt sie heimlich einen Ein-Frau-Krieg gegen die lokale Aluminiumindustrie. Mit Vandalismus bis hin zur Industriesabotage gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem internationalen Investor zu stoppen. Doch dann erfährt sie, dass ihr Antrag für die Adoption eines Kindes endlich angenommen wurde. Sie plant ihre letzte und kühnste Operation als Retterin der Highlands. Bereits mit seinem grossartig skurrilen Spielfilmdebüt «Of Horses and Men» erregte Benedikt Erlingsson international Aufmerksamkeit. Nun ist der isländische Regisseur zurück mit einer ebenso humorvollen wie politisch scharfzüngigen Komödie. Die Inszenierung der kargen Weiten Islands ist betörend und die Hauptdarstellerin Halldóra Geirharðsdóttir eine Wucht. «Woman at War» begeisterte das Publikum der Semaine de la Critique am Filmfestival Cannes und freut sich nun, auf filmingo gesehen zu werden.
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Cold War (2018)
Paweł Pawlikowski
Polen
88′
Eine Liebesgeschichte für die Ewigkeit: Wiktor begegnet Zula bei einem Vorsingen. Er engagiert die eigensinnige junge Frau mit der göttlichen Stimme ohne gross nachzudenken. Zwischen den beiden entflammen sofort heftige Liebesgefühle, ihre Leidenschaft scheint keine Grenzen zu kennen. Doch Wiktors Künstlergruppe wird zunehmend politisch vereinnahmt. Anfangs der 1950er-Jahre nutzt er einen Auftritt in Ostberlin, um sich in den Westen abzusetzen. Während Wiktor in Paris den Jazz entdeckt, führt die in Polen gebliebene Zula ihre eigene Karriere fort. Vergessen können sich die beiden nicht – und in Warschau, Paris oder Split führt das Leben die Liebenden immer wieder für kürzere oder längere Zeit zusammen… Regisseur Pawel Pawlikowski lässt seinem Spielfilm «Ida», für den er 2014 einen Oscar gewonnen hat, ein weiteres Meisterwerk folgen: In «Cold War – Der Breitengrad der Liebe» erzählt er von der unbändigen Kraft der Gefühle, von einer Amour fou im Strudel der Zeit. Sein am Festival in Cannes mit dem Regie-Preis ausgezeichneter Film überzeugt mit einer starken Geschichte, die in ihrer brillanten Intensität lange nachwirkt. Zauberhaftes Kino mit wundervollen Bildkompositionen und hinreissender Musik!
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Gerhard Richter Painting (2011)
Corinna Belz
Deutschland
102′
Gerhard Richter, einer der international bedeutendsten Künstler der Gegenwart, öffnete der Filmemacherin Corinna Belz im Frühjahr und Sommer 2009 sein Atelier, wo er an einer Serie grosser abstrakter Bilder arbeitete. «Gerhard Richter Painting» gewährt einmalige Einblicke in die Arbeit des Künstlers. In hoch konzentrierten Einstellungen lässt uns der Film an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt. Corinna Belz lässt uns in ihrem klugen, einfühlsamen Film den vielschichtigen Vorgängen künstlerischen Schaffens näher kommen. Der Blick auf die Leinwand erweitert und verändert sich. Die Bilder werden selbst zu Protagonisten. «Gerhard Richter Painting» ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit – und ein faszinierender Film über das Sehen selbst. Der Bayrische Rundfunk hielt fest: «'Gerhard Richter Painting' ist gerade deshalb so aufschlussreich, weil der Film den Prozess des Erschaffens mit all seinen Unsicherheiten und Irrwegen zeigt. Selbst Richter kann nicht erklären, was genau da passiert, weil Worte und Malerei für ihn nicht zusammengehen. Richter hat sich die Skepsis zum Arbeitsprinzip gemacht und scheint in permanenter, kritischer Kommunikation mit der Leinwand zu stehen: aufmerksam, offen – und zweifelnd.» Richters emotionaler letzter Satz bringt die Qualitäten von 'Gerhard Richter Painting' auf den Punkt: 'Mann, macht das Spass!'» Deutscher Filmpreis 2012: Bester Dokumentarfilm
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The Party (2017)
Sally Potter
Vereinigtes Königreich
71′
Janet hat sich nach ganz oben gekämpft: Sie wird Gesundheitsministerin. Das muss gefeiert werden, zusammen mit ihrem Mann Bill und ihren engsten Freunden. Kaum sind alle Gäste da, platzt Bill mit zwei bisher gut gehüteten Geheimnissen heraus. Diese erschüttern nicht nur Janets Existenz in ihren Grundfesten. So läuft die Party bald völlig aus dem Ruder: Liebe, Freundschaften, politische Überzeugungen und Lebensentwürfe stehen auf dem Spiel. Unter der kultivierten linksliberalen Oberfläche brodelt es und in der Auseinandersetzung werden auch scharfe Geschütze aufgefahren – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Postfeminismus, die Esoterik, das Gesundheitssystem, die Männlichkeit: Nichts ist vor Sally Potters Witz sicher – und dieser ist wunderbar scharf und treffend. So tun sich hinter den Fassaden von Janet, Bill und ihren Gästen bald Abgründe auf, eine Wahrheit nach der anderen fliegt ihnen um die Ohren. Sally Potters «The Party» ist ein hintersinniges filmisches Feuerwerk mit spritzigen Dialogen und einem tollen Darsteller-Ensemble, darunter Kristin Scott Thomas, Bruno Ganz und Timothy Spall. «Was nicht von selbst zerfällt, wird in die Luft gejagt: Regisseurin Sally Potter ruiniert in ihrem Kammerspiel „The Party“ Beziehungen reihenweise. Eine besondere Rolle fällt dabei Bruno Ganz zu», schrieb die FAZ, dem Buffo des Films. «Er spielt Gottfried, den esoterischen Lebensgefährten der zynischen April, die bei jeder Gelegenheit erwähnt, dass ihre Beziehung kurz vor der Auflösung steht. „Bitte sag mir nicht, dass du gerade meditierst, Gottfried. Jetzt reiss dich mal zusammen“, sagt sie, als sie ihn im Schneidersitz auf dem Teppich vorfindet. Patricia Clarkson als April setzt die Pointen, aber erst Gottfrieds ignorante Freundlichkeit macht sie wirklich witzig.»
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Paterson (2016)
Jim Jarmusch
USA
118′
Paterson ist Busfahrer in einer Stadt in New Jersey, die genauso heisst wie er. Seine exzentrische Frau Laura liebt es schwarzweiss, sie malt, erfindet Muffin-Rezepte und will Gitarre spielen lernen. Der gelassene und selbstlose Paterson ermuntert sie bei allem. Mit seinem eigenen Talent geht er aber nachlässig um: In den Arbeitspausen schreibt Paterson – quasi für die Schublade – feinfühlige Gedichte ins Notizbuch. Laura drängt ihn, seine poetischen Kleinode wenigstens zu kopieren, doch es kommt alles anders, die Alltags- und Beziehungsroutine der beiden gerät in Bewegung. Mit beteiligt daran wiederum ist der Mitbewohner der beiden, die kleine Bulldogge Marvin. Kult-Regisseur Jim Jarmusch («Down By Law», «Stranger Than Paradies», «Broken Flowers») erweist sich in «Paterson» einmal mehr stilsicher, der dem Leben die Schönheiten der Lakonik abgewinnt und die Poesie des Alltags zu einem eigenen Gedicht gestalten kann. Sein famoses Ensemble um Shootingstar Adam Driver («Star Wars», «Girls») und die bezaubernde Golshifteh Farahani beleben die unaufgeregt erzählte Geschichte, in der Jarmusch von der Sehnsucht nach Glück und der Erfüllung im alltäglich Vertrauten erzählt. «Paterson» ist von ironischer Melancholie beflügelt und von Optimismus beseelt: herznah, universell berührend – ein Gedicht von einem Film, in dem einer ganz unauffällig dichtet.
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Giovanni Segantini (2015)
Christian Labhart
Schweiz
86′
Eine Hommage an den Bündner Künstler, der unter freiem Himmel monumentale Werke gestaltet hat, in denen oft einfache Menschen, den Blick nach unten gerichtet, in der idealisierten Natur einer Hochgebirgs-Landschaft eingebettet sind. Im Lauf seines Lebens stieg Giovanni Segantini auf der Suche nach mehr Licht immer höher hinauf, war selber ein Teil der Natur, in der er malte und malte. 41 Jahre jung starb der leidenschaftliche Maler 1899 unter dramatischen Umständen auf 2'700 Metern hoch über Pontresina, wo heute die nach ihm benannte Hütte BerggängerInnen in Scharen anzieht, verköstigt und den atemberaubendsten von allen Blicken übers Ober-Engadin bietet. Christian Labhart wirft in seiner filmischen Annäherung an den Ausnahmekünstler einen emotionalen Blick in die anderen Abgründe, jene inneren der zutiefst verletzten Seele, und auf das Werk des Genies, dessen internationale Erfolge erst kurz vor seinem allzu frühen Tod einsetzten. Ein stiller Film, der sich «als Antithese zum Lärm der Welt und zum Mainstream des Konsums» versteht, passend zu den Bildern von Giovanni Segantini. Der Film erinnert heute nicht nur an Segantini, vielmehr auch an zwei anfangs 2019 verstorbene Künstler, die, jeder auf seine Art, ein halbes Jahrhundert Filmgeschichte bezw. Film- und Theatergeschichte mit geprägt haben. Die Kamera führte Pio Corradi, dessen sensibles Auge hier dem Blick Segantinis verpflichtet ist. Den Kommentar der deutschen Version spricht Bruno Ganz. Es sind dies die autobiographischen Texte, Worte aus dem Bestseller „Das Schönste, was ich sah“ von Asta Scheib. Die Originale der Gemälde wurden übrigens mit einer hochauflösenden Spezialkamera aufgenommen, um eine möglichst farbgetreue filmische Wiedergabe zu erreichen. (ln/wal.)
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Blaze (2018)
Ethan Hawke
USA
129′
Basierend auf den bewegenden Memoiren von Sybil Rosen, der langjährigen Lebensgefährtin des legendären Texas-Outlaw-Musikers Blaze Foley, hat der Schauspielstar und Musik-Fan Ethan Hawke einen eigenwilligen und ausgesprochen persönlichen Spielfilm realisiert: Annäherung an einen Musiker und seine Zeit. «Beautifully made. Opens your ears, your eyes and your heart», notierte das Branchenblatt Variety zum Film, der im August auf der Piazza Grande in Locarno seine europäische Premiere feiern konnte, während Ethan Hawke für sein bisheriges Werk ein Pardo d‘Onore überreicht wurde. Der Film erfasst das verrückte Leben von Blaze Foley, der in den 1970er Jahren seinen Aufstieg in der Szene der Country- Musik begann und selbst Lieder schrieb, von denen einige im Film genossen werden können. Nachdem Ethan Hawke zuvor in «Born to be Blue» selbst als Jazz-Trompeter Chet Baker musikalisch vor der Kamera tätig geworden war, verfilmte er in «Blaze» als Regisseur das Leben eines Musikers aus einer komplett anderen Musikrichtung. Michael Sennhauser schreibt: «Hawke hat echte Musiker versammelt für diese «labour of love», jeder von ihnen ein ungebremstes Showtalent, und viele seiner prominenten Hollywood-Freunde. So spielt Hawke selber den unbedarften Radio-Host. Sein Freund und Erfolgsregisseur Richard Linklater spielt einen neureichen Ölbaron, zusammen mit Sam Rockwell und Steve Zahn, Country-Legende Kris Kristofferson gibt Blaze Foleys dementen Vater, und die echte Sybil Rosen spielt im Film ihre eigene Mutter. Es ist diese organische Verschränkung von Musiker-Mythen und Realität, mit echten Musikern als Schauspielern, und der spürbaren Begeisterung des Filmemachers für seinen Stoff, welche aus Blaze ein einzigartiges Kinoerlebnis machen, einen Film mit tiefen Wurzeln und viel Sehnsucht.»
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Transit (2018)
Christian Petzold
Deutschland
102′
Der Roman «Transit» von Anna Seghers ist die Basis dieses Films, in dem Christian Petzold die Geschichte von damals im Heute spielen lässt, ohne daraus das geringste Aufsehen zu machen. Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg, ein deutscher Flüchtling, entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: Ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft. In Marseille darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Ein Visum für eines der möglichen Aufnahmeländer wird gebraucht, zudem Transitvisa und die Tickets für die Schiffspassage. Das alles ist rar. Georg erinnert sich der Papiere Weidels und nimmt dessen Identität an. Er taucht ein in die ungefähre Existenz des Transits. Flüchtlingsgespräche in den Korridoren des kleinen Hotels, der Konsulate, in den Cafés und Bars am Hafen. Er freundet sich mit Driss an, dem Sohn seines auf der Flucht gestorbenen Genossen Heinz. Wozu weiterreisen? Lässt sich anderswo ein neues Leben beginnen? In der atemberaubenden, fast schwebenden Begegnung des historischen Stoffs mit der Gegenwart des heutigen Marseille erzählt Christian Petzold die Geschichte einer Liebe zwischen Flucht, Exil und der Sehnsucht nach einem Ort, der ein Zuhause ist. In der Hauptrolle spielt Franz Rogowski. In der FAZ hat Andreas Kilb zur Kinopremiere des Films geschrieben: «Es gibt nur wenige Beschreibungen von Marseille in Anna Seghers’ Roman „Transit“. Eine dieser seltenen Stellen, in denen die Erzählung gleichsam den Atem anhält, handelt von der Place Saint-Ferréol am Rand des Hafenviertels: „Nicht nur unermessliche Leere schien den Platz zu erfüllen trotz seiner Zeitungsbuden und frierenden Bäume, sondern unermessliche Zeit. Vermischt mit dem Staub, schien der Wind ungeheure Stösse von Zeit daherzufegen.“ Einen Herzschlag lang ist die Panik ruhiggestellt, die das Buch von der ersten bis zur letzten seiner knapp zweihundert Seiten durchzieht. Dann geht der Kampf um die letzten Visen und Schiffspassagen, die letzten Tickets in die Freiheit weiter. Man muss sich den Film von Christian Petzold als bildliche Umsetzung dessen vorstellen, was auf diesem Platz passiert. Ein Erzählraum öffnet sich und füllt sich mit unermesslichen Schüben von Zeit.»
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Neruda (2016)
Pablo Larraín
Chile
108′
Der berühmte chilenische Dichter und Kommunist Pablo Neruda (geboren als Ricardo Eliezer Neftalí Reyes Basoalto, 1904 - 1973) bezichtigt Staatspräsident Videla – einst sein Kampfgefährte – des Verrats. Man schreibt das Jahr 1948, der Kalte Krieg ist in Chile angekommen. Nerudas Kritik hat Folgen: Er verliert als gewählter Senator die politische Immunität, soll verhaftet werden und muss untertauchen. Das ruft Kommissar Óscar Peluchonneau auf den Plan. Er ist von der Idee besessen, Pablo Neruda dingfest zu machen. Doch dieser lenkt ihn immer wieder in die Irre und entkommt. Das Katz- und Maus-Spiel führt den wortgewaltigen Freigeist und den sturen Staatsdiener bis ins Andengebirge, wo Neruda das letzte Kapitel des Duells mit Peluchonneau in Szene setzt. Endlich wird hier dem chilenischen Literatur-Nobelpreisträger Pablo Neruda filmisch Reverenz erwiesen. Regisseur Pablo Larraín greift reale Ereignisse auf und bettet sie in einen fiktionalen Plot mit Film-Noir-Elementen. Ironisch-provokativ und mit Esprit wird so ein faszinierendes Pablo-Neruda-Universum rekonstruiert. Larraíns bewegender Spielfilm ist erhellend für Neruda-Kenner, animierend für ein entdeckungsfreudiges Kinopublikum und bringt mit Luis Gnecco und Gael García Bernal herausragende Darsteller auf die Leinwand. «Alle Wege führen zum selben Ziel: andere davon zu überzeugen, wer wir sind. Und wir müssen Einsamkeit, Schwierigkeiten, Isolation und Schweigen erfahren, um den verzauberten Ort zu erreichen, wo wir unseren tolpatschigen Tanz tanzen und unsere sorgenvolles Lied singen können.» Pablo Neruda
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Demain - Tomorrow (2015)
Mélanie Laurent, Cyril Dion
Frankreich
120′
Das ist der Film zur Zeit - und über sie hinaus. Denn: Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder und jede von uns dazu beitragen könnten? Als die französische Schauspielerin Mélanie Laurent («Inglourious Basterds») und der Aktivist Cyril Dion in der Wissenschafts-Zeitschrift «Nature» eine Studie gelesen haben, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Ökosysteme innerhalb der nächsten 80 Jahre voraussagt, wollten sie sich nicht mit diesem Horror-Szenario abfinden. Sie machten sich zusammen auf den Weg, sprechen mit Experten, besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass eine andere Zukunft möglich ist. «Demain - Tomorrow» zeigt: Sobald Menschen aktiv werden, kann aus einem Traum die Realität von morgen werden. Der inspirierende Film von Mélanie Laurent und Cyril Dion trifft den Nerv der Zeit. Wo auch immer er in den Kinos gelaufen ist, wurde er zum absoluten Publikumsliebling. So war in der Westschweiz seit vielen Jahren kein Dokumentarfilm so erfolgreich wie der mit dem renommierten César prämierte «Tomorrow». Und jetzt ist er weiter zu sehen, zu geniessen, zu entdecken, zu empfehlen, denn: Wir haben nur eine Welt, und für sie sollten wir uns alle engagieren. Mahatma Gandhi hat auf den Punkt gebracht, was das heisst: «Be the change that you wish to see in the world.»
