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Auf der Schweizer Streamingplattform filmingo finden Sie sorgfältig ausgewählte Kinofilme, zeitlose Klassiker und herausragende Dokumentarfilme. Alle Filme können für 8 CHF einzeln oder mit einem Monatsabo ab 9 CHF angeschaut werden.

Das Streaming steht in HD-Qualität in Originalsprache mit deutschen Untertiteln zur Verfügung, im Browser, in der filmingo iOS-App und in der filmingo Android-App. Es funktioniert mit Apple TV und mit Chromecast im Chrome Browser und damit auch am TV oder mit Beamer.

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Wochentipp
Worlds Apart (2015)
Christopher Papakaliatis
Griechenland
105′
Sebastian und Maria, Giorgos und Elise, Farris und Daphne: Drei unterschiedliche Liebespaare aus drei Generationen. Sie stehen im Zentrum dieser packenden und bewegenden Liebesgeschichte über alle Alter und Zeiten hinweg, die mitten im Griechenland von heute angesiedelt ist, in der aufgewühlten Stadt Athen. Regisseur und Schauspieler Christopher Papakaliatis versteht es vortrefflich, einerseits das Drama, das sich im südlichen Europa abspielt, in seinen Facetten und seiner Eigendynamik zu zeigen, andererseits von der ungebrochenen Kraft des antiken griechischen Liebesgottes Eros mit stupender Leichtigkeit zu erzählen. Da sind die Flüchtlinge, die gerne Richtung Norden weiterreisen möchten und in Griechenland festsitzen, da sind Griechen, die um ihr Auskommen bangen müssen oder es verlieren. Die Weltlage spielt nicht für die Einzelnen, und dennoch ist es ein Film voller Hoffnung, ein Liebesfilm, über alle Grenzen und Generationen hinweg, packend, bewegend und brennend aktuell. Nicht umsonst hat der Spielfilm Worlds Apart von Christopher Papakaliatis in seiner griechischen Heimat in den Kinos anfangs 2016 ein Rekordergebnis erzielt und insgesamt mehr als 700'000 Eintritte verzeichnet. Sein Film geht unter die Haut, packt und ist berührend im besten Sinn des Wortes. Auch deshalb, weil uns vieles darin vertraut vorkommen mag, griechisch ist und gleichzeitig europäisch, aus dem Leben gegriffen und gleichzeitig mit Erzählkunst in eine Form gebracht, die aus drei vermeintlich getrennten Erzählungen eine einzige macht: Jene von der Liebe und der Kraft, die sie entfalten kann, über alle Lebensabschnitte und Grenzen hinweg. Walter Ruggle
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Griechenland hat sich als Demokratie bewährt und nach fünf Jahren Prozess die faschistische Partei als kriminelle Vereinigung eingestuft. Der Spielfilm «Worlds Apart» entstand zur Zeit, da diese als politische Kraft noch ungestraft wirkte. Christopher Papakaliatis verknüpft drei Liebesgeschichten über drei Generationen hinweg zu einer bewegenden Erzählung und macht deutlich, worum es im Kern einer Gesellschaft eigentlich geht.
Premiere
To the Ends of the Earth (2019)
Kiyoshi Kurosawa
Usbekistan
120′
Eine japanische Starmoderatorin weilt in Usbekistan, um für eine Reisesendung die ursprünglichen und exotischen Seiten des Landes zu entdecken. Aber nichts läuft wirklich wie geplant. Kiyoshi Kurosawa gehört längst zu den wichtigsten Filmschaffenden Asiens. Für einmal verlässt er hier seine mitunter harte Vision der modernen Welt, um uns eine friedlichere und optimistischere Reise anzubieten.
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Neu bei filmingo

Seit 1 Woche
En liberté! (2018)
Pierre Salvadori
Frankreich
108′
Yvonne arbeitet als Polizistin in einer südfranzösischen Stadt am Meer. Ihr noch nicht lange verstorbener Ehemann Santi war Polizeichef. Er gilt nach wie vor als Held, wird gefeiert und verehrt. Alles Lüge – per Zufall findet Yvonne heraus, dass Santi in Wirklichkeit durch und durch korrupt war. Wegen ihm ist der unschuldige Antoine für acht Jahre hinter Gittern gelandet! Als Antoine entlassen wird, heftet sich Yvonne an seine Fersen. Sie will unbedingt dazu beitragen, seinen guten Ruf wiederherzustellen. Doch Antoines Anpassungsschwierigkeiten an sein neues Leben in Freiheit sorgen für jede Menge Turbulenzen… Pierre Salvadori bringt mit «En liberté!» ein wahres Feuerwerk von witzigen Pointen auf die Leinwand. Die rasante Story nimmt durch Missverständnisse, Irrungen und Wirrungen immer wieder überraschende Wendungen. Die französische Komödie überzeugt auch durch treffende Dialoge und herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler wie Adèle Haenel («120 BPM», «Portrait de la jeune fille en feu»), Pio Marmaï («Santa & Cie») und Audrey Tautou («Amélie de Montmartre»). Da bleibt garantiert kein Auge trocken!