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Menashe (2017)
Josua Weinstein
USA
82′
Menashe lebt in der ultra-orthodoxen jüdischen Gemeinde in Borough Park, Brooklyn. Vor Monaten verstarb seine Ehefrau und liess ihn als Witwer und seinen Sohn Rieven als Halbwaise zurück. Je mehr Zeit verstreicht, desto mehr wirkt seine Glaubensgemeinschaft auf Menashe ein und stellt ihn vor die Wahl: Entweder er sucht sich eine neue Frau und heiratet ein zweites Mal oder er gibt Rieven in die Obhut seines Schwagers Eizik. Die Tradition gebietet, dass chadissische Kinder nicht in einem Haushalt ohne Mutter aufwachsen dürfen, was Eizik – ein erfolgreicher Immobillien-Geschäftsmann - nicht müde wird, gegenüber Menashe zu betonen. Dazu kommt, dass Rieven droht, von der Schule zu fliegen, sollte Menashe den Anforderungen nicht nachkommen. Mithilfe eines Kupplers arrangiert er einige Dates, um seinem Sohn zu helfen, doch bald wird klar, dass Menashe nicht so einfach neu anfangen und vergessen kann. Im Berliner Tagesspiegel schrieb Jenni Zylka: «Der fast vollständig in jiddischer Sprache gedrehte erste Spielfilm des Dokumentarfilmers Joshua Z. Weinstein öffnet die Tür zu einer versperrten Welt: Chassidische Juden bleiben normalerweise strikt unter sich. Dass ein nicht-orthodoxer jüdischer Filmemacher ihnen so nahe kommen, gar einen aus ihrer Mitte als Protagonisten verpflichten und mit einer gemischten Crew in Teilen der Gemeinde drehen konnte, ist eine Sensation. Weinstein schaut mit einem liebevoll-dokumentarischen Blick auf seine Figuren.»
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Tokyo Monogatari - Reise nach Tokyo (1953)
Yasujiro OZU
Japan
137′
Ein Meisterwerk des japanischen Kinos und einer der schönsten Filme über familiäre Beziehungen überhaupt. Die Grosseltern Shukichi und Tomi Hirayama beschliessen, ihre erwachsenen Kinder und deren Familien in Tokyo zu besuchen. Dort angekommen erkennen sie, dass der älteste Sohn Koichi, ein Arzt, und die älteste Tochter Shige, die einen Schönheitssalon betreibt, wenig Zeit für sie haben. Einzig Noriko (Setsuko Hara), die Witwe des im Zweiten Weltkrieg gefallen Sohns, bemüht sich um ihre Schwiegereltern. Nach nur wenigen Tagen in Tokyo schieben Koichi und Shige ihre Eltern in ein Seebad ab. Dort fühlen sie sich aber umgeben von feiernden Jugendlichen auch nicht wohl, so dass sie nach Tokyo zurückkehren. Shukichi verbringt einen Abend mit ehemaligen Freunden und Nachbarn in einer Kneipe, während Tomi diese Nacht bei Noriko schläft. Bei der Rückfahrt in den Heimatort erkrankt Tomi schwer, weshalb die Reise bei dem jüngsten Sohn in Osaka unterbrochen werden muss. Zurück in der eigenen Wohnung verschlechtert sich Tomis Zustand, und die Kinder eilen an das Sterbebett ihrer Mutter. Nach der Beerdigung reisen alle Kinder möglichst schnell wieder ab, einzig die Schwiegertochter Noriko und die noch im Elternhaus lebende jüngste Tochter bleiben bei Shukichi zurück. Die britische Zeitschrift «Sight & Sound» macht alle fünf Jahre eine Umfrage unter FilmkritikerInnen und Filmschaffenden, um die besten Filme aller Zeiten zu ermitteln. Ihr zufolge sind eine ganze Reihe von Filmen aus der Kollektion trigon-film unter den all time favorites. «Tokyo monogatari» von Yasujiro Ozu hat es unter den Lieblingen der Filmschaffenden gar auf Rang 1 geschafft. Und dies nicht nur auf dieser Liste. Martin Walder schrieb: «Das Wunder Ozu: Der neben Kurosawa und Mizoguchi dritte berühmte Klassiker des japanischen Films in der Mitte des letzten Jahrhunderts hat einen unerhörten Reinigungseffekt für (kino-)verdorbene Sinne. Wie schlicht sind diese Filme, wie wundersam schön, wie genau! - Seine Radikalität hat in der Filmgeschichte Massstäbe gesetzt.»
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Loveling - Liebling (2017)
Gustavo Pizzi
Brasilien
98′
Für einmal einfach Alltag. In Petrópolis bei Rio de Janeiro lebt Irene mit Mann Klaus und vier Söhnen. Der älteste, ein talentierter Handballer, wird von einem Profiverein aus Deutschland gescoutet. Irene wusste, dass Kinder flügge werden, aber dieser Abschied kommt früher als erwartet. Stolz mischt sich mit mütterlicher Sorge: Was macht er draussen in der Welt ohne sie? Gustavo Pizzi und Karine Teles wurden von der Geburt ihrer Zwillinge inspiriert, diese anrührende Geschichte über die Liebe zum Kind und das Loslassen zu erzählen. Mit Karine Teles steht und fällt dieses kleine Schmuckstück aus Brasilien. Der Filmstar hat nicht nur die Idee gehabt und am Drehbuch mitgeschrieben - sowie das Film-Zwillingspaar im echten Leben zur Welt gebracht -, die Teles verkörpert auch die Hauptrolle der Irene. Und wie! Man kann sagen: Der ganze Film kreist um diese Frau wie die Planeten um die Sonne, und kreisend um ihre Mutter, Schwester und Ehefrau bewegen sich auch die anderen Figuren. Was mich an diesem Film am meisten fasziniert und berührt hat, ist die Nähe zum Alltag, das Unbeschönigende, Ungeschminkte, das aus dem Vollen des Lebens heraus Geschöpfte. Kino ist ja eigentlich eine Kunst mit Hang zum Überhöhen, was sich oft auch ausbezahlt und Sinn macht. Hier aber erzählt uns ein Paar eine Geschichte, bei der man mitunter das Gefühl hat, die Familie, um die es geht, sei sich gar nicht bewusst, dass da eine Kamera alles aufzeichnet. Und dabei wissen wir doch, dass alles geschrieben und gespielt ist. Die vierfache Mutter Irene muss damit Leben, dass der älteste Sohn eine verlockende Einladung nach Europa bekommen hat und bald abreisen wird. Sie lebt mit einem Träumer von Mann und einer Schwester, die den ihren zu verlassen versucht. Das alles ist mit Liebe für Details erzählt, lebensnah gespielt, voll von komischen und amüsanten Momenten und von Hoffnung. Ein Film, der irgendwie gut tut, vielleicht eben auch deshalb, weil er uns nichts vormacht. © Walter Ruggle
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Aurore (2017)
Blandine Lenoir
Frankreich
90′
Agnès Jaoui glänzt mit Witz und Wärme als Frau im besten Alter, die sich nicht unterkriegen lässt. Ohne Mann und ohne Arbeit, aber mit höllischen prämenopausalen Hitzewallungen und demnächst auch bereits mit Enkelkind: in einer von Produktivitätswahn geprägten Gesellschaft fühlt sich Aurore mehr und mehr aufs Abstellgleis gedrängt. Doch sie verliert den Humor nicht, erlangt ihr Selbstbewusstsein und ihre Unternehmungslust zurück, erfindet sich neu, weil sie an sich glaubt. Wird sie auch das Herz ihrer unverhofft wiedergetroffenen Jugendliebe erobern? Blandine Lenoir, die als Schauspielerin arbeitet und auch eine Reihe Kurzfilme realisiert hat, sagt sehr treffend über ihre Figur: «Sie nimmt ihr Leben in die Hand, ist eine starke Persönlichkeit, die im Kampf gegen die Diskriminierung die Solidarität anderer Frauen entdeckt und erkennt, dass noch alles möglich ist. Ich wollte diese Geschichte wie immer mit Humor erzählen, über Dinge lachen, die eigentlich gar nicht lustig sind.» Das Ziel hat sie erreicht, «Aurore» ist ein Film voll von köstlichen Szenen über eine Frau, die sich selber nicht aufgeben will und gewinnt. Ein Mutmacher. Die Regisseurin sagt denn auch: «Ich glaube sehr an die weibliche Solidarität. eine Solidarität die mich täglich und durch alle Altersstufen hindurch begleitet. Da war es natürlich essenziell, dass dies im Film zur Geltung kommt.» Gedreht hat sie ihren Film in La Rochelle, also in der Provinz, weil es ihr wichtig war, dass man viel Himmel sieht und dass die Heldin trotz allem eine relativ angenehme Lebensqualität hat.
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La Vie de Bohème (1992)
Aki Kaurismäki
Finnland
103′
In «Pierrot le Fou», lang ist's her, sagt Sam Fuller zu Jean-Paul Belmondo: «Mein Name ist Sam Fuller, ich bin ein amerikanischer Filmregisseur.» Und dieser fragt ihn, was denn das sei, ein Film. «Film wie ein Schlachtfeld: Liebe, Hass, Action, Gewalt und Tod. Mit einem Wort: Emotion.» Fullers Name steht für eine Art Kino, die ohne viel Aufsehens und ohne viel Aufwand Filme von packender Einfachheit produziert, aus Liebe, Spiel und Spass, kurz: Aus Emotion. Wenn genau dieser Onkel Sam auch in Aki Kaurismäkis Film wieder einmal so eine kleine Rolle bei einem Europäer innehat - er mimt sich selbst in der Gestalt des stumpenqualmenden Verlegers Gasset -, so ist das fast schon ein Glaubensbekenntnis. «Kino», sagte Fuller einmal, «das muss man entweder mit Leib und Seele machen und leben oder sein lassen.» Aki Kaurismäki würde den Satz unterschreiben. Für den Film mit Alltagsszenen aus dem Leben dreier Pariser Bohèmiens führt er als Entschuldigung an: Er hätte den Film gedreht, weil er Jacques Prévert aus Gründen höherer Gewalt dafür nicht engagieren konnte - Prévert ist tot, aber sein Blick auf Paris lebt bei Kaurismäki wieder auf. Dann hätte er sich auch an Puccini rächen wollen, der mit seiner Oper «La Bohème» zu Unrecht als Vater einer grossartigen Geschichte gelte. Der Finne wollte aber vor allem dem Romanautor Henri Murger, Paris und dem Bohème-Leben, aber auch dem französischen Kino der 1940er Jahre seine Referenz erweisen. Mit Fuller hat er die Präzision der kurzen Szenen gemein, das Erzählen einer Geschichte in schnörkellosen Linien. In «La vie de bohème» schafft jede noch so simple Situation die Komik allein, aus sich heraus. Kaurismäkis Bohème-Trio muss man gesehen haben: Rodolfo ist albanischer Flüchtling und Maler, illegal in jenem Land, dessen Hauptstadt Malakoff heisst. Er wird ausgeschafft und kehrt heimlich zurück, teilt den letzten Suppenknochen mit Beaudelaire, seinem Hund. Ein wohlhabender Zuckerfabrikant lässt sich von ihm malen. Rodolfos Freund, der Dichter Marcel Marx, schreibt ein dickes Theaterstück und bekommt von Verleger Fuller den Auftrag, eine Zeitschrift mit dem Titel «Ceinture d'Iris» herauszugeben. Bleibt noch der dritte im Bund, der Musiker Schaunard, der gleich zu Beginn seine schwierige Wohnsituation zu meistern hat. Wo materielle Werte hintan stehen, da zählt die Liebe. Als Rodolfos Freundin Mimi schwer erkrankt, geben die drei das Letzte her, um ihr ein anständiges Spitalbett zu finanzieren: Der Maler opfert seine Bilder, der Musiker seinen Dreirad-Wagen und der Literat seine Sammlung von Erstausgaben. Hart und traurig, dieser Moment, aber ungemein wahr. Die Pariser Bohème ist für Kaurismäki mehr als ein Thema: Sie ist mit ihrer Kunst, aus nichts ein Leben zu gestalten, eine Frage des Stils. Zur Kargheit des Lebens der Bohèmien passt seine Kargheit der Gestaltungsmittel. Der Finne ist und bleibt im besten Sinn Minimalist. Hier könnte eine Polizeifigur aus einem Melville herübergelaufen sein, dort lässt in einem déjeuner à la campagne der französische Realismus grüssen. Die Dialoge andererseits könnten von den Marx-Brothers stammen: «Wo geht ihr hin?» - «Zigarren holen in Havanna.» Oder: «Probleme? Nein, ich habe Durst.» © Walter Ruggle 
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Turist (2014)
Ruben Östlund
Schweden
120′
Eine schwedische Familie reist in die französischen Alpen, um ein paar Tage Ski zu fahren. Die Sonne scheint, die Pisten sind fantastisch, der Ausblick spektakulär. Als während einer Mittagspause bei der Berghütte eine Lawine abgeht, verwandelt sich das faszinierende Naturschauspiel innert Sekunden in eine scheinbar lebensgefährliche Situation. Während die Mutter instinktiv versucht, die Kinder zu beschützen, reagiert auch der Vater instinktiv und ergreift panikerfüllt die Flucht. Auch wenn die Lawine kurz vor dem Restaurant stoppt, wird nichts mehr sein wie vorher: Die Familie wird in ihrem Kern erschüttert, der Vater muss sein Rollenbild als Mann in Frage stellen. Brillant und bitterböse, eine Komödie oder: ein Katastrophenfilm ohne Katastrophe. Watson schreibt: «Einen Film, der die Scheidungsrate in die Höhe treibt, habe er machen wollen, sagt der schwedische Autor und Regisseur Ruben Östlund über «Turist». Diesen Anspruch dürfte Östlund erfüllt haben: Einen intelligenteren Film über die Widersprüche zeitgenössischer Geschlechter- und Familienbilder hat es in diesem Jahr noch nicht gegeben. Und einen böseren auch nicht.»
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Der Staat gegen Fritz Bauer (2015)
Lars Kraume
Deutschland
106′
Während die junge Bundesrepublik 1957 die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Mann Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf. Die Bedeutung des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen der Auschwitzprozesse der 1960er Jahre ist unumstritten. Erst nach seinem Tod wurde sein entscheidender Verdienst um die Ergreifung Eichmanns bekannt. Lars Kraume zeichnet das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen Mannes und seinen Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit. Unbeirrbar legte Fritz Bauer den Finger in die Wunde und schreckte dabei auch nicht vor unbequemen Fragen der Regierung Adenauer gegenüber zurück. Ein hochkarätiges deutsches Schauspieler-Ensemble gewann in Locarno den Publikumspreis der Piazza Grande 2015.
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The Lunchbox (2013)
Ritesh Batra
Indien
105′
Ila will neue Würze in ihre fad gewordene Ehe bringen. Sie schickt ihrem Mann eine Lunchbox voller besonderer Köstlichkeiten. Mit unzähligen anderen wird diese in die Büros der Millionenmetropole Mumbai geliefert. Ausgerechnet Ilas Lunchbox landet an einem falschen Ort - auf dem Pult des grantigen, verwitweten Buchhalters Saajan. Als der Mann von Illa am Abend nach Hause kommt, verliert er kein Wort über das Essen. Also legt Ila tags darauf eine Nachricht in die nächste Lunchbox. Auch diese geht irrtümlicherweise an Saajan und so schreibt er eine Antwort. Es beginnt ein Briefwechsel, der für Ila und für Saajan bald zum sehnsüchtig erwarteten Höhepunkt des Tages wird. Obwohl die beiden sich noch nie gesehen haben, kommen sie sich immer näher. Vor der Kulisse der indischen Grossstadt Mumbai erzählt Ritesh Batra im bewegenden Feelgood-Movie «The Lunchbox» die Geschichte zweier einsamer Seelen, die ein Wink des Schicksals zusammenführt. Manchmal liegt das Glück eben nur einen kleinen Zufall entfernt, und jederzeit hält das Leben eine völlig neue Wendung bereit - wenn man ihm nur seinen Lauf lässt. «The Lunchbox» begeistert bereits am Filmfestival Cannes mit seiner liebevollen Story und herausragenden schauspielerischen Leistungen. Ein im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernder Film, der Herz und Sinne berührt und einen mit einem Lächeln zurücklässt.
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The Angels' Share (2012)
Ken Loach
Vereinigtes Königreich
101′
Robbie wird zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert und trifft dabei nicht nur auf drei Gleichgesinnte, sondern auch auf eine neue Leidenschaft: den teuersten und besten Malt Whisky der Welt. Um sich und seiner jungen Familie eine Zukunft zu ermöglichen, lässt er sich bald auf einen ausserordentlichen Coup ein: Irgendwo in den schottischen Highlands soll noch ein Fässchen dieses sagenhaft kostbarsten Whiskys existieren. Schon drei, vier Flaschen könnten ihm und seinen Freunden eine sorgenfreie Zukunft bescheren. Oder aber einige Jahre hinter Gittern. Fast 30 Filme hatte Ken Loach vor «Angel's Share» gedreht – und kaum je hat er sich so lebensbejahend gezeigt wie hier: Mit dem Publikums- und Juryliebling (Preis der Jury) des Filmfestivals Cannes, zaubert die britische Regielegende die nach wie vor warmherzigste Komödie seiner Karriere auf die Leinwand. Das ist ein Film mit authentischen Figuren, treffenden Dialogen und einigen der lustigsten Pointen, die Drehbuchautor Paul Laverty je geschrieben hat.
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Die Farbe des Granatapfels (1969)
Sergej Paradschanow
Armenien
80′
Der armenische Lyriker Arathin Sayadin arbeitete im 18. Jahrhundert am Hof des Königs Herode II. Nach seinem Verstoss zog er als fahrender Sänger durch die Lande, bis er ermordet und zum Märtyrer wurde. Die ungewöhnliche Filmbiografie des Sayat Nova besteht aus acht Kapiteln, die seine Lebensstationen mit Hilfe von stark surrealistischen Tableaus darstellen. Darin wird wenig gesprochen, das meiste an Worten findet sich in den lyrischen Zwischentiteln: Vorrang hat der visuelle Ausdruck. Sergej Paradschanow zeigt in liebevoll-ironischen Tableaus Stationen aus dem Leben des Poeten: das Aufwachsen inmitten von Büchern, die erste Liebe, die Zeit am Hof. Dabei strebt er an, ins poetische Universum des Dichters einzudringen, es gleichsam mit seinem eigenen zu verschmelzen. Ulrich Gregor hat seinerzeit geschrieben: «Der Reichtum der optischen und akustischen Partitur, die symbolischen Gestalten, die durch den ganzen Film gehen, die Montageübergänge, die der assoziativen Bewegung des dichterischen Gedankens dienen, erschliessen neue Möglichkeiten poetischer filmischer Ausdruckskraft.» Sergej Paradschanows Bilder und Sayat Novas Poesie dringen tief in die christlich-orientalische Kultur Armeniens vor und sind sorgsam und streng komponiert. Ein ganz spezieller Augenschmaus.
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Das Salz der Erde (2014)
Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado
Frankreich
111′
Sebastião Salgados Bilder bewegen die Menschen seit Jahrzehnten. Hinter dem, was sie zeigen, leuchten Geschichten und mitunter ganze Universen auf. Der Fotograf arbeitet auf allen Kontinenten, für seine Reportagen verbringt er jeweils Monate an einem Ort. Im Lauf der Zeit wurde er Zeuge von zahlreichen wichtigen und düsteren Ereignissen der Menschheitsgeschichte. Schliesslich reiste Sebastião Salgado an von der Zivilisation unberührte Orte und realisierte «Genesis»: eine atemberaubend schöne fotografische Liebeserklärung an unseren Planeten. Der vielfach ausgezeichnete Kino-Poet Wim Wenders («Pina») hat «Das Salz der Erde» zusammen mit Juliano Ribeiro Salgado – dem Sohn des Fotografen – realisiert. Die beiden Regisseure finden einen sehr persönlichen Zugang zu Sebastião Salgado. Das Charisma dieses Ausnahmetalents und seine die Seele berührenden, von einem ganz speziellen Leuchten durchdrungenen Bilder beeindrucken nachhaltig. «Das Salz der Erde» ist eine grossartige Hommage – aufwühlend, magisch, unvergesslich.
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Storia probabile di un Angelo - Fernando Birri (2017)
Paolo Taggi Domenico Lucchini
Italien
77′
Eine Reise in die Welt und das Werk des grossen Meisters des südamerikanischen Kinos, Fernando Birri. Wie Birri sagt, ist es «der letzte Wille seines spirituellen Kinos».
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La vida es silbar (1998)
Fernando Pérez
Kuba
106′
Fernando Pérez erzählt in seinem Spielfilm «La vida es silbar» von Havanna und von drei Menschen, die hier auf der Suche nach dem persönlichen Glück sind. Mariana, eine junge Ballett-Tänzerin, würde liebend gerne die Rolle der Giselle tanzen und begehrt genauso enthusiastisch die Körper junger Männer. Der Musiker Elpidio wurde als kleiner Junge von seiner Mutter Cuba verlassen, weil er nicht nach deren Wünschen geraten war. Jetzt lebt der Mischling von seinen Mutter-Mythen umrankt und lernt eine junge Umweltaktivistin kennen, die in Havanna per Heissluftballon gelandet ist. Julia schliesslich arbeitet als Pflegerin in einem Altersheim. Regelmässig überkommen sie Gähnanfälle, und sie schläft gar ein, als ihr besonderer Einsatz fürs Allgemeinwohl ausgezeichnet werden soll. Es gibt vieles, was Julia in ihrem Leben verdrängt. Allein beim Stichwort «Sex» fällt sie schon in Ohnmacht. Doch mit ihrem Hang zur Verdrängung, lernt Julia, ist sie nicht allein. Die drei Lebenslinien, denen «La vida es silbar» folgt, haben einen gemeinsamen Ausgangspunkt: Mariana, Elpidio und Julia begannen als verlassene Kinder im Waisenhaus. Für Fernando Pérez definiert sich ihr persönliches Glück vor allem in der Suche nach ihm - es ist die Suche nach der eigenen Identität. Seine drei Figuren müssen Entscheidungen treffen und versuchen, die Angst vor der Wahrheit, vor den Worten und den Ideen dahinter, zu überwinden, um den Neuanfang zu wagen. Ihre Lebensfäden hält die 18-jährige Bebé in der Hand, eine Art Märchenfee und Traumfigur, die vollends glücklich ist und möchte, dass es den anderen auch so ergeht. «La vida es silbar» ist, wie sein Autor Fernando Pérez selber sagt, ein Film über «die Suche nach der Glückseligkeit in Kuba am Ende dieses Jahrhunderts.» Man möchte ergänzend beifügen: Das ist ein Film über die Suche nach dem Lebensglück schlechthin. Walter Ruggle PS: Der erfolgreichste Film unserer Kollektion wurde von trigon-film frisch restauriert und digitalisiert. Schöner denn je oder, wie Fernando Pérez selber sagt: «Jetzt sieht der Film so aus, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe.»
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Le Havre (2011)
Aki Kaurismäki
Frankreich
94′
Marcel Marx (André Wilms), früher Autor und wohlbekannter Bohémien, hat sich vor längerer Zeit in sein frei gewähltes Exil, die französische Hafenstadt Le Havre, zurückgezogen. Hier geht er inzwischen der ehrenwerten, aber nicht sonderlich einträglichen Tätigkeit eines Schuhputzers nach. Den Traum vom literarischen Durchbruch hat er längst begraben, und trotzdem führt er ein zufriedenes Leben mit seiner Frau Arletty (Kati Outinen). Doch plötzlich erkrankt Arletty schwer, gleichzeitig kreuzt das Schicksal seinen Weg in Gestalt des minderjährigen Flüchtlings Idrissa (Blondin Miguel) aus Afrika. Und so ist Marcel gezwungen, sich noch einmal gegen die menschliche Gleichgültigkeit zu erheben. Als Waffen stehen ihm einzig sein unerschütterlicher Optimismus und die ungebrochene Solidarität der MitbewohnerInnen seines Quartiers zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe tritt er gegen den blinden Machtapparat des Staates an, der die Schlinge um den Flüchtlingsjungen immer enger zieht. Es wird Zeit für Marcel, seine Schuhe zu polieren und die Zähne zu zeigen. «Le Havre» ist Aki Kaurismäkis poetisch stilles Aufbegehren gegen die Gleichgültigkeiten unserer Zeit. Thomas Allenbach schrieb: «In seinem bislang letzten abendfüllenden Spielfilm erweist Aki Kaurismäki erneut dem französischen Kino die Reverenz. Schauplatz ist Le Havre in der Normandie, das durch Marcel Carnés Le quai des brumes in die Filmgeschichte eingegangen ist. Le Havre, das ist bei Kaurismäki aber nicht bloss eine konkrete Stadt – der Hafen spielt in seinem Werk als Ort der Passage und als Chiffre für die Möglichkeit des Aufbruchs eine zentrale symbolische Rolle.»
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Miele (2013)
Valeria Golino
Italien
97′
Irene wohnt nicht weit von Rom in einem Häuschen am Meer. Ihr Liebhaber und auch ihr Vater glauben, dass sie studiert. Tatsächlich aber hilft sie – unter dem Decknamen «Miele» – unheilbar kranken Menschen dabei, zu sterben. Eines Tages trifft Irene auf einen älteren Mann, der kerngesund ist, doch nicht mehr leben möchte. Sie beginnt, ihr Engagement zu hinterfragen…
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Wolken ziehen vorüber - Drifting Clouds (1996)
Aki Kaurismäki
Finnland
95′
Wie spielt es eigentlich so, das Leben? Wir schreiben das Jahr 2005. Eine Frau und ein Mann mittleren Alters wohnen zusammen. Der neue Fernseher, den sie geleast haben, bietet 12 Sender und über sie das Unglück der Welt in Farbe. Früher musste man zum Umschalten immer aufstehen, sagt der Mann. Heute ist das dank Fernsteuerung bequemer. Die Frau arbeitet als Oberkellnerin im traditionsreichen Speiselokal «Dubrovnik» in Helsinki; der Mann ist Trampilot (wie das heute heisst) bei den Verkehrsbetrieben. Das Restaurant wird an eine Foodkette verkauft, das Personal nicht mehr gebraucht. Die Verkehrsbetriebe werden saniert, die Angestelltenzahl halbiert: Wer zieht die schlechten Karten? Kreuz drei für den Mann. Ausrangiert. Der Mann und die Frau sind arbeitslos und möchten arbeiten. Arbeitslosengeld will er keines: «Ich bettle nicht.» Um seine Zukunft kümmern will er sich selber: «Ich verlange kein Mitleid.» Der Mann und die Frau suchen nach neuen Möglichkeiten, aber die Welt scheint sie nicht mehr zu brauchen: Mal heisst es, sie wäre mit 38 für eine Kellnerin zu alt, mal besteht er einen Gesundheitstest nicht, weil er auf einem Ohr schlecht hört. Mal gewährt ihnen die Bank für eine Eigeninitiative keinen Kredit, mal verspielen sie mit einem Eisatz den letzten Rest, den sie noch hatten. Das Glück ist nicht auf der Seite der beiden. Das Alte hat keinen Platz in der Gegenwart: Sie ist zum Verzweifeln, die Situation. Und immer noch geben der Mann und die Frau nicht auf. «Dieser Film erzählt von ein paar "altmodischen" Menschen in dieser Modernen Welt. Er hat Hauptfiguren und Nebenfiguren. Einige von ihnen sind leicht komisch.» Der Finne Aki Kaurismäki macht keine grossen Worte, wenn er über seine Filme spricht. Drei Sätze genügen ihm, als Inhaltsangabe. Und genauso lakonisch ist sein Stil. In Cannes, am Filmfestival, das ihn 1996, fünfzehn Jahre nach seinem ersten Film zum ersten Mal für wettbewerbswürdig befand, meinte er, die Welt hätte um 1960 herum ihre Entwicklung einstellen können. Er ist Jahrgang 57, das war zur Zeit seiner Kindheit, und er präzisierte: Nein: 1962, weil er einen Cadillac mit Jahrgang 62 fahre. Danach, und das Beispiel steht für alles, habe Cadillac kein einziges interessantes Modell mehr hervorgebracht. Warum kann ein Restaurant heute nicht mehr Personal haben und ein Orchester? Warum muss alles kettenmässig auf eine Linie getrimmt werden? Die Fragen, die der Film stellt, stellt er implizit, unauffällig. Eigentlich stellt er sie gar nicht, er regt sie bestenfalls an. Warum sehen die Menschen fern und können kaum noch miteinander reden? Das war schon vor dem Aufkommen des Internets eine Frage, ist es heute mehr denn je. Der Fortschritt, sagt Aki Kaurismäki, sei das schrecklichste Wort, das er kenne, und er nimmt einzig den medizinischen Bereich aus. Der Fortschritt hat dazu geführt, dass immer mehr Leute ohne Arbeit sind. Was also, fragt der Film, haben sie davon? Gesundgeschrumpfte Welt, wohin? © Walter Ruggle
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Shadows in Paradise - Schatten im Paradie (1986)
Aki Kaurismäki
Finnland
74′
Im ersten Teil seiner Proletariat-Trilogie, der ihm zum internationalen Durchbruch verhalf, erzählt Aki Kaurismäki im regnerisch-tristen Helsinki von der Liebe zwischen einem Müllfahrer und einer Supermarktkassiererin. Der wunderschöne Mund eines Müllschluckers, die Wellen des Meeres, die sich an der Küste brechen, ein paar Küsse und also das tragikomische Leben in einer Metropole. In das triste Leben des Müllwagenfahrers Nikander und der arbeitslosen Supermarktkassiererin Ilona kommt plötzlich Licht: Die beiden verlieben sich im regnerischen Helsinki ineinander, auch wenn ihre Annäherung recht verkrampft geschieht. Nikander und Ilona haben auch im Schatten der Gesellschaft die Hoffnung auf ein mögliches Paradies nicht aufgegeben. Vielleicht gelangen sie sogar dorthin, vielleicht mit dem Kreuzfahrtschiff. Und wir womöglich mit ihnen. Im Tages-Anzeiger war zu lesen: «Schatten im Paradies ist die ungewöhnlichste Liebeskomödie, die man sich vorstellen kann. Der Film führt das Genre ad absurdum, wobei das nicht geplant wirkt, sondern sich zwingend aus Kaurismäkis Erzählstil ergibt: Die Bilder erinnern an Werke von Edward Hopper, dem Maler der Einsamkeit. Die Figuren agieren mit versteinerten Gesichtern und sind so wortkarg, dass man ihre Gefühle nur erahnen kann. Statt der Menschen sprechen Jazz und Blues, wobei die Stimmungslagen von Songs und Handlung einander oft diametral entgegenstehen. Das Resultat ist diese einzigartige Form von Komik, für die wir in unserer Sprache nur das jämmerliche Wort ‹trocken› zur Verfügung haben.»
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Hamlet Goes Business - Hamlet macht Geschäfte (1987)
Aki Kaurismäki
Finnland
89′
Der klassische Stoff von William Shakespeare übertragen ins Finnland der 1980er Jahre, ins Finnland vor den Nokia Handys: Ein blutiger Machtkampf an der Spitze eines grossen Konzerns. Hamlets Vater ist nicht wie bei Shakespeare König von Dänemark, sondern ein erfolgreicher Grossindustrieller. Die Familie besitzt einen Papierkonzern, deren Figuren übers Telefon kommunizieren und sich mit modernen Geräten überwachen. Handlungsablauf und Figurenrede wurden teilweise von Shakespeare adaptiert, jedoch grossteils neu geschrieben. Klaus verjagt Hamlet, übernimmt dessen Betrieb und heiratet dessen Mutter. Klaus will zudem die Firmenphilosophie verändern und das Warensortiment umstellen. Hamlets Vater erscheint seinem Sohn als Geist und bittet ihn, den Mord zu rächen. Der Auftrag fordert immer mehr Todesopfer. Nigel Floyd notierte in Time Out: «Kaurismäkis eigenwillige Shakespeare-Nachschöpfung hat mehr mit Moneten zu tun als mit Melancholie... Es herrscht die Atmosphäre der B-Movies mit ihren übersteigerten Emotionen und Timo Salminens brillanter Film-noir-Kamera, die stark an die Warner-Thriller-Melodramen der vierziger Jahre erinnern. Die Figuren sind allesamt nur Funktionsträger: Reduziert zu Brettspielfiguren, zeigen sie über ihre Rolle hinaus kein Leben.»
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Seit 2 Monaten
Leningrad Cowboys Go America (1989)
Aki Kaurismäki
Finnland
79′
Die Leningrad Cowboys, selbsterklärte "schlechteste Rockband der Welt", probt irgendwo in der sibirischen Tundra, und nur der Dorfdepp findet sie gut. Aki Kaurismäki erzählt in diesem Film die Geschichte der russischen Band, die in der Heimat keinen Erfolg hat und erfährt, dass die Amerikaner einfach alles kaufen - also reisen die Einhornfrisur-Schnabelschuh-Musiker ab nach Amerika, um dort zu spielen. Auf ihrer langen Reise durch zahlreiche Hotels, Bars und Kneipen landen sie schliesslich auf einer Hochzeit in Mexiko. Das Publikum ist begeistert, und die Band schafft hier nach zahllosen Misserfolgen in den USA endlich den erhofften Durchbruch. Der Film wurde von Aki Kaurismäki gemeinsam mit den befreundeten Musikern unterwegs improvisiert. Das Wiener Filmmuseum schreibt: «Herausgekommen ist eine schräge Nummernrevue, die gleichzeitig (bis in den Gastauftritt von Jim Jarmusch und der ausgiebigen Feier von Kaurismäkis Cadillac-Autofetisch) eine Huldigung an einen cinephilen amerikanischen (Kino-)Traum ist wie in gewissen Arbeiten von Wim Wenders. Nur noch viel lustiger.» Allein schon die Frisen muss man gesehen haben.
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Downpour (1972)
Bahram Beyzaie
Iran
130′
Bahram Beyzaies Debütfilm über einen wohlmeinenden Schullehrer in Teheran, der von Schicksalsänderungen geplagt ist, war in seiner Zeit enorm erfolgreich, im postrevolutionären Iran aber aus dem Blickfeld geraten. Der Film wurde von der World Cinema Foundation in der Fondazione Cineteca di Bologna/L'immagine Ritrovata unter Beteiligung von Bahram Beyzaie selbst restauriert.