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Seit 1 Woche
Che un hombre nuevo (2010)
Tristán Bauer
Kuba
134′
Am 9. Oktober 1967 wurde Ernesto Che Guevara im bolivianischen Flecken La Higuera, einen Tag nach seiner Gefangennahme und ohne Prozess hingerichtet. Er war 39 Jahre jung und längst zu einer Symbolfigur des Zwanzigsten Jahrhunderts geworden. Seine Lebensgeschichte, seine Äusserungen, sein Denken und allem voran eine Reihe von Bildern, die früh zu Symbolen des Widerstands wurden, haben bis heute ihre Aus­strah­lungs­kraft erhalten. Ernesto, der Arzt aus Argentinien, wurde Che, der Kämpfer für Gerechtigkeit auf Kuba und eine Art Popstar des politischen, antiimperialistischen Engagements. Das hängt auch damit zusammen, dass er von namhaftesten Fotografen seiner Zeit abgelichtet wurde und dabei selber durchaus ein Bewusstsein für die starke Inszenierung hatte. Der argentinische Filmemacher Tristán Bauer hat 12 Jahre an seinem filmischen Essay über Che gearbeitet. Herausgekommen ist ein endrücklicher Film, der einen intimen Blick auf die ikonische Figur wirft. Anhand von brillantem Archivmaterial, einschliesslich privater Aufnahmen, die noch nie zuvor der Öffentlichkeit gezeigt wurden, ermöglicht der Film einen einzigartigen Einblick in sein Leben.
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Seit 1 Woche
The Rider (2017)
Chloé Zhao
USA
103′
Nach einem Rodeo-Unfall verbieten die Ärzte dem jungen Cowboy Brady Blackburn die weitere Teilnahme an Wettkämpfen. Der angehende Star stürzt in eine Identitätskrise, da er sich komplett über seinen Beruf definiert. Mit Gelegenheitsjobs und als Pferdeflüsterer versucht er sich eine neue Existenz aufzubauen. Aber die Liebe zum Reiten ist zu stark: Er unternimmt trotz körperlichen Behinderungen bald wieder lange Ausritte, die ihm das sehnlichst vermisste Gefühl von Freiheit zurückgeben. Und eines Tages entschliesst sich Brady, wieder bei einem Wettkampf anzutreten… In atemberaubenden Bildern der Wildnis South Dakotas erzählt THE RIDER von zerbrochenen Träumen und verlorenen Identitäten. Authentisch und einfühlsam hält der mit Laiendarstellern gedrehte Film die Balance zwischen zärtlicher Poesie, archaischen Mythen und der rauen Lebenswirklichkeit in den Heartlands. Der Festivalhit (Cannes, Sundance, Toronto und viele andere) wurde mit dem Werner Herzog Filmpreis ausgezeichnet, der Mut, Entschlossenheit und Visionen honoriert.
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Seit 2 Wochen
Intervention divine - Göttliche Intervention (2002)
Elia Suleiman
Palästina
89′
Nazareth ist eine Stadt im Nahen Osten mit einem ganz gewöhnlichen Alltag und Quartierleben. Da finden sich auch kleine Spannungen an einer Strasse und um einen Mann, der berufliche Probleme hat und die Dinge in die Hand nehmen will. Sein Sohn lebt in Jerusalem und er muss seine Liebste, die aus Ramallah stammt, immer am Checkpoint ausserhalb der Stadt treffen. Sie darf nicht rein, so wollen es die israelischen Vorschriften. Regeln, Verhaltensmuster, Irrläufe und viel Zwischenmenschliches betrachtet der Palästinenser Elia Suleiman in seiner wunderbaren Komödie, die in einer Zeit entstanden ist, in der es nichts zu lachen gibt. Der Regisseur aus Jerusalem mimt die Hauptfigur des verhinderten Verliebten gleich selber und mit einem stoischen Ausdruck, der an Buster Keaton erinnert, während vielen der stillschweigenden Szenen der grosse französische Komiker Jacques Tati Pate gestanden hat. Poesie, Witz und Liebe trotzen da den Widerwärtigkeiten des Alltags.