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Aga (2018)
Milko Lazarov
Bulgarien
97′
Nanook und Sedna sind das letzte Paar ihres Volkes. Sie leben in einer Jurte in den schneebedeckten Weiten der sibirischen Taiga. Der Frühling zieht früher als gewohnt ein, das Eisangeln ist weniger ergiebig als üblich und Sedna bemerkt, dass Nanook beginnt, Dinge zu vergessen. In wunderschönen Bildern erzählt Milko Lazarov seine Geschichte von einer Familie, deren Spuren sich in der Zeit der Moderne verlieren. Zum Einstieg in Ága zupft Feodosia Ivanova, die in der Filmhandlung danach die Rolle der Sedna übernimmt, in ihrer Tracht ein Lied auf der Maultrommel. Sie bringt uns damit in die ruhige Schwingung, die das Leben im ewigen Eis prägt und den Film des Bulgaren Milko Lazarov auszeichnet. Hektik bringt hier nichts, Mensch wie Tier sind verschwindend klein in den unglaublichen Weiten der weissen Landschaft. Ága ist ein Film der Unaufgeregtheit im besten Sinn, obwohl er ein Leben festhält, das im Verschwinden begriffen ist. Sednas Mann heisst Nanook, und der Name ist nicht die einzige Referenz an einen grossartigen Dokumentarfilm der Frühzeit des Kinos: Robert J. Flahertys Nanook of the North, Jahrgang 1922. Die Filmgeschichte hatte mit Dokumentarfilmen begonnen, aber hier glaubte einer an die Fiktion im Dokument und an die Poesie des Wirklichen. Lazarovs Nanook ist so etwas wie einer der letzten Nachfahren von Flahertys Inuit. Tochter Ága und ihr Bruder haben die Eltern allein im Eis zurückgelassen, sind losgezogen, um in einem vermeintlich menschenfreundlicheren Kontext ihr Glück zu suchen. Mit eindrücklichen Bildern und einem beschaulichen Rhythmus lädt uns der Film ein an einen äussersten Punkt der Welt. Walter Ruggle
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Liquid Truth (2017)
Carolina Jabor
Brasilien
89′
Rubens ist ein beliebter und sorgloser Schwimmlehrer, bis er eines Tages von einer Mutter beschuldigt wird, ihren Sohn zärtlich berührt zu haben. Die Anschuldigungen werden verbreitet und beschleunigt durch moderne Kommunikationsmittel. Carolina Jabor hat einen ungemein packenden, brennend aktuellen und wichtigen Spielfilm gestaltet, der uns erkennen lässt, dass sich Wahrheit nicht per elektronischer Kommunikation vermittelt. Facebook, Twitter, SMS, Instagram, WhatsApp, Blogs und anderes mehr - heutige Kommunikationsformen haben ihre Reize, weil sie uns schnell und bequem mit anderen verbinden und Nachrichten austauschen lassen, Bilder, Töne, was immer und wann immer wir wollen. Sie bergen gleichzeitig aber auch grosse Gefahren, denn schnell ist ein Post gemacht, und eine Unwahrheit oder Verleumdung macht die Runde. Schnell kann ein soziales Medium asozial werden. Zu jenen, die das in ihrem Alltag besonders stark zu spüren bekommen, gehören Lehrerinnen und Lehrer. Rubens ist als Schwimmlehrer total beliebt bei den Kindern und Jugendlichen; er hat einen guten Draht zu ihnen, liebt seine Arbeit und das Leben. Bis zu dem Moment, da er von einer Mutter via Posts beschuldigt wird, ihren Sohn zärtlich berührt zu haben. Die engagierte Filmemacherin Carolina Jabor erzählt diese Geschichte mit dem brasilianischen Filmstar Daniel de Oliveira in der Hauptrolle bravourös und so, dass wir selber als Beobachtende unsere Einschätzung immer wieder in Frage stellen und uns damit in der Situation befinden, Urteile zu fällen, für die wir genaugenommen zu wenig Anhaltspunkte haben, aber eben doch Indizien. Sie arbeitet mit dem, was Kommunikation ausmacht, mit dem Verbalen wie mit dem Nonverbalen, mit dem, was ausgedrückt wird, wie mit dem Verschwiegenen. Liquid Truth, der Titel ihres packenden und hochaktuellen Filmes, deutet es an: Die Wahrheit ist fliessend, die Grenzen zwischen wahr und unwahr verschwimmen. Sie hängt mit Wahrnehmung zusammen, und diese kann uns täuschen. Auch mit Äusserungen, die oft schwer überprüfbar sind und heute mehr denn je. In der professionellen Medienwelt und in der Politik hat der Begriff «Fake News» die Runde gemacht. Er wird verwendet, um jegliche Wahrheitsdiskussion zu zerschmettern. In Jabors Film, der so etwas wie ein sozialer Thriller ist und spürbar auch mit dem Blick einer Frau erzählt, geht es um unseren Austausch im ganz normalen Alltag, wo einer oder eine für Handlungen verantwortlich gemacht wird und im Strudel der Messages so gut wie keine Chance hat, Klarheit zu schaffen. Die Urteile sind gefällt. Es gibt noch nicht viele Filme, die das so alltagsnah und präzis auf den Punkt bringen. Walter Ruggle
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Halbmond (2006)
Bahman Ghobadi
Irak
109′
Niwemang erzählt die Geschichte einer Reise. Ein berühmter und eigenwilliger alter kurdischer Sänger entschliesst sich, mit seinen Söhnen in einem alten Bus ins irakische Kurdistan zu reisen, um dort gemeinsam mit ihnen ein Festkonzert zu geben. Für diese Musik ist jedoch die Stimme einer Frau grundlegend wichtig, doch Frauen dürfen im Iran nicht singen. Mit einer Frau an Bord müssen sie also illegal in den Irak reisen. Bahman Ghobadi gehört zu den anerkanntesten Regisseuren des Iran und hat sich mit Filmen wie A Time for Drunken Horses und Turtles Can Fly mutig der zeitgenössischen Realität kurdischen Lebens gestellt, wobei er sich dabei oft geschickt zwischen tief empfundener Tragödie und warmem, derbem Humor bewegte. In Niwemang ist er leichter gestimmt, auch wenn der Film immer wieder die Realität des kurdischen Kampfes um die eigene Identität und Kultur berührt. Inspiriert durch diesen von Mozart beeinflussten Auftrag, hat Ghobadi einen Film geschaffen, der von Liebe zur Musik durchdrungen ist und die Rolle von Frauen bei der Schöpfung musikalischer Schönheit in den Vordergrund rückt. Die Musik stammt von einem der bekanntesten Künstler und Komponisten im Iran: Hossein Alizadeh.
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Daratt (2006)
Mahamat-Saleh Haroun
Tschad
92′
Die Regierung im Tschad hat eine allgemeine Amnestie erlassen, um den Teufelskreis der Gewalt zu stoppen. Der 16-jährige Atim erhält von seinem Grossvater einen Revolver, damit er den Mann töten kann, der seinen Vater getötet hat. Atim verlässt sein Dorf und geht in die Hauptstadt N'Djamena auf der Suche nach einem Mann, den er nicht kennt. Er findet eine respektierte und Respekt gebietende Persönlichkeit, die eine kleine Bäckerei führt, und er beginnt für den Mann zu arbeiten. Atim lernt Brot zu backen, und langsam entwickelt sich eine eigenartige Beziehung zwischen den beiden. Der Ältere würde den Jüngeren sogar gern als Sohn adoptieren – er kennt den Anlass seines Besuches nicht. Gleichzeitig aber umkreisen die beiden einander, der eine unsicher darüber, ob er Rache nehmen soll, der andere dabei, sich selbst fast aufzugeben angesichts der Konkurrenz durch eine Grossbäckerei. Mahamat-Saleh Haroun erzählt eine durchwegs ruhige Geschichte, friedfertig und liebevoll, und dies, obwohl in ihr das Moment zum Schuss schlummert.
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Das einsame Haus am Waldesrand (1976)
Jiri Menzel
Tschechische Republik
97′
Eine Familie aus der Grossstadt entdeckt während eines Ausflugs ein altes Bauernhaus. Sie verbringt dort fortan die Ferien und würde das Haus am liebsten kaufen. Der Besitzer, ein alter Bauer, scheint einverstanden zu sein, nur möchte er den Zeitpunkt selbst bestimmen. Inzwischen gewinnen die beiden Kinder in dem alten Bauern einen guten Freund. Tom Milne schreibt in Time Out: «Nach fünf Jahren in politischer Ungnade gefallen war, war Jiří Menzel immer noch vorsichtig und vermied in Das einsame Haus am Waldesrand geschickt jegliche gefährlichen Engagements oder Interpretationsmöglichkeiten. Es ist eine federleichte Komödie über die Schwierigkeiten, als Stadtfamilie auf dem Land leben zu wollen (...). Die ausgezeichnete Kameraführung wirft einen schimmernden, sommerlichen Dunst über die feine Mischung aus Zärtlichkeit und Humor, mit der Menzel typischerweise menschliche Schwächen beobachtet - damit wird der Film zu einer magischen Beschwörung einer verlorenen, einfacheren und entspannteren Welt.»
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Firemen's Ball (1967)
Milos Forman
Tschechische Republik
74′
1968 bedeutet für die Menschen im Osten Prager Frühling. Unvorhergesehene Ereignisse stören den Ablauf des Feuerwehrballs: Eine Miss-Wahl endet im Fiasko, die Tombola-Preise verschwinden, die Ehrung des Jubilars fällt einem Brand zum Opfer, zu dem die Feuerwehr wegen des Festes zu spät kommt - die Veranstaltung endet im Chaos. Forman betrachtet das Geschehen in seiner Comédie humaine, Neorealismus trifft auf einen warmherzigen Humor. Den Zensoren war der Film suspekt: 1969 wurde er verboten.
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Die Reise nach Kythira - Taxidi sta Kythira (1984)
Theo Angelopoulos
Griechenland
134′
Was ist Heimat? Spiros, ein ehemaliger Partisan, kehrt nach 32 Jahren Exil in der Sowjetunion in seine griechische Heimat zurück. Hier wird er in jenem Dorf, das er einst verteidigt hat, Zeuge eines in Gang befindlichen Ausverkaufs von Boden wie von Idealen. Spiros versucht sich zu wehren, derweil sein Sohn, der Filmemacher Alexander, die Geschichte seines Vaters in einem Film fassen möchte. Theo Angelo-poulos selber bezeichnete den Film als eine Art Otto e mezzo und er beschrieb damit einerseits die Krise, in die hinein ihn der vorangegangene Mammut O Megalexandros gestürzt hatte, aber auch die Tatsache, dass er mit der Figur eines Filmemachers das Erfassen und Erzählen von Wirklichem thematisiert. Reise nach Kythira leitete eine neue Phase im Schaffen des Griechen ein. In den folgenden drei Filmen stehen ein Vater und sein Sohn, ein ins Alter gekommener Vater sowie ein Bub und seine Schwester im Zentrum. Die Handlungen sind in der Gegenwart angesiedelt, wobei ihre Wurzeln in der Geschichte liegen, von der in der Historischen Trilogie die Rede war. Der heimkehrende Spiros in Reise nach Kythira war ein Partisan und hat sich nach Russland ins Exil begeben. Jetzt kommt er zurück und findet jene Heimat, für die er einst sein Leben aufs Spiel gesetzt hatte, nicht mehr. Als Parallelhandlung, die sich mit der Haupthandlung trifft und mit ihr eins wird, erleben wir den Sohn, der einen Film vorbereitet über einen Vater, der aus dem Exil heimkehrt und daheim heimatlos ist. Unvergesslich ins Gedächtnis eingeschweisst hat sich das geniale Ende des Films, in dem der alte Mann mit seiner Frau aufs offene Meer hinaustreiben, weil er die notwendigen Papiere nicht hat und so auf internationale Gewässer abgeschoben wird. Walter Ruggle
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Highway (2012)
Deepak Rauniyar
Nepal
72′
Ein Mann aus Kathmandu, der erfolglos probiert, mit seiner Frau ein Kind zu bekommen, sucht einen Wunderheiler in den östlichen Bergen Nepals auf. Der hat tatsächlich einen Zaubertrank parat. Allerdings muss der Mann innerhalb von 36 Stunden zurück zu seiner Ehefrau, sonst wirkt die Medizin nicht mehr. Im Bus, der sich durch die engen Strassen, Hügel und Täler Nepals quält, sitzen noch mehr Menschen, die dringend woanders sein müssten: den Internetchat-Lover treffen, Geld für Medikamente überbringen, die Eltern sehen. Aber die Reisegruppe muss immer wieder pausieren, weil Generalstreiks, Staus, Pannen und aufgebrachte Dorfbewohner den Bus aufhalten. Ein paar der Hindernisse werden von den Passagieren überwunden, die sich während des Trips immer besser kennenlernen. Sie verkleiden sich gar als Hochzeitsgesellschaft, um weiterfahren zu dürfen. Zu Hause hat sich allerdings in der Zwischenzeit alles geändert. Der Erstlingsfilm von Deepak Rauniyar, der mit einem Minibudget, einer Handvoll begeisterter Darsteller und improvisierten Dialogen in einem der ärmsten Länder der Welt gezaubert wurde, ist ein Roadmovie voller Überraschungen und Leidenschaft - und eine kompromisslose Darstellung der nepalesischen Realität.
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La notte di San Lorenzo (1982)
Paolo & Vittorio Taviani
Italien
107′
Poesie des Widerstands La notte di San Lorenzo von Paolo und Vittorio Taviani ist jener Film, der vor einem Vierteljahrhundert an einem unvergesslichen Abend mehr als 8'000 Menschen auf der Piazza Grande in Locarno in seinen Bann zog mit seiner filmischen Zauberkraft und der Friedensbotschaft. Heimlich schleicht sich im Sommer 1944 eine Gruppe von BewohnerInnen aus ihrem Heimatdorf San Miniato in der Toskana, um den US-amerikanischen Befreiern entgegenzueilen. Die Zurückbleibenden suchen gemäss Anweisungen in der Kirche Schutz und fallem einem Vergeltungsschlag der Deutschen zum Opfer. Die Flüchtlinge durchleben unterwegs in der toskanischen Landschaft alle Stadien der Hoffnung und der Verzweiflung und sehen sich in einer legendär gewordenen Sequenz mit italienischen Faschisten konfrontiert. La notte di San Lorenzo ist an sich ein historischer Film in dem Sinn, als er von einer vergangenen Zeit erzählt. Durch die märchenhaft-mythischen Überhöhungen und melodramatischen Zuspitzungen lassen die Tavianis die Handlung aus dem bloss historischen abheben und den Film über die wunderbare Figur des Mädchens zur universellen Aussagekraft gelangen. Das ist ein Friedensfilm von elementarer Sinnlichkeit und Wucht. Walter Ruggle
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Weit (2017)
Patrick Allgaier Gwendolin Weisser
Deutschland
127′
Im Frühjahr 2013 starten Weisser und Allgaier von ihrer Heimatstadt Freiburg im Breisgau aus in die Welt. Der Weg führt sie in östlicher Richtung durch Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika. Dabei reisen sie per Anhalter, Bus, Zug, Schiff oder gehen zu Fuss. Auf das Verkehrsmittel Flugzeug verzichten sie bewusst. Sie lernen Menschen aus vielen unterschiedlichen Kulturkreisen kennen. Meist übernimmt einer der beiden das Filmen. Im Spätsommer 2014 in Sibirien erfährt Gwen Weisser, dass sie schwanger ist. Das Paar entscheidet sich dafür, die Reise fortzusetzen und das Kind in Mexiko zur Welt zu bringen. Auf einem Containerschiff überqueren sie von Tokyo aus den Pazifik. In Mexiko kauft sich das werdende Elternpaar einen Bulli, den sie zu einem mobilen Familienheim umbauen. Im Mai 2015 kommt Sohn Bruno auf die Welt und verbringt sein erstes Lebensjahr teils in einem angemieteten Haus oder unterwegs in Mexiko und in Ländern Mittelamerikas. Im Sommer 2016 kehrt die Familie zurück, die letzte Strecke von Barcelona legen sie zu Fuß zurück. Insgesamt dauert die Weltreise über drei Jahre. Es gibt sie noch, die Filme, die ohne viel Aufhebens daherkommen, bei denen man nie das Gefühl hat, da hätte jemand alles berechnet, um uns für dumm zu verkaufen. Eigentlich ist der Bericht über die eigene Weltreise etwas, was man in Gemeindehäusern vorführt oder in Turnhallen. Aber der Film hier ist das und er ist sehr viel mehr, er hat es in sich, er verzaubert. Das hat mit den beiden zu tun, die unterwegs sind, und mit den Menschen, denen sie begegnen, mit der erfrischend unbekümmerten und doch beherrschten Art, in der sie erzählen. 50 000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko. «Weit» ist ein bunter und besonders authentischer Film über die aussergewöhnliche Reise eines jungen Paares, das in den Osten loszog, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkunden sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet. Ein kleines, unprätentiöses Filmjuwel in Deutschland. Lassen Sie sich auf die Reise mitnehmen. Kinoverleih: Arthouse
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Gion Bayashi - Die Festmusik von Gion (1954)
Kenji Mizoguchi
Japan
85′
Die Beziehung zweier Frauen in Gion, dem Bezirk der Tee- und Freudenhäuser von Kyoto, steht im Zentrum von Gion Festival Music. Eiko, ein junges Mädchen vom Land, will bei Miyoharu, einer erfahrenen Frau, den Beruf der Geisha erlernen. Die ältere Frau weigert sich zuerst, die jüngere zu lehren, was sie ist. Als Eiko jedoch nach einem Jahr der Einübung in Schönheit und Unterwerfung gegen ihre Rolle revoltiert, ist sie es, die ihr Verständnis und Sympathie entgegenbringt. Die Umarbeitung des ursprünglichen Films ergab eine Geschichte mit ziemlich vereinfachter Handlung und ohne das traurige, rebellische Ende von Sisters of Gion. Die Lage der Geishas ist zwar noch immer gleich bedenklich und bemitleidenswert, doch fehlt die leidenschaftliche Haltung, die Mizoguchi in jenem früheren Film an den Tag legte. In Gion Festival Music offenbart er tiefes Mitgefühl, unendliche Zärtlichkeit und eine ruhige Heiterkeit. Vergleicht man die beiden Filme, so wird die Entwicklung deutlich, die sowohl der Mensch als auch der Künstler durchgemacht hat. Während Sisters of Gion das Drama zweier Geishas, im Wesentlichen ihre soziale Stellung, behandelt, wird Gion Festival Music vor allem durch die Erlebnisse bereichert, durch die Mizoguchi in der Zwischenzeit gereift ist.
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Sansho Dayu - Landvogt Sansho (1954)
Kenji Mizoguchi
Japan
125′
Sansho Dayu handelt von einem Kinderpaar aus reichem Haus Ende des 12. Jahrhunderts, das dem Landvogt des Titels in die Hände fällt, der seinen Ruf als vorbildlicher Lehensherr der gnadenlosen Ausbeutung seines Sklavenheers verdankt. In lange getragenen Einstellungen erzählt Mizoguchi fliessend diese alte Legende von Not und Rache in Bildern so schön, dass man sich jedes einzelne davon ausschneiden und aufhängen möchte.
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Akasen Chitai - Die Strasse der Schande (1956)
Kenji Mizoguchi
Japan
86′
Fünf Frauenschicksale aus dem Bordellviertel Tokyos in den 1950er Jahren stehen im Zentrum des letzten Films von Kenji Mizoguchi, der die Mehrzahl seiner Werke der historischen und sozialen Situation japanischer Frauen widmete. Das Thema ist mit gesellschaftskritischem Engagement, menschlicher Anteilnahme und unspekulativer Offenheit gestaltet.
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Bombón - el perro (2004)
Carlos Sorin
Argentinien
98′
Juan ist 52, arbeitslos und eigentlich ein hoffnungsloser Fall. Auch seine Messer wird er nicht los, und wenn er mal eins verkaufen kann, so wird er mit dem Preis nicht einmal die Entstehungskosten des Materials decken. Aber Juan ist unterwegs, und das kann nie schaden, denn wer sich bewegt, begegnet auch anderen. Zum Beispiel einer jungen Frau, die von einer Panne blockiert hilflos am Strassenrand steht. Er kann ihr helfen und kommt nun auf den Hund. Ein rassenreines Prachtstück von argentinischer Dogge wird ihm überlassen. Man hat bei den Schenkenden eher das Gefühl, dass sie das geerbte Monstrum loswerden möchten, als dass sie Juan wirklich ein Geschenk machen wollen. Und bei ihm ist klar, dass der Hund ihn fürs Erste noch mehr einschüchtert, als es die Situation tut, in der er steckt. Carlos Sorín ist ein Meister der einfachen Geschichten von einfachen Leuten. Wer seinen letzten Spielfilm "Historias mínimas" gesehen hat, konnte sich der Faszination nicht entziehen. Einer Faszination, die nicht von Stars ausgeht, sondern von einfachen Menschen, die als Laien in eine Rolle schlüpfen, die weitgehend ihre eigene ist.
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Ugetsu monogatari - Erzählungen unter dem Regenmond (1953)
Kenji Mizoguchi
Japan
97′
In seinem Meisterwerk Ugetsu monogatari schildert der Japaner Kenji Mizoguchi die Geschichte von Genjuro, einem Töpfer, und seinem Schwager, dem Bauern Tobei. Die beiden leben mit ihren Frauen in einem kleinen Dorf, das inmitten eines von Kriegswirren umtosten Gebietes gelegen ist. Und sie haben Ambitionen, die sich die Kriegswirren zunutze machen. Genjuro möchte mit seinen Töpfen in die Stadt fahren und möglichst rasch viel Geld verdienen. Tobei will als Samurai zu Ruhm und Ehre kommen. Beide setzen alles aufs Spiel: und verlieren. Das Streben nach Geld und Ruhm, macht Mizoguchi hier deutlich, birgt zwangsläufig den Verlust von inneren Werten mit sich. Genjuro und Tobei machen sich auf einen Weg, der sie immer weiter wegführt von sich selber, der Wunschträumen und Phantomen folgt und nicht den Spuren der Wirklichkeit. Unterwegs, auf jener grandiosen Bootspassage, treibt der Tod phantomartig an ihnen vorbei - sie verstehen es nicht, das Zeichen richtig zu deuten. Und so wird der Tod Wirklichkeit. Genjuro rennt später einer Liebe nach, die er für echter und stärker hält als jene zu seiner eigenen, daheim gelassenen Frau. Die Liebe aber, sie entpuppt sich als Phantom als Geist einer längst verblichenen Prinzessin.
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Those Wonderful Movie Cranks (1978)
Jiri Menzel
Tschechische Republik
90′
Ein Filmvorführer tingelt Anfang des 20. Jahrhunderts durch böhmische Dörfer und träumt davon, in Prag ein Kino zu eröffnen. Er verbündet sich mit einem jungen Kameramann (gespielt von Jiří Menzel), der seinerseits einen Traum hat: Er sehnt sich nach lebensnahen Filmen, die sich mit der Wirklichkeit der Menschen befassen. Menzels Die wunderbaren Männer mit der Kurbel gehört zu den schönsten Huldigungen an die Pioniere der Stummfilmzeit, darüber hinaus ist der Film eine melancholisch gefärbte Reflexion über notwendige Zugeständnisse. «Der Film ist eine scharfsinnige Chronologie des Scheiterns. (...) Menzel erzählt dies in teils heiter, teils wehmütig stimmenden Episoden, in denen er virtuos verschiedene filmische Ebenen ineinanderfliessen lässt: Die illusionäre Verzückung angesichts zappelnder Schwarzweissbilder der ersten Stunde - von Menzel stilecht nachgedreht - trifft auf die schöne Scheinwelt eines standesbewussten Grossbürgertums (...). Poesievolle Beschreibung der historischen Situation wird so gebrochen durch die Distanz einer ersten kinematografischen Aufarbeitung.» (dhm.de)
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Der Bienenzüchter - O melissokomos (1986)
Theo Angelopoulos
Griechenland
118′
Die letzte Reise Der alternde Lehrer und Imker Spiros hat nach der Trennung von seiner Frau und der Heirat seiner Tochter genug vom Leben und von seiner Familie. Er tritt eine letzte Reise in den Süden an mit einem Lastwagen voller Bienenkisten. Unterwegs nimmt er eine junge Anhalterin mit, zu der eine seltsame Beziehung entsteht, die ihn jedoch nicht von seiner Todessehnsucht abbringen kann. Der Film besticht durch seine einfühlsame, melancholische Darstellung, die in erster Linie durch die ausdrucksstarken Bilder und einen sehr sensibel spielenden Marcello Mastroianni geschaffen wird. Das Alter, der schmerzliche Verlust politischer Ideale, der gnadenlose Pragmatismus der Jugend, die Sprachlosigkeit in der Ehe: All diese Themen deutet der Film mehr an, als dass er sie explizit aussprechen würde. Und dem grossartigen Marcello Mastroianni gelingt es, sich in dieser filmischen Kunst des Andeutens zurückzunehmen und zum griechischen Imker zu verpuppen. Zur suggestiv melancholischen Stimmung trägt die von Eleni Karaindrou komponierte Filmmusik bei, in der Jan Garbarek mit seinem Saxophon das tragende musikalische Thema des Films spielt. Das von Tonino Guerra beflügelte Drehbuch lehnt sich an Motive des Romans «Der Tod eines Bienenzüchters» von Lars Gustafsson an.
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Styx (2018)
Wolfgang Fischer
Mauretanien
95′
Rike ist eine erfolgreiche Ärztin. In ihrem dringend benötigten Urlaub will sie allein auf einer Segelyacht von Gibraltar nach Ascension im Atlantik reisen. Ihr Wunsch nach unbeschwerten Ferien scheint sich zu erfüllen, doch nach einem Sturm schlägt das Abenteuer in eine nicht gekannte Herausforderung um: In der Nähe ihres Schiffes entdeckt sie ein beschädigtes, hoffnungslos überladenes Flüchtlingsboot. Mit Rike sind wir schlagartig mitten drin. Unser Alltag birgt Gefahren. Die 40-jährige Notfallärztin Rike wird mitten in der Nacht zu einem Autounfall gerufen und gibt alles, um den verletzten Fahrer zu retten. Wenig später belädt sie unter dem Affenfelsen von Gibralter eine gemietete Yacht, mit der sie auf Darwins Spuren nach Ascension segeln will, mit sich allein sein, auf sich gestellt und gefordert, den Frieden und die Ruhe geniessend auch. Sie sind eindrücklich, die Passagen mit dem Boot, die Kommunikation mit anderen Schiffen und dem Festland, das Meistern eines nächtlichen Sturms. Packend inszeniert von Wolfgang Fischer und glaubwürdig verkörpert von Suzanne Wolff, atemberaubend fotografiert von Benedict Neuenfels. «Styx» ist zunächst ganz einfach ein toller Segelfilm über eine Frau, die weiss, was sie will und zupackt. Rike geniesst die Bewunderung des Personals auf einem Frachtschiff, das sich auf derselben Route bewegt, von den Funkpunkten am Festland wird sie begrüsst und begleitet. Bis zu dem Moment, in dem schlagartig eine ganz andere Realität in die des auf der Yacht eindrücklich präsenten nordwestlichen Wohlstands hereinbricht und die Idylle stört. In Rikes Sichtweite steht eine Schiff voller Flüchtlinge still. Hilfe ist angesagt, doch was kann die einzelne Frau auf der viel zu kleinen Yacht allein auf hoher See anstellen? Wir erleben die innere Zerrissenheit einer Ärztin, die helfen will, aber nichts tun kann, wir erfahren die Distanzierung der Anderen, die auf ihre Notrufe abweisend reagieren. Und wir haben schlagartig die schöne heile Welt mit dem Drama der Migration auf engem Raum zusammengebracht. Selten hat man dies im Kino fast wortlos und so verdichtet gesehen. Walter Ruggle
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La hora de los hornos (1968)
Fernando Solanas
Argentinien
89′
Alle Macht der Leinwand Die 60er Jahre brachten nicht nur ästhetisch neue Wellen in die Filmgeschichte: Sie brachten auch politische Bewegungen auf die Leinwand. Zum Beispiel in Lateinamerika, wo in Brasilien, Chile, Kuba, Bolivien oder Argentinien Filmemacher sich laut- und bildstark äusserten. Film ist immer politisch - als Erkenntnis ist diese Feststellung jünger als die Filmgeschichte, wenngleich man angesichts des allgemeinen handlungs- und technikorientierten Geschreibes und Geplauders derzeit wieder das Gefühl haben könnte, es hätte die Auseinandersetzung mit der politischen Ebene jeglichen Filmens nie gegeben. Neben dem gewissermassen implizit, in seiner Wirkung politischen Kino gab es früh schon das explizite, Position beziehende, ja agitativ genutzte Filmschaffen, am ausgeprägtesten sicherlich in der frühen Sowjetunion. Dort hatte Lenin den Film zur Kunst der Künste erklärt. Als Teil von Befreiungsbewegungen verstanden sich Filmemacher in verschiedensten Winkeln der Welt, und ob sie Spielfilme machten oder die sie umgebende Wirklichkeit in Bildern festhielten: Das Kino ermöglichte es ihnen, den Aufschrei ihrer Kulturen rund um die Welt zu transportieren. "Das Kino als Fenster zur Welt", lautete eine Definition von André Bazin, "Voraussetzung für das Verständnis sind das Interesse an und die Achtung gegenüber der anderen Kultur", meinte der Bolivianer Jorge Sanjines. Und anschaulicher, direkter als andere künstlerische Ausdrucksformen konnte das Kino die eigenen Bilder, Geschichten und Töne um die Welt bringen. Es ist bald fünfzig Jahre her, seit der Argentinier Fernando Solanas zusammen mit dem Spanier Octavio Getano unter dem Titel "Kino der Dekolonisation" eine Art Manifest zur Unabhängigkeit der verschiedenen Kinematographien verfasst hat. Darin heisst es unter anderem: "Eine Kinematographie wie eine Kultur wird nicht durch ihre Geographie national, sondern nur dadurch, dass sie den besonderen Notwendigkeiten der Befreiung und Entwicklung eines jeden Volkes entspricht. Das Kino, das heute in unseren Ländern dominiert und von Infrastrukturen und Superstrukturen bestimmt wird - den Ursachen jeder Unterentwicklung - kann nur ein abhängiges Kino und damit konsequenterweise ein unmündiges und unterentwickeltes Kino sein." Das legendäre Manifest hat im Zeitalter der globalen Vernetzung nichts an Aussagekraft eingebüsst. Im Gegenteil: Dieselben Konzerne, die heute den Grossteil der Kinoprogramme auf dem Globus diktieren, haben sich auch in die Computernetze eingenistet und werden dort mit derselben Effizienz dafür besorgt sein, dass die Länder des Südens darin bestenfalls als Farbtupfer in Erscheinung treten. Fernando Solanas war neben Leuten wie Glauber Rocha, Miguel Littin, Santiago Alvarez, Fernando Birri oder Jorge Sanjines einer jener Lateinamerikaner, die sich nicht nur in kulturpolitischen, antiimperialistischen Manifesten äusserten; seine Filme, unter ihnen der monumentale Dreiteiler "La hora de los hornos" (Die Stunde der Feuer, 1968), zeigten, was Emanzipation im Kino bedeutet. Solanas ging mit seinem politischen Kino auf dem Kontinent wohl insofern am weitesten, als er sich in erster Linie als "politischer Kämpfer" verstand. Das viereinhalbstündige Pamphlet gegen die neokolonialistische Repression ist geprägt von einem unmissverständlichen Tonfall, einer umfassenden, essayistisch dokumentierenden Methode und der agitativen Montage. Meditativ wird mit der langen Einstellung auf das Bild des zur Zeit der Dreharbeiten ermordeten Che Guevaras eingestimmt. Doch nicht nur der Film, auch die Arbeitsbedingungen sind Beispiel extremer Voraussetzungen. Gedreht wurde vier Jahre im Untergrund, fertiggestellt nach der Flucht ins Exilland Italien. Die politische Aktivität ging noch weiter, wurde der Film schliesslich auch nach Argentinien zurückgeschmuggelt und dort im Untergrund mit ungeheurem Erfolg gezeigt: Über 100 000 Zuschauerinnen und Zuschauer, ungezählte Verhaftungen. "In dieser Zeit", heisst es in "La hora de los hornos", "ist in Lateinamerika kein Platz für Passivität oder Unschuld. Der Kompromiss des Intellektuellen wird an dem gemessen, was er riskiert." Walter Ruggle
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Khook (2018)
Mani Haghighi
Iran
109′
Hasan ist wütend. Er steht auf der schwarzen Liste und darf seit Jahren keinen Film mehr drehen. Sein Star wird ungeduldig, Frau und Tochter interessieren sich kaum mehr für ihn - und nun auch noch dies: In Teheran hat es ein Mörder auf Filmschaffende abgesehen und köpft selbst weniger bedeutende Regisseure wie Mani Haghighi - nur Hasan nicht! Ist er nicht der Beste von allen? Eine irre Satire aus dem Iran, überraschend, witzig, atemberaubend inszeniert. Satire aus Teheran So etwas hat man aus dem Iran der Mullahs vielleicht nicht erwartet, jedenfalls dann nicht, wenn man sich nur auf westliche Politstories verlässt oder das beschauliche Kino des Altmeisters Abbas Kiarostami und seiner Epigonen. Zwar ist der Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur Mani Haghighi bekannt dafür, die Dinge zuzuspitzen und in ausgesuchten Dekors seine Geschichten zu entfalten - zuletzt in A Dragon Arrives! -, aber dass er eine derart böse und schräge Komödie inszeniert, erfreut. «Warum muss das iranische Kino ein Fremdenführer durch unser Land sein?», fragte er an der Berlinale, wo Khook seine Weltpremiere feierte. Er finde es ermüdend, dass der Westen immer nur sehen wolle, «wie stark wir unterdrückt werden.» Dem eindimensionalen Bild setzt er nun diese Satire um einen Filmemacher entgegen, der nicht drehen darf und jetzt auch noch frustriert ist, weil rundherum Kollegen umgebracht werden, nur er nicht. Es hilft ihm nicht, dass die eigene Mutter ihn tröstet: «Das kommt schon noch - das Beste kommt immer zuletzt.» Haghighis Film rockt im wahrsten Sinn, ist voller szenischer Einfälle, spielt genussvoll mit Genres, die perfekt inszeniert sind und nimmt nichts zu ernst - ausser vielleicht die Social Media, die uns zum Verhängnis werden können. Mani Haghighi kennt und liebt das Kino und seine visuell erzählerische Kraft. Walter Ruggle
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Banshun - Später Frühling (1949)
Yasujiro OZU
Japan
109′
Die 27jährige Noriko lebt mit ihrem verwitweten Vater, einem Universitätsprofessor, in einem kleinen Haus im Norden Kamakuras. Er arbeitet an der Fertigstellung eines wissenschaftlichen Manuskripts, wobei ihm sein Assistent Hattori hilft. Professor Soniyama macht sich Gedanken um das Wohlbefinden seiner Tochter und schlägt ihr eines Tages vor, Hattori zu heiraten. Ihre Tante Masa, die Schwester des Professors, ist die nächste, die sich als Kupplerin versucht und Noriko dazu drängt, Herrn Satake zu treffen. Obwohl dieser Noriko sympathisch ist, weist sie alle Heiratspläne zurück. "Eines von Ozus Lieblingsthemen sind die gegensätzlichen Vorstellungen und die daraus resultierenden Reibungen innerhalb der Familie, trotz großer gegenseitiger Zuneigung und Loyalität. Diese Familienkonflikte und die zwischen Eltern und Kindern entstehenden Probleme führen unweigerlich zu einer Art von Trennung. Im Falle von Noriko wird ihre Heirat diese Trennung nach sich ziehen, in anderen Ozu Filmen kann der Wegzug aus beruflichen Gründen der Auslöser sein. Auf der einen Seite stimmen diese Ereignisse Ozu traurig, auf der anderen Seite ist ihm bewusst, dass sie unvermeidlich sind. Dieses Bewusstsein für die dem menschlichen Dasein innewohnende Traurigkeit und Flüchtigkeit ist es, das die Japaner mono no aware’ nennen." Beverly Bare Buehrer
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Der Blick des Odysseus - To vlemma tou Odyssea (1995)
Theo Angelopoulos
Griechenland
170′
Ein Monument von Film hat der Grieche Theo Angelopoulos über Liebe, Leidenschaften und verlorene Unschuld in diesem Jahrhundert geschaffen. Mit Harvey Keitel, der wie Odysseus durch den Balkan irrt. In einer nordgriechischen Kleinstadt weilt ein in die USA ausgewanderter Filmemacher zu Besuch. Man zeigt sein letztes Werk, in dem er über Grenzen nachdachte, die sich die Menschen derzeit wieder vermehrt schaffen. Der Regisseur - er wird gespielt vom Amerikaner Harvey Keitel (Smoke) - besucht seine alte Heimat freilich aus einem anderen Grund: Er ist daran, einen Dokumentarfilm über die Gebrüder Manakis zu realisieren, die vor 90 Jahren das Kino auf den Balkan brachten und hier die ersten Filme realisierten. Vordergründig erzählt Theo Angelopoulos (Die Wanderschauspieler, Der Bienenzüchter) nun die Geschichte eines Mannes, der durch den Balkan reist, um die ältesten Filmrollen des Halbkontinents zu finden. Sie führt ihn und uns von Griechenland über Albanien, Mazedonien, Bulgarien nach Rumänien und von dort die Donau hinauf nach Belgrad, um schliesslich in Sarajewo zu landen, jener Stadt, dem Brennpunkt der europäischen Geschichte in 20. Jahrhundert. Doch dies ist nur die Oberfläche eines filmischen Ozeans, von der der Grieche gleichsam abtaucht in die unergründlichen Tiefen. Walter Ruggle
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Soul Power (2008)
Jeffrey Levy-Hinte
Kongo, Demokratische Republik
89′
James Brown, Miriam Makeba, B.B. King, Celia Cruz, The Crusaders, Sister Sledge, Big Black, Bill Withers - sie alle sind mit von der Partie, als 1974 im damaligen Zaire ein nie da gewesenes Kulturereignis stattfindet: Eine Art Gipfeltreffen zwischen afroamerikanischen Soulgrössen und afrikanischen Top Acts, das legendäre African Woodstock. Vereint in ihrer Leidenschaft für die Musik und beseelt von der Black Power der späten 60er Jahre, feiern sie in Kinshasa ihre gemeinsamen Wurzeln und die pure Lebensfreude. Die drei Konzerte waren ursprünglich als Rahmenprogramm zum Boxkampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman gedacht, der im Film «When We Where Kings» im Zentrum stand. Nun schöpft Cutter Jeffrey Levy-Hinte aus dem umfangreichen Filmmaterial, das damals unbeachtet blieb, und richtet den Fokus auf die Musik. Mit vier Kameras vor Ort ist er immer mitten im Geschehen und auf Augenhöhe mit den Stars. Die ungewöhnlichen Szenen, unterlegt mit den erfrischenden rapähnlichen Statements von Muhammad Ali, vermitteln das Lebensgefühl jener Zeit: «I say it loud, I'm black and I'm proud.» SOUL POWER beglückt mit einer unvergesslichen Zeitreise zurück zu einem Ereignis, das nicht nur einen wichtigen Punkt in der Geschichte markiert, sondern auch eine Brücke schlägt zu den geschichtsträchtigen US-Präsidentschaftswahlen 2009. Ein Dokument der US-Bürgerrechtsbewegung auch, voller Musik, Soul, Power und Klassiker wie Makeba's "The Click Song", King's "The Thrill Is Gone" und natürlich Brown's "Soul Power". Mehr als 30 Jahre später erweckt der Film «Soul Power» das Musikfestival zu neuem Leben und ermöglicht so einen Blick auf jene Zeit, als der musikalische Austausch zwischen den beiden Kontinenten gerade begann. DIE M U S I K *************** SOUL POWER Written by James Brown Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Crited Music, Inc. (BMI) BAKOBOSANA Written by Lita Bembo Performed by Lita Bembo & Les Stukas All rights reserved - Tous droits réservés I'LL NEVER LET YOU BREAK MY HEART AGAIN Written by Fred Wesley, Charles Bobbit, Reggie Bryan Performed by “Sweet" Charles Sherrell and the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) ONE OF A KIND (LOVE AFFAIR) Written by Joseph B. Jefferson Performed by The Spinners Under License from Warner-Tamerlane Publishing Corp. (BMI) SIMBA NKONI Written by François “Franco” Luambo Makiadi Performed by OK Jazz featuring Franco All rights reserved - Tous droits réservés HOPE SHE’LL BE HAPPIER Written by Bill Withers Performed by Bill Withers Under license from Songs of Universal, Inc. on behalf of Interior Music Corp. (BMI) THE CLICK SONG Written by The Manhattan Brothers Performed by Miriam Makeba Under license from Makeba Music Company ON AND ON Written by Curtis Mayfield Performed by Sister Sledge Under License from Warner-Tamerlane Publishing Corp. on behalf of Warner-Tamerlane Publishing Corp. and Todd Mayfield Publishing (BMI) THRILL IS GONE Written by Rick Ravon Darnell and Roy Hawkins Performed by B.B. King Under license from Universal Music-Careers (BMI) PUT IT WHERE YOU WANT IT Written by Joe Sample Performed by the Crusaders Under license from Chrysalis Songs (BMI) QUIMBARA Written by Junior Cepeda Performed by Celia Cruz and the Fania All Stars Under license from Universal –Musica Unica Publishing on behalf of Fania Music (BMI) PONTE DURO Written by Johnny Pacheco Performed by the Fania All Stars Under license from Universal - Musica Unica Publishing on behalf of Fania Music (BMI) BONJOUR L’AFRIQUE Written by Big Black Performed by Big Black Published by Jokot SELI-JA Written by Tabu Ley Rochereau Performed by Tabu Ley Rochereau & L’Afrisa International Under License from EMI Blackwood Music, Inc. PAYBACK Written by James Brown, John H. Starks, and Fred Wesley Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) COLD SWEAT Written by James Brown and Alfred James Ellis Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) I CAN’T STAND MYSELF (WHEN YOU TOUCH ME) Written by James Brown Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) SAY IT LOUD (I’M BLACK AND I’M PROUD) Written by James Brown and Alfred James Ellis Performed by James Brown & the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI) . SAME BEAT Written by James Brown Performed by Fred Wesley and the J.B.’s Under License from Unichappell Music, Inc. on behalf of Dynatone Publishing Co. (BMI)
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Chevalier (2015)
Athina Rachel Tsangari
Griechenland
105′
Mitten in der Ägäis, auf einer Luxusyacht, entscheiden sich sechs Männer auf einer Angeltour, ein Spiel zu spielen. In diesem Spiel werden die Dinge verglichen, gemessen und das Blut getestet. Freunde werden zu Rivalen, aber am Ende der Reise, wenn das Spiel vorbei ist, trägt der Gewinner den siegreichen Siegelring: den "Chevalier".