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Seit 2 Wochen
Ella & John – das Leuchten der Erinnerung (2017)
Paolo Virzi
Italien
111′
Ella und John sind weg. Statt sich mit ihrer Zukunft zu befassen sind sie einfach mit ihrem alten Wohnmobil losgefahren. Ihre erwachsenen Kinder sind so verärgert wie besorgt und versuchen, die beiden zu finden. Doch John, bei dem sich zunehmend Gedächtnislücken bemerkbar machen, und die lebenspraktische Ella sind auf einer Reise, deren Ziel nur sie selber kennen: die US-Ostküste hinunter, bis zum Hemingway-Haus in Key West. Nachts sehen sich Ella und John, die seit 50 Jahren verheiratet sind, mit einem Diaprojektor Fotos aus ihrem Leben an – dabei sind es nicht nur ihre Erinnerungen, die leuchten, es ist auch ihre unerschütterliche Liebe füreinander… Ella und John wachsen einem sofort ans Herz – auch dank der beiden oscarprämierten Schauspiel-Stars Helen Mirren und Donald Sutherland: Sie spielen das Paar auf seiner Reise Richtung Selbstbestimmung glaubwürdig und ausdrucksstark. Der italienische Regisseur Paolo Virzì hat sich mit «La pazza gioia» und «Il capitale umano» international einen Namen gemacht. In seinem neuen Film versteht es er es wiederum meisterlich, ernste Themen in eine Geschichte voller Leichtigkeit und feinem Humor zu verpacken. «Ella & John» basiert auf einem Roman von Michael Zadoorian und ist wie das Leben selbst: voller intensiver Momente – mal traurig und wehmütig, dann wieder lustig und voller Lebensfreude.
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Seit 3 Wochen
Lucky (2017)
John Carroll Lynch
USA
85′
Lucky ist ein 90-jähriger Eigenbrötler, Atheist und Freigeist. Er lebt in einem verschlafenen Wüstenstädtchen im US-amerikanischen Nirgendwo und verbringt seine Tage mit bewährten Ritualen: Eine erste Zigarette vor den morgendlichen Yoga-Übungen, Frühstück im Diner, Kreuzworträtsel und Gameshows am Nachmittag und Abende im Stammlokal, wo er mit den anderen Gästen bei einem Bloody Mary über das Leben philosophiert und um verlorengegangene Schildkröten trauert. Bis er sich nach einem kleinen Unfall seiner Vergänglichkeit bewusst wird. Zeit dem Leben noch einmal auf den Zahn zu fühlen. Voll lakonischem Humor und Country-Song-Melancholie ist der Film «Lucky» eine rührende Hommage an den Hauptdarsteller Harry Dean Stanton, gespickt mit liebenswert, skurrilen Nebenfiguren (u. a. gespielt von David Lynch, Tom Skerritt, Ron Livingston, Ed Begley Jr.). Vor der weiten nordamerikanischen Landschaft inszeniert Schauspieler John Carroll Lynch in seinem Regiedebüt einen poetischen Film, der das Leben feiert. Er sagt: «Die Geschichte wurde hundertprozentig für Harry Dean geschrieben. Sie ist ein Liebesbrief an den Schauspieler und den Menschen. In seiner Essenz ist das Drehbuch biographisch. Luckys Geschichten und sein Verhalten beziehen sich auf Harrys Leben. Wir empfanden es als eine grosse Verantwortung, für den Film aus Harrys Leben und seinen Begegnungen mit anderen Menschen zu schöpfen, die Geschichte eines Mannes, dem urplötzlich unmissverständlich klar wird, dass sein Leben eher nur noch Wochen oder Monate dauern wird und nicht mehr Jahre oder sogar Jahrzehnte.» Der Film «Lucky» hatte am Filmfestival von Locarno seine Schweizer Premiere und wurde euphorisch gefeiert.
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Seit 3 Wochen
Les baliseurs du désert (1984)
Nacer Khemir
Tunesien
95′
Nacer Khemir führt uns bildlich gesprochen ins Leben der Wüste ein. Es ist ein Leben ausserhalb des gängigen Zeitbegriffs. Das Schiff, das da plötzlich vor den Mauern der Stadt liegt, könnte jenes von Sindbad dem Seefahrer sein. Es steht für das Meer, für die Suche nach der Weite, nach dem Anderen hinter dem Horizont. Das Schiff weist andererseits auf die andalusische Brücke: Córdoba ist da und Samarkand nie fern. Die Baliseurs, die Wüstenwanderer, sie ziehen einher, singen ihre andalusischen Lieder, summen vor sich hin, wie der Wind. «Unsere Kinder», sagt der Alte, «sie gehen nach und nach im besten Alter. Der Fluch reisst sie in seine Fata Morgana und löscht sie für immer aus.» Die Wüste verschlingt ihre eigenen Kinder. Der Alte hat sein ganzes Leben dem Buch gewidmet, hat die Seiten neu geordnet, hat es wieder entziffert. Die Wüstenwanderer, meint er, sie sollten es lesen, «um den Fluch zu erkennen». Der Lehrer soll ihm dabei helfen, er, der Mittler zwischen Vergangenheit und Zukunft. Einmal mehr lässt uns der Tunesier träumen, einmal mehr zeigt er uns in Gestalt des Uniformierten auch, wie Träume ihre Feinde haben. Der Offizier jedenfalls regt sich auf, fragt erbost, ob es nicht schon genug Geschichten gebe. Geschichten verunsichern ihn in ihrer Offenheit.
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Aktuell beliebt

2.
Lucky (2017)
John Carroll Lynch
USA
85′
Lucky ist ein 90-jähriger Eigenbrötler, Atheist und Freigeist. Er lebt in einem verschlafenen Wüstenstädtchen im US-amerikanischen Nirgendwo und verbringt seine Tage mit bewährten Ritualen: Eine erste Zigarette vor den morgendlichen Yoga-Übungen, Frühstück im Diner, Kreuzworträtsel und Gameshows am Nachmittag und Abende im Stammlokal, wo er mit den anderen Gästen bei einem Bloody Mary über das Leben philosophiert und um verlorengegangene Schildkröten trauert. Bis er sich nach einem kleinen Unfall seiner Vergänglichkeit bewusst wird. Zeit dem Leben noch einmal auf den Zahn zu fühlen. Voll lakonischem Humor und Country-Song-Melancholie ist der Film «Lucky» eine rührende Hommage an den Hauptdarsteller Harry Dean Stanton, gespickt mit liebenswert, skurrilen Nebenfiguren (u. a. gespielt von David Lynch, Tom Skerritt, Ron Livingston, Ed Begley Jr.). Vor der weiten nordamerikanischen Landschaft inszeniert Schauspieler John Carroll Lynch in seinem Regiedebüt einen poetischen Film, der das Leben feiert. Er sagt: «Die Geschichte wurde hundertprozentig für Harry Dean geschrieben. Sie ist ein Liebesbrief an den Schauspieler und den Menschen. In seiner Essenz ist das Drehbuch biographisch. Luckys Geschichten und sein Verhalten beziehen sich auf Harrys Leben. Wir empfanden es als eine grosse Verantwortung, für den Film aus Harrys Leben und seinen Begegnungen mit anderen Menschen zu schöpfen, die Geschichte eines Mannes, dem urplötzlich unmissverständlich klar wird, dass sein Leben eher nur noch Wochen oder Monate dauern wird und nicht mehr Jahre oder sogar Jahrzehnte.» Der Film «Lucky» hatte am Filmfestival von Locarno seine Schweizer Premiere und wurde euphorisch gefeiert.
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3.
The Square (2017)
Ruben Östlund
Schweden
145′
Christian ist der smarte Kurator eines grossen Museums in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist «The Square». Sie dreht sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit; er wohnt abgeschottet in einem stylishen Apartment und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante Medienkampagne zu «The Square» um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken. Ruben Östlund begibt sich in die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet ihre moralischen Falltüren. Das ist eine klug inszenierte, überraschende und äusserst unterhaltsame Satire zum Zustand der heutigen Gesellschaft. «Wenn man versucht, das Richtige zu tun», sagt der Regisseur, «ist das Schwierige nicht, den gängigen Wertvorstellungen zuzustimmen, sondern tatsächlich nach ihnen zu handeln.» Goldene Palme Cannes 2017.