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Zama (2017)
Lucrecia Martel
Argentinien
115′
Don Diego de Zama ist ein untergebener Beamter der spanischen Krone in einer fernen Kolonie in Lateinamerika. Jedes Jahr hofft er auf seine Versetzung, die ihn näher zu seiner Familie bringt. Doch der Befehl kommt nicht. Die argentinische Regisseurin Lucrecia Martel meldet sich zurück mit der Adaption eines meisterlichen Romans aus der lateinamerikanischen Literatur. In der Erzählung von Lucrecia Martel gibt es keine wirkliche Linearität, vielmehr ist es eine Abfolge verschiedener Szenen, die den Helden Don Diego de Zama beschreiben. Der dient dem König von Spanien, und er tut dies ohne grosse Eile oder Kompetenz. Er verbringt seine Tage vor allem damit, die Frauen um ihn herum zu belauern, egal ob Sklavin oder Gräfin. Er beobachtet sie in der Hoffnung, ihren Blick einzufangen, was allerdings nie eintrifft, es sei denn ein ironischer Blick, wie derjenige der spanischen Gräfin, oder selbst ein verächtlicher Blick von den jungen Sklavinnen, die sich über ihn lustig machen. Die Gouverneure kommen und gehen, aber das so stark ersehnte königliche Schreiben, das seine Versetzung ankündigen soll, kommt nicht. Des Wartens überdrüssig meldet sich Zama freiwillig zur Jagd nach dem gefürchteten Banditen Vicuña Porto. Zama soll nicht als historischer Film betrachtet werden. Lucrecia Martel steht dazu: Sie hat sich Freiheiten gegenüber der Geschichte erlaubt. Und dies ohne Gewissensbisse, denn diese wurde von weissen Männern geschrieben, die den Eingeborenen jegliche Qualitäten aberkannten - und auch den Frauen. Die Regisseurin schafft eine dystopische Welt, die gut die Atmosphäre der spanischen Kolonien im Lateinamerika des 18. Jahrhunderts wiedergibt, wo die Männer Mühe haben, ihre europäische Identität zu bewahren, welche ihr letzter Stolz bleibt, wenn alles andere in Verwahrlosung versinkt. Zama ist eine phänomenale malerische Symphonie, für die der portugiesische Kameramann Rui Poças aus jeder Szene ein Gemälde gestaltet hat mit seiner Auswahl an Farben und Cadres, die Gesten und Blicke mit einer verblüffenden Nähe festhalten. Die Tonspur wird vom selben fantastischen Geist getragen, indem sie eine reissende Tonart und mysteriöse Geräuschkulissen findet. Zama verlangt vom Zuschauenden, sich mittragen zu lassen, damit die Erfahrung unvergesslich wird. Martial Knaebel
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Landschaft im Nebel - Topio stin omichli (1988)
Theo Angelopoulos
Griechenland
120′
Zwei Kinder unterwegs Voula und Alexander sind zwei Kinder, deren Vater in Deutschland arbeitet. Eines Tages besteigen die beiden in Athen den Zug in der Absicht, ihn zu suchen. Immer wieder werden sie auf ihrer Reise durch Griechenland von Realitäten eingeholt und aufgehalten. Sie begegnen unter anderem der Schauspieltruppe, die in O Thiasos unterwegs war, sie kommen am Ende zu einem Baum der Hoffnung. In Landschaft im Nebel, dem letzten Film in der «Trilogie des Schweigens», erzählt uns der Grieche Theo Angelopoulos, basierend auf einer Zeitungsnotiz, ein Märchen, und wir sitzen da, sehen, lauschen und staunen. Wer einsteigen will, braucht nur die Angst abzulegen und zu jener kindlichen Unschuld zurückzufinden, die Voula und Alexander auf ihrer Reise leitet. Es ist eine Initiationsreise - und auf die Welt lässt sie uns genauso kommen wie weg von ihr, hin zu einer vagen Hoffnung davon, dass aus dem sich lichtenden Nebel am Ende doch noch ein Stück Grün, ein Baum, Leben erahnbar wird, getreu der Genesis, die er mehrmals zitiert: «Am Anfang herrschte Dunkelheit, und dann kam das Licht.» Muss man noch beifügen, dass auch in diesem Sinn im Film die Welt immer wieder von neuem geschaffen wird: Aus der Dunkelheit kommt Licht. Voula ist es, die feststellt: «Diese Geschichte hört nie auf, man unterbricht uns ständig.» Sie zieht damit einen Bogen innerhalb der Welt, in der sie und ihr Bruder sich während zweier Stunden bewegen. Wichtig ist die Innenwelt, jenes Land, das mit der Seele gesucht wird. Es existiert in der Fantasie, gebildet aus Realität und Poesie. Es ist eine Reise auch durch das geistige Land des Theo Angelopoulos, durch ein Land, das keine Grenzen kennt, in dem von Film zu Film Figuren kommen, gehen, wieder auftauchen. Walter Ruggle
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Una questione privata (2017)
Paolo & Vittorio Taviani
Italien
85′
Giorgio, Milton und Fulvia sind die drei Figuren, von denen uns Paolo und Vittorio Taviani in ihrem letzten gemeinsamen Film erzählen. Vittorio, der ältere der beiden, ist im April 2018 gestorben. Im Geist ihres Meisterwerks «La notte di San Lorenzo» blenden sie noch einmal zurück in die Endphase des Zweiten Weltkriegs. Partisan Giorgio kämpft um seinen Freund Milton, gleichzeitig sieht er ihn als Konkurrenten in der geteilten Leidenschaft für Fulvia, jene junge Frau, die sich längst in den Norden abgesetzt hat, aber in den Träumen der beiden präsent bleibt. In Italien - und nicht nur dort - prägen rechte Populisten derzeit wieder die Politik. Davon, wohin das auch in ihrem Land geführt hat, haben die Gebrüder Paolo und Vittorio Taviani in Filmen erzählt, die das europäische Autorenkino mitgeprägt haben, allen voran in «La notte di San Lorenzo». Was schleichend sich etablierte, endete im Faschismus und im Zweiten Weltkrieg. Höchste Zeit, sich zu besinnen. Es ist, als wollten die beiden daran erinnern, wenn sie in «Una questione privata» noch einmal in die Zeit des Widerstands gegen die Faschisten blenden. Sie tun es auf der Basis des 1963 erschienenen autobiografischen Romans von Beppe Fenoglio, der seinerseits zu Italiens Schlüsselwerken gehört. Zwei Freunde haben die selbe Frau angebetet und leben nun im Nebel einer Zeit, in der niemand sicher sein kann, ob der andere Freund oder Verräter ist. In einprägsamen Bildern und einem unaufgeregten Rhythmus zeigen Paolo und Vittorio Taviani, dass am Ende die Liebe und die Freundschaft zählen. Gleichzeitig führen sie vor Augen, wie das Gedankengut der Populisten in die Irre führt. Eine der verrücktesten Figuren im Film ist ein todgeweihter Gefangener, der in den Bergen mit einem Schlagzeug-Singsang durchdreht. «Una questione privata» wirkt melancholisch wie das Echo einer anderen Erzählzeit, in der sich Paolo und Vittorio Taviani vom Neorealismo entfernt haben, um eine filmische Wirklichkeit zu schaffen, die nach aussen nicht real sein muss, sich dafür umso stärker nach innen entfaltet. Walter Ruggle
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Antonio das mortes (1969)
Glauber Rocha
Brasilien
100′
In einem Dorf im Nordosten erscheint ein «Cangaceiro» und gibt sich als Reinkarnation des berühmten Lampião aus. Antônio das Mortes, der gedungen wurde, das Böse in Gestalt der Cangaceiros und Propheten auszurotten, macht sich auf den Weg, ihn zu treffen und es beginnt ein Duell zwischen dem «Drachen des Bösen» und dem «Heiligen Krieger». Ein Film, so gewalttätig und schön wie das Sertão, der Nordosten Brasiliens, in dem Glauber Rocha sein opernhaftes und vielschichtiges Werk drehte.
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Alps (2011)
Yorgos Lanthimos
Griechenland
94′
Eine Krankenschwester, ein Sanitäter, eine Turnerin und ihr Coach haben einen Mietservice eingerichtet. Sie vertreten Tote nach Vereinbarung, die von Verwandten, Freunden oder Kollegen des Verstorbenen angeheuert werden. Die Firma heisst Alps, während sich ihr Anführer, der Sanitäter, Mont Blanc nennt. Obwohl die Alpenmitglieder unter einem von ihrem Führer geforderten Disziplinarregime arbeiten, tut es die Krankenschwester nicht.
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Lugares comunes (2003)
Adolfo Aristarain
Argentinien
108′
Der sechzigjährige Fernando Robles ist Professor für Pädagogik an einer Universität in Buenos Aires. Er ist seit vielen Jahren mit Liliana Rovira verheiratet, einer Spanierin, die als Sozialarbeiterin in den ärmeren Quartieren Buenos Aires' tätig ist. Beide verspüren Liebe und Respekt füreinander, sind einander treu und könnten sich ein Leben ohne den jeweiligen Partner nicht mehr vorstellen. Ihr Sohn Pedro ist ebenfalls verheiratet und hat zwei Söhne. Sie leben im fernen Madrid, wo Pedro einen guten Job hat und zur gutsituierten Mittelschicht gehört. Fernandos Ruhe wird erschüttert, als er aus heiterem Himmel einen Brief erhält, der ihn über seine vorzeitige Pensionierung informiert. Ein Ereignis, welches das Leben des Paars vollständig verändert. Der argentinische Altmeister betrachtet auf einfühlsame Art die Situation des Älterwerdens und den Moment, an dem ein Paar auf ein langes gemeinsames Leben zurückblickt, auf Erfahrenes, Geteiltes, Verpasstes. Sein Film greift den einschneidenden Moment einer vorzeitigen Pensionierung auf, in der ein Mensch aus seinem gewohnten Lebensgang geworfen wird und man ihm aus was für Gründen auch immer, bedeutet, dass er an seinem Arbeitsplatz nicht mehr gebraucht wird. Es ist eine zärtliche Annäherung an den Moment des Übergangs, an dem es um so verdrängte Dinge wie den Sinn und das Sinnliche geht und wo das zusammen Sein seine Bedeutung erfährt. Aristarain lässt seine Figuren angesichts der neuen Situation über das sinnieren, was das Leben ist und was es sein könnte. Ein im besten Sinn reifer Film.
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Reise zur Sonne (1999)
Yesim Ustaoglu
Türkei
110′
In «Günese Yolculuk» (Reise zur Sonne) hat die türkische Regisseurin Yeșim Ustaoğlu in langwierigen Dreharbeiten mit militärischen Interventionen gleich mehrere Themen aufgegriffen, die in ihrer Heimat eigentlich tabu sind. Sie redet von Kurdistan, sie zeigt Aufnahmen von staatlicher Gewalt, und sie macht auf bewegende Art vor allem eines deutlich: Frieden ist dann möglich, wenn man sich wechselseitig ernst nimmt und akzeptiert. Um den anderen zu respektieren, müsste man sich bewusst werden, dass man an den meisten Orten dieser Welt ein Fremder, eine Fremde ist und man genauso gut in der Haut des anderen stecken könnte. Zwei junge Männer aus entgegengesetzten Regionen der Türkei begegnen sich in diesem wunderbaren Film zufällig in Istanbul und werden Freunde. Beide hoffen auf eine bessere Zukunft und versuchen, in der Grossstadt ein Auskommen zu finden. Berzan stammt aus einem kurdischen Dorf im äussersten Osten und schiebt als fliegender Händler jeden Morgen seinen Karren mit Musikkassetten in die Stadt. Mehmet ist erst kürzlich aus der Westtürkei hier angekommen und findet einen Job bei den Wasserwerken, wo er mit einem archaisch anmutenden Hörrohr die Strassen nach geborstenen Leitungen abhorcht. Es ist, als würde er nach Strömungen suchen, die an der Oberfläche nicht wahrnehmbar sind, aber sehr wohl vorhanden und lebensspendend. Mehmet hat es nie interessiert, dass Berzan Kurde ist. Was für ihn zählt, sind die Träume der beiden, die Freude am Zusammensein, die Nähe, die wohl tut. Wichtig ist ihm ihre Freundschaft, in der es kein Wenn und Aber gibt, in der das Zwischenmenschliche entscheidend ist und die Sehnsucht. Berzan sehnt sich nach seinem Heimatdorf zurück, wo er glaubt, dass seine Verlobte auf ihn warten würde, während Mehmet sich in Istanbul in die feinfühlige Arzu verliebt hat. Sie war in Deutschland aufgewachsen. Inzwischen ist Arzu in ihre alte Heimat zurückgekehrt und muss hier erleben, wie rasch einer in den Verdacht kommen kann, der politischen Opposition anzugehören. Die Regisseurin erzählt ihren hochgradig politischen Stoff auf packende Weise. Atmosphärisch dicht und stimmungsbewusst schildert sie Freundschaft und Liebe, feinfühlig charakterisiert sie ihre Figuren und eindrücklich gestaltet sie die Reise in den äussersten Osten ihrer Heimat, in bei uns kaum bekannte Regionen. Mit Geschick versteht Yeșim Ustaoğlu es dabei, politische Ereignisse in die erfundene Handlung einzuflechten und ein subtiles, vielschichtiges Drama von einer Sprengkraft zu gestalten, die an Herz wie Geist rührt. Walter Ruggle
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Der Fluss Titash (1973)
Ritwik Ghatak
Indien
158′
Ritwik Ghatak erzählt in seinem Film "Der Fluss Titash" aus dem Leben eines Fischerdorfes an den Ufern des Titasch in Ostbengalen. Kiishore verliebt sich in ein Mädchen, welches kurz nach ihrer Heirat von Flusspiraten verschleppt wird. Darauf verliert Kishore den Verstand. Die junge Frau schenkt kurz vor ihrem Tod einem Jungen das Leben. Basanti, eine Frau aus dem Dorf, nimmt sich des neu geborenen Kindes an. Kaum ist der Knabe erwachsen, verlässt er sie. Der Fluss wird immer trockener und «Babus» aus der Stadt kommen ins Dorf, das von immer mehr Bewohnerinnen und Bewohnern verlassen wird. Schliesslich werden die Babus zu Landherren und machen aus dem Flussbett Reisfelder. Nur Basanti ist im Dorf geblieben, und auch ihr Leben neigt sich jetzt dem Ende zu. Ritwik Ghatak wurde am 4. November 1925 in der Stadt Dacca in Bangladesh geboren. Er arbeitete in einer Textilfabrik, begann sich für die Politik zu interessieren und war 22 Jahre alt, als Indien seine Unabhängigkeit erlangte und teilte die Freude vieler Intellektueller darüber nicht. Seine Heimat wurde in zwei Teile zerrissen. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Ghatak zunächst Novellen zu schreiben, dann arbeitete er am Volkstheater unter anderem als Schauspieler, verfasste zahlreiche Drehbücher und realisierte mehrere Dokumentarfilme. Berühmt ist mittlerweilen seine Flüchtlingstrilogie mit den Filmen "Der verborgene Stern", "Der Fluss Titash" und "Der Fluss Subarnarekha". 1976 ist Ritwik Ghatak 51-jährig und verbittert an Alkohol und Tuberkulose gestorben.