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4.
Ella & John – das Leuchten der Erinnerung (2017)
Paolo Virzi
Italien
111′
Ella und John sind weg. Statt sich mit ihrer Zukunft zu befassen sind sie einfach mit ihrem alten Wohnmobil losgefahren. Ihre erwachsenen Kinder sind so verärgert wie besorgt und versuchen, die beiden zu finden. Doch John, bei dem sich zunehmend Gedächtnislücken bemerkbar machen, und die lebenspraktische Ella sind auf einer Reise, deren Ziel nur sie selber kennen: die US-Ostküste hinunter, bis zum Hemingway-Haus in Key West. Nachts sehen sich Ella und John, die seit 50 Jahren verheiratet sind, mit einem Diaprojektor Fotos aus ihrem Leben an – dabei sind es nicht nur ihre Erinnerungen, die leuchten, es ist auch ihre unerschütterliche Liebe füreinander… Ella und John wachsen einem sofort ans Herz – auch dank der beiden oscarprämierten Schauspiel-Stars Helen Mirren und Donald Sutherland: Sie spielen das Paar auf seiner Reise Richtung Selbstbestimmung glaubwürdig und ausdrucksstark. Der italienische Regisseur Paolo Virzì hat sich mit «La pazza gioia» und «Il capitale umano» international einen Namen gemacht. In seinem neuen Film versteht es er es wiederum meisterlich, ernste Themen in eine Geschichte voller Leichtigkeit und feinem Humor zu verpacken. «Ella & John» basiert auf einem Roman von Michael Zadoorian und ist wie das Leben selbst: voller intensiver Momente – mal traurig und wehmütig, dann wieder lustig und voller Lebensfreude.
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5.
En liberté! (2018)
Pierre Salvadori
Frankreich
108′
Yvonne arbeitet als Polizistin in einer südfranzösischen Stadt am Meer. Ihr noch nicht lange verstorbener Ehemann Santi war Polizeichef. Er gilt nach wie vor als Held, wird gefeiert und verehrt. Alles Lüge – per Zufall findet Yvonne heraus, dass Santi in Wirklichkeit durch und durch korrupt war. Wegen ihm ist der unschuldige Antoine für acht Jahre hinter Gittern gelandet! Als Antoine entlassen wird, heftet sich Yvonne an seine Fersen. Sie will unbedingt dazu beitragen, seinen guten Ruf wiederherzustellen. Doch Antoines Anpassungsschwierigkeiten an sein neues Leben in Freiheit sorgen für jede Menge Turbulenzen… Pierre Salvadori bringt mit «En liberté!» ein wahres Feuerwerk von witzigen Pointen auf die Leinwand. Die rasante Story nimmt durch Missverständnisse, Irrungen und Wirrungen immer wieder überraschende Wendungen. Die französische Komödie überzeugt auch durch treffende Dialoge und herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler wie Adèle Haenel («120 BPM», «Portrait de la jeune fille en feu»), Pio Marmaï («Santa & Cie») und Audrey Tautou («Amélie de Montmartre»). Da bleibt garantiert kein Auge trocken!
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6.
The Angels' Share (2012)
Ken Loach
Vereinigtes Königreich
101′
Robbie wird zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert und trifft dabei nicht nur auf drei Gleichgesinnte, sondern auch auf eine neue Leidenschaft: den teuersten und besten Malt Whisky der Welt. Um sich und seiner jungen Familie eine Zukunft zu ermöglichen, lässt er sich bald auf einen ausserordentlichen Coup ein: Irgendwo in den schottischen Highlands soll noch ein Fässchen dieses sagenhaft kostbarsten Whiskys existieren. Schon drei, vier Flaschen könnten ihm und seinen Freunden eine sorgenfreie Zukunft bescheren. Oder aber einige Jahre hinter Gittern. Fast 30 Filme hatte Ken Loach vor «Angel's Share» gedreht – und kaum je hat er sich so lebensbejahend gezeigt wie hier: Mit dem Publikums- und Juryliebling (Preis der Jury) des Filmfestivals Cannes, zaubert die britische Regielegende die nach wie vor warmherzigste Komödie seiner Karriere auf die Leinwand. Das ist ein Film mit authentischen Figuren, treffenden Dialogen und einigen der lustigsten Pointen, die Drehbuchautor Paul Laverty je geschrieben hat.
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Tanzfilme

Yuli (2018)
Icíar Bollaín
Spanien
110′
Carlos Acosta ist der ungekrönte König von spontanen Breakdance-Wettbewerben in den Strassen von Havanna. Sein Vater Pedro, ein LKW-Fahrer, erkennt das aussergewöhnliche Talent seines kleinen Sohns, den er nach einem afrikanischen Kriegsgott Yuli nennt. Obwohl Carlos keinesfalls Strumpfhosen und Schläppchen tragen und sowieso Fussballspieler werden will, steckt ihn der Vater anfangs der 1980er-Jahre in die staatliche kubanische Ballettschule. Es ist keine einfache Zeit, doch Carlos entwickelt sich zu einem herausragenden Tänzer und mit 18 wird er ans English National Ballet berufen. Als er verletzungsbedingt pausieren muss, geht er zurück nach Kuba. Nach Jahren, in denen nur der Tanz zählte, lebt er seinen schier unstillbaren Lebenshunger aus – und setzt damit seine Karriere aufs Spiel… Regisseurin Icíar Bollaín («El olivo») und Autor Paul Laverty («I, Daniel Blake») erzählen vor dem bewegten Hintergrund der Geschichte Kubas die Story einer unglaublichen Karriere. Sie führt von Havanna bis nach London ins Royal Ballett, wo Carlos Acosta, der selbst im Film mitspielt, zum ersten schwarzen Romeo des klassischen Balletts wird. Basierend auf dessen Autobiografie «Kein Weg zurück» ist der Spielfilm «Yuli» ein überraschendes Biopic, eine bewegende Familiengeschichte, eine atemberaubende Performance aus Erzählung, Tanz, Musik, Licht, Bewegung und eine mitreissende Hommage an die Grenzen sprengende Kraft der Kunst.
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Afrikanisches Kino

Touki Bouki (1973)
Djibril Diop Mambéty
Senegal
90′
Es sind immer wieder die Kinder und Jugendlichen, die im afrikanischen Kino die Hoffnung auf eine bessere Zukunft vertreten. Das ist in diesem Klassiker des Kinos, den wir in neuer Kopie als Reedition zeigen, nicht anders. Mory und Anta träumen davon, nach Paris ins «verheissene Land» zu gehen, das Josephine Baker besungen hat. Er ist Viehhirte, doch seine Herden wurden zum Schlachthof geführt. Seitdem treibt sich Mory mit dem Motorrad, das er zum Andenken an seine Zebus mit zwei Hörnern verziert hat, in der Stadt herum. Anta ist eine junge Studentin, die ebenfalls am Rande der Gesellschaft lebt. Liebe ist der einzige Reichtum der beiden, und so entschliessen sie sich, alles zu unternehmen, um das nötige Geld für ihre Reise zusammenzubringen. Ein witziger Film über die romantische und aufregende Jugend in Senegal, vor allem aber auch eine politisch und sozial weitsichtige Reflexion über das Exil. Nicht so sehr durch seine vielbeachtete formale Eigenwilligkeit besticht dieser Film, sondern vielmehr durch seine politische und soziale Weitsicht. Auf seiner Reise in eine bessere Zukunft, die er in Paris zu finden glaubt und die am Hafen von Dakar endet, erkennt Mory, dass die Annahme einer fremden Identität nie zu einer eigenen führen kann. Mit der Besinnung auf seine eigenen Wurzeln leitet er einen Selbstfindungsprozess ein.
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mit Bonus
Cairo Station (1958)
Youssef Chahine
Ägypten
73′
Bonus:
Melodram und Krimi, Sozialdrama und Liebesgeschichte in einem, ist der 1958 entstandene meisterliche Spielfilm des ägyptischen Regisseurs Youssef Chahine ganz auf dem Bahnhofsgelände angesiedelt. «Hinter den 7 Gleisen» sozusagen auf arabisch, packend inszeniert und frisch wie am ersten Tag. Der alte Madbouli ist Kioskbesitzer am Hauptbahnhof von Kairo. Eines Tages findet er einen halb verhungerten, ärmlichen Mann am Rande der Gleise. Madbouli hat Mitleid mit dem traurig blickenden, hinkenden Bauern Kenaoui und stellt ihn als fliegenden Zeitungsverkäufer an. Bei seiner Arbeit begegnet Kenaoui täglich der schönen Hanouma, die ebenfalls am Bahnhof ihren Lebensunterhalt verdient, in dem sie Reisende mit Limonade-Getränken versorgt. Kenaoui verfällt der lebensfrohen Frau und macht es sich zum Ziel, sie zu heiraten. Einsam und in obsessiver Sehnsucht, schneidet er abends in seiner Hütte am Rande des Bahnhofs leicht bekleidete Frauen aus Zeitschriften aus und behängt damit seine Wände. Obwohl er weiss, dass Hanouma bereits dem Kofferträger und Gewerkschafter Abou Serih versprochen ist, offenbart er ihr eines Tages seine Gefühle und macht ihr einen Heiratsantrag. Ihre mit Hohn und Spott getränkte Zurückweisung treibt Kenawi weiter in eine wutgeschwängerte Obsession für Hanuma. Restaurierte Version.