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I Love Beijing (2001)
Ying Ning
China
79′
Dezi ist ein junger rastloser Taxifahrer. Seine Arbeit bringt ihn mit Menschen in Kontakt, deren Lebensstil weit über seinen geistigen Horizont hinausgeht, was auf seine Frauenbekanntschaften nicht zutrifft. Der Film folgt ihm auf seinen Touren durch ganz Beijing. Er ist immer unterwegs, Menschen und Orte treten in sein Leben und verlassen es wieder. Dezis Fahrten von einem Ort zum anderen bzw. von einer Frau zur anderen gleichen Beijings Suche nach der eigenen Identität, die sich irgendwo zwischen den alten Werten und einer unbekannten Zukunft befindet. Mühelos werden in Ning Yings neuem Film Vertrautes und Unbekanntes miteinander vermischt. Im Mittelpunkt steht zum einen das Leben des Taxifahrers Dezi und zum anderen das Leben der Stadt Beijing, durch dessen Straßen sich der Film mit kritischem und aufklärendem Blick bewegt. Kleine, gewöhnliche Momente werden zu Symbolen für das zeitgenössische Beijing vergrössert. Sie bringen dem Zuschauer die Stadt näher, dann wird sie ihm wieder weit entrückt. Die Kombination vermittelt den Eindruck einer Stadt im Übergang, eines Ortes, der seine Vergangenheit immer mehr verliert, dessen Gegenwart von Geschäftigkeit bestimmt ist und dessen Zukunft sich nur vage abzeichnet.
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Sonhos de Peixe - Fischträume (2006)
Kirill Mikhanovsky
Brasilien
108′
In einem kleinen Dorf an der Nordostküste Brasiliens fristet der junge Fischer Jusce sein Leben damit, mit ungenügender Ausrüstung 30 Meter tief nach Hummern zu tauchen. Sein "Gewinn" am Ende eines langen und riskanten Arbeitstages ist es, nahe bei Ana zu sitzen, währenddem diese ihre Lieblingsseifenoper geniesst. Ana träumt davon, das Dorf zu verlassen, um die Welt zu entdecken. Jusce hingegen ist zufrieden mit dem Leben, das er führt. Eines Tages kommt Rogerio, Jusces alter Fischerkollege, für die Ferien aus der Grosstadt zurück. Er fährt in seinem Sportwagen durch die Dünen und erregt damit Anas Aufmerksamkeit. Der Konkurrenzkampf zwischen den beiden um Anas Aufmerksamkeit beginnt, als Rogerio Jusce einmal mit dem Auto zu Ana bringt. Jusce muss sich selbst ein neues Image verschaffen, um Ana nicht an Rogerio zu verlieren, der ein so abenteuerliches Leben führt. Kirill Mikhanovsky siedelt seine Liebesgeschichte um den Taucher an der Küste an und spielt wunderbar mit Bildern und mit Tönen. Der Sommerfilm war ein Geheimtipp in Cannes.
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Der Spiegel (1975)
Andrei Tarkowski
Russland
107′
Der Russe Andrei Tarkowski wollte uns in seinen Filmen nie einfache Geschichten erzählen. Er lädt uns heute noch ein, in seinen Filmflüssen aufzugehen, das wahrzunehmen, was wir selber ahnen mögen, was sich uns aber so einfach nicht zeigt. Er selber notierte: «Das Unendliche ist etwas, das der Bildstruktur immanent ist.» Am weitesten in Richtung traumhaftes Erzählen ging Tarkowski sicher in Der Spiegel, von dem man weiss, dass er sehr stark autobiografisch geprägt ist und wo man sehen kann, wie frei der Filmpoet jegliche Erzähl-Linearität aufhob, um uns zu anderen Zusammenhängen zu begleiten als jenen der zeitlichen Abfolge. Es geht ihm um Wahrnehmungen, die im menschlichen Erinnerungsvermögen weder eine lineare Struktur haben noch eine vollumfänglich teilbare Wahrheit. Ein Mann, Sohn geschiedener Eltern, bewegt sich auf der Suche nach der verlorenen Zeit und in ihr nach dem, was man als Identität bezeichnen könnte. Dabei ist hier, viel offensichtlicher als in den anderen Filmen Tarkowskis, das private Schicksal verbunden mit den gesellschaftlichen Umbrüchen der Sowjetunion zwischen 1930 und den späten 70er Jahren. Der Spiegel gilt als der stärkste, aber auch am schwierigsten zugängliche Film des Regisseurs von Andrej Rubljow und Stalker. Er spielt hier mit Spiegelbildern, die auseinander hervorgehen mögen, sich selber reflektieren und ineinander verschränkt sind - wie das menschliche Denken, wie das Erinnern. Gefühle, Momente des Biografischen, äussere Ereignisse, Wahrnehmungen, Menschen und Räume: Alles fügt sich zu einem Kaleidoskop, durch das man immer wieder blicken möchte. Walter Ruggle
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A idade da terra (1980)
Glauber Rocha
Brasilien
153′
Symphonie in Bild und Ton Dieser 1980 am wieder geborenen Filmfestival von Venedig erstmals präsentierte und heftigst debattierte Film wurde zum Vermächtnis des jung verstorbenen Glauber Rocha, der notierte: «A idade da terra (Das Alter der Erde) ist die Zerlegung der Erzählsequenz, ohne dass dabei der infrastrukturelle Diskurs verloren geht, der die repräsentativsten Zeichen der dritten Welt materialisieren soll.» Bühne sind die drei wichtigsten Städte Bahia, Brasília und Rio. Der Film, sagte Rocha selber, «bietet eine Symphonie in Bild und Ton an oder ist eine Anti-Symphonie, die die wesentlichen Probleme in den Hintergrund stellt. Dieser Film kann nur so eingeordnet werden: Er ist mein Porträt neben dem Porträt Brasiliens.» Der Film ist, wie jemand in der Imdb schreibt, kein Werk für ein Publikum, das experimentelle und kontroverse Arbeiten scheut. Wer Glauber Rocha und seine Radikalität schätzt, wird diesen Film als das sehen und verstehen, was bei seiner Uraufführung in Venedig mit Händen fassbar war: Der Film ist ein einziges Aufbäumen, das zum letzten Aufbäumen Glauber Rochas werden sollte: Der engagierte und enragierte Brasilianer, der das "Cinema Novo" massgeblich geprägt hat, starb 1981 an den Folgen einer Lungeninfektion.
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Malaria (2016)
Parviz Shahbazi
Iran
90′
Im Spielfilm Malaria haut die junge Hanna mit ihrem Freund ab und schlägt sich aus der Provinz in die Hauptstadt Teheran durch. Parviz Shahbazi erzählt ihre Geschichte in fiebrigen Aufnahmen, die er teils im Stil von Handy-Videos rekonstruiert, um der Jugend im Iran den Puls zu nehmen. Hanna verbringt ihre Zeit mit einer Gruppe von Musikern, die sich Malaria nennt. Am Anfang liegt ein gefundenes Smartphone in den Händen eines Polizisten. Er versucht, es wieder in Gang zu setzen, und stöbert als erstes in den Videos, die sich darauf finden. Über sie steigen auch wir in die Geschichte einer jungen Frau mit Namen Hanna ein, die zusammen mit ihrem Freund Mori zuhause in der Proviz abgehauen ist und sich nach Teheran durchschlägt. Der Zufall bringt die beiden in den Kleintransporter des Strassenmusikers Azi, und der bemüht sich, dem Liebespaar zu helfen. Immer mehr gerät er dadurch selber in den Strudel der Suche nach der vermeintlich entführten Tochter, wird schliesslich gar als Kidnapper verhaftet. Parviz Shahbazi, der das Buch geschrieben, die Szenen lebensnah inszeniert und atemlos montiert hat, taucht mit seinen Bruchstücken einer Flucht ein ins Leben Jugendlicher im Iran von heute, wo die rückwärts gewandte Politik jeder Bewegung dauernd im Wege steht und doch nicht verhindern kann, dass durch die Strassen und in den Häusern ein Vibe strömt. Das Spiel mit den Mobilaufnahmen verleiht dem Ganzen eine ungemeine Authentizität: Da ist eine junge Frau permanent ausgeschlossen durch absurde Gesetze, auf der Flucht vor Vater und Brüdern, um zu sich selber zu finden. Das ist direktes, unbeschönigendes, hautnahes und lebhaftes Kino aus dem Iran. Walter Ruggle
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Un homme qui crie (2010)
Mahamat-Saleh Haroun
Tschad
88′
Adam ist ein schöner Mann. Früher war er Schwimm-Champion, und alle kannten ihn. Nun arbeitet er als Bademeister in einem Luxus-Hotel von Tschads Hauptstadt N’Djamena. Bis er versetzt wird und sein Gefühl von Würde verliert. Adams Sohn Abdel wird von der Armee zwangsrekrutiert. In beeindruckenden Bildern und bewegenden Stimmungen erzählt Mahamat-Saleh Haroun, wie der Vater aufbricht, den verratenen Sohn zu retten. ***************** Der verratene Sohn Mahamat-Saleh Haroun, dessen letzter Spielfilm Daratt tief beeindruckt hat, ist einer der wenigen Filmemacher aus Schwarzafrika, die es noch schaffen, zu filmen und auch in Europa wahrgenommen zu werden. Im Frühjahr 2010 hat er es mit seinem Spielfilm «Un homme qui crie» in den Wettbewerb von Cannes geschafft und damit unter jene 20 Filme, denen diese Ehre einmal im Jahr zuteil werden kann. Das ist bereits eine Auszeichnung für sich und keine Selbstverständlichkeit, denn afrikanische Filmschaffende haben hier keinen leichten Stand: Sie wollen über ihre Heimat reden und ihre Geschichten in der ihnen entsprechenden Ausdrucksform erzählen. Sie drehen, wie Haroun, unter schwierigsten Bedingungen in einem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land wie dem Tschad, weil sie die Situation der Menschen vor Ort beschreiben möchten und über ihre Erzählung davon berichten. Haroun erzählt die Geschichte eines Mannes, der im westlich geprägten Hotel in der afrikanischen Grossstadt einen begehrten Job hat und diesen liebt. Die Globalisierung und der Ausverkauf machten aber auch vor N’Djamena nicht halt: Chinesen haben das Hotel übernommen und organisieren es neu. Wie für Murnaus Der letzte Mann ist auch für Harouns Adam der alte Platz nicht mehr gegeben, er muss vom Pool an die Barriere am Eingang wechseln und damit wird der stolze Mann gebrochen. Dass er gleichzeitig noch den Sohn verraten hat, der ihm Konkurrent war, lässt Adam hadern. Seine Suche nach dem Jungen, die Verzweiflung, in der er ihn zurücktransportiert, die Einsamkeit, in der er bleibt: Haroun versteht es, über seine Geschichte in starken Bildern zu erzählen und in ihnen ein Stück Alltagsrealität im Tschad zu verdichten: zum bewegenden Versuch eines Vaters, den eigenen Sohn zu retten. Walter Ruggle
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Kosh ba Kosh (1990)
Bachtiar Chudonasarow
Tadschikistan
93′
Mira, eine junge Frau aus Russland, kommt nach Duschanbe, der Hauptstadt von Tadschikistan, um ihren Vater zu besuchen, einen Spieler, der oft verliert und schliesslich sogar Mira an einen alten Mann verspielt. Doch Daler, ein junger Mitspieler, verliebt sich in Mira und entführt sie ganz einfach in seine ziemlich schräge Welt. Daler ist nämlich Chef der örtlichen, durch und durch vergammelten Luftseilbahn. Seine verblichenen gelben Kabinen taugen für jede Fracht: Touristinnen und Touristen genauso wie für Heu, Bierkisten, Diebesgut und sogar als Liebeslaube für luftige Schäferstündchen. Für Mira arrangiert Daler ein romantisches Picknick, schwebend zwischen Himmel und Erde. Und so beginnt auch schon die Liebesgeschichte von Mira und Daler. Wenn der Film endet (nicht aber die Liebe), wird Mira eine fremde, manchmal auch exotische Welt kennengelernt haben. Sie wird einen Bürgerkrieg gesehen haben. Sie wird ihren Vater in den Tod begleitet haben und Daler auf dem Weg in ein neues Leben. Walter Ruggle
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Muna moto (1975)
Jean-Pierre Dikongué-Pipa
Kamerun
86′
Ngando und Ndomé sind verliebt. Ngando möchte Ndomé heiraten, aber ihre Familie erinnert ihn daran, dass die traditionelle Mitgift geregelt werden muss. Leider ist Ngando arm und kann die Tradition nicht erfüllen. Ndomé ist schwanger und trägt sein Kind. Nach der Dorftradition muss sie einen Ehemann nehmen, zumindest einen, der es sich leisten kann, die Mitgift zu bezahlen.
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Wajib (2017)
Annemarie Jacir
Palästina
98′
Annemarie Jacir begibt sich auf eine humorvoll ernsthafte Fahrt durch Nazareth. Der in Rom lebende Architekt Shadi ist zu Besuch in seinem Heimatort. Er soll dem Vater dabei helfen, die Einladungen zur Hochzeit seiner Schwester persönlich zu überbringen, wie dies in Palästina traditionell gemacht wird. Wir erleben die Tücken einer Vater-Sohn-Beziehung und tauchen ein in die Gegenwart Nazareths. Besonders reizvoll dabei: Mohammad und Saleh Bakri sind auch im wirklichen Leben Vater und Sohn. Wenn der Vater mit dem Sohn In Palästina gibt es eine schöne Tradition, man nennt sie Wajib (Wadschib), eine Verpflichtung. Ihr zufolge werden die Einladungen zur Hochzeit eines Kindes persönlich von den Nächsten überbracht. Abu Shadi ist der Vater der Braut Amal und schickt sich an einem sonnigen Morgen an, zusammen mit seinem vorübergehend aus dem Römer Exil heimgekehrten Sohn Shadi die adressierten Umschläge mit den Einladungen in Nazareth zu verteilen. Wir steigen mit Mohammad und Saleh Bakri, die in diesem Film Vater und Sohn verkörpern und auch im wirklichen Leben Vater und Sohn sind, in einen alten Volvo und tuckern die Hügel von Nazareth rauf und runter, besuchen Leute und tauchen im Leben. Wenn ich schreibe wir, dann gehe ich davon aus, dass es den meisten Zuschauenden ähnlich ergeht und so, wie man das bei der Uraufführung des Films am Festival von Locarno erleben konnte: Das Publikum fährt mit, die Filmemacherin Annemarie Jacir schafft es, uns alle auf die Reise des Paares mitzunehmen und hautnah an dem teilhaben zu lassen, was die beiden erleben. Wajib ist der bislang intensivste Spielfilm, den Annemarie Jacir geschrieben und inszeniert hat. Man spürt, dass sie selber nach Jahren im Exil heimkehren konnte und sich wohl fühlt, wenngleich die Situation auch in Nazareth alles andere als eine entspannte ist. Aber sie will vom Alltag erzählen, dem Leben, das sich da abspielt, und die erzählt ihre Geschichte mit dem einzigartigen Schauspielerpaar Saleh und Mohammad Bakri, sie hat gleichzeitig jede noch so kleine Rolle delikat besetzt, erzählt über Gesichter, Körper, Gesten, aber auch mit Elementen wie Architektur, Dekor, Kleidung, Klängen. Ein Film, der ganz einfach daherkommt und ungemein vielschichtig und reichhaltig ist und obendrein und vor allem auch voller feinstem Humor. Walter Ruggle
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A Man of Integrity (2017)
Mohammad Rasoulof
Iran
118′
A Man of Integrity gewann in Cannes den Preis der Sektion «Un Certain Regard». Der engagierte Filmemacher Mohammad Rasoulof erzählt von Reza, der sich aus der Stadt zurückgezogen hat und mit Frau und Kind ein beschauliches Leben als Fischzüchter in einem Dorf im Norden Irans führt. Doch auch auf dem Land herrschen Korruption und Gewalt. Ein Grossfabrikant, der beste Beziehungen zur Regierung unterhält, zwingt die lokalen Bauern und kleinen Unternehmer mit allen Mitteln in ein Netz der Abhängigkeit. Packendes Kino. Rasoulof zögert nicht: Von den ersten Bildern an macht er spürbar, dass in der beschaulichen Region, in der er seinen Film angesiedelt hat, ein Drama schlummert. Reza bekommt von einem Bankangestellten erklärt, wie er die Regeln umgehen kann und seine Schulden nicht zurückzahlen muss. Man kann sich den Mut vorstellen, den es für die gesamte Filmequipe braucht, sich in ein Projekt zu stürzen, das so brennend aktuelle und heisse Themen anspricht wie die Korruption im Land. Auch hier in der iranischen Provinz, die so friedlich ausschaut, während jeder seine Spiele treibt - zum schieren Überleben. Der Direktkeit, in der Mohammad Rasoulof erzählt und Dinge anspricht, die anzusprechen tabu sind, gebührt Respekt; die visuelle Kraft und die packende Erzählung tragen dazu bei, dass der Film auch weltweit wahrgenommen wird. Der Filmemacher begnügt sich nicht mit der Beschreibung eines sozio-politischen Zustands. Seine Figuren wirken real, aus dem Leben gegriffen und im Leben kämpfend. Im Fall von Reza und seiner Frau: um die schiere Würde. Wie können sie reagieren und sich verteidigen angesichts der Angriffe, denen sie ausgesetzt sind? Zu Rasoulofs Kunst gehört es, die privaten Konflikte mit den ökonomischen in Beziehung zu setzen. So wird A Man of Integrity auch zu einem Genrefilm voller Suspense, in dem die Figuren ums Überleben kämpfen. Die Erzählung wird getragen von naturalistischen Bildern und einer ultra-minimalistischen Tonspur, die mit den Geräuschen der Natur arbeitet und uns die Chance gibt, uns auf das Geschehen einzulassen. Es ist ein Film, der tief verwurzelt ist im iranischen Leben, der aber gleichzeitig eine universelle Reflexion entwickelt, indem er fragt: Wie weit kann ein Mensch seine Integrität behalten, wenn er gegen ein korruptes System antreten muss? Martial Knaebel
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Hombre mirando al sudeste (1986)
Eliseo Subiela
Argentinien
110′
Als Rantés in die Psychiatrie kommt und behauptet, aus einer anderen Galaxie zu stammen, weckt er das Interesse von Dr. Julio Denis. Nachmittags schaut Rantés immer nach Südosten und kommuniziert mit seinem Herkunftsland. Obwohl Julio diese häufig vorkommende Psychose bekannt ist, erscheinen ihm Rantés und seine Mission mit jeder gemeinsamen Sitzung «normaler».
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El mudo (2013)
Daniel und Diego Vega
Peru
87′
Nach einer kurzen Untersuchung kommt die Polizei zum Schluss, dass der Schuss, der den Justizfunktionär Constantino Zegarra nur um ein Haar verfehlte, nichts weiter als ein Irrläufer war. Doch Constantino ist überzeugt davon, dass ihn jemand umbringen wollte, und rollt den Fall wieder auf, was ihn dazu führen wird, seinen Zuständigkeitsbereich zu überschreiten, um zu beweisen dass er recht hat.
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Fireworks Wednesday (2006)
Asghar Farhadi
Iran
103′
Der Film porträtiert drei Ehepaare am Vorabend des Nouruz, des iranischen Neujahrsfestes. Rouhi, eine junge Frau, deren Heirat bevorsteht, nimmt - um diese zu finanzieren - einen kleinen Job als Reinigungskraft in einer Wohnung im Norden Teherans an. Als sie in jener Wohnung ankommt, findet sie sich in einem hitzigen Streit zwischen Mojdeh und Morteza wieder. Mojdeh verdächtigt ihren Ehemann Morteza, sie mit der Nachbarin Simin zu betrügen, und verpflichtet Rouhi, die beiden zu beschatten. Dabei gerät Rouhi mehr und mehr zwischen die Fronten des streitenden Paares.
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Ikiru - Einmal richtig leben (1952)
Akira Kurosawa
Japan
137′
Kanji Watanabe hat ein Leben in treuen Diensten bei einer städtischen Beschwerdestelle gearbeitet und freut sich auf die Pensionierung, als er erfährt, dass er an Magenkrebs leidet und nur noch wenige Monate zu leben hat. Die Nachricht rückt ihm ins Bewusstsein, wie sehr er sein Leben an die Bürokratie vergeudet hat und wie wenig sein eigener Sohn sich um ihn kümmert. Kanji Watanabe will endlich sein Leben geniessen, so gut das eben noch geht. Er taucht ein ins Nachtleben, trinkt, spielt, tanzt und merkt, dass ihn das alles nicht weniger einsam macht. Eines Tages erinnert sich Watanabe an einige Frauen aus einem armen Stadtviertel, die für ihre Kinder einen Spielplatz beantragt hatten. Jetzt will er den Spielplatz verwirklichen helfen, und er kämpft gegen die Widerstände jener Bürokratie, die er selber ein Leben lang mit geprägt hat, um seinem Leben noch einen Sinn zu geben. Das Bild des schaukelnden Mannes auf dem verschneiten Spielplatz strahlt viel von der inneren Wärme dieses Filmes aus. Akira Kurosawa war immer wieder darauf bedacht, durch seine Filme das menschliche Wesen in seinen Grundzügen zu erforschen.
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Ultimas imagenes del naufragio (1989)
Eliseo Subiela
Argentinien
130′
Robert ist ein Versicherungsangestellter und seit langen Jahren unglücklich verheiratet. Er träumt davon, Schriftsteller zu werden. Eines Tages rettet er die geheimnisvolle Laura vor dem Selbstmord. Dies erweist sich für ihn zunächst als wahrer Glücksfall: Sie versorgt ihn nicht nur mit Geschichten aus ihrem Leben, die er zu Papier bringen kann, sie hat darüber hinaus auch noch all das, was ihm zu seinem Glück fehlt. Robert verliebt sich Hals über Kopf in die schöne Frau, nicht ahnend, was dadurch auf ihn zukommt.
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Al asfour - Der Sperling (1972)
Youssef Chahine
Ägypten
103′
Der «Sperling» fasziniert mit seinen parallel verlaufenden Handlungssträngen. Die verschiedenen Wege, einem verbrecherischen Geschäftemacher zu begegnen, namentlich durch einen Polizeioffizier und einen Journalisten, sind letztlich nur Spuren, die zur Spitze eines Eisbergs führen: der Korruption der ägyptischen Gesellschaft am Vorabend des Sechstage-Kriegs. Aus der Situation von Krieg und Niederlage sowie dem Rücktritt Nassers zeigt Chahine die wahren Gründe für das vorprogrammierte militärische und politische Desaster auf. Wurde das Volk vom seit 1954 regierenden Nasser nicht belogen? Woher rührte die damalige tiefe Zerrüttung Ägyptens? Was haben in diesem Land die Menschen getan, was gedacht, als sie mit der Niederlage und Nassers Ende konfrontiert wurden? So wie Chahine hier den objektiven Filmspiegel formal zersplittert, besitzen auch die Realität und die Antworten auf diese Fragen mehr als nur ein Gesicht. Mit ein Grund dafür, dass der 1971 gedrehte Film ins Räderwerk der Zensur geriet und erst 1974 von Sadat für öffentliche Vorführungen freigegeben wurde und dies ausgerechnet während des Ramadan, mit einer einzigen Vorführung pro Tag.
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Grain (2017)
Semih Kaplanoglu
Türkei
128′
Mit überwältigenden Bildern und einer mythisch-philosophisch anmutenden Geschichte entführt uns Semih Kaplanoğlu in Grain - Das Korn des Lebens in eine Zukunft, die so fern nicht mehr scheint. Ein abrupter Klimawandel hat das Leben auf der Erde nahezu unmöglich gemacht. Die Ernährungshoheit liegt in den Händen eines mächtigen Konzerns, doch die wiederholten Missernten bringen den Glauben an das genmanipulierte Getreide ins Wanken, zumindest jenen von Wissenschaftler Erol Erin. Er beschliesst, in die gefährliche tote Zone zu reisen, wo der unlängst entlassene Angestellte Cemil Akman nach dem Kern des Lebens forscht. Ein Trip in selten mehr gesehenem Schwarzweiss auf Breitleinwand. Nachdem er mit seiner Yusuf-Trilogie in meisterlicher Art und Weise die Zeit vom Erwachsensein in die Kindheit zurückging und sie 2010 mit Bal (Honig) und dem Goldenen Bären zum krönenden Abschluss brachte, wagt der türkische Filmemacher diesmal einen Abstecher in die nahe Zukunft. Weit entfernt von den Katastrophenfilmen à la Hollywood, gestaltet Semih Kaplanoğlu hier sorgfältig und eigenwillig eine Science- Fiction, die so nah am Heute ist, dass sie sich nur wenig von der Realität entfernt, in der gewisse Regionen auf unserem Planeten bereits leben. Die Geschichte ist im Übrigen so «wahr», dass die Dekors, die der Filmemacher für sie ausgewählt hat, real existierende sind: Die Ruinenstadt ist nichts anderes als Detroit. Und die elektronische Barriere zur verbotenen Zone entspricht einem Bauwerk, von dem gewisse Politiker träumen. Im Unterschied zum Materialismus des Nordwestens, der dauernd technische Lösungen sucht gegen die gleichzeitig unaufhaltsam laufende Zerstörung des Planeten, zieht Kaplanoğlu es vor, philosophische Fragen zu stellen und einen Weg des Nachdenkens zu beschreiten, wie es schon Andrei Tarkowski mit Stalker getan hat. In diesem Film waren auch zwei Männer unterwegs in einem No Man’s Land, das total verseucht wirkte und für den Zugang durch Menschen eigentlich versperrt war. Es ist diese philosophische Suche - einige würden sie wahrscheinlich sogar als mystisch bezeichnen, wenn sie an den russischen Filmemacher denken -, die Semih Kaplanoğlu immer interessiert hat und auch hier fasziniert. Sie ist es, die auch die ästhetischen Entscheidungen geprägt hat, denn das Schwarzweiss verleiht den Bildern eine strenge Schönheit, welche die Leere in den Landschaften der ausholenden Einstellungen betont, die Wüsten und die Dünen hervorhebt oder auch den Beton. Grain - Das Korn des Lebens ist denn auch ein Abenteuerfilm, in dem der wissenschaftliche Fortschritt konfrontiert ist mit technisch nicht überwindbaren Barrieren. Semih Kaplanoğlu selber scheint einen Schlüssel im Sufismus zu finden. Das ist eine Gedankenwelt, die wir aus Nacer Khemirs Les baliseurs du désert kennen, wo ein Lehrer Antworten inmitten von menschenfeindlichen Wüsten und Dünen suchte. Martial Knaebel
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Longing (2017)
Savi Gabizon
Israel
105′
Ariel wird von seiner früheren Lebensgefährtin 20 Jahre nach der Trennung zum Essen eingeladen. Er erfährt, dass sie damals schwanger war und einen wunderbaren Jungen zur Welt gebracht hat, ohne es ihm zu sagen. Doch, nicht genug: Der Junge ist vor zwei Wochen 19-jährig tödlich verunfallt. Jetzt versucht der Mann, der nie Vater werden wollte und nun Vater eines Jungen ist, den er nie mehr treffen kann, mit seiner unerwarteten Rolle fertig zu werden. Der Film erforscht auf sanfte und leise humorvolle Art das Eltern- und Vatersein. «Longing» ist ein Film, der einen in jeder Beziehung verblüfft und im besten Sinn berührt, den man wärmstens weiterempfehlen möchte, weil er so vieles aus der eigenen Lebenserfahrung zum Schwingen bringt. Die Geschichte ist reich und vielschichtig, ohne kompliziert zu sein. Sie ist humorvoll, auch wenn ihr ernster Ansatz dies gar nicht vermuten liesse, und sie steckt voller Überraschungen. Savi Gabizon versetzt uns mit viel Feingefühl und Geschick in die Lage eines Mannes über 50, alleinstehend und erfolgreich im Beruf. Die grosse Liebe von einst hat er wohl mit Arbeit kompensiert, und jetzt kontaktiert sie ihn wieder mit der Nachricht, er hätte eigentlich einen Sohn. Ohne viel Umschweife nimmt uns Savi Gabizon mit zu einer doch speziellen Vaterwerdung, denn Ariel weiss, dass er einen Sohn hat, aber erfährt auch, dass er ihn überlebt hat, ohne ihm je begegnet zu sein. Also will er wenigstens jetzt wissen, wer Adam war, und es beginnt der Identifikationsprozess eines Elternteils mit seinem Kind, was bald schon nichts Kritisches mehr zulässt. Klar ist, der eigene Sohn kann nur der Beste sein. Mit einem grossartigen SchauspielerInnen-Ensemble inszeniert Gabizon die wunderbare Geschichte dieser Vaterwerdung ohne Kind. Es gibt wenige Filme, die so berührend davon erzählen, was das Elternsein, ja was das Leben am Ende ausmacht, die einen einladen und mitnehmen auf ihrem Weg, die in unterschiedlichen Kontexten und aus verschiedenen Erfahrungsperspektiven heraus die alltäglichsten Dinge betrachten und dabei zu wesentlichen Momenten von Beziehungen überhaupt vordringen. Und das so völlig unbeschwert, locker und heiter - vielleicht eben, weil es vom Ende her gedacht ist. © Walter Ruggle
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Los herederos (2008)
Eugenio Polgovsky
Mexico
77′
Aus nächster Nähe verfolgt die Kamera zwei Kinderfüsse, die sich einen Weg durchs Dickicht bahnen. Dann sehen wir, dass die Kinder an einem Ast, der über ihren Schultern hängt, Wasserflaschen zu einem Esel tragen, der ausserhalb des Gestrüpps auf sie wartet. Mit solch eindrücklichen Bildern steckt «Los Herederos» (Die Erben) gleich zu Beginn den Rahmen dieses Dokumentaressays ab, in dem es um Kinderarbeit in Mexiko geht. Im Wald, auf dem Hof, in den Hütten und auf dem Feld - überall sind Kinder, anstatt zur Schule zu gehen, als vollwertige Bauern, Weberinnen, Obst- und Gemüsepflücker an der Arbeit. Ohne ihren Einsatz wäre das Einkommen der Eltern zu klein zum Überleben, und so übertragen sich Analphabetismus, Armut und Ausbeutung von einer Generation auf die nächste. Der junge mexikanische Regisseur Eugenio Polgovsky betrachtet den Teufelskreis in seinem mehrfach preisgekrönten Film mit der Handkamera hautnah und schildert den Alltag und das Schicksal dieser «Erben» . **** Dieser Film hatte am Festival von Venedig 2008 seine Premiere und ist seither von Festival zu Festival eingeladen und eines der stillen Highlights. unspektakulär, einfach hinschauend, betrachtet Eugenio Polgovsky aus Mexico Landarbeiterkinder, die von klein auf arbeiten müssen und so etwas wie eine verspielte Kindheit nicht kennen. Sie schuften auf der Farm, hüten Viehherden, ernten Tomaten, Chilis oder Mais, brennen Tonziegel, weben Stoffe, basteln phantasievolle Alebrijes-Figuren, holen Wasser und passen dabei auch noch auf ihre kleinen Geschwister auf. Das geht seit vielen Generationen so. Die Älteren zeigen den Jüngeren, was zu tun ist, verraten ihre Tricks und vererben ihnen die nötigen Arbeitsgeräte. Jeder Tag ist ein neuer Kampf ums Überleben, Freiräume bietet nur die kurze Zeit vor dem Schlafengehen. Die Kinderarbeiter können nicht zur Schule gehen, weil ihre Eltern auf ihre Mithilfe angewiesen sind. Die fehlende Schulausbildung verhindert jede weitere Zukunftschance. Sie leben inmitten eines Kreislaufs aus Verarmung und Verelendung, aus dem es kein Entrinnen gibt. Es geht Eugenio Polgovsky nicht allein ums Los der Kinder, sondern um die Familien, die unter solchen Bedingungen ihr Leben fristen müssen. In seinem stillen Engagement für seine Protagonisten erinnert Polgovskys Film an frühe sozialkritische Filme Jean Rouchs oder Fernando Birris.
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Anna Karenina (2017)
Karen Schachnasarow - Shakhnazarov
Russland
138′
Leo Tolstois grandioser Roman um Anna Karenina und deren schleichenden Ausschluss aus der vermeintlich noblen Gesellschaft wurde schon oft verfilmt, aber wir bekamen in der Regel die westlichen Versionen zu sehen. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, Tolstois Figuren für einmal in Russisch reden zu hören. Darüber hinaus hat der Filmemacher den Blickwinkel von Annas Liebhaber Wronski gewählt, der mitten im russisch-japanischen Krieg 1904 Annas erwachsenem Sohn von seiner unsterblichen Liebe erzählt. Die unsterbliche Liebe Die Liebesgeschichte «Anna Karenina» gehört mit ihrer scharfsinnigen Studie der so genannt noblen Gesellschaft zu den besten Romanen, die je geschrieben wurden. Mehr als 60 Mal wurde Tolstois 1878 veröffentlichtes Buch über Ehe und Moral bereits verfilmt. Russlands Altmeister Karen Schachnasarow weiss das und wählte denn auch einen speziellen Blickwinkel für seine Erzählung. Er setzt dreissig Jahre nach dem Tod von Anna an und lässt ihren Liebhaber Wronski mitten in den Kriegswirren von 1904 auf den erwachsenen Sohn Sergei treffen. Der war damals ein Kind und hat die Spannungen zwischen Vater und Mutter nur schwerlich verstehen können. Während die Haupthandlung Tolstois Meisterwerk folgt, stützt sich Schachnasarow in der Rahmenhandlung auf die Aufzeichnungen des Schriftstellers und Arztes Wikenti Weressajew und dessen persönlichen Erfahrungsbericht. Sergei behandelt als Arzt im Lazarett in der Mandschurai den verletzten Wronski und taucht im Gespräch mit ihm in die Erinnerungen ein. Und wir mit den beiden. Anna Karenina lebt das eheliche Leben mit ihrem Mann und verliebt sich hoffnungslos in den attraktiven Offizier Wronski. Als der Ehemann die Situation begreift, verweigert er seiner Frau die Scheidung, um den Schein zu wahren. Für Schachnasarow hat nie ein Autor besser die Beziehung zwischen Frau und Mann beschrieben, und so bleibt er der Vorlage treu, inszeniert das Buch schnörkellos, damit wir in die Zeit Annas eintauchen können. Schönes Erzählkino in bester Tradition. Walter Ruggle
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