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Demnächst im Streaming

22. Oktober 2020
La tortue rouge (2016)
Michael Dudok de Wit
Frankreich
81′
Ein Schiffbrüchiger kämpft sich durch den stürmischen Ozean. Er strandet auf einer einsamen Insel, auf der nur Vögel und einige neugierige kleine Krebse leben. Der Mann baut ein Floss. Doch es gelingt ihm nicht, damit aufs Meer hinauszufahren. Es dauert eine Weile, bis er herausfindet, welche geheimnisvolle Kraft ihn am Verlassen der Insel hindert: Eine majestätische rote Schildkröte – die bald einen überraschenden Wandel durchmacht… Der Oscar-prämierte Regisseur Michael Dudok de Wit erzählt eine zauberhafte Geschichte über den Kreislauf des Lebens und der Liebe. Sein in Cannes ausgezeichneter «La Tortue Rouge» ist der erste europäische Film, der vom berühmten japanischen Ghibli-Studio («Spirited Away – Chihiros Reise ins Zauberland») mitproduziert wurde. Anders als viele aktuelle Animationsfilme wurde er teilweise von Hand gezeichnet, was seinen Bildern eine ganz besondere Magie verleiht. «La Tortue Rouge» ist ein einzigartiges Kino-Juwel, vielschichtig und wunderschön.
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24. Oktober 2020
Manuscripts Don’t Burn (2013)
Mohammad Rasoulof
Iran
122′
Morteza und Khosrow, zwei Auftragskiller im Dienste der iranischen Regierung, erhalten die Anweisung, drei regimekritische Schriftsteller zu liquidieren. Für die beiden Männer scheint der Auftrag ganz gewöhnlich zu sein – sie erledigen einfach ihren Job. Die renitenten Schriftsteller werden mit Überwachungskameras rund um die Uhr beobachtet, abgehört und eingeschüchtert. Der Film verzichtet auf jegliche plakative Thriller-Effekte und zeigt gerade dadurch umso beunruhigender auf, wie sehr der Alltag im Iran von permanenter staatlicher Kontrolle, Terror und Folter beherrscht wird. Überaus verstörend ist aber nicht nur, dass das Töten offenbar etwas ganz und gar Alltägliches geworden ist, sondern dass die Schriftsteller ihre Widersacher kennen, ja gar mit ihnen verhandeln. 2010 wurde Rasoulof wegen seinen regimekritischen Arbeiten zu sechs Jahren Haft verurteilt; später wurde die Strafe auf ein Jahr mit Bewährung reduziert. Im Versteckten hat er MANUSCRIPTS DON’T BURN gedreht. Um Rasoulof zu schützen, feierte der Film seine Premiere in Cannes ohne Nennung des Regisseurs. Dort wurde er in der Sektion «Un Certain Regard» mit dem Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet. Aus Sicherheitsgründen werden Darsteller und Crew nicht namentlich genannt, die Credits am Ende bleiben aus, die Musik läuft vor schwarzem Hintergrund.
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30. Oktober 2020
Canción sin nombre (2019)
Melina León
Peru
97′
Peru, auf dem Höhepunkt der politischen Krise der 1980er Jahre. Georgina erwartet ihr erstes Kind. Ohne Ressourcen reagiert sie auf die Ankündigung einer Klinik, die schwangeren Frauen kostenlose Unterstützung anbietet. Aber nach der Geburt weigern sie sich, ihr zu sagen, wo ihr Baby ist. Entschlossen, ihre Tochter zu finden, suchte sie die Hilfe des Journalisten Pedro Campos, der sich bereit erklärte, eine Untersuchung einzuleiten.
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